Benaissa
Nadja Benaissa auf der Kieler Woche 2008.
Nadja als Jurymitglied der Sendung Dein Song
Nadja bei der Finalshow von Dein Song mit Joja Wendt und Elin Skrzipczyk

Nadja Benaissa (* 26. April 1982 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Popsängerin und Mitglied der Girlgroup No Angels.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Nadja Benaissa kam als zweites Kind des Marokkaners Mohammed Benaissa und seiner deutsch-serbischen Frau zur Welt und wuchs gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Amin in Langen bei Frankfurt am Main auf. Sie besuchte die Dreieichschule Langen. Erstes Interesse an der Musik zeigte sie im Alter von neun Jahren, als sie mit außerschulischem Klavier- und Flötenunterricht begann. Als Jugendliche nahm sie im Tanz-Balettstudio Rodin in Langen Unterricht; des Weiteren war sie Mitglied verschiedener Rockbands. Nach öffentlichen Vorwürfen ihres Exfreundes behauptete sie 2001 in einem Stern-TV-Interview, dass sie mit 14 Jahren stark von Crack abhängig gewesen sei.[1]

Am 25. Oktober 1999 brachte Benaissa eine Tochter zur Welt. Nachdem der Kontakt zu ihrem damaligen Freund, dem Vater ihres Kindes, abbrach, gelang es der damals 17-Jährigen, die Mittlere Reife nachzuholen und anschließend bei Popstars mitzumachen.

No Angels

Im Jahr 2000 zählte Benaissa zu fünf jungen Frauen, die aus der ersten Staffel des von RTL 2 ausgestrahlten Gesangwettbewerbs Popstars als Mitglieder der Girlgroup No Angels hervorgingen. Beginnend mit der Debütsingle Daylight in Your Eyes, der meistverkauften Maxi-CD des Jahres 2001, gelangen der Band mehrere erfolgreiche Veröffentlichungen, darunter die Studioalben Elle’ments, Now … Us!, Pure und When the Angels Swing. Ende 2003 löste sich die Gruppe mit Erscheinung des Albums The Best of No Angels zu Gunsten einer längeren Pause und Solokarrieren auf. Im Januar 2007 startete Benaissa gemeinsam mit drei anderen Gründungsmitgliedern der No Angels mit dem Album Destiny ein Comeback.

Solokarriere

Im Gegensatz zu ihren ehemaligen Kolleginnen, die bereits im Jahr darauf alle solo auftraten, kehrte Benaissa dem Rampenlicht einige Zeit den Rücken – nach eigenen Angaben, um sich ihrer Tochter Leila zu widmen. Im Fernsehen war sie zwischenzeitlich als Werbeträgerin für Nike und in einer Nebenrolle in dem Film Eine unter Tausend (2004) zu sehen.

Seit 2005 ist Benaissa als Solokünstlerin bei Universal Music (Urban) unter Vertrag. Im Sommer 2005 folgte die Veröffentlichung ihrer ersten Solo-Single Es ist Liebe, die ihr eine Nominierung für die 1Live Krone in der Kategorie „Beste Künstlerin“ einbrachte. Im Spätherbst wurde sie von Simply Red für deren Deutschlandtour als Vorgruppe engagiert.[2]

Anfang 2006 erschien parallel zu ihrem Debütalbum Schritt für Schritt Benaissas zweite Single Ich hab’ dich. Mit selbigem Song nahm die Sängerin für Hessen am zweiten Bundesvision Song Contest teil, bei dem sie den vierten Platz belegte.[3] Anschließend war sie im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 neben Laith Al-Deen, Mieze Katz und anderen auf dem von Premiere initiierten Fury in the Slaughterhouse-Cover Won’t Forget These Days zu hören.

Vom 20. Oktober bis 14. November 2008 saß Benaissa in der Jury des Songwriter-Wettbewerbs Dein Song im KI.KA.

Ermittlungsverfahren

In der Nacht zum 12. April 2009 wurde Benaissa auf Grund eines Haftbefehls wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung in Frankfurt festgenommen; zehn Tage später, am 21. April, wurde ihr jedoch auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Haftverschonung gewährt.[4]

Diskografie

Alben

  • 2006: Schritt für Schritt

Singles

  • 2005: Es ist Liebe
  • 2006: Ich hab' dich

Sonstige

  • 2001: Liebe und Verstand (Sisters Keepers)
  • 2006: Won't Forget These Days (Music Team Germany)
  • 2007: Dirty Dancing (DJ Sakin & Friends)
  • 2007: Mein Jahr (Fler)

Weblinks

Belege

  1. http://www.laut.de/vorlaut/news/2001/11/08/02223/index.htm
  2. Just4Fun-Magazin: Nadja Benaissa supportet Simply Red
  3. hr-online.de: Bundesvision Song Contest – Vierter Platz für Nadja Benaissa
  4. Nadja Benaissa - No-Angels-Sängerin aus U-Haft entlassen“, Spiegel-Online, Meldung von 21.04.2009.

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