A3k

Ausdauerdreikampf (kurz:A3K) war die anfangs zu verwendende Bezeichnung für den Triathlonsport in der Deutschen Demokratischen Republik.

In der DDR gab es seit 1983 Triathlonwettkämpfe, die, um dem aufkommenden „US-Trend“ Triathlon entgegen zu wirken, auf zentrale Anordnung als Ausdauerdreikämpfe (A3K) zu bezeichnen waren. Ab 1987 firmierten diese Wettbewerbe dann zunehmend als Triathlon.

Inhaltsverzeichnis

geschichtliche Eckdaten

Am 5. Juni 1983 fand in Rostock der erste DDR- Wettkampf in den Triathlondisziplinen (1/40/12) statt.

Logo des Triathlon-Verbands der DDR 1990

1984 DTSB Vizepräsident Berg: "Triathlon in der DDR gibt es nicht und wird es nie geben."

1986 25. Oktober: 1. wissenschaftliches Symposium "Ausdauerdreikampf" an der Medizinischen Akademie Erfurt.

1989 1. Juli: Probleme beim 6. Leipziger Triathlon (945 Teilnehmer) durch den Gesamtsieg von Franz Käser aus der BRD.

1990 12. Mai: Konstituierung des Triathlon-Verbandes der DDR in Leipzig

1990 14. Juli: einzige offizielle DDR-Meisterschaft im Kurz-Triathlon in Magdeburg-Barleber See, vorher ab 1985 "DDR-Ranglisten" und "DDR-Bestenermittlungen" ab 1987.

1990 28. Oktober: Aufnahme des Triathlon-Verbandes der DDR in die DTU in Roth.


Geschichte des Triathlon in Leipzig

Das „Triathlonzeitalter“ in Leipzig begann Anfang der 80er Jahre. Interessierte Leipziger Ausdauersportler reisten 1982 in die CSSR, um in der neuen Sportart Erfahrung zu sammeln. Erste zaghafte Veranstaltungen in der DDR folgten im darauf folgenden Sommer. Triathlon geriet aber wegen seiner Herkunft aus Amerika und der Nähe zum Sportverhalten im Westen in das Schussfeld des DTSB. Diese Verdammnis endete in der DDR erst mit der politischen Wende. Als 1984 der 1. Leipziger Triathlon mit Startern aus allen Bezirken der DDR stattfand gab es den Durchbruch. Allerdings war aber auch die DTSB-Führung auf dem Weg zu erheblichen Repressionen. Triathlon wurde in den sportlichen Untergrund getrieben. Die Organisatoren hatten den Begriff „Ausdauerdreikampf“ oder „A-3-K“ zu verwenden, um ihre Veranstaltung weiter durchführen zu können. Erst 1987 durfte offiziell der Begriff Triathlon wieder verwendet werden. Die Einschränkungen und die Nichtförderung blieben. So durfte Triathlon keinen Verband gründen, Auslandsstarts waren untersagt, ausländische Gäste durften nicht eingeladen werden und Kontaktaufnahme zum Europaverband war nicht gestattet. Nach dem Sieg des Bayern Käser 1989 wurde es für die Organisatoren kritisch. Nur das Argument Leipzig als mögliche Olympiastadt (!) darzustellen glättete die Wogen. Neben dem Hauptwettkampf (1,0 - 40 -10) gab es auch einen volkssportlichen Ausdauerzweikampf (Schwimmen und Laufen).

Persönlichkeiten

  • Thomas Pabst (Dresden) als Vater des Triathlon in der DDR
  • Wilfried Ehrler (Leipzig) veröffentlicht mit Chr. Menschel und J. Meyer 1987 ein Lehrbuch, das in der BRD ein Verkaufsschlager wird
  • Andreas Clauß (Leipzig) bester Triathlet der DDR, der auch mit guten internationalen Ergebnissen aufwarten kann,

heutige Verwendung des Begriffs

In Anlehnung an seine Gründungszeit hat sich der Berliner Triathlonverein A3K-Berlin nach der Abspaltung vom ehemaligen DDR- "Verein" Dynamo Berlin SC Berlin, 2002 entsprechend umbenannt. Heute ist es der größte Triathlonverein im Osten Berlins.

Der Peiner Triathlon nutze diesen Begriff 2005 AK DM) für seine Finisher Shirts.

Literatur

  • Arndt, K.-H. Hrsg. (1986) Ausdauerdreikampf. Protokollband des Symposiums A3K beim 7. Thüringer Läufertreffen. Erfurt. Druckerei Fortschritt. Rs1881/86
  • Ehrler, W., Menschel, C., Meyer, J. (1987). Triathlon - Ausdauer mehrdimensional. Berlin/Ost. Sportverlag, ISBN 3-328-00154-9
  • Klemm, W. (1988). Die Entwicklung des Triathlon in der DDR. "Radfahren" 9. Jg., Extra-Ausgabe Triathlon 2/1988. Bielefelder Verlagsanstalt
  • Pieper, S. (2000). Die Entstehung und Entwicklung des Triathlonsport in der DDR. Diplomarbeit Universität Potsdam, Zeitgeschichte des Sports
  • Spitzer, G. (2004). Fussball und Triathlon - Sportentwicklung in der DDR. Aachen: Meyer & Meyer Verlag

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