Beischiene
Fangschienen auf einer Brücke

Fangschienen, auch Beischienen, Führungsschienen oder Entgleisungsschutz, fachsprachlich Führungen, umgangssprachlich Angstschienen, sind Metallprofile, die abschnittsweise innerhalb der Fahrschienen eines Gleises verlaufen. Bei einer Entgleisung sollen sie die Räder eines Zuges aufhalten und so führen, dass dieser nicht seitwärts aus dem Gleis ausschert. Fangschienen werden dort eingebaut, wo ein solches Ausscheren in jedem Fall unmittelbar fatale Folgen hätte, also auf Brücken und unter Brücken mit Einzelstützen.

Früher wurden als Fangschienen eigene Kantenprofile verwendet, heute werden dieselben Profile eingebaut wie für Fahrschienen. Der Abstand zwischen Fahr- und Fangschienen im zu sichernden Abschnitt beträgt in der Regel 18 Zentimeter. Am Anfang und am Ende eines Fangschienenabschnitts werden die Schienen in der Mitte des Gleises zusammengeführt.

Literatur

Joachim Fiedler: Bahnwesen. Planung, Bau und Betrieb von Eisenbahnen, S-, U-, Stadt- und Straßenbahnen. 5. Auflage. Werner Verlag / Wolters Kluwer Deutschland, München/Unterschleißheim 2005, ISBN 3-8041-1612-4, S. 106f.


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