Ben Wagin
Wandbild in Berlin, Bachstraße Ecke Siegmunds Hof, Entwurf Ben Wagin

Ben Wagin (* 25. März 1930 in Posen; eigentlich Bernhard, fälschlicherweise oft Wargin genannt) ist ein Aktionskünstler und Theatermacher. Mit seinen Projekten im Raum Berlin setzt er sich für den Erhalt der Natur und ein besseres Verhältnis und Verständnis des Menschen zur Natur und speziell den Bäumen ein.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wagin lebt seit 1955 in Berlin. Er arbeitete hier unter anderem für den Bildhauer Karl Hartung.

Am 3. Mai 1962 eröffnete er die Galerie S im studentischen Siegmunds Hof. Hier stellte er zunächst Werke Berliner Künstler aus, bald jedoch avancierten die Ausstellungsräume der Galerie S zur bundesweit und schließlich auch weltweit bekannten Adresse. Im Mai 1966 veröffentlichte Wagin zum ersten Mal das monatliche Informationsplakat „Galerien + Museen in Berlin". Am 8. Mai 1968 zog Wagin mit der Galerie S in das Europa-Center um. In zahlreichen Arbeiten/Ausstellungen sowie anderen Aktionen, wie etwa dem „Parlament der Bäume”, versucht Wagin, den Betrachter zum Nachdenken über die vom Menschen veränderte Umwelt anzuregen. 1986 war er maßgeblich an der Galerie Weltbaum II am Berliner S-Bahnhof Savignyplatz beteiligt.

Für seine Ausstellung nutzte er bis 1999 den Lindentunnel neben der Humboldt-Universität und hat heute ein Atelier in den Pankehallen in Berlin-Gesundbrunnen. Das Parlament der Bäume steht als feste Installation mitten im Berliner Regierungsviertel und hat sogar Einzug in den Bau der neuen Staatsbibliothek erhalten. Der Anhalter Garten am U-Bahnhof Gleisdreieck ist eine der eindrucksvollsten „Denkstätten“ auf historischem Boden; ergänzt um einige Ausstellungshallen in den alten Hallen des Güterbahnhofs.

Ben Wagin im Lindentunnel, 1995

2005 hat Wagin die „Sonnenboten" ins Leben gerufen und zusammen mit Schulen und Gemeinden rund 4 Millionen Sonnenblumenoasen geschaffen. Bundesweit ist Ben Wagin als der „Baumpate“ bekannt geworden und hat von Moskau bis Vilshofen rund 50.000 Ginkgobäume pflanzen können. 2006 wurde in einem Gebäude der TU Berlin an der Ackerstraße eine Ausstellung Wagins eingerichtet.[1]

Literatur

  • Ben Wagin: Ginkgo-Botschaften Berlin. Jovis, Berlin 2002, ISBN 3931321096.

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Ben Wagin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/2007/maerz_nr_51-67/medieninformation_nr_612007/

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