Benabar
Bénabar
Konzert in Brüssel, Februar 2009
Konzert in Brüssel, Februar 2009
Genre Chanson
Website www.benabar.com

Bénabar (mit bürgerlichem Namen Bruno Nicolini, * 16. Juni 1969 in Thiais) ist ein französischer Chansonnier.

Sein Künstlername ist eine durch Silbenverdrehung (Verlan) gebildete Form des Spitznamens Barnabé, welchen er von seinem Freund und ehemaligen Bühnengefährten Patchol im Rahmen gemeinsamer Auftritte erhalten hatte.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Bénabar wuchs als Sohn einer Bibliothekarin und eines Regisseurs in einem Pariser Vorort auf. Nach dem Baccalauréat und einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten machte er eine Ausbildung zum Fotografen und absolvierte ein Praktikum als Regieassistent, währenddessen er seinen ersten Kurzfilm drehte.

Bis Anfang der Neunzigerjahre arbeitete Bénabar als Kurzfilmmacher. Für José Jeanette (1992) erhielt er mehrere Preise, unter anderem den „Prix Spécial du Jury“ in Montreal. Außerdem war er Autor für die von Canal+ produzierten Comedyserien H und La Famille Guérin.

Im Alter von 25 Jahren wandte sich Bénabar der Musik zu und schrieb, komponierte und interpretierte seine ersten Chansons. Zusammen mit seinen „associés“ veröffentlichte er 1997 sein erstes Album, La P'tite Monnaie, welches jedoch nur von einem engen Kreis von Musikkennern wahrgenommen wurde.

Erst vier Jahre später wurden einige Titel seines zweiten Albums Bénabar im Radio (insbesondere auf dem Sender France Inter) ausgestrahlt und Bénabar erhielt die Gelegenheit, im Vorprogramm des Sängers Henri Salvador aufzutreten. Es folgten eine Tournee und zwei weitere Studioalben, die auf ein größeres Publikum stießen.

Bei den Victoires de la Musique 2004 erhielt Bénabar für sein drittes Album Les Risques du Métier die Auszeichnung für das beste französischsprachige Album. Am 10. März 2007, im Rahmen der 22. Auflage der Fernsehgala Victoires de la Musique, erhielt Bénabar die Auszeichnung „Bester männlicher Sänger des Jahres“, ebenso den Preis in der Kategorie „chanson originale de l'année“ für seinen Titel „Le Dîner“.

Der Veröffentlichung seines viertes Albums Reprise des Négociations im Oktober 2005 folgte eine Tournee in Frankreich, der Schweiz und Belgien. Das Album wurde in Frankreich mit Dreifach-Platin und Diamant ausgezeichnet. Sein fünftes Album Infréquentable erschien am 13. Oktober 2008, „L'Effet papillon“ und „A la campagne“ wurden als Singles ausgekoppelt. Im Februar 2009 ging Bénabar erneut auf Tournee.

Bénabars Texte beschreiben (häufig auf humoristische oder zynische Weise) den Alltag, die Gesellschaft und bestimmte Lebensabschnitte. So ist der Übergangs vom unbekümmerten Leben eines Jugendlichen hin zu einem Erwachsenen ein häufig wiederkehrendes Thema seiner Chansons („Y'a une fille qu'habite chez moi“, „Monospace“).

Konzert in Paris (November 2006)

Auf musikalischer Ebene sind seine Chansons oftmals eher simpel arrangiert. Die dominierenden Instrumente sind Akkordeon, Klavier und Blechbläser, gelegentlich werden Einflüsse des Jazz hörbar.

Im Mai 2004 wurde Bénabar Vater eines Sohnes. 2007 unterstützte er Ségolène Royal im Präsidentschaftswahlkampf.

Diskografie

  • 1998: La p'tite monnaie
  • 2001: Bénabar
  • 2003: Les risques du métier
  • 2004: Live au Grand Rex
  • 2005: Reprise des négociations
  • 2007: Best Of
  • 2008: Infréquentable

DVDs

  • 2004: Live au Grand Rex (dieselben Titel wie auf der gleichnamigen Doppel-CD, mit drei Musik-Videos, einer Reportage über die Kulissen der Tournee und dem Kurzfilm José Jeannette)
  • 2007: Best Of (als Bonus-DVD zur Best Of-CD verkauft, mit Aufzeichnungen der Konzerte in Lyon und Paris Bercy im Jahr 2006)

Verkaufscharts

Jahr Album Platzierung
Frankreich Belgien Schweiz
1997 La p'tite monnaie 194
2001 Bénabar 20
2003 Les risques du métier 6 31 40
2004 Live au Grand Rex 10 28 41
2005 Reprise des négociations 1 5 25
2008 Infréquentable 1 1 6

Filmografie

  • 1991: Nada Lezard (Regisseur)
  • 1992: José Jeanette (Regisseur)
  • 1994: Sursum corda (Regisseur)
  • 1998-2002: H (Autor)
  • 2002: La Famille Guérin (Autor)

Weblinks


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