Beiertheim
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Karlsruhe
Karlsruhe
Deutschlandkarte, Position der Stadt Karlsruhe hervorgehoben
49.0148.4043115Koordinaten: 49° 1′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Stadtkreis
Höhe: 115 m ü. NN
Fläche: 173,46 km²
Einwohner: 288.917 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1666 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76131–76229
Vorwahl: 0721
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 12 000
Stadtgliederung: 27 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathaus am Marktplatz
76124 Karlsruhe
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Heinz Fenrich (CDU)
Luftbild von Karlsruhe (von Osten aus gesehen)

Karlsruhe [ˈkaɐ̯lsˌʁuːə] ist ein Stadtkreis in Baden-Württemberg, Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe, der Region Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe. Historisch ist Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen Landes Baden. Die Stadt wird im Norden, Osten und Süden vom Landkreis Karlsruhe und im Westen vom Rhein begrenzt, welcher hier die Grenze Baden-Württembergs mit Rheinland-Pfalz bildet. Karlsruhe ist nach Stuttgart (etwa 75 km südöstlich) und Mannheim (etwa 60 km nördlich) die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und hat eine Fläche von etwa 173 km². Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt den Beinamen Residenz des Rechts trägt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Zentrum des „Fächers“ ist das Schloss.

Karlsruhe liegt in der oberrheinischen Tiefebene an den kleinen Flüssen Alb und Pfinz sowie am Rhein und grenzt im Osten an die letzten Ausläufer des Schwarzwaldes und des Kraichgaus.

Die Stadt liegt im Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim, zu dem die Stadt Karlsruhe, einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe (vor allem die Großen Kreisstädte Bruchsal, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten) sowie die Stadt Pforzheim, der nordwestliche Teil des Enzkreises, die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Niefern-Öschelbronn im nordöstlichen Enzkreis gehören.

Die Alb, Naherholung im Stadtgebiet

Innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein bildet Karlsruhe ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Karlsruhe übernimmt auch für die Gemeinden Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Linkenheim-Hochstetten, Pfinztal, Rheinstetten, Stutensee, Walzbachtal und Weingarten (Baden) die Funktion eines Mittelbereichs. Darüber hinaus gibt es auch Verflechtungen mit Gemeinden in der Südpfalz und im Unterelsass in der Region Pamina (Palatinat, Mittlerer Oberrhein und Nord-Alsace).

Der höchste Punkt innerhalb der Stadt liegt in Grünwettersbach bei 322,7 m ü. NN.

Klima

Klimadiagramm von Karlsruhe 1961–1990

Karlsruhe ist mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,9 °C eine der wärmsten Städte Deutschlands. Die geschützte Lage im Oberrheingraben hat zur Folge, dass in Karlsruhe im Sommer oft eine drückende Schwüle herrscht. Der Winter in Karlsruhe ist mild. Im langjährigen Mittel hat Karlsruhe 17,1 Eistage pro Jahr.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Karlsruhe. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Eggenstein-Leopoldshafen, Stutensee, Weingarten (Baden), Pfinztal, Karlsbad, Waldbronn, Ettlingen und Rheinstetten (alle Landkreis Karlsruhe) sowie Hagenbach und Wörth am Rhein (beide Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Karlsruhe ist in 27 Stadtteile unterteilt, die sich weiter in Stadtviertel (früher zum Teil auch als Stadtbezirke bezeichnet) gliedern.

Siehe auch: Liste der Stadtteile von Karlsruhe.

Geschichte

Karlsruher Stadtansicht, Kupferstich von Heinrich Schwarz 1721

18. Jahrhundert

Der Legende nach soll Karl-Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, einst bei einem Jagdausritt im Hardtwald bei Durlach eingeschlafen sein. Er träumte von einem prachtvollen Schloss, das sonnengleich im Zentrum seiner neuen Residenz liege, die Straßen der Stadt gleichsam die Sonnenstrahlen. Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt am Reißbrett entwerfen (siehe auch: Planstadt) und gründete die nach jener Geschichte benannte Stadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses.

Die Sonnenstrahlen kann man noch heute gut auf den Straßenkarten erkennen: Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus strahlenförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen. Vom Schlossturm im Zentrum hat man so Einblick in alle Strahlen. Es sind insgesamt 32 Straßen und Alleen. Diese Anzahl entspricht exakt der Einteilung der Kompassrose. Das südliche Viertel des Vollkreises bildete anfangs das bebaute Stadtgebiet. Dieser Grundriss erinnert auch an einen Fächer, weswegen Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“ führt.

Karlsruhe ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: 1715 entschloss sich Markgraf Karl-Wilhelm, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen. Seine Vorstellung einer Modellstadt der Zukunft fasst er in einem historischen Dokument von weitreichender Bedeutung zusammen, dem „Privilegienbrief“.

Der Brief trägt bereits viele Zeichen eines hochmodernen Staats- und Menschenbildes. In den „Privilegien“ scheint vieles auf, was sich die europäischen Völker in den Revolutionen der Folgezeit, bis ins 20. Jahrhundert hinein, als gutes Recht eines jeden Menschen erkämpfen werden: persönliche Freiheit, wirtschaftliche Freiheiten, Gleichheit vor dem Recht, politische Mitsprache.

An der Gründung Karlsruhes beteiligten sich Menschen aus Frankreich, Polen, Italien, der Schweiz und den vielen Ländern des damals noch zersplitterten Deutschlands. Der erste Bürgermeister der Stadt, Johann Sembach, stammte aus Straßburg.

Ab 1717 war Karlsruhe zunächst Residenz der Markgrafen und der Markgrafschaft Baden-Durlach und ab 1771 – nach der Wiedervereinigung mit der Markgrafschaft Baden-Baden – der gesamten Markgrafschaft Baden.

19. Jahrhundert

Karlsruhe um 1900 (Blick vom Schlossturm Richtung Süden)

Von 1806 an war die Stadt die Residenz der badischen Großherzöge. 1818 erließ Großherzog Carl in Karlsruhe die badische Verfassung, die für die damalige Zeit sehr liberal war (Badischer Liberalismus). 1822 entstand in Karlsruhe das erste eigens zu diesem Zweck erbaute Parlamentsgebäude auf deutschem Boden. Zu den Abgeordneten der Badischen Ständeversammlung gehörte Friedrich Hecker, einer der Anführer der Badischen Revolution 1848/49.

1825 erfolgte die Gründung des Polytechnikums als Keimzelle der heutigen Universität Karlsruhe durch Großherzog Ludwig I. 1846 entstand im Ortsteil Durlach neben der Heidelberger eine der ersten Freiwilligen Feuerwehren.

Im Zuge der Badischen Revolution floh Großherzog Leopold im Mai 1849 nach Koblenz. Bis zur Niederschlagung der Aufständischen in Rastatt durch preußische Truppen im Juli war Baden de facto eine Republik. Mit dem ersten deutschen Verwaltungsgericht und damit der in Deutschland erstmaligen Möglichkeit, verbriefte Bürgerrechte gegenüber Rechtsverstößen des Staates einzuklagen, markiert Karlsruhe 1863/64 einen Meilenstein auf dem Weg, aus Untertanen Bürger zu machen.

1862 – früher als anderswo − findet die sprichwörtliche badische Liberalität ihren Ausdruck in der bürgerlichen Gleichstellung der Juden.

Am 4. November 1876 wurde in Karlsruhe die erste Sinfonie in c-Moll, Opus 68 von Johannes Brahms durch die Großherzoglich Badische Hofkapelle uraufgeführt.

Am 21. Januar 1877 fuhr in Karlsruhe die erste von Pferden gezogene Straßenbahn.

Am 16. September 1893 wurde das erste deutsche Mädchengymnasium in Karlsruhe eröffnet.

20. Jahrhundert

Die Pyramide auf dem Marktplatz, das Grabmal des Stadtgründers Karl Wilhelm
Die Stadtkirche Karlsruhe wurde von Friedrich Weinbrenner in Anlehnung an griechische Tempel gebaut.

Die zunehmende Einwohnerzahl überschritt 1901 die Grenze von 100.000, wodurch Karlsruhe zur Großstadt wurde. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Nachbargemeinden eingemeindet oder eingegliedert.

Die Gemeinde Neureut konnte als letzte 1975 trotz heftigen Widerstandes der dortigen Bewohner eingemeindet werden. Der Staatsgerichtshof musste in dieser Sache entscheiden. Umgangssprachlich wird heute noch von einer „zwangsweisen“ Eingliederung oder auch „Zwangseingemeindung“ gesprochen.

Nach der Novemberrevolution 1918 war Karlsruhe bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Hauptstadt des Freistaates Baden. Karlsruhe war Sitz des Landeskommissärbezirkes Karlsruhe. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das eroberte Elsaß mit Baden zum Gau Oberrhein vereinigt, dessen Hauptstadt Karlsruhe wurde. In der Wagner-Bürckel-Aktion wurden die Karlsruher Juden mit denen des gesamten Gaus in das Lager Camp de Gurs verschleppt. Ebenso wurden die vor allem im "Dörfle" ansässigen Familien der Sinti und Roma im Mai 1940 vom Polizeipräsidium am Marktplatz über den Hohenasperg nach Auschwitz deportiert.[2]

Nach dem Krieg wurde Karlsruhe dem Bundesland Württemberg-Baden zugeschlagen, seit der Schaffung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952 gehört Karlsruhe diesem an.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde Karlsruhe zur Residenz des Rechts: 1950 nahm der Bundesgerichtshof hier seine Arbeit auf. Am 28. September 1951 folgte das Bundesverfassungsgericht. Erster Präsident wurde der FDP-Politiker Hermann Höpker-Aschoff. Von 1952 bis 1972 war Karlsruhe Sitz des Regierungsbezirkes Nordbaden, seit dem 1. Januar 1973 ist es Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe.

1967 fand die Bundesgartenschau in Karlsruhe und damit erstmals in Baden-Württemberg statt. Zu diesem Anlass wurden Stadtgarten, Zoo und Schlosspark zum Teil erheblich umgestaltet und den Freizeitbedürfnissen der Bürger angepasst.

1969 wurde die Stadt Karlsruhe mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.

1972 begann die Stadt auf der Kaiserstraße Fußgängerzonen einzurichten. Der heutige Zustand einer durchgehenden Fußgängerzone von Kronen- bis Europaplatz wurde 1984 erreicht.

Am 7. April 1977 wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback auf dem Arbeitsweg gemeinsam mit seinem Fahrer und einem Justizbeamten von Terroristen der Rote-Armee-Fraktion ermordet.

Am 12. und 13. Januar 1980 wurde im Kongresszentrum die Bundespartei Die Grünen gegründet.

1983 wird in einer alten Nähmaschinenfabrik in der Oststadt das Gründerzentrum Technologiefabrik eingerichtet, das seitdem über 250 Unternehmen den Start und damit die Entstehung von über 5.000 Arbeitsplätzen erleichtert hat.

Deutschlands erste echten E-Mails wurden am 2. August 1984 im Rechenzentrum der Karlsruher Universität empfangen und gesendet: Der Karlsruher Internetpionier Werner Zorn beantwortete den offiziellen Willkommensgruß des US-amerikanischen CSNet, einer herstellerübergreifenden Plattform zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern.

Vom 20. bis zum 30. Juli 1989 fanden in Karlsruhe die dritten alternativen World Games statt, das ist ein internationaler Wettkampf für Sportler und Athleten, deren Sportarten nicht im olympischen Programm vertreten sind. Es nahmen 1.965 Sportler in 19 Disziplinen teil.

Am 13. Juni 1995 wurde die Baden-Airport GmbH gegründet. Diese baute im 40 km südwestlich gelegenen Söllingen einen ehemaligen kanadischen Fliegerhorst zu einem überregionalen Flughafen aus und schloss Karlsruhe so an das internationale Flugverkehrsnetz an.

Rathaus von Karlsruhe

21. Jahrhundert

2003 wurde im benachbarten Rheinstettener Stadtteil Forchheim die Messe Karlsruhe zur Ausrichtung nationaler und internationaler Fach- und Publikumsmessen eröffnet. Die Messe hat vier jeweils 12.500 m² große Hallen. In der als Mehrzweckhalle genutzten dm-arena finden 14.000 Besucher Platz.

Am 7. September 2005 eröffnete mit dem ECE-Einkaufscenter „Ettlinger Tor“ nach rund zweijähriger Bauzeit das größte innerstädtische Einkaufszentrum Süddeutschlands seine Pforten. Auf drei Ebenen sind ca. 130 Läden für Einzelhandel, Gastronomie und Service untergebracht. Die Verkaufsfläche umfasst rund 33.000 Quadratmeter. Dazu kommen noch einmal ca. 4.000 Quadratmeter für Dienstleistung und Gastronomie. Etwa vier Jahre zuvor wurde am 27. September 2001 in der ehemaligen Hauptpost am Europaplatz mit der Post Galerie das erste innerstädtische Einkaufszentrum in Karlsruhe eröffnet. Verkaufsfläche: rund 26.000 Quadratmeter in 51 Geschäften.

Einwohnerentwicklung

Für detaillierte Einwohnerzahlen siehe den Artikel Einwohnerentwicklung von Karlsruhe

1901 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Karlsruhe die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf rund 200.000. Bis 1975 wuchs die Bevölkerungszahl durch zahlreiche Eingemeindungen Anfang der 1970er Jahre auf 280.000. Nach einem Verlust von rund 20.000 Personen auf 260.000 Einwohner im Jahre 1987 stieg die Einwohnerzahl bis 2005 um 25.000 Personen. Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Karlsruhe nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 288.917 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand. Der Ausländeranteil betrug zum Dezember 2006 15,4 %.

Die Einwohnerentwicklung ist seit längerer Zeit durch Geburtendefizite der deutschen Bewohner geprägt. Obwohl Karlsruhe anhaltende Wanderungsverluste in die umliegenden Städte und Gemeinden zu verzeichnen hatte, wurden in den letzten Jahren auch Wanderungsgewinne durch ausländische und deutsche Bürger erzielt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind (nach Angaben der Stadt) die Türkei (6.245), Italien (4.410), Kroatien (2.433), Serbien-Montenegro (2.268), Polen (1.736), Russland (1.523), Frankreich (1.426), China (1.363), Rumänien (1.334), Bosnien-Herzegowina (1.038) sowie Spanien (1.016) und Griechenland (807). 14.405 Ausländer (36,2 %) sind Angehörige aus einem der 27 EU-Mitgliedstaaten (Stand 1. Januar 2007).

Religionen

Christentum

Die Christuskirche am Mühlburger Tor

1556 wurde in der Markgrafschaft Baden-Durlach die lutherische Reformation eingeführt. Da Karlsruhe den Markgrafen von Baden-Durlach gehörte, war die Stadt bei ihrer Gründung eine protestantische Stadt. Um Einwohner in die neue Stadt zu locken, schuf Karl Wilhelm von Baden-Durlach eine Liste von Anreizen. Neben finanziellen Vorteilen wurde den Neubürgern auch Religionsfreiheit gewährt, so dass schon bald die ersten Katholiken zuzogen. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden, die katholisch geblieben war, und förderte weitsichtig dieselbe religiöse Toleranz wie der Stadtgründer Karl Wilhelm. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten die römisch-katholischen Christen in der Stadt eine eigene Kirche, die Kirche St. Stephan, geweiht 1814. Heute dürfte der Anteil der Katholiken und der Protestanten an der Gesamtbevölkerung etwa gleich sein.

Katholische Kirche

Die römisch-katholischen Gemeindeglieder gehören zum Stadtdekanat Karlsruhe innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein-Pforzheim der Erzdiözese Freiburg. Der Katholikentag 1992 fand in Karlsruhe unter dem Motto „Eine neue Stadt ersteht“ statt. Messen nach traditioneller und Taizé-Liturgie werden gefeiert. Außerdem befindet sich in Knielingen die Kirche Herz Jesu der Priesterbruderschaft St. Pius X..[3]

Evangelische Landeskirche

Die evangelischen Gemeindeglieder gehören, sofern sie nicht Mitglied einer evangelischen Freikirche sind, zum Kirchenbezirk Karlsruhe und Durlach (mit Ausnahme des Stadtteiles Neureut, der zum Kirchenbezirk Karlsruhe-Land gehört, der seinen Sitz in Bruchsal hat) innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden, die ihren Sitz in Karlsruhe hat, so dass auch der Landesbischof hier residiert.

Weitere Gruppierungen mit christlichem Bezug

In Karlsruhe gibt es auch die Alt-Katholische Gemeinde „Christi Auferstehung“ und zahlreiche freikirchliche Gemeinden, darunter den Christlichen Verein Junger Menschen (kurz CVJM), die Apostolische Gemeinschaft, die Heilsarmee, eine Adventgemeinde, eine Evangelische Täufergemeinde in Durlach, zwei Brüdergemeinden, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde, 11 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche, sechs Evangelisch-methodistische Kirchen, eine Evangelisch-Lutherische Gemeinde und eine Mennonitengemeinde. Von den zahlreichen charismatischen und Pfingstgemeinden sind im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden: Gospelhouse Karlsruhe, Treffpunkt Leben, Freie Christengemeinde und AGAPE-Gemeinde inkl. brasilianischer und türkischer (Köprü) Tochtergemeinde; im Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden: Johannes-Gemeinde und Hauskirchen-Netzwerk; im Netzwerk Forum Leben: Christliches Zentrum Karlsruhe (CZK), Nehemia-Initiative und Fabrik88; weiterhin gibt es das freie pfingstkirchliche Missionswerk Karlsruhe, die CITY-Gemeinde, icf karlsruhe und eine Gemeinde Gottes. Darüber hinaus finden sich unterschiedlichste fremdsprachige Gruppen, wie beispielsweise eine lateinamerikanische evangelikale Gruppe, eine Anglikanisch-Episkopalische und zwei orthodoxe Gemeinden: eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe.

An spezielleren Gruppierungen mit christlichem Bezug gibt es u. a. die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Christian Science, die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und eine „Urchristliche Gemeinde“.

Judentum

Karlsruhe ist Sitz der Israelitischen Religionsgemeinschaft Badens, einer Synagoge, eines Chabad-Rabbiners und mehrerer jüdischer Friedhöfe.

Vor der Shoa gab es eine große jüdische Gemeinde. Persönlichkeiten wie der Talmud-Gelehrte Nathanael Weil, der Politiker Moritz Ellstätter und die Ärztin Rahel Straus stammten aus Karlsruhe. Die Synagoge Karlsruhe wurde von führenden Karlsruher Baumeistern errichtet, 1806 von Friedrich Weinbrenner und der Nachfolgebau 1871 von Josef Durm. Daneben gab es eine orthodoxe Synagoge von Gustav Ziegler und ein Gemeindehaus von Curjel & Moser. 1933 lebten laut der Volkszählung vom 16. Juni in Karlsruhe und den heutigen Ortsteilen 3.358 Bürger jüdischen Glaubens.

Die Synagogen wurden in den Novemberpogromen 1938 zerstört, bei der Wagner-Bürckel-Aktion im Sommer 1940 893 Juden aus der Stadt ins Camp de Gurs in Südfrankreich deportiert. Das Stadtarchiv erstellte 1988 eine Gedenkliste für die über 1000 Ermordeten. Mit Hilfe freiwilliger Paten wird sie durch Biografien zum Gedenkbuch für die Karlsruher Juden ergänzt.

1971 wurde eine neue Synagoge in der Knielinger Allee eingeweiht, 2006 hatte die Jüdische Kultusgemeinde wieder 830 Mitglieder.

Islam

Für die in Karlsruhe lebenden Muslime gibt es in der Stadt etwa sieben Moscheen und einen deutschsprachigen Muslimkreis.

Buddhismus und andere

Daneben existieren eine Bahai-Gemeinde, Zentren für Kadampa-, für Diamantweg-, für Vipassana-, und für Zen-Buddhismus, eine Städtegruppe von Eckankarn und ein Sathya Sai-Zentrum.

Stadtbild und Sehenswürdigkeiten

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Der „Karlsruher Fächer“ vom Schlossturm aus
Der „Karlsruher Fächer“ vom Schlossturm aus

Als relativ junger Stadt fehlen Karlsruhe die mittelalterlichen Gässchen vieler anderer deutscher Großstädte. Die Innenstadt wurde bei der Stadtgründung 1715 geplant angelegt. Im Zentrum steht der Turm des Karlsruher Schlosses mit Schlossgarten und Schlossplatz. Die Straße namens „Zirkel“ umrundet zusammen mit Ahaweg etc. kreisförmig das Schloss mit Schlossplatz und -garten. Historisch durften weitere bürgerliche Gebäude erst südlich des Zirkels errichtet werden. Für die Bebauung waren strenge Richtlinien vorgegeben, insbesondere, was die Bauhöhe anging, um den Gesamteindruck der Stadt einheitlicher zu machen. Die Gebäude nahe am Schloss sind aus neuerer Zeit und gehören auf der östlichen Seite zur Universität, auf der westlichen Seite zum Bundesverfassungsgericht. Das Schwedenpalais wurde für den markgräflichen Geheimen Hofrat Georg Ernst Ludwig Preuschen 1768/70 von Johann Friedrich Weyhing (1716–1781) erbaut.

Der „Karlsruher Fächer“ aus der Luft.

Außerhalb des Zirkels laufen 32 Straßen bzw. Alleen geradewegs vom Schlossturm weg wie die Strahlen der durch das Schloss verkörperten Sonne. Diese Anzahl entspricht exakt der Kompassrose. Schon die Erstbebauung konzentrierte sich auf die Südseite des Schlosses, so dass die Innenstadt weniger der Sonne denn einem nach Süden geöffneten Fächer ähnelt. Im Schloss ist heute das Badische Landesmuseum untergebracht.

Der klassizistische Architekt Friedrich Weinbrenner prägte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild. Noch heute kann man viele seiner Werke in der Innenstadt Karlsruhes wiederfinden. Der Marktplatz mit evangelischer Stadtkirche (1807–15) und Rathaus (1821–25) an der zur „via triumphalis“ ausgebauten Nord-Süd-Mittelachse zählt zu den markantesten klassizistischen Platzanlagen in Europa (nach Kriegszerstörungen ab 1950 weitgehend rekonstruiert). Bemerkenswert ist auch die Pfarrkirche St. Stephan, die zwischen 1808 und 1814 erbaut wurde und nicht nur zu den Hauptwerken Weinbrenners zählt, sondern einen der bedeutendsten klassizistischen Kuppelbauten Süddeutschlands darstellt.

1928 wurde von der Stadt Karlsruhe ein Wettbewerb zur Bebauung des stadteigenen südlichen Teils des Dammerstock-Geländes bei Rüppurr ausgeschrieben, mit der Vorgabe, das Baugelände bis Mitte des Jahres 1929 zu bebauen. Den ersten Preis erhielt der Entwurf von Walter Gropius, der kurz zuvor die Leitung des Bauhauses aufgegeben hatte. Der Plan sah eine Bebauung in Zeilenbauweise vor, um das Tageslicht für alle Bewohner gleich gut nutzen zu können. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde allerdings nur der erste Bauabschnitt mit 228 Wohnungen fertiggestellt. Dennoch ist die Siedlung eines der wichtigsten Zeugnisse für die Kunst des „Neuen Bauens“ in Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zunächst viele Baulücken mit Betonzweckbauten aufgefüllt. Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich das Stadtbild Karlsruhes schon vor, aber vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg stark gewandelt hat. Dem Zeitgeist entsprechend wurden in den 1970er Jahren die meisten der kleinen Häuschen des „Dörfle“, des 1812 eingemeindeten Klein-Karlsruhes, eingerissen und durch großflächige Betonbauten ersetzt. Die Kriegsstraße wurde zu einer mehrspurigen Schnellstraße durch das Stadtzentrum ausgebaut, die Kaiserstraße dagegen in den 1980er Jahren Stück für Stück zur Fußgängerzone erklärt. Nach dem Abzug amerikanischer und französischer Truppenteile in den 1990er Jahren, war die Stadtgestaltung durch die Nutzung von Brach- und Konversionsflächen geprägt. Innenstadtnahe neue Wohngebiete konnten geschaffen werden, wie die Südoststadt auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs und die Nordstadt auf dem Gelände der ehemaligen Amerikanersiedlung. In der Südweststadt sind auf dem Gelände der ehemaligen Waffenfabrik unter anderem ein Großkinokomplex, der Neubau der Agentur für Arbeit, die Bundesanwaltschaft und in der Waffenfabrik selbst das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) und die HfG (Hochschule für Gestaltung) untergebracht worden. Mit Eröffnung eines großen, überdachten Einkaufszentrums am Ettlinger Tor im Herbst 2005 wurde der bis dahin fast ausschließlich auf die Kaiserstraße konzentrierte Einkaufsbereich nach Süden erweitert, mit über 130 Ladengeschäften ist das Einkaufszentrum das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Süddeutschland.

Eine ausführliche Liste der Sehenswürdigkeiten von Karlsruhe findet sich im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe.

Politik

(Ober-)Bürgermeister

Nach Gründung des Schlosses 1715 entstand nahe dabei auch eine Siedlung, in welcher ab 1718 ein Bürgermeister eingesetzt wurde. Ab 1812 erhielten die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Amtierender Oberbürgermeister ist seit 1998 Heinz Fenrich (CDU). Am 2. Juli 2006 wurde Fenrich für weitere knapp sieben Jahre gewählt. Insgesamt sieben Kandidaten standen zur Wahl.

Darüber hinaus gibt es fünf weitere Bürgermeister:[4]

  • den Bürgermeister für Personal, Wahlen und Statistik, Bürgerservice und Sicherheit, Kultur (derzeit Wolfram Jäger)
  • den Bürgermeister für Jugend und Soziales, Schulen, Sport, Bäder (derzeit Harald Denecken, zugleich ständiger Vertreter des OB),
  • den Bürgermeister für Finanzen, Wirtschaft und Arbeit, Stadtmarketing, Kongresse, Ausstellungen und Veranstaltungen, Tourismus, Versorgung und Häfen, Liegenschaften und Forst (derzeit Margret Mergen)
  • den Bürgermeister für Umwelt und Klimaschutz, Gesundheit, Friedhofsamt, Marktamt und Abfallwirtschaft, Brand- und Katastrophenschutz (derzeit Klaus Stapf)
  • und den Bürgermeister für Planen, Bauen, Immobilienmanagement, Volkswohnung und Zoo (derzeit Michael Obert).

Siehe auch: Liste der früheren (Ober-)Bürgermeister.

Gemeinderat

Rathaus West Karlsruhe.
Rechts das Leibdragonerdenkmal

Der Gemeinderat von Karlsruhe setzt sich seit der letzten Wahl am 13. Juni 2004 wie folgt zusammen:

Partei Prozent Sitze
CDU 37,2 19
SPD 23,8 12
Grüne 16,6 8
FDP/ Aufbruch 9,6 4
KAL 7,1 3
BüKa/ödp 3,0 1 *)
Die Linke 2,6 1
Gesamt 48

*) Der Stadtrat der „Bürger für Karlsruhe“ ist mittlerweile Mitglied der Fraktion der KAL (Karlsruher Liste)

Für die Wahl am 9. Juni 2009 kandidieren 9 Listen: CDU, SPD, Grüne, FDP, KAL, Die Linke, Freie Wähler/BüKA, „Gemeinsam für Karlsruhe“ und „Karlsruhe(r) für Familien“[5]

Wappen

Das Wappen der Stadt Karlsruhe zeigt auf rotem Grund einen beiderseits silbern eingefassten goldenen Schrägbalken, auf dem das Wort „FIDELITAS“ in schwarzen lateinischen Großbuchstaben steht. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb-Rot.

Das Wappen ist farblich eine Umkehrung des Badischen Staatswappens, das einen gelben Schild mit einem roten Schrägbalken zeigt. Der Stadtgründer Karl Wilhelm von Baden hatte das Wappen so vorgeschlagen und empfohlen, den Wahlspruch des am Tag der Stadtgründung gestifteten Hausordens „Fidelitas“ (Treue) aufzunehmen. Doch wurde dieser Wahlspruch erst ab 1733 im Siegel der Stadt verwendet. Die vom Markgraf vorgeschlagene Farbgebung ist erst seit 1887 im Gebrauch, zuvor verwendete man die Farbgebung des Staatswappens.

Städtepartnerschaften

Der Nancybrunnen am Zoologischen Garten

Karlsruhe unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Nancy, Frankreich, seit 1955
Nottingham, Vereinigtes Königreich, seit 1969
Halle (Saale), Deutschland, seit 1987
Timişoara, Rumänien, seit 1997
Krasnodar, Russische Föderation, seit 1998


Wirtschaft und Infrastruktur

Die von Weinbrenner gestaltete Staatliche Münze Karlsruhe

In Karlsruhe befindet sich die Staatliche Münze Karlsruhe, eine der fünf staatlichen Münzprägestätten, in denen die deutschen Euromünzen geprägt werden. Münzen, die in Karlsruhe geprägt sind, tragen den Herkunftsbuchstaben „G“. Die Karlsruher Münze wurde bereits 1827 gegründet.

Verkehr

Fernstraßen

Durch das östliche Stadtgebiet führt als Nord-Süd-Achse die A 5 (Frankfurt am MainBasel). Ferner ist Karlsruhe nach Osten durch die A 8 in Richtung Stuttgart angebunden, die am Autobahndreieck Karlsruhe von der A 5 abzweigt. Auf der anderen Seite des Rheins verläuft die A 65 gen Norden nach Ludwigshafen und die französische A 35 Richtung Südwesten nach Straßburg (mit Abzweig nach Paris und Mulhouse).

Mehrere Bundesstraßen durchqueren das Stadtgebiet, darunter die B 3, die von Heidelberg nach Freiburg verläuft, die B 10 von Landau nach Stuttgart und die B 36 von Mannheim nach Lahr. Wichtig ist zudem die Südtangente, die nahe der A 5 als einfache Kreisstraße beginnt, später zur B 10 wird und jenseits des Rheins in die A 65 übergeht.

Aktuell in der Diskussion befinden sich die Nordtangente und eine zweite Rheinbrücke für den Straßenverkehr.

Eisenbahn

Karlsruhe ist auch ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Es liegt zum einen an der Rheintalbahn von Mannheim nach Basel, einer der verkehrsreichsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Zum anderen führen Strecken nach Stuttgart und Neustadt. Die Fernzüge halten in Karlsruhe am Hauptbahnhof. Am 13. Oktober 2008 wurde dem Karlsruher Hauptbahnhof durch Innenminister Heribert Rech die Auszeichnung "Bahnhof des Jahres" verliehen, nach Mannheim 2005, erst die zweite Auszeichnung für einen Bahnhof in Baden-Württemberg.

Die Betriebszentrale der DB in Karlsruhe gegenüber dem Hauptbahnhof in der Schwarzwaldstraße

Seit dem Sommer 2007 verkehrt der TGV vom Stuttgarter Hauptbahnhof kommend über Karlsruhe und Strasbourg nach Paris (→ LGV Est européenne). Bis zum 9. Dezember 2007 war Karlsruhe neben Stuttgart der einzige TGV-Halt in Deutschland. Seit dem Fahrplanwechsel gibt es täglich eine TGV-Zugverbindung, die von München abfährt.

Die regionalen Eisenbahnstrecken werden überwiegend von der Stadtbahn bedient (siehe Abschnitt „ÖPNV“).

Entscheidend für die weitere Zukunft von Karlsruhe als Eisenbahnknoten ist die Entwicklung verschiedener internationaler Bahnprojekte. So wird momentan die Rheintalstrecke bis Basel als nördlicher Hauptzubringer des künftigen Gotthard-Basistunnels viergleisig ausgebaut. Des Weiteren liegt Karlsruhe am Südast der „Magistrale für Europa“ von Paris nach Bratislava, die in den nächsten Jahren zu einer Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut werden soll.

Fußgängerzone

ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr in Karlsruhe ist sehr gut ausgebaut. Die Innenstadt lässt sich aus den meisten Stadtteilen mit einer der sieben Straßenbahnlinien oder einer der Stadtbahnlinien erreichen, in den Randbezirken wird das Angebot mit Bussen abgerundet. Ins Umland führen neben drei Einsystem-Stadtbahnlinien auch acht weitere Zweisystem-Stadtbahnlinien, die über Systemwechselstellen aus Straßenbahnnetz heraus (750 V Gleichstrom) auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn AG (DB) nach Eisenbahn-Recht und mit 15 kV Wechselstrom weit in die Region fahren (→ Stadtbahn Karlsruhe). Durch diese hier erfundenen „Tram-Trains“ stiegen in den letzten Jahren die Fahrgastzahlen im Schienennahverkehr in der Region Karlsruhe deutlich an, was zum einen das Interesse anderer Verkehrsbetriebe am „Karlsruher Modell“ weckte, zum anderen jedoch zu Kapazitätsengpässen in der Innenstadt führte. So stiegen beispielsweise die Fahrgastzahlen an der Strecke Karlsruhe-Bretten nach Inbetriebnahme der Stadtbahn um 560 %. Die Stadt beabsichtigt, die Lage durch einen Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße zu entspannen; sie konnte 2002 im zweiten Anlauf die Mehrheit der Bevölkerung dafür hinter sich bringen. Das Projekt wird in der Stadt aber immer noch diskutiert. Die innerstädtischen Straßenbahn- und Buslinien sowie die Stadtbahnlinie S 2 werden von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) betrieben. Die meisten Stadtbahnlinien ins Umland fahren für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Die S3 nach Germersheim über Heidelberg und Mannheim wird von der DB Regio betrieben.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Tarifen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) benutzt werden.

Aus touristischer Sicht erwähnenswert sind außerdem die Schlossgartenbahn Karlsruhe, die im Sommerhalbjahr an Sonn- und Feiertagen einen Rundkurs im Schlosspark befährt, und die Turmbergbahn am Durlacher Turmberg, einem Aussichtspunkt.

Fahrrad

Die Bedingungen zum Radfahren sind im flachen Karlsruher Umland mit seinen geraden Straßen optimal. So verwundert es nicht, dass es mit Karl Drais ein Karlsruher war, der mit seiner Laufmaschine den Vorläufer des heutigen Fahrrads erfunden hat. In der Fußgängerzone Kaiserstraße ist es während der Ladenöffungszeiten jedoch untersagt, mit Fahrrädern zu fahren.

Aktuell hat sich die Stadtverwaltung das Ziel gesetzt, mit einem 20-Punkte-Programm Karlsruhe deutlich fahrradfreundlicher zu machen[6].

Schifffahrt

Der Rheinhafen vom Weltraum aus gesehen

Mit den Rheinhäfen Karlsruhe hat die Stadt – nach Mannheim – den wichtigsten Binnenhafen in Baden-Württemberg. Der Hafen ist der fünftgrößte Deutschlands und über den Rhein der südlichste schleusenfreie Zugang zur Nordsee und wurde 1901 eröffnet. Ihm folgten später großflächige Industrieansiedlungen (Zellstoffwerk und Ölraffinerie) in der hochwasserfreien Altaue und nach mehreren Hafenausbauten auch ein eigener Ölhafen im Nordwesten der Stadt. Der Umschlag im Rheinhafen betrug 2006 7,1 Millionen Tonnen. Von hier aus startet das Ausflugsschiff MS Karlsruhe zu Touren nach Straßburg, Speyer und anderen Rundfahrten. Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe.

Flugverkehr

Karlsruhe liegt zwischen drei internationalen Flughäfen: Dem Flughafen Frankfurt am Main in circa 135 Kilometern Entfernung, dem Flughafen Stuttgart (etwa 80 km) und dem Flughafen Straßburg (etwa 85 km). Seit Ende 1996 hat Karlsruhe mit dem auch als Baden-Airport bezeichneten Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Rheinmünster-Söllingen/Hügelsheim (etwa 45 km) jedoch auch einen „eigenen“ Regionalflughafen. Insbesondere seit Ryanair im Jahr 2003 die ersten Linienflüge einrichtete, stiegen dessen Bekanntheitsgrad und die Passagierzahlen rapide. Bereits 2004 war der Baden-Airport nach dem Passagieraufkommen gerechnet, der zweitgrößte Flughafen in Baden-Württemberg. 2006 wurden über 800.000 Fluggäste abgefertigt.

Der „Karlsruher“ Verkehrslandeplatz im benachbarten Rheinstettener Ortsteil Forchheim (ca. 8 km südlich von Karlsruhe) wurde im Rahmen der Umwidmung der ehemaligen kanadischen Airbase in Söllingen aufgegeben. Auf seinem Gelände wurde dann die Messe Karlsruhe errichtet. Seit Anfang 2003 hat der Flugplatz allerdings nur noch eine Zulassung als Segelfluggelände. Der Geschäfts- und Tourismus-Flugverkehr wurde zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden verlagert. Um einer weiteren Expansion der Messe bzw. der Nutzung der Flächen des ehemaligen Verkehrslandeplatzes als Gewerbegebiet nicht im Wege zu stehen, wurde das Flugsportgelände verlegt: Am 25. September 2004 wurde das neue „Segelfluggelände Rheinstetten“ eröffnet, etwa 500 Meter östlich des bisherigen Flugplatzes.

Karlsruhe ist Sitz einer VOR-Station sowie eines Kontrollzentrums der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Ortsansässige Unternehmen

Mit dem dm Drogeriemarkt hat ein in der Fläche in Deutschland stark vertretenes Unternehmen seine Zentrale in Karlsruhe. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, ein international agierender Energiekonzern, hat in Karlsruhe ihren Hauptsitz und betreibt hier das Rheinhafen-Dampfkraftwerk. Die MiRO Mineraloelraffinerie in Knielingen ist die größte Ölraffinerie in Deutschland. Die Stadtwerke Karlsruhe sind ein großer Anbieter bei der örtlichen Strom- Wasser- und Fernwärmeversorgung und betreiben das Heizkraftwerk West in Mühlburg. Die Siemens AG unterhält in Karlsruhe einen ihrer größten und ältesten Standorte in Deutschland. Weitere bedeutende Arbeitgeber stammen aus der IT-Branche, dem Banken- und Versicherungswesen und der Pharmaindustrie.

Siehe auch: Kategorie: Unternehmen (Karlsruhe)

Gewerbezentren

Hervorgegangen aus dem Standort der Siemens AG wurde 1997 der Siemens Industriepark Karlsruhe gegründet. Das Flächenangebot richtet sich insbesondere an Unternehmen der Hightech- und Dienstleistungsbranche. In der Karlsruher Oststadt bestehen das Gründerzentrum Technologiefabrik in einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik sowie der neu errichtete Technologiepark. Hier wird zahlreichen Unternehmensneugründungen (häufig Spin-offs der Universität) eine erste Heimat geboten.

Messegelände

Messe Karlsruhe

Südlich von Karlsruhe, in Rheinstetten, direkt an der B 36, eröffnete im November 2003 die Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH ihr neues Messegelände – die Messe Karlsruhe. In den vier jeweils 12.500 m² großen Hallen können Ausstellungen, Messen und sonstige Veranstaltungen durchgeführt werden. In der dm-arena können Veranstaltungen mit bis zu 14.000 Besuchern stattfinden. Die Bruttoausstellungsfläche beträgt ca. 52.000 m².

Medien

Radio: In der Kriegsstraße befindet sich das Studio Karlsruhe des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Badenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Zudem befindet sich in der Kriegsstraße 130 das Studio Karlsruhe des Radiosenders Radio RPR (Rheinland-Pfälzischer Rundfunk), das redaktionell für den nordbadischen und südpfälzer Raum zuständig ist. Als privater lokaler Anbieter sendet Die neue Welle (bis 31. Dezember 2006 Hit1 – das Reporterradio), das von der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) noch als Hitradio RTL die Lizenz bekommen hatte. Mitte 2003 zog sich RTL jedoch zurück. Ursprünglich war der Sender Die Welle Lizenzinhaber. Abgesehen von den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Stationen gibt es noch ein Freies Radio, den Querfunk, der nachmittags, in den Abendstunden und am Wochenende sein Programm sendet. Vormittags und in den frühen Abendstunden wechseln sich auf der Frequenz UKW 104,8 MHz das LernRadio der Hochschule für Musik Karlsruhe, das Campusradio der Universität Karlsruhe, Radio Fri (montags) und der Querfunk ab.

TV: Ebenfalls in der Kriegsstraße befindet sich ein Fernsehstudio des SWR, z. B. für Schaltungen in der Tagesschau über Entscheidungen der hiesigen obersten Gerichte. In Karlsruhe gibt es auch noch die privaten Fernsehsender BW Family.tv (seit Februar 2006) und R.TV – das Regionale (seit September 2003), davor existierte einige Jahre bis zur Insolvenz der regionale Privatsender B.TV Baden.

Zeitung: Als Tageszeitung erscheinen in Karlsruhe die Badische Neueste Nachrichten (BNN), eine Zeitung mit mehreren Lokalausgaben im mittelbadischen Raum. Des Weiteren gibt es einige kostenlose Wochenzeitungen: Die BNN geben auch die Sonntagszeitung Der Sonntag heraus und sind am Karlsruher Kurier beteiligt, dem die Stadtzeitung beiliegt, das Amtsblatt der Stadt Karlsruhe, das online auch über die Startseite der Stadt erreichbar ist. Mittwochs wird das „Wochenblatt“ in der Stadt und Region in insgesamt vier verschiedenen Ausgaben verteilt, sonntags erscheint außerdem Boulevard Baden.

Stadtmagazin: Neben den Zeitungen gibt es verschiedene kostenlose Stadtmagazine wie Klappe auf, INKA Stadtmagazin oder FRIZZ Das Magazin. Diese sind monatlich in vielen Auslageorten der Stadt Karlsruhe zu finden und beinhalten Veranstaltungshinweise sowie lokale Themen aller Art.

Verschiedenes: Das vom gemeinnützigen Verein Stadtjugendausschuss e. V. betriebene „Internet-Café“ für Kinder und Jugendliche Info-Line am Kronenplatz 1 pflegt den Karlsruher Kinderstadtplan im Internet „ran-ans-netz“. Weitere Medien-Einrichtungen des Stadtjugendausschuss e. V. sind die Jubez-Medienwerkstatt sowie die „Computerschule + Medienwerkstatt JAZ“. Karlsruhe ist auch einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, das dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht (der andere Standort ist Stuttgart).

Internet: Da die BNN lange Zeit über kein Online-Angebot verfügte, konnte sich unabhängig von diesen die nur online erscheinende „Tageszeitung“ ka-news.de etablieren. Diese erscheint seit dem Jahr 2000 und ist damit eine der ersten, regionalen Online-Tageszeitungen in Deutschland überhaupt. Neben lokalen Nachrichten gibt es dort auch das Kinoprogramm, einen Veranstaltungskalender sowie mehrere Webcams. Das Stadtwiki Karlsruhe ist das größte Stadtwiki der Welt.

Gerichte

Gebäude des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Karlsruhe
Hauptsitz des Bundesgerichtshofes im Erbgroßherzoglichen Palais, Karlsruhe

Mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof ist Karlsruhe Sitz der beiden bedeutendsten deutschen Gerichte. Erwähnenswert ist auch der Sitz des Generalbundesanwalts in Karlsruhe, früher auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs, seit 1999 in einem eigenen Gebäude in der Brauerstraße. Außerdem gibt es in der ordentlichen Gerichtsbarkeit noch ein Oberlandesgericht (mit Generalstaatsanwaltschaft) sowie ein Land- und zwei Amtsgerichte (Karlsruhe und Karlsruhe-Durlach). Ferner sitzen ein Verwaltungsgericht in Karlsruhe, außerdem auch ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht. Die Bundeswehr unterhält in Karlsruhe einige Kammern des Truppendienstgerichtes Süd, das seinen Hauptsitz in München hat.

Die Konzentration der Judikative wird in Werbeslogans wie Residenz des Rechts oder Kulturhauptstadt 2010 – mit Recht aufgegriffen.

Behörden

Generallandesarchiv Karlsruhe

Karlsruhe ist Sitz der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder und verschiedener Landesbehörden, wie der Oberfinanzdirektion Karlsruhe (mit den beiden Finanzämtern im Stadtgebiet Karlsruhe-Stadt und Karlsruhe-Durlach) und des Rechnungshofes Baden-Württemberg. Auch der Badische Gemeindeversicherungsverband, die Gemeindeprüfungsanstalt, der Landeswohlfahrtsverband Baden und der Kommunale Versorgungsverband Baden-Württemberg, Dienststellen des Innenministeriums, haben hier ihren Sitz. Weiterhin besteht eine Forstdirektion in der Stadt. Auch die Deutsche Rentenversicherung (vormals: Landesversicherungsanstalt) Baden-Württemberg und die dem Umweltministerium Baden-Württemberg unterstehende Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) haben ihren Sitz in Karlsruhe. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit, sowie ein Hauptzollamt.

Außerdem besteht in Karlsruhe eine Bundespolizeiinspektion zum Schutz des Bundesverfassungsgerichtes. Ebenfalls unterhält das Bundesamt für den Zivildienst hier eine Zivildienstschule.

Als Sitz des Regierungsbezirkes Karlsruhe, des Regionalverband Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe (dem die Stadt selbst nicht angehört), beherbergt die Stadt auch deren Verwaltungen. Das Generallandesarchiv, das für das Gebiet des Regierungsbezirkes zuständig ist und die Bestände des alten Landes Baden beherbergt, sitzt ebenfalls in Karlsruhe.

Karlsruhe ist Sitz des Regionalbüros Mittlerer Oberrhein-Pforzheim des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Baden-Baden, Bruchsal, Karlsruhe, Pforzheim und Rastatt gehören. Auf dem evangelischen Bereich ist Karlsruhe Sitz der Evangelischen Landeskirche in Baden, welche in der Stadt auch ein Dekanat für den Kirchenbezirk „Karlsruhe und Durlach“ unterhält. Das Dekanat für den Kirchenbezirk Karlsruhe-Land befindet sich jedoch in Bruchsal.

Internet

Karlsruhe spielt in der Entwicklung des Internets in Deutschland eine wichtige Rolle. So wurden an der Universität Karlsruhe 1984 Deutschlands erste E-Mails empfangen und von 1994 bis 1998 sämtliche deutschen Domänen verwaltet. Ebenso wurde von Karlsruhe aus die erste Internet-Verbindung in die Volksrepublik China hergestellt.

Eine Karlsruher Firma betreibt Europas größtes Rechenzentrum, ca. 40% aller deutschen Webseiten werden in Karlsruhe verwaltet. Im Umfeld der Universität sind ungefähr 2.500 Internet- und Telekommunikations-Firmen entstanden, weswegen Karlsruhe im Jahre 2003 zur „Internethauptstadt Deutschlands“ gewählt wurde.

Bildung und Forschung

Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs

Hochschulen

Universität, Physikhochhaus hinter dem Flachbau Physik
Bau 1 der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Staatliche Akademie der Bildenden Künste
  • Universität Karlsruhe (Technische Hochschule), gegründet 1825 als „Polytechnische Schule“
    Die Universität Karlsruhe genießt ein sehr gutes Image in Fächern wie Physik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Informatik, Informationswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Elektrotechnik (älteste Technische Hochschule Deutschlands, gefördert durch Exzellenzinitiative).
  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, gegründet 1878 als „Großherzoglich Badische Baugewerkeschule“, später „Staatstechnikum“, ab 1971 Fachhochschule und seit 2005 Hochschule Karlsruhe.
  • Pädagogische Hochschule Karlsruhe, gegründet 1958 aus der früheren Lehrerbildungsanstalt (1942–1952) bzw. Hochschule für Lehrerbildung (1936–1942), welche bereits auf das 1768 gegründete Schulseminar in Karlsruhe zurückgeht. Hochschulsatzung seit 1965 und seit 1971 wissenschaftliche Hochschule
  • Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, gegründet 1854 als „Maler-Akademie“ durch den Prinzregenten, späteren Großherzog Friedrich I. und 1869 durch eine Kunstgewerbeschule erweitert. Unter dem Namen „Badische Landeskunstschule“ fand 1926 der Zusammenschluss beider Schulen statt. Nach erheblichen Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges begann der Unterricht wieder zu Beginn des Wintersemesters 1947/1948.
  • Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG), gegründet am 15. April 1992, gemeinsam mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), das ab 1989 entstand
  • Hochschule für Musik Karlsruhe, die Hochschule geht auf die 1812 gegründete Singanstalt zurück. 1837 erfolgte die Gründung einer Musikbildungsanstalt, welche 1910 mit dem Städtischen Konservatorium vereinigt wurde. Hieraus entstand 1920 die Badische Hochschule für Musik, welche das Land Baden-Württemberg 1971 übernahm und seither als „Hochschule für Musik“ führt.
  • Merkur Internationale Fachhochschule Karlsruhe, staatliche anerkannte private Business School mit interkulturellem Profil
  • Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe; gegründet 1979 als Berufsakademie

andere Schulen

  • Volkshochschule Karlsruhe, gegründet 1947, mit jährlich 3700 Veranstaltungen (Stand 2006) und über 36.000 Kunden eine der größten Volkshochschulen Badens. Die VHS Karlsruhe ist auch Trägerin der Abendschulen in Karlsruhe zum Nachholen von Schulabschlüssen und der Jugendkunstschule Karlsruhe.
  • Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg im Schwedenpalais
  • Pädagogisches Fachseminar Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Karlsruhe

Forschungszentren und Institute

Archive

  • Generallandesarchiv
  • Stadtarchiv Karlsruhe
  • Kreisarchiv des Landkreises Karlsruhe
  • Landeskirchliches Archiv der Ev. Landeskirche in Baden
  • Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai)

Bibliotheken

  • Badische Landesbibliothek
  • Universitätsbibliothek Karlsruhe
  • Hochschulbibliothek Karlsruhe (HSB) – Gemeinsame Bibliothek der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
  • Stadtbibliothek Karlsruhe
  • Amerikanische Bibliothek Karlsruhe
  • Bibliothek des Bundesgerichtshofs

Kultur

Kulturpreise

Mundart

Die Karlsruher Mundart ist eine in den letzten drei Jahrhunderten entstandene Mischung aus den Dialekten der umliegenden Bevölkerungsgruppen. Vom Süden sind alemannische Einflüsse spürbar, vom Norden und Westen fränkische und im Osten sind die schwäbischen Gebiete nicht sehr weit, welche allerdings einen geringeren Einfluss auf den Dialekt haben.

Sprachwissenschaftlich gehört Karlsruherisch zu den süd-rheinfränkischen Dialekten, umgangssprachlich wird die Mundart allgemein als Badisch oder „Brigantendeutsch“ bezeichnet.

Theater

Kammertheater
  • Badisches Staatstheater Karlsruhe mit Oper, Schauspiel und Ballett
  • Insel-Theater, seit 1997 Spielstätte des Staatstheaters, zuvor eigenständiges Privattheater
  • Sandkorn-Theater, das zweitgrößte Profi-Theater nach dem Staatstheater, gegründet 1956
  • Jakobus-Theater, gegründet 1972
  • Kammer-Theater, Boulevard-Bühne, gegründet 1956
  • Theater „Die Käuze“, Kellertheater gegründet 1967
  • Theater in der Orgelfabrik e. V., gegründet 1987
  • Theater „Die Spur“, gegründet 1961
  • Figurentheater „marotte“, gegründet 1987
  • Bluemix Kinder- und Jugendtheater e. V., gegründet 1994, 2004 nach Umschichtung des städtischen Zuschusses geschlossen
  • „d'Badisch Bühn“, Mundarttheater mit Gastwirtschaft, gegründet 1982
  • UniTheater Karlsruhe e. V., gegründet 1990

Kino

Das größte Karlsruher Kino ist der Filmpalast am ZKM. Es verfügt über zehn Kinosäle mit insgesamt fast 3000 Plätzen. Karlsruhes ältestes Kino, das Filmtheater Schauburg, zeigt neben aktuellen Blockbustern auch alternative Filme und Originalfassungen. Daneben gibt es auch noch das Kino Die Kurbel. In allen drei Kinos ist auch eine wöchentliche Sneak Preview im Angebot. Weiter gibt es das Kino Universum-City und die Kinemathek, das Kino im Prinz-Max-Palais. Auch gibt es regelmäßige, von der studentischen Kulturgruppe AFK an der Universität Karlsruhe organisierte Vorführungen.

Kleinkunst

Neben vielfältigen Kleinkunst-Veranstaltungen z. B. im Kulturzentrum Tollhaus oder im Sandkorn-Theater besitzt Karlsruhe auch eine sehr aktive Kleinkunst-Szene. Bekannte Künstler dieser Szene sind die Chanteuse Annette Postel, der Sänger und Comedian Gunzi Heil, das KomedyKabarett rastetter & wacker (Erik Rastetter und Martin Wacker), der Clown Schorsch (Georg Schweitzer), die Kabarettgruppe Die Spiegelfechter (Leitung Ole Hoffmann), der Magier und Pantomime Peter Herrmann, der Mundartdichter Harald Hurst und andere, auch überregional bekannte Namen. Mitglieder des pyramidalen KleinKunst-Vereins PKV organisieren seit den 1990er Jahren unter anderem jährliche Akrobatiktreffen und Jonglierconventions. Weltbekannt wurde Karlsruhe in der Jonglierszene jedoch durch die gelungene Durchführung der 23. europäischen Jonglierconvention (EJC, weltgrößtes Jongliertreffen) im Jahre 2000, aufgrund der perfekten Organisation gaben die Jongleure dem pyramidalen KleinKunst-Verein den Zuschlag 2008 erneut die EJC in Karlsruhe auszurichten.

Orchester und Chöre

  • BA-Orchester, Orchester des Berufsakademie Karlsruhe.
  • Badische Staatskapelle Karlsruhe, Orchester des Badischen Staatstheaters
  • Ensemble 13 – Das Kammerorchester wurde 1973 von Manfred Reichert gegründet. Es wirkte unter anderem bei Uraufführungen von Werken von Wolfgang Rihm, Luigi Nono und Iannis Xenakis mit.
  • Die Schrillmänner – schwuler Chor Karlsruhe. Gegründet 1988 mit dem Ziel schwuler Emanzipation.
  • Collegium Musicum (Universitätsorchester)
  • Sinfonie- und Kammerorchester an der Universität
  • Universitätschor und Kammerchor der Universität
  • Chor der katholischen Hochschulgemeinde
  • Kammerchor Studio Vocale
  • Cantus Solis
  • Chor St. Stephan
  • Oratorienchor und Kammerchor an der Christuskirche
  • Bachchor und CoroPiccolo an der evangelischen Stadtkirche
  • Kantorei an der Lutherkirche (Oststadt)
  • Durlacher Kantorei
  • Gospelchor Fetz Domino
  • Karlsruher Kammerchor des Helmholtz-Gymnasiums, 1985 erster Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs.
  • Vokalensemble milagro
  • Chor der Evangelischen Studierendengemeinde
  • vocal resources – Chor der Hochschule Karlsruhe
  • Kammerorchester Weiherfeld
  • Hochschul- und Kammerorchester der Hochschule für Musik
  • Akademisches Kammerorchester Karlsruhe
  • wirkstatt-Chor
  • Bartholdy-Orchester
  • Collegium Bismarckianum (Orchester ehemaliger Mitglieder des Kammerorchesters des Bismarckgymnasiums)
  • Kammerphilharmonie Karlsruhe
  • Jugendorchester Stadt Karlsruhe e. V.
  • Waldstadt Kammerorchester
  • Seniorenorchester Karlsruhe e. V.
  • Luftwaffenmusikkorps 2
  • Polizeimusikkorps Karlsruhe

Rock- und Popszene

Karlsruhe verfügt über eine lebendige Live-Clubszene mit zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten. Im Jahr 2002 wurde eine übergreifende Initiative zur Popmusikförderung in Karlsruhe und der Region ins Leben gerufen. Die Stadt und die Initiative sind Partner im Regionet-Projekt der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim. Der Nachwuchsbandwettbewerb new.bands.festival wird unter verschiedenen Namen seit mehr als 25 Jahren in Kooperation mit den Veranstaltern von Das Fest durchgeführt.

Veranstaltungszentren und Live-Clubs

Die Günther-Klotz-Anlage ist ein Ort der Erholung
  • Messe Karlsruhe mit dm-arena in Rheinstetten-Forchheim
  • Tollhaus – Kulturzentrum mit großem Programm in der Oststadt
  • Tempel – Kulturzentrum in Mühlburg
  • JuBeZ Kulturzentrum – betrieben vom Stadtjugendausschuss e. V.
  • Club le Carambolage – Karlsruhes „gemütlichstes Wohnzimmer“ mit Kultstatus
  • Culteum (ehemals Kulturruine) – Veranstaltungszentrum der Schwarzen Szene
  • Nachtwerk-Musikclub – weiterer Treffpunkt der Schwarzen Szene
  • Kulturhaus Gotec
  • Die Stadtmitte (Club, Konzerte und Theater) am Ettlinger Tor
  • Substage – Livemusik-Klub, ebenfalls am Ettlinger Tor
  • Kongresszentrum – Veranstaltungszentrum am Festplatz (Stadthalle, Schwarzwaldhalle, Konzerthaus und Gartenhalle)
  • AKK – studentisch betriebenes Café und Veranstaltungsort
  • Z10 – studentisch organisiertes Kultur- und Kommunikationszentrum
  • Die Europahalle – Multifunktionshalle für vielerlei Sportveranstaltungen und Konzerte. Sie steht am Rand der Günther-Klotz-Anlage, in der seit mehr als 20 Jahren das größte Open-Air-Festival Süddeutschlands bei freiem Eintritt stattfindet: Das Fest vom Stadtjugendausschuss e. V.
  • Bürgerzentrum Südstadt (Südwerk) – Kleine Mehrzweckhalle in der ehemaligen Kantine des Ausbesserungswerkes, von einigen Vereinen getragen, die sie regelmäßig nutzen
  • Radio Oriente – bekannt vor allem für die sonntäglichen offenen Jam-Sessions.
  • KOHI Kulturraum am Werderplatz in der Südstadt

Museen

Der „blaue Strahl“ zwischen Schloss und Majolika
Staatliche Kunsthalle

Zu den bekanntesten Museen gehören

Weitere Bauwerke und Museen sind im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ende Januar: UStA Uni-Winterfest
  • Februar: Internationales Salsafestival
  • Februar/März: Internationale Händel-Festspiele, seit 1985
  • Ende Februar/Anfang März: Karlsruher Lebensmittelsymposium
  • April: Schrill im April, der lesbisch-schwule Kulturmonat
  • Mai/Juni: Frühjahrsjahrmarkt auf dem Messplatz
  • Ende Juni: zweitgrößte Freiluftveranstaltung Karlsruhes: UStA Uni-Sommerfest
  • Mitte/Ende Juli: eines der größten kostenlosen deutschen Freiluftfeste „Das Fest
  • Ende Juni - Anfang August: Zeltival im Kulturzentrum Tollhaus
  • Juli/August: Freiluftkino am Schloss Gottesaue
  • Juli: „African Summer Festival“ auf dem Gelände des NCO-Club
  • August/September: Lichterfest im Stadtgarten
  • September/Oktober: Internationales Gorodki-Turnier „Goldener Herbst“
  • September/Oktober: Kulturmarkt auf dem Kronenplatz
  • Oktober: Lesbisch-schwule Filmtage im Prinz-Max-Palais
  • Oktober/November: Herbstjahrmarkt auf dem Messplatz
  • November/Dezember: Christkindlesmarkt auf dem Marktplatz
Impression Karlsruher Stadtgeburtstag 2002 mit Pyramide und Schloss
Botanischer Garten Karlsruhe

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Karlsruhe hat seit 1945 folgenden Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Alle Ehrenbürger seit 1821: → Liste der Ehrenbürger von Karlsruhe

Söhne und Töchter der Stadt

Liste der Söhne und Töchter der Stadt Karlsruhe

Garnisonsstadt

Schon vor dem Beitritt zum Rheinbund 1806 wurden in Karlsruhe die ersten Kasernen erbaut bzw. eingerichtet und die Einquartierung für Friedenszeiten aufgehoben. 1803 wurde an der östlichen Kaiserstraße die Dragoner-Kaserne errichtet, 1804 entstand östlich des Mühlburger Tores (heutiger Europaplatz) die Infanterie-Kaserne, die 1827 fertiggestellt wurde und bereits 1899 abgerissen wurde. Ab 1818 wurde das Gottesauer Schloss zur Artilleriekaserne. Bereits 1845 wurde ein Militärhospital eingerichtet. Mit der Fertigstellung des vorderen Gebäudes in der Kaiserallee 1843 wurde die neue Grenadier-Kaserne begonnen und 1898 fertiggestellt. In der verlängerten Moltkestraße wurde 1892 die Königlich-Preußische Kadettenanstalt Karlsruhe errichtet, die 1919 an das Land übergeben wurde und heute Sitz der Oberfinanzdirektion Baden-Württembergs ist. Westlich der Kadettenanstalt wurde 1895 die Infanterie-Kaserne erbaut. In der Hertzstraße wurde 1908 die Telegraphen-Kaserne erbaut, die nach 1945 Sitz der Technischen Universität wurde, bis die alten Gebäude an der Kaiserstraße wieder aufgebaut waren. Bis 1936 gehörte Karlsruhe zur entmilitarisierten Zone, wurde danach sofort wieder Garnisonsstadt. Bereits 1937 wurden Rhein-Kaserne und die Mackensen-Kaserne neu gebaut.

Ehemalige amerikanische Schule

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Karlsruhe bis zum Jahre 1995 ein Truppenstandort für die amerikanischen Streitkräfte. Die Stationierung fand im Rahmen der Besatzung und später des NATO-Auftrags der United States Army statt. Die Kasernengebäude werden heute ausschließlich zivil genutzt. So wurden die Wohnblocks in Neureut renoviert, um ein Stockwerk erweitert und in Miets- bzw. Eigentumswohnungen umgewandelt. In ihr waren die "516. Sig Gp", die "29. Sig Bn", die "17. Sig Bn", und die "532. FA Obsr Bn" stationiert. Die Neureuter Kaserne war die einzige Kaserne in Karlsruhe, die von den Amerikanern nach Ende des zweiten Weltkrieges gebaut wurde. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges und bis zum Jahre 1991 war das „135eme Régiment du Train“ in Karlsruhe stationiert und war unter anderem in der Infanterie-Kaserne untergebracht, welche in dieser Zeit durch die französische Armee in General-Pagezy-Kaserne umbenannt wurde. Ein zweiter Standort war die Grenadier-Kaserne in der Kaiserallee.

Nach Gründung der Bundeswehr bezogen am 27. Februar 1957 erste Einheiten die Karlsruher Dragoner-Kaserne. Im Rahmen der NATO übernahmen Einheiten der Bundeswehr Aufgaben der anderen NATO-Streitkräfte. So wurde am 1. April 1958 im Rheinhafen die Einheit K der US Navy Rhine River Patrol offiziell von der 791. Kompanie der Bundeswehr abgelöst. Dies war die erste Übertragene Aufgabe der US-Armee an die Bundeswehr seit der Besatzungszeit. Von der Bundeswehr wurden weitere Kasernen neu gebaut. So in der Rintheimer Querallee und in der Kirchfeldsiedlung.

Sport

Die wichtigsten Sportstätten der Stadt sind

Dazu ist Karlsruhe die Heimat zahlreicher bekannter Sportvereine:

  • Erfolgreichster Fußballverein der Stadt ist der Karlsruher SC, der bereits 1963 in der Fußball-Bundesliga spielte und nach einigen Ab- und Aufstiegen seit der Saison 2007/08 wieder in der ersten Fußball-Bundesliga spielt und seine Heimspiele im Wildparkstadion austrägt. Größter Erfolg war der Deutsche Meistertitel des Vorgängervereins Phönix Karlsruhe im Jahre 1909, sowie zwei Pokalsiege in den Jahren 1955/56.
  • Mit dem Karlsruher FV, Deutscher Meister 1910, gab es in der Frühzeit des Fußballsports einen zweiten, ähnlich bedeutenden Verein.
  • Der Basketballverein BG Karlsruhe spielte von der Saison 2003/04 bis zur Saison 2006/07 in der 1. Basketball-Bundesliga. Ab Saison 2007/08 spielen sie in der 2. Bundesliga, der Pro A-Liga. Spielstätte ist die 4600 Zuschauer fassende Europahalle.
  • Der Tennisverein TC Rüppurr im Süden der Stadt hatte eine lange Tradition der Zugehörigkeit zur Tennis-Bundesliga der Herren, bis das Damenteam im Jahre 2005 in die Bundesliga aufstieg und man sich auf dessen Förderung verlegte. In den darauffolgenden Jahren 2006 und 2007 konnten die Damen jeweils den deutschen Meistertitel erringen, 2008 folgte die deutsche Vizemeisterschaft.
  • Der Karlsruher Rock’n’Roll-Club RRC Golden-Fifties Karlsruhe e. V. ist einer der größten deutschen Rock’n’Roll-Clubs. Aushängeschild des Vereins sind die Boogie-Formation „Boogie@Motion“ (Weltmeister 2007, Vizeweltmeister 2005, deutscher Vizemeister 2005 und 2006) sowie die Rock'n'Roll-Formation „Gofi-Team“ (deutscher Vizemeister 2004 und Vizeweltmeister 2003 und 2004). In der Vergangenheit richtete der Verein in Zusammenarbeit mit der KMK wiederholt bedeutende internationale Turniere in der Europahalle aus.
  • Der TSV Grünwinkel 1862 e. V. ist erfolgreich vor allem im Bereich Indiaca und kann einige Meistertitel sowie das einmal im Jahr stattfindende Beachindiaca-Turnier verzeichnen, welches zu den größten deutschlandweit zählt.
  • Die 1. AFC Badener Greifs wurden 1982 in Eggenstein gegründet. 1986 bis 1993 spielte die Mannschaft in der 1. Bundesliga.
  • Mit dem Karlsruher SV hat Karlsruhe einen Verein, der in der 2. Rugby-Bundesliga spielte.
  • Karlsruhe ist Sitz des Reitinstituts von Neindorff, gegründet von Egon von Neindorff, einer der wichtigsten Stätten der Bewahrung und Ausbildung in klassischer Reitkunst.
  • Der SC147 Karlsruhe wurde im Jahr 2004 gegründet und spielt seit der Saison 2006/07 in der zweiten Snooker-Bundesliga.

Bedeutende, jährlich stattfindende, sportliche Ereignisse sind

  • ein internationales Hallenleichtathletikmeeting, das zuletzt unter dem Namen LBBW-Meeting firmierte und in der Europahalle stattfindet,
  • der Baden-Marathon.

Andere bedeutende Sportveranstaltungen in Karlsruhe waren und sind:

  • 1989 fanden die World Games, also die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten, mit 1965 Teilnehmern in 19 Sportarten in Karlsruhe statt.
  • 1987 und 2005 war Karlsruhe Etappenort der Tour de France.
  • 2004 und 2006 war Karlsruhe Gastgeber der Deutschland Tour, 2004 als erste Etappe, 2006 als Ziel der Schlußetappe.
  • Karlsruhe ist der Geburtsort der modernen Variante des slawischen Spiels Gorodki mit leichten Wurfstöcken aus robustem Plastik. Hier gibt es zwei der modernsten Spielplätze der Welt. 2006 fand in Karlsruhe die Gorodki-Weltmeisterschaft statt. Teilnehmerländer waren Deutschland, Finnland, Russland, Schweden, Ukraine und Weißrussland.
  • 2008 fanden die Special Olympics, Deutschlands größtes Sportereignis für Menschen mit geistiger Behinderung, in Karlsruhe statt.
360°-Panorama vom Karlsruher Schloss
Panorama vor dem Karlsruher Schloss

Literatur

  • Georg Patzer: Kleine Geschichte der Stadt Karlsruhe. G.Braun, Karlsruhe 2004, ISBN 978-3-7650-8322-8
  • Hubert Doerrschuck, Herbert Meininger: Karlsruhe. Stadtgeschichte und Bilddokumentation. G. Braun, Karlsruhe 1984, ISBN 3-7650-8041-1
  • Stadt Karlsruhe Stadtarchiv (Hrsg.): Karlsruhe. Die Stadtgeschichte. Badenia, Karlsruhe 1998, ISBN 3-7617-0353-8
  • Erich Keyser: Badisches Städtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1959 (Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte., Band IV 2)
  • Claudia Pohl: Kunst im Stadtraum. Skulpturenführer für Karlsruhe. Info Verlag, Karlsruhe 2006, ISBN 3-88190-399-2.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976 (Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden., Band V), ISBN 3-17-002542-2
  • Jens M. Möller: Mythos einer Sonnenstadt Gmelin, 1995, ISBN 3-926253-91-6
  • Rolf-Heiner Behrends (Hrsg.): Faustkeil – Urne – Schwert. Archäologie in der Region Karlsruhe, Badenia Verlag Karlsruhe 1996. ISBN 978-3-89735-305-3.
  • LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (Hrsg.): Naturführer Karlsruhe. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2006. ISBN 978-3-89735-424-1.
  • Stude, Jürgen: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. Hrsg. vom Landkreis Karlsruhe. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1997. ISBN 978-3-929366-67-9.
  • Schmitt, Heinz (Hrsg.): Juden in Karlsruhe. Beiträge zu ihrer Geschichte bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung. Badenia-Verlag, Karlsruhe 1988. ISBN 978-3-89735-339-8.
  • Klaus Lehmann: "Karlsruhe in der Welt", 2006, ISBN 3-8334-3674-3
  • David Depenau, Ernot Drücke: Karlsruhe einst und heute - Vergleichende Stadtansichten, verlag regionalkultur, ISBN 3-89735-461-6.
  • Alltag in Karlsruhe. Vom Lebenswandel einer Stadt durch drei Jahrhunderte, ISBN 978-3-7617-0262-8.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 51, ISBN 3-89331-208-0
  3. http://www.fsspx.info/zentren/show.php?id=26
  4. Internetseite der Stadt Karlsruhe
  5. Öffentliche Bekanntmachung der Wahlvorschläge zur Wahl des Gemeinderats und der Ortschaftsräte
  6. Webseite dazu

Weblinks


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