AAKM-Cemevi

Das AAKM-Cemevi ist ein alevitisches Gebetshaus und Gemeindezentrum in Berlin und wird vom Verein „Almanya Alevi Birlikleri Federasyonn“ (Alevitische Gemeinde Deutschlands) betrieben.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Das Cemevi wurde am 6. November 1999 durch Otto Schily eröffnet und ist 2006 neben sechsundsiebzig Moscheen immer noch das einzige Gotteshaus in der Hauptstadt der in der Türkei offiziell nicht anerkannten Strömung des Islam, der ein großer Teil der aus der Türkei eingewanderten Muslime angehört. Dem Kulturzentrum um das AAKM-Cemevi gehören allein 9000 Mitglieder an.[1]

Gebäude

Das Cemevi war ursprünglich eine Neuapostolische Kirche. Das an der Waldemarstraße in Berlin-Kreuzberg befindliche Gebäude gehört seit den 1990er Jahren dem alevitischen Kulturverein.

Bedeutung

Der Berliner Politiker Özcan Mutlu äußerte sich bei seiner Eröffnungsrede über die Bedeutung des AAKM-Cem-Hauses in Berlin:

„Die Errichtung eines Cem-Hauses in der Bundeshauptstadt hat deshalb einen hohen Stellenwert, weil nach jahrzehntelanger Assimilationspolitik in den Herkunftsländern, die Aleviten in Europa und Deutschland die Möglichkeit bekamen, sich zu ihrem Glauben und ihrer Herkunft zu bekennen, und sich zu artikulieren. Die freiheitlich demokratische Grundordnung, erlaubt es, den Glauben zu erfahren, zu leben und zu pflegen. Wir finden heute eine alevitische Gemeinschaft vor, die auf der einen Seite einen Existenzkampf führt und auf der anderen Seite einen Selbsfindungsprozeß durchlebt. In diesen Zeiten kommt den Cem-Häusern eine große Bedeutung zu. Sie fungieren als Orte der Emanzipation und Öffnung zugleich. Sie fördern die Integration und tragen zu einem Miteinander der Kulturen bei.“[2]

Weblinks

Einzelbelege

  1. Aleviten: Wie muslimisch ist die Türkei?, Qantara am 5. Januar 2005
  2. Rede anläßlich der Eröffnung des Cem-Evi in Berlin, 6. November 1999

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