Benedikt IX.

Benedikt IX. (eigentlich Theophylakt III. von Tusculum) (* um 1012 oder 1021; † um 1055 in Grottaferrata) war mit Unterbrechungen Papst von 1032 bis 1048. Sein Name bedeutet: der Gesegnete (latein.).

Inhaltsverzeichnis

Familie und Werdegang

Die vorherrschende Macht im Rom des 10. und 11. Jh. war das Geschlecht der Tuskulaner. Seit 932 hatten sie insgesamt sechs Päpste gestellt. Als Johannes XIX., ebenfalls Tuskulaner, im Oktober des Jahres 1032 starb, blieb der Stuhl Petri nicht lange unbesetzt. Johannes Bruder, Alberich III., der nun neues Familienoberhaupt war, betrachtete es als seine ihm eigene Aufgabe, für einen würdigen Nachfolger zu sorgen. Durch Bestechung der Wählerschaft und des römischen Adels schaffte er es, seinen jungen Sohn Theophylakt von Tuskulum zu Papst Benedikt IX. zu machen. Bereits zwei Tage nach dem Tod des alten Pontifex wurde er offiziell gewählt und gekrönt. Benedikt IX. war der Neffe seiner beiden Vorgänger Benedikt VIII. und Johannes XIX. und hätte sich kaum gegen den Beschluss seines patriarchalischen Vaters zur Wehr setzen können. Der damalige römisch-deutsche Kaiser Konrad II. erkannte die Erhebung Theophylakts zum Papst an.[1]

Alberich machte „seinen jungen Sohn“ zum Papst. Wie müssen wir das heute interpretieren? Es ist allgemein bekannt, dass Kinder im Mittelalter früher als Erwachsene galten, als es heute der Fall ist. In Benedikts Fall lässt sich nicht genau nachvollziehen, wann er geboren wurde und wie alt er demnach im Jahr 1032 war. Die Angaben darüber gehen weit auseinander. Nach den verschiedenen Quellen hätte Benedikt bei der Thronbesteigung zwischen zehn und dreißig Jahren alt sein können. Klaus-Jürgen Herrmann vergleicht die Informationen stichhaltig miteinander und kommt zu dem Schluss, dass er im jugendlichen Alter gewesen sein müsste, also etwa 14. Rudolf Schieffer bezeichnet die Quellen, die behaupten Benedikt sei zehn Jahre alt gewesen, sogar als polemisch.[2] Schieffer bezieht sich auf Rudolfus Glaber: „... Nam et ipse universalis papa Romanus, nepos scilicet duorum Benedicti atque Iohannis qui ei praecesserant, puer ferme decennis, intercedente thesaurorum pecunia, electus extitit a Romanis.“.[3] Festzuhalten ist hier, dass Benedikt zwar jung, aber nach mittelalterlichen Vorstellungen mündig war.

Einen Jugendlichen zum Papst zu wählen würde einem heutigen Konklave wohl nicht mehr in den Sinn kommen. Zu jung, zu unerfahren, zu leicht zu beeinflussen, wären wohl die nicht ganz aus der Luft gegriffene Vorwürfe. Auch die Erhebung von 1032 stand unter diesen Vorzeichen, da Benedikt IX. aufgrund seines Alters erheblich unter dem Einfluss seines Vaters zu stehen schien. Bereits die Wahl seines Namens deutete an, dass an die durch seinen Onkel und Vorvorgänger Benedikts VIII. geschaffene Familientradition anknüpft werden soll.[1] Diese Überzeugung vertrat Harald Zimmermann noch 1968.[4]

Darstellung durch Chronisten

Es ist schwer Benedikt zu charakterisieren, da die Quellen, welche sich zu seinem Charakter äußern, politisch stark eingefärbt sind und daher nicht als brauchbare Zeugnisse zur Beschreibung der Person des Oberhirten taugen. Daher wird an dieser Stelle auf eine Darlegung dieser Schilderungen verzichtet und statt dessen der Versuch unternommen, den Charakter Benedikts an seinen Taten festzumachen.

Überraschenderweise muss man feststellen, dass sich Benedikt zwar als Tuskulaner verstand, aber eine eher ungewöhnliche Auffassung von Macht hatte. Selbst heute noch werden in modernen Staaten nach einem Regierungswechsel hohe Beamte und andere Spitzenpositionen neu besetzt, um die neuen Machtverhältnisse deutlich werden zu lassen und die eigene Politik mit eigenen Leuten besser durchsetzen zu können. Benedikt handelte nicht so, sondern nach dem Prinzip „teile und herrsche“. Er beließ Oktavianern und Stephaniern, also konkurrierenden Adelsfamilien, ihre Ämter und Positionen in der Kirchenverwaltung. Somit setzte Benedikt die Politik seines direkten Vorgängers, Johannes XIX. erfolgreich fort. Er strebte also einen Ausgleich zwischen den tonangebenden Familien an und bemüht sich, sich selbst aus adeligen Verstrickungen herauszuhalten. So zerstörte er die eventuell vorhandene Hoffnung seines Vaters, mit Hilfe des Sohnes mehr Einfluss auf päpstliche Angelegenheiten im familiären Sinne gewinnen zu können. Alberich III. wandte in Folge dessen der öffentlichen, politischen Bühne den Rücken zu. Neues Familienoberhaupt wurde Benedikts älterer Bruder Gregor II. von Tuskulum. Die beiden Brüder arbeiteten eng zusammen, so übernahm Gregor auf Wunsch seines Bruders in besonderen Fällen Richterfunktionen.[5]

Benedikt selbst bewies viel Sachverstand und eine geschickte diplomatische Hand. So vermittelte er 1036 auf einer Synode (der ersten, von der wir wissen, dass er anwesend war) zwischen dem Bischof Andreas von Perugia und dem dort ansässigen Petruskloster. Zwischen diesen war es zum Rechtsstreit gekommen und Benedikts Intervention legte diesen zu beidseitigem Einvernehmen bei. Der Bischof versprach dem Pontifex und seinem Bruder sogar, nie wieder Ansprüche gegenüber dem Kloster zu erheben.[5]

Auch der päpstlichen Verwaltung widmete Benedikt IX. seine Aufmerksamkeit. Hier ging er sogar weiter als seine Vorgänger. Kanzler Petrus von Silva Candida hatte bereits von Johannes XIX. weitreichende Rechte verliehen bekommen. Diese wurden Ende 1037 von Benedikt IX. bestätigt und um das Amt des Bibliothekars der römischen Kirche erweitert. Was zunächst nicht allzu spektakulär klingt, war für damalige Verhältnisse ein Paukenschlag. Die Bibliothek war nämlich für die Ausstellung von Urkunden zuständig. Verbunden mit seiner Position als Kanzler war Petrus nun ein Superminister. Er war Verwaltungschef und Finanzaufseher zugleich. Bei der präziseren Ausgestaltung des Zuständigkeitsbereichs seines obersten Beamten bewies Benedikt Fingerspitzengefühl, indem er Petrus nicht gleichzeitig die Verwaltung seines Privatvermögens übertrug. Der Papst wusste also genau zu unterscheiden zwischen „privaten“ und „dienstlichen“ Ausgaben.[6]

Auch außenpolitisch konnte Benedikt einige Erfolge verzeichnen. Sein Handeln war erstaunlich unabhängig von den Interessen des deutschen Königs, in dessen Einflusssphäre eigentlich auch der Streit zwischen Aquileja und Grado fiel. Benedikt beendete diesen Streit aber auf der Synode von 1044 in Rom, ohne mit dem König kommuniziert zu haben. Deutlicher konnte Benedikt nicht zeigen, dass er sich nicht als Handlager eines römisch-deutschen Kaisers sah. Dennoch baute er den Weg der Kooperation mit den Königen jenseits der Alpen stärker aus als sein Vorgänger Johannes XIX.[7] Möglicherweise war es diese Zuwendung nach Norden, die einigen in Rom übel aufstieß und schließlich zum Putsch gegen Benedikt führen sollte.

Abschließend kann hier eine Gesamtbewertung der Regierungszeit Benedikts bis 1044 erfolgen. Benedikt IX. vertrat wie seine beiden Vorgänger Benedikt VIII. und Johannes XIX. einen seltenen Typus von Papst. Sie entstammten selbst dem regierenden Adel und waren zuvor keine kleineren Lichter, die, wie viele ihrer Vorgänger, erst durch die Adelsfaktionen in ihr Amt gelangt waren. Selbstbewusst und offensiv vertraten sie ihre neuen Interessen. Diese lagen nun nicht mehr darin, die Hausmacht der Tuskulaner zu mehren. Alle drei griffen zwar gerne auf die Möglichkeiten der Familie zurück, doch wurde das familieneigene Heer bei Feldzügen in und um Rom nicht dazu eingesetzt den Einfluss der Familie zu vergrößern, sondern um die katholische Kirche auszubauen und weiter zu festigen! Die beiden direkten Vorgänger Benedikts IX. lieferten sich sogar familieninterne Machtkämpfe, bei denen sie einzig die Anliegen der Kirche vertraten und somit den Einfluss der Tuskulaner sogar schmälerten. Dies stärkte das Ansehen des Papstes in Rom enorm. Benedikt konnte an diese erfolgreiche Politik anknüpfen und war damit zwölf Jahre lang neben seinem Bruder Gregor II. der starke Mann in Rom. Er setze also die Tradition seiner Vorgänger in diesem Amt fort, die zwar seiner Familie entstammten, aber primär nicht im Interesse der Tuskulaner handelten. Es lässt sich nun darüber streiten, inwiefern hier der Begriff „Familientradition“ gerechtfertigt ist.[8]

Das Schisma von 1046

Wie kam es nun zum Schisma und zu der konfusen Situation, dass es 1046 - je nach Zählweise - gleich drei Päpste in und um Rom gab? 1044 erhoben sich die Römer gegen Benedikt IX., um ihn abzusetzen. Ein einziges Motiv ist nicht zu benennen. Dies liegt mitunter an der Tatsache, dass die uns überlieferten Quellen teilweise höchst widersprüchlich argumentieren. Der aufkeimende Investiturstreit, der unter Heinrichs Nachfolger einen Höhepunkt erfahren sollte, trug seinen Teil dazu bei, dass Chronisten den für ihre Angelegenheiten passenden Verlauf der Dinge niederschrieben.[9] Bonizo von Sutri (ca. 1045-1094[10]) berichtet beispielsweise, dass Benedikt versuchte, sein Amt loszuwerden, da er Heiratsabsichten gehabt habe und deshalb bereits päpstliche Aufgabe an ihm ergeben Kleriker abwälzte. Erst als er seine anvisierte Braut nicht bekommen sollte, habe er seinen Entschluss, auf das höchste Amt der Kirche zu verzichten, wieder zurückgenommen. Ferner habe er das vakante Kaisertum Petrus von Ungarn angeboten.[11] Desiderius von Montecassino (1027-1087), der spätere Papst Viktor III.,[12] bezeichnete Benedikt hingegen als einen Lüstling und Mörder und legte ihm verschiedene Vergehen zur Last. Darunter waren Simonie, Mord, ein ausschweifendes Leben und viele weitere Delikte.[13] Wie gehaltvoll all diese Gerüchte waren, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Es scheint Fakt zu sein, dass Benedikt durch Simonie ins Amt kam, was zur damaligen Zeit zwar umstritten, aber dennoch üblich war.

Festzustellen ist ferner, dass der Mann, der Benedikts Stelle einnehmen sollte, zu den Stephaniern gehörte, einer mit den Tuskulanern verfeindeten Familie. Damit nähern wir uns einem elementaren Bestandteil des Umsturzes von 1044, denn das Papsttum war, wie jeder andere Bischofsstuhl zu dieser Zeit, ein hoffnungsloser Spielball der lokalen Mächte. Die Crescentier, die 1012 durch den Einfluss Heinrichs II. die Macht an die Tuskulaner verloren hatten, versuchten diese nun wieder zu erlangen.[14] Egon Boshof fasst die Verstrickungen in der Ewigen Stadt treffend zusammen: „Die Hintergründe des Umsturzes sind - wie schon bei den häufigen Unruhen der ottonischen Epoche - in den Auseinandersetzungen der römischen Adelsfraktionen um die Stadtherrschaft zu suchen, in die das Papsttum unheilvoll verstrickt war.“[15]

Ergebnis dieser Auseinandersetzungen war die Vertreibung Benedikts im September 1044 aus Rom. Nach dem Wunsch der Stephanier, einer Nebenlinie der Crescentier, sollte Bischof Johannes von Sabina der Nachfolger Benedikts werden. Auch hier flossen wieder Gelder, um das Votum des römischen Volkes für den Wunschkandidaten zu erreichen. Benedikt hatte zwar noch so viele Anhänger, dass die Wahl auf der Kippe stand, aber ein Erdbeben, interpretiert als ein Zeichen Gottes, spielte seinen Gegnern in die Hände.[16] Im Januar 1045 kam es zur Wahl des neuen Oberhirten Johannes, der sich ab nun Silvester III. nannte. Ab hier kann man von einem Schisma sprechen, da Benedikt nicht ordnungsgemäß abgewählt, sondern einfach nur vertrieben wurde.[17] Ob Silvester ein legitimer Papst war oder „nur“ ein Gegenpapst, hängt von der Quelle ab, die man zu Rate zieht.[18] Die neuere Forschung ist dazu übergegangen, ihn als „Invasor“ zu bezeichnen und damit in die Kategorie Gegenpapst einzusortieren. Begründet wird dies durch die unrechtmäßige Methode, durch welche Silvester zu seinem Amt gekommen war.[19]

Bereits die Ernennung Johannes zum Papst stand auf keinem gesunden Fundament, da Benedikt immer noch über einige Macht verfügte. Schließlich hatte er einerseits noch weitreichenden Einfluss und zahlreiche Anhänger in Rom und andererseits waren die Tuskulaner weiterhin die vorherrschende Macht in Italien. In seinem Bruder Gregor II. fand Benedikt die Person, die für ihn auch die Waffen sprechen ließ. Die Annales Romani berichten, dass sich das Heer der Tuskulaner bei der Ernennung Johannes bereits auf einem siegreichen Vormarsch befand.[16] Benedikt hatte Vorkehrungen getroffen und Silvester III. aus der Ferne bereits vorsorglich exkommuniziert. Im März 1045 gelang es den Tuskulanern schließlich, den Gegner aus Rom zu vertreiben.[20] Dieser hatte noch genügend Rückhalt bei den Crescentiern, um seine vorherige Position als Bischof von Sabina wieder einzunehmen. Silvester verzichtete nicht einmal auf seine Ansprüche auf den päpstlichen Stuhl. Deutlicher kann sich die wacklige politische Lage am Tiber kaum ausdrücken.[21]

Benedikt war nun deutlicher denn je klar, dass seine Position in Rom nicht unangefochten war und es daher jederzeit wieder zu einem Aufstand kommen könnte. Außerdem hatte der Papst ganz allgemein die in den letzten Jahren errungene Unabhängigkeit verloren. Er war wieder vollkommen von der Lokalpolitik abhängig. Desiderius berichte sogar, dass er von den Römern verspottet worden sei.[22] Welche Gründe Benedikt nun genau zu seinem nächsten Entschluss trieben, ist nicht zu rekonstruieren. Um aber aus dieser Angelegenheit möglichst als Gewinner hervor zu gehen, beschloss er, angeblich das höchste Amt der katholischen Kirche zu verkaufen.[23] Es ist überliefert, dass Benedikt am 1. Mai 1045 zu Gunsten seines Taufpaten, des Erzpriesters Johannes Gratianus Pierleoni von St. Johann in Porta Latina, zurücktrat und sich als Privatmann auf seine Güter bei Tuskulum zurückzog.[24] Sein Nachfolger auf dem Heiligen Stuhl gab sich von nun an den Papstnamen Gregor VI. und wird, im Gegensatz zu Silvester III., in jeder Darstellung offiziell als Papst gezählt.

Im Reich der Salier ging man davon aus, dass der Wechsel an der Spitze der Kirche legitim vonstatten gegangen war.[25] Selbst der große Kirchenreformer dieser Zeit, Petrus Damiani, der ganz in der Nähe in Norditalien beheimatet war und im Laufe seines Lebens noch Kardinal werden sollte, lobte den neuen Papst als einen anerkannten Gegner der Simonie. Petrus Damiani forderte Gregor dazu auf, gegen diese ins Feld zu ziehen und nannte schon erste Namen, die ganz oben auf einer Säuberungsliste zu stehen hätten.[26] Durch die Erhebung Gregors sei das „goldene Zeitalter der Apostel“ wiederhergestellt.[27] Was Petrus Damiani zu diesem Zeitpunkt wohl kaum gekannt haben wird, waren die Umstände, unter welchen Gregor den apostolischen Stuhl erworben hatte. Benedikt war nämlich im wahrsten Sinne des Wortes als Gewinner aus der Sache hervorgegangen. Je nach Quelle hatte sein Amt für 1000, 1500 oder 2000 Pfund Silber verkauft.[28] Betrachtet man die Fakten etwas genauer, stellt sich ein anderes Bild dar. Nicht Gregor selbst sondern sein weiteres Umfeld hatte das nötige Geld aufgebracht.[29] Dass dies nötig war lag weniger an der Tatsache, dass sich Benedikt persönlich bereichern wollte, als an dem Umstand, dass dessen Heer noch immer in Rom lagerte und für den Einsatz der letzten Wochen und Monate eine Entschädigung verlangte. Gregor verhandelte mit den Tuskulanern und schaffte es mittels einer Geldzahlung, dass diese ihr Heer abzogen.[30] Auf dem „Scheck“, der ausgefüllt wurde, stand als Empfänger der nominelle Oberbefehlshaber der Soldaten: Benedikt IX.. Dieser hatte zwar lange auf sämtliche Ansprüche verzichtet, doch bot der beschriebene Umstand später die Grundlage für die Behauptung, Benedikt habe sein Amt verkauft.[31] Gregor, der angetreten war, um den Ämterkauf in der Kirche zu beenden, hatte sich zu dieser Vorgehensweise entschlossen, um weiteres Unheil von der Kirche abwenden zu können.

Nachdem Gregor so die dringlichste offene Baustelle bearbeitet hatte, wandte er sich einer weiteren zu. Silvester III. hatte immer noch nicht offiziell auf sein Amt verzichtet und das Verhältnis zu den Creszentiern war noch nicht so weit geklärt, als dass diese nicht einfach den richtigen Moment abpassten, um Silvester wieder "aus der Schublade zu ziehen". Auch in diesen Verhandlungen war Gregor erfolgreich.

Ob das Schisma von 1046 nun exakt so entstand, lässt sich leider nicht sagen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo zwischen den Varianten, die es zum Verlauf der Ereignisse gibt. Für die weitere Entwicklung ist von Bedeutung, dass es zwar im Jahr 1046 drei Männer in und um Rom gab, die aus jeweils nachvollziehbaren Gründen von sich hätten behaupten könnten, Papst zu sein, die Situation aus römischer Sicht aber zur Zufriedenheit aller geklärt war, so dass Gregor nun ein unbestrittenes Pontifikat beginnen konnte.

Der Kaiser schafft neue Verhältnisse

Von all den Wirren am Tiber war nördlich der Alpen im Reich Heinrichs III. noch nichts bekannt. Dieser hatte ganz andere Pläne. Er folgte dem Gedankengang seines Vaters, nach welchem ihm mit der Krone des Deutschen Reiches auch die Kaiserkrone zustand. Dass am Hofe Heinrichs offen über eine mögliche Kaiserkrönung gesprochen wurde, zeigt uns Wipo, der Heinrich 1041 zu Weihnachten als „frommen König und künftigen Kaiser“[32] bezeichnete. So begann Heinrich im Sommer 1046 einen Italienfeldzug, welcher die Kaiserkrönung in Rom zum Ziel hatte.[33] Zimmermann legte noch 1968 dar, dass Heinrich bereits jetzt von den Zuständen wusste, welche in der Ewigen Stadt herrschten.[34] Dass dem nicht so sein konnte, verdanken wir einer neu entdeckten Quelle, auf die später eingegangen wird.

Kurz nachdem Heinrich in Italien angekommen war, fand die erste von insgesamt drei Synoden statt, die sich im Nachhinein als wegweisend zur Beseitigung des Schismas erweisen sollten. 30 Kilometer südlich von Mailand, in Pavia, hielt Heinrich III. vor den versammelten Teilnehmern der Synode eine Rede gegen Simonie. In dieser Rede machte Heinrich Kaiser und Päpste mitschuldig an den herrschenden Zuständen in der katholischen Kirche.[35] Festzuhalten ist dabei, dass das Schisma hier noch nicht offiziell thematisiert wurde. Dazu gab es auch keinen zwingenden Grund, denn Heinrich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie Gregor VI. zu seinem Amt gekommen war und die beiden übrigen „Päpste“ waren aus römischer Perspektive nicht mehr im Amt. Ferner galt Gregor immer noch als ein integerer und frommer Mann, welcher die Simonie in der Kirche bekämpfen wollte.

Kommen wir nun zu der vorhin erwähnten Quelle.[36] Nach dieser traf Heinrich den Heiligen Vater nur wenige Kilometer hinter Pavia in Piacenza. Der König ließ den Papst dort mit allen ihn zustehenden Ehren empfangen. Ein perfektes Indiz dafür, dass Heinrich noch unwissend war. Die beiden thematisierten in Piacenza bereits die Kaiserkrönung Heinrichs in Rom. Man war sich diesbezüglich einig. Um der gegenseitigen Verbundenheit Ausdruck zu verleihen, ließen sie sich nebeneinander in das Gebetsgedächtnis des örtlichen Klosters San Savino eintragen. Deutlicher konnte Heinrich seine Sympathie für den Pontifex und die Sache, für die dieser kämpfen wollte, kaum bekunden.[33] Hätte Heinrich bereits bei Antritt seines Italienfeldzuges vorgehabt, Gregor VI. abzusetzen und sich in die römische Politik einzumischen, hätte er sich nicht neben den Papst, den er wenige Tage später absetzen will, in das Gebetsgedächtnis eintragen lassen.

Durch wen Heinrich nun über die Form des Machtwechsels in der Ewigen Stadt informiert wurde, ist nicht mehr herauszufinden. Eventuell wurden ihm diese Informationen auch mehrfach von verschiedenen Seiten zugetragen. Es lässt sich aber feststellen, dass sich Gregor eben jenes Tatbestandes schuldig gemacht zu haben schien, welcher auf der Synode von Pavia unter Androhung von Absetzung und Bann gerade erst verurteilt worden war.[37] Heinrich konnte es nicht zulassen, von einem Papst zum Kaiser gekrönt zu werden, der sein Amt möglicherweise zu Unrecht innehatte. Die Legitimität des Kaisertums, das bis dato so erfolgreiche Reformwerk des Königs und schließlich auch er selbst wären damit in Frage gestellt worden. Während die Vorwürfe gegen Gregor noch im Raum standen, kam es am 20. Dezember in Sutri, 50 Kilometer vor Rom, zu einer eiligst einberufenen Synode. An dieser zweiten Synode nahmen auch Silvester III. und Gregor VI. teil. Folgt man Desiderius,[38] so täuschte Heinrich den Papst, indem er Gregor zwar offiziell als Papst einlud, aber bereits vor der Synode die feste Absicht hatte, diesen in jedem Fall abzusetzen. Auch wenn Heinrich nicht den Vorsitz über die Synode führte, so war er doch die alles bestimmende Person dieser Versammlung. Ihm gelang es durch seine Rede, Gregor dazu zu bewegen, dass dieser selbst die päpstlichen Gewänder ablegte. Damit gestand Gregor seine Schuld offen ein. Infolgedessen wurde er nach Köln verbannt und in die Obhut des Erzbischofs Hermann übergeben. Dorthin begleitete ihn ein junger Mönch mit Namen Hildebrand, der spätere Papst Gregor VII.. Gregor VI. starb vermutlich im November 1047 in Köln.[39] Der Grund dafür, dass Heinrich so energisch gegen Gregor vorging, liegt wohl in der Tatsache begründet, dass er keinen potentiellen Gegenpapst in Rom dulden wollte. Doch was war mit den anderen beiden potentiellen Päpsten?

Die Synode von Sutri verbannte nicht nur Gregor VI. ins Deutsche Reich, sondern enthob auch Silvester III. offiziell seiner Papstwürde. Nach unseren gewonnen Erkenntnissen könnte man zu dem Schluss kommen, dass dieses Vorgehen Heinrichs reiner Populismus war. Schließlich hatte Gregor in längeren Verhandlungen bereits erreicht, dass Silvester III. von sämtlichen Ansprüchen zurückgetreten war. Bedenken wir jedoch die Gründe dafür, dass Gregor abgesetzt wurde. Heinrich sah seine Kaiserkrönung in Gefahr. Von einem illegitimen Papst gekrönt zu werden, würde die Krönung wertlos machen. Folgerichtig hatten auch andere Beschlüsse des ehemaligen Pontifex ihren Wert verloren hatten. Silvester hätte sich nun darauf berufen und erneut seine alten Ansprüche geltend machen können. Um dies kategorisch auszuschließen war es nötig, Silvesters vielleicht vorhandenen Ambitionen einen endgültigen Riegel vorzuschieben. Da dieser sich ebenfalls nachweislich der Simonie schuldig gemacht hatte, stellte seine „Absetzung“ kein Problem dar. Da auch Silvester zu diesem Zeitpunkt nicht mehr den Wunsch hatte, wieder Papst zu werden, war dieser Teil der Synode schnell beendet.[40] Für Silvester persönlich hatte dies keinerlei weitere Konsequenzen, da er immer noch unter dem Schutz der Crescentier stand und somit sein Bischofsamt weiter ausüben konnte. Er starb vermutlich 1063 nach über 50 Jahre als Bischof.[41]

Benedikt IX. war auf keiner der Synoden anwesend, obwohl er Einladungen erhalten hatte. Auch hatte er keine Gesandten geschickt. Dies sind Belege dafür, dass er sich als Privatmann verstand, welchen kirchliche Angelegenheiten nicht mehr zu kümmern hatten. Um auch hier etwaigen Forderungen entgegenzuwirken, wollte Heinrich auch diesen Fleck von seiner ansonsten so tadellosen Weste als Kirchenreformers entfernen. Am 23. Dezember wurde die dritte und letzte Synode zur Klärung der Verhältnisse einberufen. Diese fand direkt in Rom statt. Den Heiligen Abend und seine für diesen Tag geplante Kaiserkrönung vor Augen, wurde von Heinrich kurzer Prozess gemacht. Schließlich benötigte er für seine Krönung noch einen Papst. Zunächst wurde Benedikt IX. offiziell seines Amtes enthoben. Dies geschah auf einen Entschluss hin, der bereits in Sutri gefallen war, nun aber offiziell in Rom verkündet wurde, um das Ende der Herrschaft der Tuskulaner abermals zu unterstreichen. Der heilige Stuhl, der noch vor wenigen Tagen von gleich drei Männern hätte beansprucht werden können, war nun frei. Heinrich nutzte die Gelegenheit, das Papstamt ein Stück aus den politischen Verstrickungen Roms herauszureißen, indem er einen linientreuen Mann darauf setzte. Suidger von Bamberg wurde einen Tag nach der Synode offiziell von Klerus und Volk Roms zum neuen Bischof von Rom gewählt. Er gab sich den Namen Clemens II. und seine erste Amtshandlung war es, am 1. Weihnachtstag Heinrich III. und seine Frau Agnes zu Kaiser und Kaiserin zu krönen.[42]

Im Anschluss an diese Ereignisse ließ Heinrich sich und seinem Sohn den Titel patricius Romanorum von den Römern verleihen. Dazu wurden ihm die entsprechenden Insignien überreicht: Mantel, Ring und goldener Zirkel.[43] Der Titel gewährte ihm bestimmte Rechte bei der Stadtverwaltung Roms und insbesondere bei der Papstwahl. Von letzterem sollte Heinrich im Laufe seines Lebens noch dreimal Gebrauch machen.[44]

Wie sich daran erahnen lässt, war Clemens II. kein langes Pontifikat vergönnt. Bereits 1047 starb er auf einer Reise über die Alpen. Schon damals kursierten Gerüchte er sei von seinen Gegnern in Italien vergiftet worden. Eine Untersuchung der Überreste Clemens II. im Jahr 1958 konnte dies zwar nicht bestätigen, aber sein Biograph Georg Gresser kam 2007 zu folgendem Fazit über den Tod Clemens II.: „Schuld daran waren seine Widersacher [...], die einen blonden Bischof aus dem Norden [...], gerne beseitigt sehen wollten. Mag der letzte Beweis für die Ermordung des Papstes auch mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden heute nicht mehr zu erbringen sein, aus historischer Perspektive erscheint sie mehr als wahrscheinlich.“[45] Nach Clemens Tod tauchte Benedikt IX. erneut auf der Bildfläche auf und beanspruchte die Führung der Kirche für sich. Die Unruhen in Rom schwelten schon, seitdem der Kaiser dieses verlassen hatte. Benedikt machte sich dies zu nutzen und errang mit der Unterstützung des Markgrafen Bonifaz von Tuscien erneut die päpstliche Herrschaft.[46] Nachdem Heinrich III. Bonifaz aber einen Italienfeldzug angedroht hatte, gab dieser seine Unterstützung für Benedikt auf. Jener zog sich daraufhin nach seinem zweiten Pontifikat, welches immerhin acht Monaten gedauert hatte, nach Tuskulum zurück. Heinrich setzte nun, wie bereits zuvor, einen seiner Männer, Bischof Poppo von Brixen, auf den apostolischen Stuhl.[47] Auch in den folgenden Jahren startete Benedikt mehrfach Versuche, wieder in Amt und Würden zu gelangen.[48] Gelegenheit boten die bereits erwähnten, häufigen Wechsel an der Spitze der Kirche. Es sollte ihm allerdings nicht gelingen, zu einem dritten Pontifikat zu kommen.

Nachdem er in Rom alles zu seiner Zufriedenheit erledigt hatte, beschloss Heinrich die sich ihm bietende Gelegenheit zu nutzen. Er zog weiter gen Süden und kämpfte dort gegen die Normannen, um deren Ausbreitung nach Norditalien zuvorzukommen.[49]

Literatur

Weblinks

 Commons: Benedikt IX. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 20.
  2. Rudolf Schieffer: Benedikt VIII., Artikel im LMA und im LThK.
  3. Rudolfus Glaber, Histriarum libris V usque ad a. 1044, in: Georg Heinrich Pertz (Hrsg.), MGH SS 7: Chronica et gesta aevi Salici., Hannover 1846, S. 66.
  4. Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 119.
  5. a b Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 23.
  6. Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 23f.
  7. Egon Boshof, Die Salier, Stuttgart (u.a.), 2000, S. 124.
  8. Klaus-Jürgen Hermann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 24.
  9. Vgl. dazu Klaus-Jürgen Hermann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 151.
  10. Walter Berschin, Bonizo von Sutri - Leben und Werk, in: Fuhrmann Horst, Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters, Berlin, 1972, S. 3 und S. 18.
  11. Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 119 ferner Klaus-Jürgen Hermann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 151. und Bonizo, Liber ad Amicum, in: Dümmler Ernst (Hrsg.), MGH Ldl I, Hannover, 1891, S. 584.
  12. BBKL q.v. Viktor III. (Papst)
  13. Desiderius, Dialogi de miraculis sancti Benedicti auctore Desiderio abbate casinensi., in: Hofmeister Adolf (Hrsg.), MGH SS 30,2, Leipzig, 1934, S. 1141.
  14. Schmale Franz-Josef, Die „Absetzung“ Gregors VI. in Sutri und die Synodale Tradition, in: Brandmüller Walter (Hrsg.), AHC 11, Stuttgart, 1979, S. 55 und Klaus-Jürgen Hermann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 157.
  15. Egon Boshof, Die Salier, Stuttgart (u.a.), 2000, S. 124
  16. a b Annales Romani, in: Duchesne Louis, ediert neu herausgegeben von De Boccarfd E., Le Liber Pontificalis 2, Paris, 1955, S. 331.
  17. Guido Martin, Der salische Herrscher als Patricius Romanorum. Zur Einflußnahme Heinrichs III. und Heinrichs IV. auf die Besetzung der Cathedra Petri, in: Angenendt Arnold u.a. (Hrsg.), FMSt 28, Münster, 1994, S. 258.
  18. Matthias Becher, Heinrich III. (1039 - 1056), in: Schneidmüller Bernd, Weinfurter Stefan, Die deutschen Herrscher des Mittelalters: Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. ; (919 - 1519), Darmstadt, 2004, S. 144f..
  19. Schmale Franz-Josef, Die „Absetzung“ Gregors VI. in Sutri und die Synodale Tradition, in: Brandmüller Walter (Hrsg.), AHC 11, Stuttgart, 1979, S. 57.
  20. Desiderius, Dialogi de miraculis sancti Benedicti auctore Desiderio abbate casinensi., in: Hofmeister Adolf (Hrsg.), MGH SS 30,2, Leipzig, 1934, S. 1142. und Annales Romani, in: Duchesne Louis, ediert neu herausgegeben von De Boccarfd E., Le Liber Pontificalis 2, Paris, 1955, S. 331.
  21. Egon Boshof, Die Salier, Stuttgart (u.a.), 2000, S. 124f. und Stefan Weinfurter, Herrschaft und Reich der Salier - Grundlinien einer Umbruchzeit, Sigmaringen, 2001, S. 78. und Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 120ff.
  22. Desiderius, Dialogi de miraculis sancti Benedicti auctore Desiderio abbate casinensi., in: Hofmeister Adolf (Hrsg.), MGH SS 30,2, Leipzig, 1934, S. 1142.
  23. Werner Goez, Kirchenreform und Investiturstreit 910-1122, Stuttgart Berlin Köln, 2000, S. 89f.
  24. Annales Romani, in: Duchesne Louis, ediert neu herausgegeben von De Boccarfd E., Le Liber Pontificalis 2, Paris, 1955, S. 332. und Desiderius, Dialogi de miraculis sancti Benedicti auctore Desiderio abbate casinensi., in: Hofmeister Adolf (Hrsg.), MGH SS 30,2, Leipzig, 1934, S. 1142.
  25. Stefan Weinfurter, Herrschaft und Reich der Salier - Grundlinien einer Umbruchzeit, Sigmaringen, 2001, S. 78f. und Johannes Laudage, Die Salier, München, 2008, S. 40.
  26. Petrus Damiani, De abdicatione episcopatus ad Nicolaum Romanum pontificem., in: Migne Jacques Paul (Hrsg.), PL 145, Paris, 1867, S. 142ff.
  27. Petrus Damiani, De abdicatione episcopatus ad Nicolaum Romanum pontificem., in: Migne Jacques Paul (Hrsg.), PL 145, Paris, 1867, S. 142ff.: „Reparetur nunc aureum apostolorum saeculum“.
  28. Für den „Verkaufserlös“ siehe Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 155
  29. Werner Goez, Kirchenreform und Investiturstreit 910-1122, Stuttgart Berlin Köln, 2000, S. 90.
  30. De ordinando Pontifice SO, in: Schmale-Ott Irene (Übers.), Quellen zum Investiturstreit 2 - Schriften über den Streit zwischen Regnum und Sacerdotium, Darmstadt, 1984, S. 54f. und Bonizo, Liber ad Amicum, in: Dümmler Ernst (Hrsg.), MGH Ldl I, Hannover, 1891, S. 584.
  31. Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 155f.
  32. Wipo, in: BRESSLAU Harry (Hrsg.), MGH SS rer. Germ. 61, Die Werke Wipos, 3. Aufl., Hannover und Leipzig, 1915.
  33. a b Stefan Weinfurter, Herrschaft und Reich der Salier - Grundlinien einer Umbruchzeit, Sigmaringen, 2001, S. 79.
  34. Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 126
  35. Hermann Jakobs, Kirchenreform und Hochmittelalter 1046 - 1215, München, 1999.
  36. Karl Schmid, Heinrich III. und Gregor VI. im Gebetsgedächtnis von Piacenza des Jahres 1046, in: Hans Fromm, Verbum et Signum 2 - Festschrift für Friedrich Ohly: Beiträge zur mediävistischen Bedeutungsforschung, München, 1975.
  37. Johannes Laudage, Die Salier, München, 2008, S. 40.
  38. Desiderius, Dialogi de miraculis sancti Benedicti auctore Desiderio abbate casinensi., in: Hofmeister Adolf (Hrsg.), MGH SS 30,2, Leipzig, 1934, S. 1142f.
  39. Egon Boshof, Die Salier, Stuttgart (u.a.), 2000, S. 127. und BBKL q.v. Gregor VI.
  40. Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 127f.
  41. BBKL q.v. Silvester III. (Gegenpapst)
  42. Johannes Laudage, Die Salier, München, 2008, S. 41. und Stefan Weinfurter, Herrschaft und Reich der Salier - Grundlinien einer Umbruchzeit, Sigmaringen, 2001, S. 80.
  43. Egon Boshof, Die Salier, Stuttgart (u.a.), 2000, S. 127. und Hanna Vollrath, Kaisertum und Patriziat in den Anfängen des Investiturstreits, in: Wolfgang Bienert u.a. (Hrsg.), ZKG 85, Paderborn, 1974, S. 14f.
  44. Hermann Jakobs, Kirchenreform und Hochmittelalter 1046 - 1215, München, 1999, S. 19. und Clemens II.: BBKL und ADB q.v. Clemens II.
  45. Marcus Knipp, Rezension zu: „Georg Gresser: Clemens II. Der erste deutsche Reformpapst, Paderborn, 2007“, in: Andreas Fahrmeier (Hrsg.) u.a., Sehepunkte 8 (2008) Nr. 5, URL: www.sehepunkte.de, Stand: 16. Dezember 2009.
  46. Harald Zimmermann, Papstabsetzungen des Mittelalters, Graz Wien Köln, 1968, S. 133.
  47. Rudolf Schieffer, Heinrich III. 1039-1056, in: Helmut Beumann, Kaisergestalten des Mittelalters, München, 1991, S. 110
  48. Vgl. Klaus-Jürgen Herrmann: Das Tuskulanerpapsttum (1012 - 1046), Stuttgart, 1973, S. 160-164.
  49. Theo Broekmann, Wegbereiter neuer >Staatlichkeit<, in: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.), Salisches Kaisertum und neues Europa, München, 2003, S. 249.


Vorgänger Amt Nachfolger

1. Johannes XIX.
2. Silvester III.
3. Clemens II.
Papst
1. Amtszeit 1032–1044
2. Amtszeit 1045
3. Amtszeit 1047–1048

1. Silvester III.
2. Gregor VI.
3. Damasus II.

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