Benedikt X.

Benedikt X., eigentlich Johannes Mincius (auch Giovanni Mincio von Tusculum oder Johannes Mincius von Velletri), (* unbekannt; † zwischen 1073 und 1085 in Rom) war Gegenpapst vom 5. April 1058 bis zum April 1060. Sein Name bedeutet: der Gesegnete (latein.).

Er war Bischof von Velletri und wurde nach dem Tod von Papst Stephan IX. am 29. März 1058 von Gegnern der Kirchenreform aus dem römischen Adel zum Papst erhoben.

Von der mittlerweile sehr starken Reformbewegung unter dem späteren Gregor VII., die Nikolaus II. wählte, wurde er jedoch im Januar 1059 auf einer Synode in Sutri exkommuniziert. Erst mit normannischer Unterstützung konnte er schließlich in Galéria auf Korsika ergriffen werden. Benedikt X. wurde auf der Lateransynode von 1060 letztlich endgültig abgesetzt und starb zwischen 1073 und 1085 in einem Kloster in Rom. Er wurde während des Pontifikats Gregors VII. mit päpstlichen Ehren bestattet.

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