Begriffe der Dune-Zyklen

Dieser Artikel befasst sich mit Begriffen aus den Dune-Zyklen von Frank Herbert, Frank Herberts Sohn Brian und Kevin J. Anderson.

Inhaltsverzeichnis

Gruppierungen/Organisationen/Völker

Atreides

Siehe: Figuren der Dune-Zyklen

Harkonnen

Siehe: Figuren der Dune-Zyklen

Corrino

Siehe: Figuren der Dune-Zyklen

Bene Gesserit

Die Bene Gesserit sind eine von Raquella Berto-Anirul gegründete Schwesternschaft, die mit Hilfe von Gewürz Zugang zu den weitergehenden Erinnerungen ihrer weiblichen Vorfahren und der anderen Bene Gesserit erlangen. Damit erreichen sie auch eine Art Unsterblichkeit, indem sie ihre eigene Persönlichkeit vor ihrem Tod an eine Mitschwester übertragen. Verbunden damit ist auch das Motiv der Abhängigkeit vom Gewürz, die bei den Bene Gesserit ähnlich stark ausgeprägt ist wie bei den Navigatoren.

Zur Ausbildung der Bene Gesserit gehört neben einer umfassenden Bildung in Kunst, Philosophie, Literatur und Geschichte auch ein intensives körperliches Training. Mit meist als Prana Bindu bezeichneten Methoden erlernen die Schwestern eine totale Körperbeherrschung. Nach dem Bestehen eines schmerzhaften Initiationsrituals – der Gewürz-Agonie – sind sie in der Lage, Schmerzen zu ignorieren und sogar durch absichtlichen Herzstillstand jederzeit den eigenen Tod herbeizuführen. Darüber hinaus beherrschen sie meist diverse Kampfkünste und auch sexuelle Verführungstechniken. Training, allgemeine Wertschätzung von gesundem Lebenswandel und dauernder Konsum von Gewürz lassen die Bene Gesserit Schwestern sehr alt werden und dabei ein jugendliches Aussehen behalten.

Die Gestaltung der Bene Gesserit weist Züge von religiösen Orden wie etwa den Jesuiten oder Sufiorden auf und erinnert auch an diverse echte und fiktive Geheimgesellschaften wie etwa der Freimaurer oder der „Illuminaten“. Privatleben und persönliche emotionale Bindung lehnt der Orden ab. Es steht den Schwestern frei, sich erotisch zu vergnügen und auch, Freundschaften zu pflegen. Jede leidenschaftliche Liebesbeziehung und auch eine spezielle Bindung zu eigenen Kindern oder Angehörigen werden aber als Problem betrachtet und wenn möglich verhindert. Sowohl der Charakter einer Geheimgesellschaft als auch die durch den Gewürzkonsum erreichten Fähigkeiten und Vorteile rufen bei vielen anderen Charakteren in Dune Hass und Misstrauen gegen die Bene Gesserit hervor. So werden die Schwestern oft als „Hexen“ beschimpft und gefürchtet.

Die Organisation der Schwesternschaft ist hierarchisch. Geführt von einer Mutter Oberin leitet ein kleiner Führungszirkel die Gesellschaft. Gleichzeitig trägt der Orden aber auch stark kollektivistische Züge. So sind die Führerinnen stark dem Wohlergehen der ganzen Gemeinschaft verpflichtet. Ein unabhängiges Gremium in der Art eines Verfassungsgerichts kann die Führung jederzeit absetzen, falls es dafür pragmatische Gründe geben sollte. Dabei muss es sich nicht um ein konkretes Versagen handeln, die Führung kann schon abgesetzt werden, wenn eine Mehrheit der Schwestern den Eindruck bekommt, die führenden Schwestern könnten ihren Aufgaben nicht gewachsen sein. Eine geschriebene Verfassung und formale Demokratie lehnen die Bene Gesserit allerdings ab. Diese Reserviertheit gegen parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat zieht sich durch den gesamten Dune-Zyklus. Das Buch sagt der Demokratie und auch dem Sozialismus und dem Faschismus eine Tendenz zur Bildung einer allmächtigen Bürokratie nach. Frank Herbert erklärt das ausführlich an einer Vielzahl von Beispielen, zusammenfassend im Gespräch zwischen der Bene Gesserit Mutter Lucilla und Dama, der Führerin der Geehrten Matres im 6. Band.

Seit ihrer Gründung auf Rossak haben die Bene Gesserit sich der Analyse der genetischen Zusammenhänge bei der Entwicklung der Menschheit verschrieben. Mit der Zeit ist daraus das Projekt des Kwisatz Haderach entstanden. Durch gezielte Zuchtwahl arbeiten sie auf eine Art „Übermensch“ hin. Dieser von der Schwesternschaft kontrollierte, männliche Bene Gesserit soll auch die dunkle Seite der weitergehenden Erinnerungen (die Erinnerung an die männlichen Vorfahren) sehen ; außerdem wird der Kwisatz Haderach echte Vorhersehung beherrschen. Nach dem Plan von Mutter Anirul sollen Jessica und Leto Atreides die Großeltern des Kwisatz Haderach werden. Durch die Geburt von Paul werden die Pläne aber gestört. Paul Atreides entpuppt sich am Ende selbst als der Kwisatz Haderach, er wird der Mahdi der Fremen und erobert mit ihnen das Imperium für sich und seine auf ihn selbst gegründete Religion.

Die Bene Gesserit beschäftigen sich im folgenden Verlauf der Bücher vor allem damit, ein Gegengewicht zur Vorherrschaft von Paul Atreides und seiner Nachkommen zu bilden. Damit werden sie zu einer meist im Hintergrund wirkenden ausgleichenden politischen Kraft. Gegen Ende der klassischen 6 Bände sind sie zur einzigen verbliebenen Ordnungsmacht im Imperium geworden, die gegen die drohende Übernahme der Zivilisation durch die faschistoid-barbarischen Geehrten Matres steht.

Außerdem bilden die Bene Gesserit Wahrsager (menschliche Lügendetektoren) und die Töchter der Adelshäuser aus und sind stille Teilhaber der MAFEA.

Einzelne Bene Gesserit werden im Artikel Figuren der Dune-Zyklen vorgestellt.

Bene Tleilax

Die Bene Tleilax (bzw. Tleilaxu) sind religiöse Fanatiker. Sie sind Zensufis, also Angehörige einer Religion, die offenbar Einflüsse aus dem Zen-Buddhismus und dem Sufismus enthält, von den Tleilaxu als „Der große Glaube“ bezeichnet. Zu Zeiten von Butlers Djihad bekamen sie den Ruf, dass es sich bei ihnen um perverse amoralische Wissenschaftler handele. Diesen Glauben haben sie selbst in der Zukunft gefördert, weil sie ihre religiösen Überzeugungen und Praxis geheimhalten wollen. Damit tarnten sie ihre wahren Ziele, die ungläubigen „Powindah“ (Dieses Wort bedeutet in der Sprache der Tleilaxu offenbar „Ungläubiger“) zu vernichten. Als Powindah gelten ihnen alle, die nicht dem Tleilaxu-Glauben anhängen. Dabei sind sie prinzipiell bereit, auch Fremde als Gläubige zu akzeptieren, sofern sich diese von sich aus zu den allerdings geheim gehaltenen Tleilaxu-Glaubenssätzen bekennen. Die religiöse Praxis und Kultur der Tleilaxu ist von Tabus und geheimen Riten geprägt. So benutzen sie eine „Islamiyat“ genannte Sprache, zu der lediglich die Bene Gesserit als einzige Außenstehende Zugang erlangen. Nach jedem Kontakt mit „Powindah“ müssen sich Tleilaxu-Meister einem Reinigungsritual unterziehen, bevor sie wieder an den „Kehl“ genannten internen Versammlungen teilnehmen dürfen. Die Versammlungen finden in speziell gegen Abhörmethoden abgeschirmten Räumen in der Tleilaxu-Hauptstadt Bandalong statt.

Die Tleilaxu sind stark hierarchisch und arbeitsteilig. Geführt werden sie von einer kleinen Gruppe von „Masheikh“ genannten Meistern, darunter stehen eine „Domel“ genannte Arbeiterschicht und vor allem die „Gestaltwandler“ (im Original „Facedancer“). Letztere können ihr Äußeres so verändern, dass sie beliebigen anderen Menschen gleichen. So nehmen die Gestaltwandler auch oft die Rolle von Menschen ein, die in den Adelshäusern und anderen Machtgruppen führende Positionen innehaben. Die Tleilaxu-Meister sind aufgrund von genetischen Veränderungen vom Körperbau her klein wie etwa 12-jährige Kinder und haben spitze Zähne und vollständig schwarze Augen. Ihre Haut besitzt einen grauen Überzug aus mikroskopischen Schuppen, in denen Metalle angereichert sind. Dadurch ist es unmöglich, sie zu durchleuchten. So weiß kein Außenstehender, wie die inneren Organe der Tleilaxu aussehen. Die Frauen der Tleilaxu sind zu biotechnologischen Maschinen, den so genannten Axolotl-Tanks umgewandelt, was allerdings erst in den letzten Bänden von Dune bekannt wird.

Sie handeln vor allem mit Produkten dieser Axolotltanks, vor allem mit Gholas (Klonen, die auch die Erinnerungen der Menschen besitzen können, aus deren Zellen sie erzeugt wurden), verderbten Mentaten (menschlichen Computern), Gestaltwandlern und etlichen biotechnologischen Produkten und in späteren Teilen der Bücher mit künstlich hergestelltem Gewürz (Amal genannt). Im letzten der klassischen Bände werden sie von den Geehrten Matres großteils vernichtet, allerdings existiert noch ein Tleilaxu-Masheikh am Ende des derzeit letzten Buches Die Ordensburg des Wüstenplaneten. Er lebt unter dem Schutz der Bene Gesserit, die sich von ihm Zugriff auf die biotechnologischen Erkenntnisse der Tleilaxu erhoffen. Er trägt alle genetischen Codes für sein gesamtes Volk in seinem Körper. So könnte er sein Volk mit Hilfe von Axolotl-Tanks in Form von Gholas auch körperlich wieder auferstehen lassen.

Für alle Tleilaxu-Meister werden Ghola-Klone gezüchtet, die nach dem Tod einen neuen Körper für die alte Persönlichkeit darstellen. Damit sind die Tleilaxu-Meister de facto unsterblich und auch eine Weiterentwicklung durch Generationswechsel ist weitgehend ausgeschlossen. Der letzte überlebende Masheikh ist Scytale – derselbe Tleilaxu, der schon im mehrere Tausend Jahre vorher spielenden zweiten Band als Attentäter-Gestaltwandler auftritt. Gegen Ende des klassischen Zyklus wird erkennbar, dass sich Tleilaxu-Gestaltwandler in der Diaspora zu einer eigenen, von der Tleilaxu-Hierarchie unabhängigen Gruppe entwickelt haben.

Landsraad

Zusammenschluss der großen Häuser gegen die Vormachtstellung des Imperators mit seinen Sardaukar. Der Landsraad selbst hat keine eigenen Truppen, kann aber von seinen Mitgliedstaaten auf freiwilliger Basis eine Armee zusammenstellen, vergleichbar den Vereinten Nationen auf Terra 14255 B.G. Sie haben ab Ende des ersten Teiles nur noch die Funktion eines Debattierklubs alter Männer.

MAFEA

Die Merkantile Allianz für Fortschritt und Entwicklung im All (eng. Combine Honnete Ober Advancer Mercantiles kurz CHOAM) ist die bedeutendste Handelsorganisation im Imperium. Die MAFEA ist ein gewaltiges wirtschaftspolitisches Machtinstrument, durch das das bekannte Universum und der Handel mit Gewürz kontrolliert wird. Die großen Häuser haben alle Anteile an der Gesellschaft, besonders einflussreiche sitzen im Direktorium. Den Vorsitz führt stets der regierende Imperator bzw. sein Vertreter. Durch seinen Sieg über Shaddam IV. übernahm Paul Muad'dib bzw. das Haus Atreides die Leitung der MAFEA.

Mentaten

Mentaten sind menschliche Computer. Um ein Mentat zu werden, ist eine komplexe Ausbildung und großes Talent gefordert. Der Schüler muss affektneutral werden, das bedeutet, jeglichen Lüsten und Begehren entsagen. Dann entfaltet sein Gehirn die Fähigkeit, umfassend wahrzunehmen und auf unfassbar hohem Niveau zu kalkulieren und zu taktieren.

Die Qualität eines Mentaten ist abhängig von den Informationen, die ihm zur Verfügung stehen. Durch den Umfang dieser Daten ist er begrenzt. Auf Basis dieser Daten führt er vor allem Wahrscheinlichkeitsrechnungen zur Analyse von (politischen) Kräfteverhältnissen durch. Durch Analysieren von Kommunikation ermitteln Mentaten auch die wahren Motive von Verhandlungspartnern und Kriegsgegnern. Mentaten können Hochrechnungen für die Zukunft kalkulieren, dazu ist kein Gewürz nötig. Je höher die mentale Reinheit des Mentaten, desto größer seine Fähigkeiten.

Manche Mentaten verwenden eine Droge genannt Sapho, um ihre Fähigkeiten zu steigern. Mit der Zeit entwickelt der Mentat eine Abhängigkeit zu Sapho, die aber eher eine Sucht nach dem Zustand als eine körperliche Sucht (wie zum Beispiel nach dem Gewürz) ist. Langjähriger Gebrauch färbt die Zähne rot und erzeugt weitere rubinrote Flecken an den Lippen, was ihren ohnehin schon ehrfurchteinflößenden Habitus noch unterstreicht.

Menschen können die Mentat-Fähigkeiten auch als „Zusatzqualifikation“ besitzen. So sind zum Beispiel auch Paul Atreides und Miles Teg Mentaten.

Sardaukar

Sardaukar sind die militärische Elite des Padischah-Imperators Shaddam IV. Ihre ungewöhnlich harte Ausbildung lässt in der Regel nur sechs von dreizehn Rekruten das elfte Lebensjahr erreichen. Das Hauptgewicht ihres militärischen Trainings wurde auf totale Rücksichtslosigkeit und die nahezu völlige Ausschaltung des eigenen Selbsterhaltungstriebes gelegt. Bereits von Kindesbeinen an wurde ihnen so beigebracht, in jedem Gegner ein potentielles Schlachtopfer zu sehen, für das es keine Gnade gibt. Man sagte ihnen auch nach, dass sie in ihrer Brutalität zehn gewöhnliche Kämpfer aufwogen. Zur Zeit Shaddams IV hatte ihr Kampfwert bereits erheblich gelitten, weil man der ihnen eigenen Unüberwindbarkeitsmythologie immer öfter mit Zynismus entgegentrat. Ihre Ausbildung wurde immer mehr vernachlässigt. Sie wurden trotz allem weiterhin – mit Recht – gefürchtet.

Bei dem Angriff der Harkonnen gegen die Atreides auf Arrakis mischten sich Sardaukar in Harkonnenuniformen unter die Soldaten der Harkonnens, um diese bei ihrem Angriff im geheimen zu unterstützen. Während der Revolte auf Arrakis wurden die bis dahin für unbesiegbar gehaltenen imperialen Sardaukar von Paul Atreides und seinen Fedaykin-Fremen geschlagen. Nach der Revolte auf Arrakis formierte der geschlagene, ehemalige Imperator Shaddam IV eine Sardaukar-Ehrengarde in seinem Exil auf Salusa Secundus. Der neue Imperators Paul Atreides war dagegen, ließ sich aber von seiner formellen Gemahlin Irulan beschwichtigen. Im 3. Band wurden von Prinzessin Wensicia Corrino Pläne geschmiedet, im Geheimen die Sardaukar zu alter Stärke zu führen, um so den imperialen Thron zurückzuerobern. Doch diese Bestrebung blieb erfolglos. Die neu aufgebauten Sardaukar wurden von ihrem Sohn Prinz Farad´n als Geschenk des Hauses Corrino an Leto II. übergeben.

Die Sardaukar werden auf dem imperialen Gefängnisplaneten Salusa Secundus ausgebildet.

Eine Legion Sardaukar besteht aus zehn Brigaden und hat eine Sollstärke von etwa 30.000 Mann. Im Film Dune- der Wüstenplanet von David Lynch sandte der Padischah-Imperator Shaddam IV seine gesamte Reserve von 50 Legionen Sardaukar auf Arrakis, um alles Leben systematisch auszulöschen. Das wären 1,5 Millionen Sardaukar.

Die Dienstgrade der Sardaukar werden auch in den letzten zwei Bänden der klassischen Serie verwendet. Also auch lange nach dem Verschwinden der Sardaukar, während der Herrschaft des Gottkaisers Leto II. So trägt auch Miles Teg, der militärische Oberbefehlshaber im Dienst der Bene Gesserit, den Titel Bashar.

Die gesamten Armeen der hohen Häuser (des Landsraads) auf der einen und die Sardaukar des Imperators auf der anderen Seite, bilden ein militärisches Gleichgewicht der Kräfte im Imperium.

Die Fremen-Elitekrieger, die Fedaykin, werden als den Sardaukar ebenbürtig bis überlegen dargestellt.

Fischredner

Die fanatischen, weiblichen Legionen Gottkaisers Leto II. Atreides. Die einzig männlichen in ihren Reihen sind Duncan Idaho-Gholas und Atreides die dort als Offiziere dienen. Es wurden Allianzen zwischen ihnen und den Bene Gesserit angestrebt, die aber nicht von Erfolg gekrönt wurden. Gottkaiser Leto II. vergrößerte ständig seine Garnisonen (u. a. den Heimatplaneten der Bene Gesserit, der Ixianer und der Tleilaxu, nur die Garnisonen der Raumgilde waren nicht davon betroffen). Auch wurden alternative Missionen der Fischredner durch Leto II. voran getrieben und er entkleidete sie immer mehr ihrer militärischen Funktion. Dies hat den erwarteten Effekt gehabt, dass die Fischredner sich örtlich zunehmender Wertschätzung erfreuten und der Anwesenheit der Garnisonen, die vergrößert wurden. Der religiöse Charakter der Priesterschaft ging langsam auf die Fischredner über.

Alle zehn Jahre findet ein Festival auf Arrakis statt, bei dem nicht einmal die männlichen Gefährten der Fischredner-Offiziere anwesend sein dürfen. Von jeder planetaren Garnison werden je drei Vertreterinnen dort sein.

Der Name Fischredner (engl. Fishspeaker) leitet sich aus einer uralten Legende ab, als eine weise Frau an einem See Visionen empfang als sie einen Fisch betrachtete. Dies sah Gottkaiser Leto II., als er in die Vergangenheit sah.

Geehrte Matres

Die Geehrten Matres sind eine Gruppierung, die 5000 Jahre nach Beginn der Diaspora, die unmittelbar auf den Tod von Leto II. aufgrund von Hungerkatastrophen und Kriegen erfolgte, aus den unerforschten Randbezirken des Imperiums wieder zurückkehren.

Sie sind eine Organisation von Frauen, ähnlich den Bene Gesserit, stellen jedoch in gesellschaftlicher Hinsicht einen genauen Gegenentwurf dar. Ihre Entstehung ist zurückzuführen auf die Verbindung von versprengten Fischrednern (weiblichen Elitetruppen des Gottkaisers Leto II.) mit Bene Gesserit, die bewusst in die Diaspora ausgesandt worden sind. Aus der ursprünglichen Organisation der Fischredner entwickelte sich, unter Einbindungen einer Reihe von Fähigkeiten der Bene Gesserit, eine von Frauen dominierte, bürokratische Diktatur.

Die Fähigkeiten der Geehrten Matres setzen sich zusammen aus einer veränderten Form der Prana-Bindhu-Muskelkontrolle der Bene Gesserit, die es ihnen erlaubt, ohne bewusste Kontrolle auf äußere Reize zu reagieren und der mentalen Versklavung von Männern durch sexuelle Bindung.

Diese einseitige Betonung spiegelt das Wesen der Geehrten Matres wider, die, im Gegensatz zu den Bene Gesserit, in jeder Hinsicht unfähig zur Selbstkontrolle sind. Ihr Wesen wird dominiert von extremer Gewaltbereitschaft und Maßlosigkeit. Verantwortlich dafür ist ein weiteres Verwandtschaftsmerkmal mit den Bene Gesserit – der Abhängigkeit von einer Droge. Diese ist ein synthetischer Ersatz für das Gewürz, der offensichtlich notwendig wurde, als den in die Diaspora ausgesandten Schwestern die Vorräte ausgingen. Unbekannt sind den Geehrten Matres jedoch die durch die Gewürz-Agonie freigesetzten Weitergehenden Erinnerungen und die vielen anderen positiven Eigenschaften des Gewürz. Dafür wird jedoch das Gewaltpotential der Matres drastisch erhöht, was sich bei geistiger Erregung in der Bildung von orange-farbenen Flecken in den Augen zeigt.

Die Rückkehr der Geehrten Matres in das alte Imperium wird zu Beginn als Eroberungsfeldzug dargestellt, der sich in erster Linie auf die überwältigende zahlenmäßige Überlegenheit und eine bedingungslose Strategie der totalen Zerstörung stützt. Das erste Opfer ihrer Angriffe wird der Planet Arrakis der zu Schlacke verbrannte, auf dem auch der Mentat-Bashar der Bene Gesserit, Miles Teg, durch eine neuartige, übermächtige Waffe, die im Orbit von einem Raumschiff aus abgefeuert wurde ums Leben kommt. Im weiteren Verlauf werden fast alle bedeutenden Planeten der Bene Gesserit ebenfalls vollständig zerstört.

Gegen Ende des zweiten Zyklus wird deutlich, dass die Geehrten Matres aus der Diaspora in das alte Imperium vor einem unbekannten Gegner geflohen sind. Ihre Unfähigkeit, weitere Fähigkeiten der Bene Gesserit zu adaptieren, machte sie verwundbar für eine offenbar speziell gegen sie entwickelte biologische Waffe. Als weitere Waffe gegen die Matres treten die Futars auf, die jedoch nur auf Anweisung ihrer Bändiger töten, die möglicherweise aus freien Gestaltwandlern der Bene Tleilax entstanden sind.

Als wichtigste Vertreterin der Geehrten Matres tritt Murbella auf, die von den Bene Gesserit auf Gámu (Giedi Primus) gefangen genommen und zu einer Schwester gemacht wurde. Sie ist außerdem die Geliebte des Duncan-Idaho-Gholas, eines Klons des Schwertmeisters von Paul Atreides, der seine Erinnerungen zurückerhalten hat.

Die Bene Gesserit entgehen der Vernichtung durch die Geehrten Matres durch die scheinbare Kooperation mit ihnen, deren Zweck darin besteht, den gesamten Orden der Matres, so wie Murbella, in Schwestern umzuwandeln.

Fremen

Die Fremen sind die Bewohner des Planeten Arrakis, den sie Dune (Englisch für Düne) nennen. Sie stammen von buddhislamischen Sklaven ab, die vor und während des Kreuzzugs der Maschinen und des Dschihad nach Arrakis geflüchtet waren. Auf dem unwirtlichen Wüstenplaneten fühlten sie sich endlich als Freie Menschen (engl.: free men, woraus sich der Name Fremen ableitet).

Durch das Wirken zweier Anführer (Selim und Ishmael) lernten die Fremen, sich in der Wüste zu „verstecken“ und die Sandwürmer als Transportmittel zu verwenden. Die Fremen sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch und setzten eine fortschrittliche Technik zum Wassersparen ein: Destillanzüge. Dadurch wird der komplette Wasserverlust in der Wüste verhindert und man kann dieses wiederaufbereitete Wasser bequem trinken. Zwei Fremde schafften es schließlich, das Vertrauen der Fremen zu gewinnen und ihre Kultur zu verändern.

Pardot Kynes, der imperiale Planetologe, gewann sie für sein Terraformingprojekt, das Dune zum Blühen bringen sollte. Außerdem gelang es ihm, alle Stämme zu einen und die internen Fehden zu beenden. Sein Sohn, der Halbfreme Liet Kynes wurde zum ersten Anführer aller Fremen. Als zweitem gelang es Paul Atreides, dem sie den Namen Usul im Stamm gaben, und der für sich selbst den Namen Muad´dib wählte, sie für seine Pläne zu gewinnen.

Raumgilde

In der Raumgilde sind die Navigatoren und Steuermänner der riesigen Heighliner und Fregatten organisiert. Sie sind durch extrem starken Genuss des Gewürzes mutiert, doch ohne dieses können sie die Faltraum-Schiffe nicht steuern. Steuern bedeutet: Sie bewegen sich durch den Raum mit ihren Schiffen, ohne sich zu bewegen, nur durch Kraft ihrer durch Gewürz verstärkten mentalen Fähigkeiten. Ihre begrenzte Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, ermöglicht ihnen, sichere Wege durch den Faltraum vorauszusehen. Die physischen Schiffe können diesen Wegen folgen und damit in sehr kurzer Zeit fast unbegrenzt große Distanzen zurücklegen.

Die Raumgilde ist eine der wichtigsten Organisationen im Universum, da nur sie in der Lage ist, weite Strecken im Universum zu bereisen. Gegen den Willen der Raumgilde kann nicht einmal der Imperator persönlich eine Weltraumreise unternehmen. Zwischen dem Imperium und der Weltraumgilde herrscht eine Abhängigkeit: Die Navigatoren benötigen Gewürz, um am Leben zu bleiben und nicht zu erblinden, während das Imperium ohne die Navigatoren und ihre riesigen Raumschiffe keinen Handel betreiben könnte und damit zerfallen würde. Deshalb sind die Navigatoren durch Verträge zu völliger Neutralität verpflichtet. Sie müssen auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen verfeindete Parteien gleichberechtigt transportieren.

Zur Zeit von Paul Atreides haben nur die wenigsten Menschen je einen Navigator zu Gesicht bekommen. Das kommt daher, dass die Navigatoren stets inkognito bleiben wollen und eine Begegnung mit einem Außenstehenden störende Einwirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit der Navigatoren haben könnte. Einzelne Mitglieder der Gilde treten aber auch als Diplomaten und Politiker auf, die sich auch an Verschwörungen beteiligen. Die voll ausgebildeten Navigatoren und Steuermänner benötigen eine ständige Zufuhr von Gewürz und sind durch körperliche Mutation nicht mehr in der Lage, die Schwerkraft eines Planeten zu ertragen. Deshalb reisen sie in großen Tanks, in denen künstliche Schwerelosigkeit herrscht und die mit gasförmiger Gewürz-Melange gefüllt sind.

In den letzten zwei Bänden der klassischen Serie hat die Raumgilde bereits so an Macht und Bedeutung verloren, dass die Geehrten Matres das Gildenzentrum Junction übernehmen und zu ihrer eigenen Festung machen. Frank Herbert lässt das geschehen, ohne auch nur einen Widerstand der Gilde am Rande zu erwähnen.

Ixianer

Die Ixianer leben auf dem Planeten IX und sind eine High-Tech-Zivilisation, welche sich der Forschung und der Ingenieurskunst verschrieben hat. Ihre Navigationsmaschine für Nicht-Schiffe (zweiter Zyklus) kann wohl als ihre bedeutendste Erfindung angesehen werden, da sie die Unabhängigkeit der Raumfahrt vom Gewürz und der Raumgilde ermöglicht. Ihre Forschung steht allerdings stets im Verdacht, gegen das Gebot „Du sollst keine Maschine nach deinem geistigen Ebenbild machen“ zu verstoßen.

Die Ixianer werden meist als etwas arrogante, leicht dekadente Geschäftsleute dargestellt, die sich vor allem für den kommerziellen Erfolg ihrer Industrie interessieren. Sie lieben Luxus und eine verfeinerte Lebensart und versuchen meist, sich aus politischem Händel herauszuhalten.

Die Produkte der Ixianer sind technische Geräte und Waffen aller Art und sie bauen auch die Schiffe für die Raumgilde. In den zwei letzten Bänden der klassischen Serie tauchen auch Geräte der Ixianer auf, die von Unbekannten in der Diaspora nachgebaut und modifiziert wurden.

Technologie

Fahrzeuge

Sandkriecher

(Auch Ernter oder Erntefabrik): allgemeine Bezeichnung für selbsttätig arbeitende Maschinen zum Gewürzabbau. Dies sind sehr große (oft 120 x 40 m) Abbaugeräte, die deshalb Kriecher genannt werden, weil sie sich wie eine Art Raupe auf Ketten bewegen. Späher in Ornithoptern achten auf Wurmzeichen um einen Wurmangriff mittels Carryall zu entkommen. Auch Schmuggler nutzen diese Fahrzeuge um Spice abzubauen. Später werden fliegende Erntefabriken entwickelt, die schwebend mit Schläuchen den gewürzhaltigen Sand fördern, um so den Wurmangriffen zu entgehen.

Ornithopter

(meistens Thopter): Flugmaschine, deren Fortbewegungsart auf der Imitation des Vogelfluges basiert. Frank Herbert beschreibt die Thopter nicht näher, es ist lediglich von Flugmaschinen die Rede, die auch über einem Punkt schweben können und die nicht bis in den Weltraum gelangen können.

Raumschiffe

Raumschiffe mit konventionellen Antrieben wurden zwar stetig verbessert, weite Reisen durch den Raum dauerten aber dennoch Wochen oder Monate. Kriegsführung, Politik und Handel veränderten sich jedoch maßgeblich, als die von Norma Cenva entwickelten Faltraumschiffe sehr schnelle Reisen über fast beliebige Entfernungen ermöglichten. In Dune wird dazu eine auch aus anderen SF-Welten bekannte spekulative Technologie verwendet: statt schneller als das Licht zu werden, überbrücken Schiffe große Distanzen durch „Abkürzungen“, die in Dune „Faltraum (Foldspace)“ heißen und in anderen Büchern und Filmen meist als „Hyperraum“ bezeichnet werden.

Raumer

Anderes Wort für Raumschiff. Meistens sind damit große Schiffstypen gemeint.

Brecher

Der Brecher ist ein militärisches Raumschiff, das sich aus kleineren Schiffen zusammensetzt die, sobald sie auf den Gegner treffen, sich auf ihn stürzen und zerschmettern.

Ballista

Diese schweren Kampfschiffe bilden das Rückgrat der Flotte des Djihad in der Zeit des Kampfes gegen die Denkmaschinen. Sie sind schwer bewaffnet und können mit Holtzmann-Schilden aufgerüstet werden.

Javelin

Mittelschwere Kreuzer der Djihad-Flotte. Dienen auch als Startplattform für Kindjal-Bomber. Vorian Atreides hat einen Javelin als Flaggschiff.

Kindjal

Die kleinen, für einen einzelnen oder zwei Piloten ausgelegten Kindjal-Raumer sind in zwei Varianten bekannt: als Jäger und als Bomber. Sind wohl am ehesten mit Jagdbombern zu vergleichen.

Monitor

Ein zehnteiliges Schlachtschiff mit schwerer Bewaffnung und starker Schildabschirmung. Es kann nach der Landung in seine zehn Bestandteile zerlegt werden, die dann einzeln wieder starten können.

Fregatte

Bezeichnung für das größte Raumschiff, das fähig ist, auf einen Planeten zu landen, und starten kann, ohne dass es zuvor zerlegt werden muss. Baron Wladimir Harkonnen nutzte solch einen Raumschifftyp als Flaggschiff während des Angriffes gegen das Haus Atreides auf Arrakis.

Leichter

Eine Fregattenart. Baron Wladimir Harkonnen nutzte eines als Flaggschiff beim Angriff auf Arrakis. Die Raumfahrergilde nutzt sie, um auf Planeten zu landen.

Heighliner

Die mächtigen Faltraum-Schiffe der Raumfahrergilde sichern seit dem Ende von Butlers Djihad den interstellaren Transport. Sie sind eigentlich riesige, mit Holtzmann-Generatoren ausgestattete Hüllen, an die unzählige kleinere Schiffe andocken und dann ins Zielgebiet transportiert werden können. Allerdings können Heighliner auch Passagiere ohne eigenes Schiff, Truppenkontingente, Ausrüstung, Fahrzeuge, Post und andere Fracht transportieren. Die Länge eines Heighliners kann variieren: Manche sind etwa fünf Kilometer lang, andere, spezielle Heigliner sollen sogar noch viel länger sein. Für Jahrtausende muss jeder Heighliner von einem Gilde-Navigator gesteuert werden, bis ixianische Technologie schließlich den lebenden Navigatoren ersetzen kann. Sie werden auf IX und Richese hergestellt, beide Planeten und Häuser konkurrieren um die besseren Modelle. IX kann diesen Konkurrenzkampf durch Entwicklung und Einführung eines neuen Modells vorläufig entscheiden.

Harkonnen-Fregatte

Sie bilden das Rückgrat der Raumflotte der Harkonnen und sind hinsichtlich der Feuerkraft den Atreides-Zerstörern unterlegen – aber dafür im Normalraum schneller und wendiger. Die Harkonnen transportieren mit diesen Fregatten auch Truppen, Waffen und sonstiges Personal. Später wird diese Klasse wegen ihrer auffälligen Mängel ausgemustert werden und hat nichts mehr mit den späteren Fregatten gemein die Baron Wladimir Harkonnen auf Arrakis benutzte.

Atreides-Zerstörer

Der Zerstörer ist das stärkste Schiff der Atreides. Er kann sowohl für den Kampf im All als auch für Planeten-Bombardements verwendet werden. Aufgrund des Verbotes von Atomwaffen ist seine Bewaffnung ausschließlich nichtnuklear.

Sowohl der Atreides-Zerstörer als auch die Harkonnen-Fregatte werden explizit nur in den Frühen Chroniken erwähnt. Dort findet in den Schiffsbuchten eines Heighliners ein Scharmützel statt, das von den Harkonnen mit Hilfe eines Nicht-Schiffs provoziert wurde. Das Nicht-Schiff, gesteuert von Glossu Rabban, feuert von einer nahe dem Atreides-Zerstörer gelegenen Position aus auf ein Schiff der Harkonnen, um dies wie einen Angriff ohne Provokation aussehen zu lassen. Der an Bord befindliche Herzog Leto I. Atreides übergab den Vorfall der Raumgilde zur Klärung. In den später spielenden, älteren Bänden werden diese Schiffstypen nicht mehr erwähnt.

Nicht-Schiffe

Nicht-Schiffe lassen Gedankenströme der darin befindlichen Menschen nicht aus sich heraus. Damit sind die Insassen für mit mentalen Sondierfähigkeiten ausgestattete „Wahrsager“, nicht auffindbar. Die Schiffe lassen sich auf geringe Entfernung mit konventionellen Methoden aufspüren. In Anbetracht der riesigen Entfernungen im Weltraum sind sie aber de facto unsichtbar, weil ihre Besatzung für die auf langen Strecken wirksame Wahrsagerei unsichtbar ist. Die Flugbahn eines Nicht-Schiffes kann für kurze Zeit anhand der Antimaterierückstände zurückverfolgt werden. Piloten können durch häufige Kurswechsel jede Verfolgung verhindern.

Sie haben eine Mindestlänge von 145 Metern und es gibt Exemplare, die bis zu einigen Kilometern groß sind. Die maximale Größe ist aber unbeschränkt. Jedes Nicht-Schiff ist mit einer (wahrscheinlich elektronischen) Steuereinheit gekoppelt, die es ermöglicht ohne Gilden-Navigator durch den Faltraum zu navigieren. Damit wird durch die Nicht-Schiffe eine Raumfahrt ohne Bedarf für Gewürz möglich. Die meisten in Dune beschriebenen Nicht-Schiffe sind schwer bewaffnete Kriegsschiffe.

In Frank Herberts klassischen Dune-Büchern tauchen die ersten Nichtschiffe erst gegen Ende der Herrschaft des Gottkaisers Leto II (Ende des vierten Bandes) auf. Leto lässt ihre Entwicklung durch die IXianer zu. In den letzten zwei Bänden sind die Schiffe dann allgemein verbreitet und haben die Gilde-Raumfahrt bereits zurückgedrängt. In den von Brian Herbert und Kevin Anderson 25 Jahre nach dem letzten Band von Frank Herbert verfassten 2 „Chroniken“ (eng. „House Atreides“ und „House Harkonnen“) benutzt „Die Bestie“ Glossu Rabban das erste Nicht-Schiff, um unerkannt Verbrechen begehen zu können. Das Schiff wird später durch die Bene Gesserit bei einer unüberlegten Aktion Rabbans zum Absturz gebracht und als Druckmittel für ihre politischen Machenschaften gegen den Baron Harkonnen genutzt. Frank Herbert selbst führt im vorletzten der klassischen Bände einen „Nicht-Raum“ ein, der Harkonnen gehört haben soll und damit ebenfalls lange vor den ersten Nichtschiffen der IXianer existiert haben muss.

Da das absolute Monopol der Gilde für weitreichende Raumfahrt eine wesentliche Säule der Weltkonstruktion Herberts darstellt, stehen die Nicht-Schiffe auch für die freie Entfaltung schöpferischer Kraft, die als ewig angesehene Machtverhältnisse aufzubrechen vermag.

Waffen

Maulapistolen

Maulapistolen sind altertümliche Schusswaffen, die Kristallsplitter verschießen, und können durch Schilde abgewehrt werden. Sollte als Munition ein Lähmer eingesetzt werden, so wird ein Sekundärgeschoss beim Aufprall mit langsamerer Geschwindigkeit durch den Schild geschossen und lähmt das Opfer. Die Maulapistolen werden zur Zeit von Paul Atreides nur noch hin und wieder als Zusatzbewaffnung verwendet.

Jäger-Sucher

Der Jäger-Sucher ist eine kleine pfeilähnliche Drohne, die auf Bewegung und Schall reagiert. Er wird aus der Nähe ferngesteuert und wird häufig verwendet, um Adelige und deren Kinder umzubringen. Der Jäger-Sucher bohrt sich in den Körper und zerstört lebenswichtige Organe. Paul Atreides zerstört ein solches Modell, indem er den Kopf des Gerätes gegen die Wand stößt, den Bohrer abbricht, den Sucher zerstört und das gesamte Gerät in einem Krug Wasser versenkt.

Lasguns

Lasguns sind Laserwaffen, die Energie in einen durchgehenden Strahl bündeln. Dieser Strahl zerschneidet fast alle Materie außer der Haut von Sandwürmern. Trifft ein Laserstrahl auf einen Körperschild, kommt es zu einer pseudonuklearen Reaktion, bei der Schild und Lasgun mit Freisetzung aller ihrer Energie explodieren. Die Familie Atreides und die Truppen des Imperators verwendeten Lasguns als Kurzstreckenwaffen in Gefechten oder Kämpfen.

Steinbrenner

Steinbrenner sind Atomwaffen, weshalb ihr Einsatz gegen Menschen durch die Große Konvention verboten ist. Sie sind lediglich zum Wegräumen von geografischen Hindernissen erlaubt. Beim Einsatz eines Steinbrenners entsteht ein hochenergetischer Strahl, welcher durch atomaren Brennstoff gespeist stark genug werden kann, um die planetare Kruste zu durchbrechen, was zu Vulkanausbrüchen führen kann. Die Steinbrenner setzen eine Strahlung frei, welche das Gewebe im menschlichen Auge zerstört. Neben einigen Kriegsveteranen lässt Frank Herbert auch Paul Atreides bei einem mit einem Steinbrenner ausgeführten Attentat erblinden. Ein weiterer Einsatz wird von Brian Herbert und Kevin Anderson in den „Chroniken“ beschrieben: Dominic Vernius ist von imperialen Truppen umstellt. Da er keine Fluchtmöglichkeit sieht, setzt er einen Steinbrenner ein, um nicht in die Hände der Sardaukar zu fallen.

Jedes große Haus hat in seinem Atomwaffenarsenal mehrere Modelle dieser Waffen.

Außerdem werden sie für den Fall eines außerirdischen Angriffs (obwohl nie welche vorkommen) in den Arsenalen gelagert.

Artillerie

Baron Wladimir Harkonnen sandte für den bevorstehenden Angriff seine Geheimwaffe von seinem Lehen Giedi Primus nach Arrakis; Artillerie mit Sprenggeschossen. Er nahm die Truppen Herzog Letos unter Beschuss, tötete viele und brachte die Höhlen in denen sich die herzoglichen Soldaten verschanzten, zum Einsturz. Sie wurden lebendig begraben und so einen Hungertod ausgesetzt. Keiner hätte je gedacht dass sich Artillerie im Zeitalter der Schutzschilde noch einmal bestens auszahlen würde. Er schonte dadurch seine Soldaten und die verbündeten Sardaukar des Imperators. Danach sandte er sie wieder nach Giedi Primus zurück.

Schilde

Schilde, oft auch als Körperschilde bezeichnet, sind transparente Energiefelder, die Materie ab einer bestimmten Geschwindigkeit, die durch den Schild dringen will, zurückwirft. Sollte ein Energiestrahl auf den Schild treffen und der Schild stark genug ist, um den Energiestrahl zurückzuwerfen, werden sowohl Schütze als auch Opfer in einer pseudonuklearen Explosion vernichtet. Ein stärkerer Schild zerstört nur die Lasgun, eine stärkere Lasgun vernichtet nur den Schild. Die Lasgun-Schild-Interaktion war mit ein Grund für die Wiedereinführung des Kampfes Mann gegen Mann in Kriegszeiten bis zur Zeit von Leto II.

(Siehe auch Lasgun).

Sollte zu viel Materie mit zu hoher Geschwindigkeit gleichzeitig auf den Schild treffen und die Energie des Schildes nicht ausreichen, um die Energie der auftreffenden Materie abzuwehren, kann der Schild zusammenbrechen.

Sandwürmer werden durch die Abstrahlung der Schilde extrem aggressiv und über viele Kilometer von ihnen angelockt. Aufgrund dessen, aber auch aufgrund der schwierigen Anwendung in Wüstengebieten (Sandwind), können sie in der Wüste nur begrenzt eingesetzt werden. Die Fremen lehnen einen Einsatz von Schilden grundsätzlich ab. Allerdings stellten sie den Sardaukartruppen des Imperators im großen Gewürzkrieg mehrmals gekonnt Schildfallen. Dies trieb den Sardaukar sehr schnell den Einsatz von Lasern aus.

Pseudoschilde

Als Schilde aufgrund der pseudonuklearen Reaktion mit Lasguns verboten werden, werden diese Verbote mit Pseudoschilden umgangen. Pseudoschilde locken durch ihre Vibrationen im Sand lediglich Sandwürmer an, ohne dass ein schützendes Energiefeld aufgebaut wird.

Crysmesser

Crysmesser sind eine traditionelle Waffe der Fremen und werden aus den Kristall-Zähnen toter Sandwürmer gewonnen. Sie können an eine Person gebunden oder ungebunden sein, man spricht in diesem Fall von einer Fixierung. Gebundene (fixierte) Messer lösen sich nach dem Tod ihres Besitzers innerhalb von wenigen Stunden auf und müssen daher immer am Körper getragen werden. Ungebundene bleiben unbegrenzt haltbar.

Crysmesser haben eine scharfe, gebogene Klinge und eine Spitze. Sie können unter extremen Belastungen brechen, sind aber unter normalen Bedingungen sehr robust.

Crysmesser sind den Fremen heilig. Eine gezogene Waffe nur zu sehen, bedeutete für viele Außenstehende den sicheren Tod durch die Hand der Fremen, da die Messer traditionellerweise Blut kosten müssen, wenn sie gezogen werden.

Sonstiges

Axolotl-Tank

In Axolotl-Tanks können die Tleilaxu Klone und Klone aus den Zellen von Toten, sogenannte Ghola heranziehen. Später ist es ihnen sogar möglich, darin Gewürz (Spice) zu züchten. Diese Fähigkeiten verleihen den Tleilaxu eine erhebliche Macht. Nachdem am Ende des 5. Bandes der Wüstenplanet durch die geehrten Matres zerstört wurde, stellen die Tanks die einzige verbliebene Quelle für das Gewürz dar. Der Ursprung dieser Tanks wird in den Abschlussbänden von Brian Herbert aufgeklärt. Es handelt sich um die Frauen der Tleilaxu. Die Verwendung von Frauen als biotechnologische Maschinen trägt zum fanatische Hass der (weiblichen) geehrten Matres gegen die Bene Tleilax bei.

Nicht-Raum

Es handelt sich bei Nicht-Räumen um Gebäude, die man weder durch Sensoren, Messinstrumente oder mittels hellseherischer Kräften aufspüren kann. Geradezu perfekt geeignet, um etwas oder jemanden zu verbergen. Der erste oder einer der ersten Nicht-Räume war das Lagerhaus Letos II. als Aufbewahrungsort seiner Journale, Aufzeichnungen und ixianischer Gerätschaften auf Arrakis (später Rakis genannt). Es war unsichtbar, tief vergraben, nahm Strahlung auf und absorbierte sie, um den natürlichen Charakter seiner Umgebung zu simulieren, eine mechanische Nachahmung eben. Aber auch die Harkonnens besaßen einen Nicht-Raum in Form einer Kugel, auf Giedi Primus (später Gammu genannt), der im Innenraum mit erotischen Darstellungen und Verzierungen versehen worden war. In dieser begehbaren Kugel lagerten unter anderem (inzwischen veraltete, aber noch funktionstüchtige) antike Lasguns.

Carryall

Eine fliegende Maschine, die die Erntemaschinen auf „Dune“ transportiert und sie hochhebt, falls ein Wurm angreift.

Ein Carryall wird in der Regel von einem Flugteam, das aus bis zu sechs Erntemännern besteht, geflogen. Die Maschine ist – je nach Ausführung – in der Lage, eine oder zwei Erntemaschinen aufzunehmen.

Wird von einem Späher ein neues Spice-Feld in der Wüste entdeckt, werden Carryalls herangeführt, die ihre Ernter auf dem orangefarbenen Spice-Sand absetzen. Das rhythmische Stampfen der Erntemaschinen während des Ernteprozesses ist für Sandwürmer über weite Entfernungen spürbar. Hat ein Sandwurm diese Vibrationen aufgenommen, greift er instinktiv die Erntemaschine an. Kommt der Wurm in die Nähe eines Ernters und dicht unter die Sandoberfläche, gibt es sogenannte „Wurmzeichen“ in Form einer statischen Entladung des Sandes. Entdeckt ein Späher diese Blitze, fordert er einen Carryall an, um den Ernter hochzuheben, bis der Wurm abgezogen ist.

Zur Zeit, als das Haus Atreides die Herrschaft über Arakis übernahm, gab es mehr als 1000 Carryalls auf dem Wüstenplaneten. Viele davon waren reparaturbedürftig, jedoch reichte nur rund ein Drittel der Flotte aus, um sich um alle auf dem Planeten eingesetzten Erntemaschinen zu kümmern.

Destillanzug

Schutzbekleidung der Fremen, deren besondere Konstruktion eine Wiederverwendung der Körperflüssigkeiten erlaubt sowie den Flüssigkeitsverlust auf ein Minimum reduziert.

Destillzelt

Zeltähnliche Schutzvorrichtung gleicher Herstellungsart zur Erzeugung von Trinkwasser aus der Atemfeuchtigkeit seiner Insassen.

Giftschnüffler

Sind kleine am Tisch oder an der Wand angebrachte Geräte, die die Aufgabe haben, nach Giften in ihrer Nähe zu suchen.

Kom

Kleines, ins Ohr eingesetztes Funkgerät.

Plastahl

Außer Holz kommt in den Büchern kaum noch ein aus unseren Tagen bekanntes Baumaterial zum Einsatz. Meist redet Herbert von nicht näher erklärten Kunststoffen, deren Namen er meist mit Anklängen an Plastik bildet. Plastahl ist Stahl, der mit „Stradiumfasern“ verstärkt ist. „Plaz“ steht für glasartige Materialien etc.

Lebewesen

Laza-Tiger

Laza-Tiger sind eine Zuchtform der irdischen Tiger. In Die Kinder des Wüstenplaneten werden 2 Exemplare mit Steuerungseinheiten im Gehirn eingesetzt, die die Zwillinge Ghanima und Leto II. umbringen sollen.

Sandforellen

Sandforellen sind junge unreife Sandwürmer in einer halb tierischen, halb pflanzlichen Form. Für sie gilt noch keine Wassertoxizität. Vielmehr spüren sie alles Wasser auf dem Planeten auf und kapseln es in ihrem Körper ein, um einigen Artgenossen die Weiterentwicklung zu Sandwürmern zu ermöglichen, für die Wasser giftig ist. Die Fremen sammeln solche Sandforellen, destillieren sie und verwenden ihr Wasser und ihre Gewürzessenz.

Ursprünglich stammen sie aus einer Außenwelt, sie wurden auf Arrakis eingeschleppt. Sie sind also keine original einheimischen Lebewesen auf Arrakis. Sie formten über eine enorm lange Zeitspanne nach und nach, Arrakis zu einem Wüstenplaneten um.

Sandwürmer

Sandwürmer sind riesige, segmentierte Lebewesen mit wurmartigem Aussehen. Sie haben eine grau-braune Haut, ein dreigeteiltes Maul und besitzen keine Augen. Wasser und Luftfeuchtigkeit werden von ihnen gemieden, jedoch wird offenes Wasser von Wurmembryonen (Sandforellen) aufgenommen und eingeschlossen. Sandforellen entstehen, wenn ein Wurm in der Wüste stirbt. Sie überleben nur dann, wenn Wasser in der Nähe ist, da sie auf dieses angewiesen sind.

Je älter ein Exemplar wird, desto größer ist es. Es sind Exemplare von vierhundert Metern bis einigen Kilometern in der Wüste gesichtet worden. Auf der Ordensburg sind sie aufgrund des noch starken Feuchtigkeitsgehaltes der Luft nur einige Dutzend Zentimeter groß. Es existiert neben dem großen Sandwurm auch eine kleinere Unterart (sie zeichnet sich beim Reiten durch Springschwanz-Bewegungen aus). Sandwürmer haben einen Schlund, der von innen mit Zähnen besetzt ist und den Durchmesser des gesamten Wurms aufweist. Die Zähne sind in mehreren nach innen verjüngenden Zahnkränzen angeordnet. Sie werden von den Fremen als Crysmesser verwendet. Sandwürmer sind gegen die Anwendung konventioneller Waffen, wie etwa Lasguns, praktisch immun. Die einzigen Möglichkeiten, Würmer zu töten bestehen darin

  • sie mit einem verschluckten Köder aus starkem Sprengstoff zu sprengen,
  • allen Körpersegmenten gleichzeitig einen tödlich hohen Stromschlag zu versetzen (je älter der Wurm desto höher die Stromstärke),
  • den Wurm in Wasser zu ertränken. Dabei entsteht das Wasser des Lebens (sofern es von einer Bene-Gesserit als Katalysator umgewandelt wurde) oder – vermischt mit Gewürz bzw. Vorgewürzmasse – das Wasser des Todes, das einen Wurm vergiften kann.
  • den Wurm kann man auch totreiten, wenn dieser sich nach dem Ritt nicht erholt.

Würmer können nach entsprechender Ausbildung des Reiters und mit entsprechenden Geräten (Wurmhaken) geritten werden. Diese Haken werden zwischen den Ringen eingebracht und die Segmente auseinandergezogen. Der Wurm dreht diese Stelle automatisch nach oben, damit kein Sand auf diese ungeschützte Stelle kommt. Der Reiter kann mit anderen Haken auf der rechten und linken Seite die Richtung und Geschwindigkeit des Wurmes steuern. Je nach Kondition hält der Wurm einige Stunden bis Tage durch und gräbt sich nach dem Ritt zur Erholung ein. Sandwürmer ernähren sich von Plankton im Sand sowie von allen Lebewesen und bewegten Dingen an der Sandoberfläche. Er hat feine Fühler, die ihn jede Erschütterung im Sand über viele Kilometer hinweg spüren lassen. Aus diesem Grund setzen die Fremen Klopfer oder auch Plumpser ein, die eine gleichmäßige Vibration aussenden, um einen Wurm für einen Ritt anzulocken. Um seine eigenen Schritte im Sand vor einem Wurm zu tarnen, muss der Schritt unregelmäßig, ohne einen erkennbaren Rhythmus in der Wüste gegangen werden. Würmer produzieren in ihrem Inneren die Vorgewürzmasse, welche dann in einer Eruption durch eingeschlossene Feuchtigkeit zum Gewürz wird. Sie produzieren sogar durch ihren Stoffwechsel Sauerstoff, den sie dann abgeben. Auch konzentriert sich an ihrem Schwanzende eine Art Energie, Wurmreiter achten drauf, dass sie diese Stelle nicht berühren, da es unweigerlich zum Tode führen würde. Man kann Sandwürmer mit Wassergräben auf Abstand halten, da sie diese nicht durchqueren.

Stuhlhunde

Hunde, die aufgrund ihrer Züchtung als Stühle verwendet wurden. Sie passen sich automatisch an die Körperform des Benutzers an und bieten ein optimales Sitzgefühl. Einige Charaktere der Bücher lehnen diese lebenden Maschinenmöbel ab. Besonders Miles Teg zeigt eine starke Abneigung gegen Stuhlhunde.

Biondax-Wale

Eine Walart auf dem Planeten Lankiveil, der den Harkonnen gehört. Die Biondax sind mit Pelzen ausgestattet, damit sie in den sehr kalten Meeren auf Lankiveil nicht erfrieren. Der Handel mit eben diesen Pelzen hat den Grundstock für den Reichtum der Harkonnen gelegt und es ihnen so letztendlich ermöglicht, einen Adelstitel zu erwerben. Die meisten Biondax sind gepunktet wie Leoparden, manche sind allerdings schneeweiß, ihre Felle sind besonders begehrt.

Butlers Djihad

Butlers Djihad ist der Kampf der freien Menschheit gegen die Maschinen, er wird in allen Büchern erwähnt und in den Legenden beschrieben. Er wird auf der Erde von Serena Butler und Iblis Ginjo ausgelöst, nachdem Erasmus Serenas Sohn Manion getötet hat. Er endet mit der vermeintlich völligen Vernichtung der Denkmaschinen unter der Führung des Computer-Allgeistes Omnius. Dieser und Erasmus tauchen allerdings über 25.000 Jahre später nochmals auf, sie hatten sich in einer schier unvorstellbaren Entfernung in Sicherheit gebracht, und dort neu aufgerüstet. In dieser Zeit lernte auch Omnius Emotionen zu haben.

Drogen

Gewürz

Gewürz (Englisch: Spice) auch Melange (Mischung), ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die von Sandwürmern und Sandforellen auf Arrakis produziert wird und während der ersten Trilogie nicht künstlich erzeugt werden konnte. In der zweiten Trilogie gelang es den Tleilaxu jedoch mit Hilfe ihrer Axolotl-Tanks künstliches Gewürz herzustellen. Die Suchtgefahr ist bei starkem Gewürzkonsum sehr hoch und kann bei übermäßigen Konsum Mutationen des Körpers (wie zum Beispiel bei den Navigatoren) verursachen. Es färbt das Weiße in den Augen blau. Das Gewürz hat lebensverlängernde Wirkung, gibt dazu veranlagten Personen hellseherische Fähigkeiten und verbessert die Immunkraft. Seit seiner Entdeckung während des Maschinenkreuzzuges wurde das Gewürz zur Basis der menschlichen Zivilisation. Ohne das Gewürz würde es keine sicheren Reisen mit Raumfalttechnik (was sich seit den Navigationsmaschinen der Ixianer in der zweiten Trilogie ändert), keine Hellseher und wahrscheinlich auch keine Mentaten geben. Ohne die ständige Einnahme von Gewürzgas würden die Navigatoren erblinden und eine Navigation mit Hilfe der Faltschiffe unmöglich machen (wie bereits erwähnt, werden die Ingenieure von IX dieses Problem allerdings in einer späteren Zeit lösen). Die Kontrolle über den Planeten Arrakis ist daher die Quelle aller Macht. Die Raumgilde und MAFEA kontrollieren den Handel mit dem Gewürz.

Das Gewürz ist ein rötlich-braunes Pulver, das an Zimt erinnert, „bei jeder Einnahme aber anders schmeckt“. Die Navigatoren der Raumgilde atmen Gewürzgas, das ihre Kräfte erzeugt und zusätzlich noch verstärken kann. Viele Adelsfamilien und die Fremen benutzen das Gewürz als Zutat von verschiedensten Speisen und Getränken. Die Fremen produzieren aus dem Gewürz auch Sprengstoff, Baustoffe, Kleidung und Papier.

Bei Entzug der Droge erleidet der Mensch unendliche Schmerzen und bei besonders schwerer Abhängigkeit einen ebenfalls schmerzhaften Tod. Meist sterben süchtige Personen, die sich auf einer anderen Welt als Arrakis befinden und nicht ausreichend mit Gewürz versorgt werden. Auf Arrakis hingegen gibt es keine Entzugserscheinungen. Das kommt daher, weil das Gewürz überall auf Arrakis ist (wie beispielsweise im Boden, in der Luft, im Wasser). Deshalb ist Arrakis der einzige Planet im Universum, auf dem man vor den schlimmen Nebenwirkungen des Entzugs des Gewürzes geschützt ist.

Rachag

Rachag ist eine koffeinähnliche Stimulans, hergestellt aus den Beeren der Akarso-Pflanze.

Sapho

Sapho [gespr. „saffo“] ist ein hochenergetisches, auf dem Planeten Ecaz gewonnenes Gewürzkonzentrat, das in erster Linie von Mentaten zur geistigen Stimulanz verwendet wird. „Saphoschlucker“ sind an den rubinroten Flecken auf ihren Lippen zu erkennen.

Semuta

Verfärbt die Augen rötlich und stellt einen ekstatischen Rauschzustand her, der jedoch bald wieder verfliegt und erneut nach Semuta verlangt. Die Wirkung der Droge, die aus den Verbrennungsrückständen des Elaccaholzes hergestellt wird, wird durch atonale Musik – sogenannte Semuta-Musik – verstärkt.

Shere

Eine Droge, um zu verhindern, dass man mit einer Sonde in den Gedanken eines Verhöropfers Informationen finden kann. Die Geehrten Matres haben ein Mittel gefunden, das die Droge Shere neutralisiert.

Gifte

Chaumurky oder Musky

Ein Gift, das nur in Getränken oder Verbindung zu Flüssigkeiten wirkt. Imperator Elrood wird durch eine Vermischung zweier Gifte getötet, die zusammen Chaumurky ergeben.

Chaumas oder Mas

Ein Gift, das nur in oder in Verbindung mit fester Nahrung wirkt.

Dienstgrade

Burseg

Der Dienstgrad Burseg ist ein kommandierender General der Sardaukar.

Caid

Der Dienstgrad Caid der Sardaukar, dessen Aufgabenbereich hauptsächlich darin besteht, sich mit Zivilproblemen zu beschäftigen. Er ist Militärgouverneur über einen planetaren Distrikt. Ein Caid steht über einem Bashar, aber noch unter einem Burseg.

Bashar

Der Bashar (oft auch Colonel Bashar) ist ein Offizier der Sardaukar dessen Dienstgrad etwas über dem eines Colonels steht, der Rang wurde extra für die militärischen Befehlshaber planetarer Subdistrikte geschaffen.

Höchster Bashar

Der Höchste Bashar ist der Kommandant aller Bashars und ranghöchste Offizier in den Streitkräften der Menschen. Der einzige in den Dune-Zyklen namentlich erwähnte Höchste Bashar ist Vorian Atreides, der Oberbefehlshaber der Armee des Djihads. Somit war er der militärische Anführer der Menschheit.

Noukker

Der Dienstgrad Noukker ist ein Offizier der kaiserlichen Leibwache, der mit dem Imperator blutsverwandt ist; traditioneller Dienstgrad von Söhnen kaiserlicher Konkubinen.

Titel

Viceroy

Der Viceroy ist der gewählte Vorsitzende der Liga der Edlen. Sein Sitz liegt in Zimia auf Salusa Secundus. Aus dem Viceroy entsteht durch Verschmelzung mit dem Titel des erblichen großen Patriarchen des Djihads das Amt des Paddischah-Imperators. Die Familie Butler stellte mehrere Viceroys (Manion d.Ä., Serena und Faykan). Viceroy bedeutet Vize-König und stellt damit eine Position dar, die zwar die Macht innehat, aber nicht die absolute Gewalt, diese liegt bei den Delegierten des Parlaments. Der erste Viceroy war Bovko Manresa.

Herzog

Ein Adelsrang im „Faufreluches“ genannten Kastensystem des Imperiums. Herzöge gebieten meist über mehrere Planeten. Der einzige namentlich genannte Herzog ist Herzog Leto I.

Baron

Ebenfalls ein Adelsrang im Imperium. Wladimir Harkonnen bekleidet diesen Rang. Ein Baron stellt meistens einen planetaren Gouverneur dar. Vom Stand her steht er unterhalb des Herzogs, aber in diesem Fall sind die Harkonnen mächtiger, allerdings nur durch das heimliche Bündnis mit dem Imperator.

Obwohl Wladimir Harkonnen allgemein unter dem Namen Baron Harkonnen bekannt war, lautete sein offizieller Titel Siridar (was dem Rang eines planetaren Gouverneurs entspricht)-Baron.

Graf Hasimir Fenring verwaltete eine Zeit lang als Stellvertretender Siridar den Planeten Caladan.

Graf

Niedriger, normalerweise nicht vererbbarer Adelsrang, der als Belohnung verliehen wird (vgl. mit dem Ritterschlag der britischen Königin). Graf Hasimir Fenring wurde dieser Rang verliehen, da er durch die Ermordung von Imperator Elrood dessen Sohn Shaddam IV. auf den Thron brachte.

Imperator

Der Imperator ist der Herrscher über die Menschheit. In der Zeit des alten Imperiums herrscht das Haus Boro über die Galaxie, bis die Titanen und dann Omnius die Herrschaft übernehmen. Nach Ende der Maschinenherrschaft kommt das Haus Corrino an die Macht und stellt 81 Generationen lang den Padischah-Imperator (vom persischen Pādishāh, „Schah der Schahs“). Nach dem Abdanken Shaddams IV. wird Paul Atreides der neue Imperator; ihm folgt sein Sohn als dreieinhalbtausend Jahre regierender Gottkaiser, mit dessen Tod das imperiale Zeitalter endet.

Der Herrscher wird auch mit den Ehrentiteln „Imperator des Bekannten Universums“ oder „Herrscher über eine Million Welten“ bezeichnet. Wichtigste Insignien seiner Herrschaft sind das Kommando über die Sardaukar und der im Thronsaal auf Kaitain befindliche Goldene Löwenthron. Während des zweiten Zyklus existieren keine Imperatoren mehr, dieser Titel ist zu jener Zeit ausgestorben, das Universum ist nicht mehr in einem Imperium vereint, sondern wurde unter verschiedenen Gruppierungen und Orden (Bene Gesserit, Geehrte Matres, Bene Tleilax) aufgeteilt, die alle untereinander um die Vorherrschaft im bekannten Universum ringen.

Gottkaiser

Titel von Leto II. Atreides während seiner 3500 Jahre währenden Regentschaft über das Imperium. In dieser Zeit vollzieht sein Körper eine Symbiose mit dem Shai-Hulud, dem Sandwurm. Seine absolute Macht wird durch sein Spice-Monopol und seine weiblichen, fanatischen Fischredner-Legionen untermauert, die überall im bewohnten Weltraum Garnisonen betreiben. Er teilt den Bene Gesserit, der Raumfahrergilde und Anderen gerade soviel Gewürz zu, dass die Ordnung im Imperium nicht zusammenbricht, das ganze Imperium ist vom Spice abhängig. Auch hält er die nun bedeutungslosen Kleinen Häuser (Überreste der Hohen Häuser) am Leben. Er wirft die Planeten auf sich selbst zurück. Er nutzt und erwirbt verbotene ixianische Technologie, die laut Butlers Djihad verboten sind. Er tritt als Gott auf und verlangt absolute Unterwerfung, um die Menschheit auf einen „goldenen Pfad“ zu führen. Er sieht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und scheint demnach allwissend. Nach dessen Tod und seiner als Terror empfundenen Herrschaft wird man ihn später Shaitan (Satan) und den großen Tyrannen nennen. Man erkennt später aber auch, dass diese Periode nötig war, damit die Menschheit überleben konnte. Er hatte Visionen, was die Menschheit ohne seine Unterdrückung tun würde: Er sah Soldaten in einem fernen Krieg, die sich vor übermächtigen Kampfrobotern in Schützengräben verschanzten und erkannte, dass sich die Menschen schließlich gegenseitig auslöschen würden. Er selbst knechtete seine Untertanen so sehr, damit sie sich aus der mittlerweile über 25.000 Jahre andauernden Herrschaft des Imperiums befreien und so zu neuer Stärke finden konnten. Denn durch die Jahrtausende der Unterdrückung hatte die Menschheit verlernt, für ihre Freiheit zu kämpfen, durch Leto lernten sie dies wieder.

Sprachen

Bhotani Jib

Die Bhotani Jib oder „Jägersprache“ ist eine für einen speziellen Zweck entstandene Sprache der Zensunni, aus der die Fremensprache Chakobsa hervorging. Die Bene Gesserit Jessica Atreides hat durch ihre Ausbildung Kenntnis von dieser Sprache.

Chakobsa

Chakobsa ist die Sprache der Fremen, eine Sprache, die auf Romani basiert und stark von arabischen Sprachen beeinflusst ist. Sie entwickelte sich aus den arabischstämmigen Sprachen der Zensunni-Sklaven, von denen die Fremen abstammen.

Galach

Galach ist die offizielle Sprache des Imperiums. Das Galach enthält zahlreiche anglo-slawische Elemente und kulturell oder technisch bedingte Spezialausdrücke, die während der Ausbreitung der Menschheit über die Galaxis darin Aufnahme fanden.

Den Bewohnern der verschiedenen Welten, die meist regionale Sprachen sprechen, dient sie hauptsächlich zur Verständigung mit Außenweltlern.

Die Stimme

„Die Stimme“ ist im eigentlichen Sinne keine Sprache, sondern eine spezielle Sprachtechnik der Bene Gesserit. Sie ermöglicht den Ehrwürdigen Müttern, anderen, ungeschulten Geistern ihren Willen aufzuzwingen. Selbst wenn es sich dessen bewusst ist, kann sich das Opfer der Macht der Stimme kaum entziehen. Paul Atreides gehört zu den wenigen außerhalb der Schwesternschaft, die diese Fähigkeit erlernten, seine Mutter brachte es ihm bei. Eine starke geistige Selbstkontrolle, welche meist nur durch intensives Training erlangt werden kann, ermöglicht den bewussten Widerstand gegen „Die Stimme“.

Fingersprache

Eine besondere, den kämpfenden Klassen vorbehaltene Art der Kommunikation durch Fingerzeichen. Sowohl die Atreides als auch die Sardaukar und Corrinos haben eine eigene Fingersprache. Sie wird meistens in Räumen benutzt, in denen Abhöranlagen vermutet werden, und zur Ablenkung mit normalen Gesprächen getarnt. Die Bene Gesserit beherrschen die meisten dieser Sprachen und benutzen sie auch selbst.

Kriegssprache

Jede Spezialsprache mit verkürzter Etymologie, die für eine schnelle Kommunikation während eines Kampfes dient.

Atreides-Kriegssprache

Eine auf caladanischen Dialekten basierende, stark abkürzende Kriegssprache, hauptsächlich von Duncan Idaho und Gurney Halleck während Kriegszeiten gesprochen. Sie wird auch über Funk gesprochen. Die Harkonnens verstehen sie auch, was aber kein Problem darstellt, da der Sinn der Kampfsprache nicht Geheimhaltung, sondern eine schnelle Koordination der Streitkräfte und Aktionen ist.

Visionen

Mithilfe von Gewürz können bestimmte sensibilisierte Personen die Zukunft vorhersehen. Von besonderer Bedeutung sind dabei einerseits die Gildennavigatoren, die nur mithilfe ständigen Gewürzkonsums – sei es in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand – überleben können. Sie haben sich spezialisiert auf die nahe Zukunft, um die ihnen anvertrauten Schiffe so sicher wie möglich durch den gefalteten Raum zu transportieren. So sehen sie Hindernisse wie etwa Asteroiden und dergleichen, auf ihrem Kurs zu den Zielkoordinaten voraus und umfliegen diese gefahrlos.

Detailliertere Zukunftsvisionen hat Paul Atreides aufgrund seiner genetischen Vorbelastung bereits als Kind. Als er auf Arrakis beginnt, unter immer stärkerem Gewürzeinfluss zu stehen, intensivieren sich die außersinnlichen Erfahrungen enorm, und er ist allmählich in der Lage, sogar Zusammenhänge zwischen Ereignissen zu erkennen. Nachdem er vom Wasser des Lebens gekostet hat, verstärken sich seine hellseherischen Kräfte noch mehr, und er wird in die Lage versetzt, gegenwärtige Ereignisse an fernen Orten zu sehen. Auf diese Weise kann Paul noch vor der Ausführung einer Handlung erkennen, wie die Umwelt darauf reagieren kann. Dadurch verändert er auch die Zukunft. Auf diese Weise versucht er zunächst, den Djihad zu verhindern, von dem er gesehen hat, dass er ihn anführen könnte. Dabei stößt er jedoch auf systemimmanente Widerstände, so dass er den Djihad letztendlich doch auslöst.

Im zweiten Band ist Paul, nach jahrelangem Umgang mit Visionen, derartig sensibilisiert, dass er nur noch einem Pfad folgt, den er zuweilen schon dutzende Mal in verschiedenen Visionen gesehen hat. Dieser Pfad ist keineswegs vorbestimmt, doch für ihn fühlt es sich so an, da alle anderen Zeitlinien zu von ihm nicht erwünschten Resultaten führen. Auch seine Schwester Alia hat solche Ahnungen, doch diese sind weniger detailliert, außerdem verwirrend, mystisch und im dritten Band beeinflusst vom Baron Harkonnen – trotzdem äußerst geeignet für die breite Masse der Gläubigen des Muad'dib-Kultes.

Das Problem, vor dem sowohl Paul als auch die gewürzabhängigen Navigatoren stehen, ist die gegenseitige Blockade der sogenannten Orakel. Eine Vorhersage kann nicht zu einer Person gemacht werden, welche selbst Vorhersagen trifft. Somit kann es nicht zur paradoxen Situation kommen, dass zwei Wahrsager ihr Zusammentreffen vorhersehen und dieses Zusammentreffen beide zu ihren Gunsten zu verändern suchen. Die prinzipielle Unmöglichkeit dieses Paradoxons hat Folgen: Eine Verschwörung, die von einem Gildennavigator geschützt wird, kann vom Imperator Paul nicht aufgedeckt werden, umgekehrt kann allerdings auch niemand das Verhalten Pauls vorhersagen. Die zunehmende Dichte von Orakeln auf Arrakis im zweiten Band erschwert den Handlungsspielraum Pauls erheblich, wenn er auch dank der besseren seherischen Gabe erfolgreich alle Gefahren meistert.

Pauls Kinder Leto und Ghanima haben noch klarere Visionen. Leto folgt dem „goldenen Pfad“, indem er die Symbiose mit den Sandforellen eingeht und seine Schwester Ghanima mit Farad'n Corrino zusammenbringt. Deren Nachkommen, wie Siona Atreides haben zwar keine hellseherischen Fähigkeiten, sind aber für Seher und Gildenavigatoren unsichtbar.

Diese Eigenschaft kommt in der Zweiten Trilogie besonders den Bene Gesserit zugute, die in ihrer Ordensburg nur Nachkommen Sionas dulden. Da dies mit Ausnahme des Idaho-Gholas auf jeden zutrifft der 1500 Jahre nach Sionas Zeit lebt, ist Idaho gezwungen in einem Nicht-Schiff zu leben, in dem er vor den Sehern der Feinde geschützt ist.

Siehe auch

  • WikiProjekt Dune

Wikimedia Foundation.

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