Behaarte Karde
Behaarte Karde
Dipsacus pilosus01.jpg

Behaarte Karde (Dipsacus pilosus)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Gattung: Karden (Dipsacus)
Art: Behaarte Karde
Wissenschaftlicher Name
Dipsacus pilosus
L.
Illustration von Jacob Sturm
Fruchtstand von Dipsacus pilosus

Die Behaarte Karde (Dipsacus pilosus, Syn.: Virga pilosa (L.) Hill) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Behaarte Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie ist aufrecht und verzweigt. Sowohl Stängel als auch Laubblätter sind mehr oder weniger stark borstenhaarig und stachelig. Die Laubblätter sind am Grund verwachsen. Die untersten sind langgestielt, oval, in der Regel ganzrandig und haben manchmal zwei kleinere Seitenfiedern. Die oberen Blätter sind oval-elliptisch, kurzgestielt und oft dreiteilig.

Die weiß oder gelblich-weiß gefärbten Blüten sind in einem dichten, kugeligen, kopfigen Blütenstand angeordnet, der einen Durchmesser von 2 bis 2,5 Zentimeter aufweist und vor dem Aufblühen nickend ist. Die Tragblätter sind borstig gewimpert und lang zugespitzt. Die Hüllblätter sind ein wenig länger als die Blüten.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August.

Ökologie

Die Behaarte Karde ist ein Hemikryptophyt. Die vormännlichen Blüten öffnen sich in konzentrischen Zonen nacheinander; sie werden von Insekten (bevorzugt von Hummeln) bestäubt.

Vorkommen

Die Behaarte Karde kommt in Mitteleuropa und dem nördlichen Südeuropa in lichten Wäldern, Auwäldern Flussufern, feuchten Wald- und Wegränder, Zäunen und Hecken vor. In Deutschland ist diese Art zerstreut bis selten zu finden, im Norden fehlt sie. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, intermediär kontinental verbreitet, an stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Lauchkraut-Säume (Alliarion).

Verwendung

Die Behaarte Karde wird auch als Zierpflanze kultiviert.

Literatur

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Wildblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag, München 2003, ISBN 978-3-576-11456-2
  • H. Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 5. Auflage, Ulmer-Verlag, 1996
  • Schmeil-Fitschen: Die Flora von Deutschland interaktiv, ISBN 3-494-01368-3
  • S. Schlosser/ L. Reichhoff/P. Hanelt: Wildpflanzen Mitteleuropas.Nutzung und Schutz.

Weblinks

 Commons: Behaarte Karde – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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