Beihingen (Haiterbach)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Haiterbach
Haiterbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Haiterbach hervorgehoben
48.5244444444448.6502777777778506Koordinaten: 48° 31′ N, 8° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 506 m ü. NN
Fläche: 28,92 km²
Einwohner: 5726 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72221
Vorwahl: 07456
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 032
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
72221 Haiterbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Andreas Hölzlberger

Haiterbach ist eine Stadt im Landkreis Calw in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Zur Stadt Haiterbach gehören die ehemaligen bis in die 1970er Jahre selbstständigen Gemeinden Beihingen, Oberschwandorf und Unterschwandorf. Zur ehemaligen Gemeinde Beihingen gehören das Dorf Beihingen und das Gehöft Gründelhof. Zur Stadt Haiterbach in den Grenzen von 1971 gehören die Stadt Haiterbach und der Weiler Altnuifra. Zur ehemaligen Gemeinden Oberschwandorf gehört das Dorf Oberschwandorf. Zur ehemaligen Gemeinde Unterschwandorf gehören das Dorf Unterschwandorf und das Schloß Unterschwandorf.
In der Stadt Haiterbach im Gebietsstand von 1971 liegt die Wüstung Utenweiler.[2]

In den ehemaligen Gemeinden Beihingen, Oberschwandorf und Unterschwandorf sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Einwohnerzahlen Stand: März 2006

Gesamt 5833
Haiterbach 3339
Altnuifra 48
Beihingen 895
Unterschwandorf 298
Oberschwandorf 1253

Geschichte

Haiterbach wurde 1099 erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert gehörte es zur Pfalzgrafschaft Tübingen, die es aber gegen Ende des Jahrhunderts an die Grafen von Hohenberg verlor. Die Stadtrechte erhält der Ort 1349. 1363 verkauft Otto II. von Hohenberg seine gesamte Herrschaft Nagold mitsamt Haiterbach an Graf Eberhard den Greiner von Württemberg. Verwaltungsmäßig gehörte die Stadt seither zum württembergischen Amt Nagold, das 1758 zum Oberamt Nagold wurde, um schließlich 1938 in den Landkreis Calw eingegliedert zu werden.

Religionen

Evangelische Kirchengemeinde Haiterbach - Talheim

Die Evangelische Kirchengemeinde Haiterbach hat 2000 Mitglieder innerhalb der Kernstadt und dem Ortsteil Altnuifra. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Nagold. Die Laurentiuskirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

Evangelische Kirchengemeinde Beihingen

Die Evangelische Kirchengemeinde Beihingen hat 500 Mitglieder. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Nagold. Die Beihinger Kirche mit romanischem Turm und Kirchenschiff aus den Nachkriegsjahren steht im Ortskern neben dem evangelischen Gemeindehaus und dem Backhaus.

Katholische Kirchengemeinde Haiterbach

Die Katholische Kirchengemeinde mit ihrer Peter Julian-Eymard Kirche in Haiterbach ist eine Teilgemeinde der Pfarrei Heilig Geist in Altensteig. Vor 1963 gehörten die Haiterbacher Katholiken zur Pfarrei Gündringen. Als 1963 die Stadtpfarrei Heilig Geist errichtet wurde, kamen nach einer Anhörung der Politischen Gemeinden Haiterbach und Unterschwandorf zur Pfarrei Heilig Geist Altensteig. Da die Haiterbacher Katholiken zu der damaligen Zeit noch keine Kirche hatten, stellte die evangelische Gemeinde ihren Pfarrsaal für die Gottesdienste zur Verfügung, was damals noch nicht so selbstverständlich war.

Schon 1964 wurde mit der Planung begonnen und es entstand eine Kirche mit freistehendem Turm. Sie konnte schon am 16. Oktober 1966 durch den Bischof Carl Joseph Leiprecht eingeweiht werden, sie erhielt den Namen des im 19. Jahrhundert in Frankreich lebenden Peter Julian-Eymard, der im Jahr 1962 vom damaligen Papst Johannes XXIII. heilig gesprochen wurde.

1967 bekam der Turm zwei Glocken und die Haiterbacher Partnergemeinde Metnitz aus Österreich überreichte der Katholischen Gemeinde eine Marienstatue. 1975 konnte die dritte Glocke, die gestiftet wurde, aufgehängt werden.

Der katholische Frauenkreis hat über seine Spenden, die durch Feste und Tombolas erwirtschaftet wurden, das Kreuz über dem Altar und den Kreuzweg finanziert.

Liebenzeller Gemeinschaft

Die Liebenzeller Gemeinschaft ist Teil der Evangelischen Kirchengemeinde. Viele Mitglieder stehen in ehrenamtlichen Diensten. Ihre besondere Aufgabe sieht die Liebenzeller Gemeinschaft in der Unterstützung der Liebenzeller Mission, einem Werk innerhalb der Landeskirche.

Eingemeindungen

  • 1936 Altnuifra
  • 1. Januar 1972 Beihingen
  • 1. Dezember 1972 Unterschwandorf
  • 1. Januar 1975 Oberschwandorf

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 71,2 % +1,1 18 Sitze ±0
CDU 28,8 % -1,1 7 Sitze ±0

Die unter dem Begriff Freie Wählervereinigungen (FWG) zusammengefassten Listen sind die Unabhängige Bürgerliste (UBL), die mit 10 Stadträten die größte Fraktion im Stadtrat stellt, sowie die Demokratische Bürgerliste Haiterbach (DBH, 4 Stadträte) und die Soziale Demokratische Liste (SDL, 4 Stadträte).

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geteiltem Schild oben in Silber ein roter Adlerfuß, unten von Rot und Silber gerautet.“

Städtepartnerschaften

Seit 1967 besteht eine Partnerschaft mit der Marktgemeinde Metnitz in Kärnten, Österreich.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildung

Mit der Burgschule verfügt Haiterbach über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Oberschwandorf befindet sich noch eine zusätzliche Grundschule.

Bauwerke

Die Laurentiuskirche wurde 1150 erstmals erwähnt und in ihrer heutigen Gestalt nach dem Stadtbrand von 1554 errichtet.

Sport

TSV Haiterbach

Im Turn- und Sportverein Haiterbach sind derzeit über 1.000 Mitglieder gemeldet, dabei werden von ehrenamtlichen Übungsleitern und Teilnehmern rund 500 Jugendliche im Turnen, Fußball sowie Leichtathletik trainiert und bei Spielen und Wettkämpfen betreut. Neu ins Programm unter Leitung der Turnabteilung wurde auch für ältere Teilnehmer Gymnastik unter dem Motto „Fit und Gesund“ aufgenommen.

Im Sommer 2000 stand die Einweihung des neuen Sportgeländes auf dem „Bus“ an. Mit diesem Gelände, bestehend aus zwei Rasenspielfeldern, einem Kunstrasen-Trainingsplatz (40m x 20m), Leichtathletik-Laufbahnen sowie allen Einrichtungen für Wurf- und Laufdisziplinen, eröffneten sich für viele Turn- und Sportfreunde neue und bessere Möglichkeiten.

Das Internationale U14-Turnier, welches jährlich im Frühjahr stattfindet, ist einer der Höhepunkte des TSV Haiterbach.

HC Haiterbach

Der Hobby Club Haiterbach hat sich auf Walking- und Lauftreff, Fitnessgymnastik und eine Theaterabteilung spezialisiert. Die Theaterabteilung veranstaltet jährlich an zwei Terminen ihre Aufführung. Seit Sommer 2006 ist die Abteilung Badminton neu dazu gekommen.

Fun Skater

Die Fun Skater sind Haiterbachs jüngster Verein. Mit 50 Mitgliedern bieten sie einen wöchentlichen Inlinerlauftreff an und veranstalten mehrmals im Jahr Inliner Nights mit bis zu 400 Teilnehmern. Das Fun Skater Sport Team sowie das Fun Skater Hockey Team konnten bereits einige nationale Erfolge erzielen. Vier ausgebildete Instruktoren bieten in den Frühlingsmonaten Inlinerkurse an.

TC Haiterbach

Der Tennisclub Haiterbach besteht seit 1980 und verfügt über 180 Mitglieder. Seine vier Kunstrasenplätze befinden sich im Sportareal der Stadt Haiterbach auf dem Bus. Das private Vereinsheim bietet für Privatfeiern ca. 50 Sitzplätze.

SpVgg Oberschwandorf

Die Spielvereinigung Oberschwandorf bietet mit Fahrradausflügen, Grillfesten, Tennis, Wanderungen, Kinderturnen, Schwimmbadbesuche und Fußball ein breites Programm. Der Verein besitzt zwei Fußballplätze mit anliegendem Sportheim und eine Tennisanlage mit drei Sandplätzen.

VfR Beihingen

Der Verein für Rasenspiele Beihingen hat zurzeit etwas mehr als 300 Mitglieder, wobei ein großer Teil der Mitglieder der Abteilung Fußball angehören. Ein erweitertes Angebot ist die Damengymnastik- und die Mädchenturnabteilung. Darüber hinaus verfügt der Verein über eine Theatergruppe, die – bereits seit 1963 – um die Weihnachtszeit ihr Können auf der Bühne darstellt.

Kroatischer KSV Komušina Haiterbach

Der kroatische Kultur- und Sportverein Komušina Haiterbach ist ein im Zuge der Arbeitsmigration in den 1960er Jahren gegründeter Sportverein, der vornehmlich aus Gastarbeitern aus der Gemeinde Komušina (heute Bosnien-Herzegowina) bestand. Neben der Erweiterung auf kulturelle Aktivitäten spielt heute eine aus fünf Nationalitäten bestehende Mannschaft erfolgreich Basketball in der Landesliga.

Persönlichkeiten

Er hatte großen Einfluss auf den Pietismus in Württemberg. Nach ihm wurde das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Haiterbach benannt, das Pregizerhaus.


Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 507–508

Weblinks


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