Beig

Maria Beig, geb. Hund (* 8. Oktober 1920 in Senglingen, heute ein Ortsteil von Meckenbeuren) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Maria Beig entstammt einer bäuerlichen Großfamilie. Sie besuchte die Volksschule und die Frauenarbeitsschule. Ab 1936 absolvierte sie am Hauswirtschaftlichen Seminar des Pädagogischen Instituts in Kirchheim/Teck eine Ausbildung zur Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin. Von 1941 an wirkte sie als Lehrerin in Schulen bei Heilbronn, auf der Schwäbischen Alb und in Friedrichshafen, wo sie lange Zeit lebte. 1954 heiratete sie; 1958 wurde ihre Tochter geboren. Im Jahre 1977 ging sie in den vorzeitigen Ruhestand und begann sich ihren Traum vom Bücherschreiben zu erfüllen. Heute lebt sie in Immenstaad am Bodensee.

Künstlerisches Schaffen

Maria Beig ist die Verfasserin von Romanen und Erzählungen, die vorwiegend das Leben der bäuerlichen Bevölkerung in ihrer oberschwäbischen Heimat schildern. Mit ihrer durchweg nüchternen Darstellungsweise und ihrem absichtsvoll simplen Stil gilt sie seit ihrem Debüt, dem Familienroman Rabenkrächzen, als eine Art episches Naturtalent. Besonders gefördert wurde sie von Martin Walser, was auch dazu führte, dass einige ihrer Bücher in den 1980er Jahren in Lizenz beim Suhrkamp Verlag erschienen, wodurch sie einem breiteren Publikum bekannt wurde.

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

  • Rabenkrächzen, Sigmaringen 1982
  • Hochzeitslose, Sigmaringen 1983
  • Hermine. Ein Tierleben, Sigmaringen 1984
  • Aus Oberschwaben, Freiburg im Breisgau 1985 (zusammen mit Rupert Leser)
  • Urgroßelternzeit, Sigmaringen 1985
  • Minder oder Zwei Schwestern, Sigmaringen 1986
  • Die Ruferin, Bergen, Holland 1987
  • Kuckucksruf, Sigmaringen 1988
  • Die Törichten, Sigmaringen 1990
  • Jahr und Tag, Sigmaringen 1993
  • Töchter und Söhne, Sigmaringen 1995
  • Annas Arbeit, Sigmaringen 1997
  • Treppengesang, Stuttgart 2000
  • Buntspechte, Stuttgart 2002
  • Ein Lebensweg, Stuttgart 2009

Literatur

  • Oswald Burger (Hrsg.): Was zählt, Sigmaringen 1995.
  • Peter Blickle: Maria Beig und die Kunst der scheinbaren Kunstlosigkeit, Eggingen 1997.

Weblinks


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