Behindertenschlüssel

Der Euroschlüssel ist ein 1986 vom CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. V. – eingeführtes, inzwischen europaweit einheitliches Schließsystem, das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht, mit einem Einheitsschlüssel selbständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten, z. B. an Autobahn- und Bahnhofstoiletten, aber auch für öffentliche Toiletten in Fußgängerzonen, Museen oder Behörden.

Der Euroschlüssel wird vom CBF Darmstadt zum Selbstkostenpreis abgegeben. Um Missbrauch zu verhindern, muss die Beeinträchtigung bei der Bestellung nachgewiesen werden. Einen Euroschlüssel erhält man u. a. bei schwerer Gehbehinderung, als Rollstuhlfahrer, mit einem GdB ab 70 (oder mit den Merkzeichen aG, B, H, oder BL), bei Multipler Sklerose, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowie Stomaträger und bei sonstigen chronischen Blasen- und Darmleiden.

Bauherren können bereits bei Planung und Bau ihrer sanitären Anlagen die einheitlichen Schließzylinder erwerben. Weitere Informationen hierzu hält ebenfalls der CBF Darmstadt bereit.

Standorte

Eine Liste der in ganz Europa gemeldeten Anlagen, die mit dem Euroschlüssel benützt werden können, erscheint unter dem kostenpflichtigen Titel „Der Locus“ (ISBN 978-3-00-021877-4).

Im August 2007 ist die neue (vierte) Auflage erschienen. Darin sind jetzt über 9.000 Standorte von Behindertentoiletten verzeichnet.

Für Anlagen in Deutschland finden sich lediglich auf einigen Internetpräsenzen deutscher Städte/Regionen Standortangaben.

Eine ausführliche Liste der Anlagen in Österreich ist online verfügbar pdf

Anlagen in der Schweiz können nach Kantonen oder Gemeinden angezeigt werden [1]

Weblinks


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