Benediktinerinnen der Anbetung
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Die Benediktinerinnen der Anbetung sind ein römisch-katholischer Frauenorden.

Inhaltsverzeichnis

Gründung und Name

Der Orden wurde 1851 durch Pfarrer Alois Faller in Bellemagny im Elsass gegründet.[1] Als Schwesternkongregation mit einfachen Gelübden und ohne strenge Klausur hießen sie ursprünglich "Schwestern der Ewigen Anbetung". 1956 wurde die Kongregation der benediktinischen Konföderation angegliedert und dabei umbenannt in "Anbetungsschwestern vom hl. Benedikt". 1973 wurde der deutsche Name der Kongregation wiederum geändert in "Benediktinerinnen der Anbetung"[2]. Der französische Name der Kongregation lautet: "Bénédictines Adoratrices".

Nach der Vorstellung ihres Gründers sollen die Schwestern die Ewige Anbetung der Eucharistie pflegen, nach benediktinischer Spiritualität leben und sich der Jugenderziehung und karitativen Werken widmen.

Kongregation

Heute hat die internationale Kongregation drei Provinzen. Die Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung ist eine selbstständige Kongregation bischöflichen Rechtes.

Französische Provinz

Kapelle des Gründungsklosters in Bellemagny

Die Französische Provinz bestehend aus dem Gründungskloster Bellemagny und einer Niederlassung in Dijon. Das Kloster Bellemagny ist Pilgerherberge auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, außerdem wird dort ein Altenheim geführt. Die Gemeinschaft in Dijon betreibt ein Gästehaus für geistliche Einkehr.

Österreichische Provinz

Die Österreichische Provinz mit zwei Niederlassungen in der Stadt Wien. In beiden Häusern werden schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche betreut.

Bayerische Provinz

Die Bayerische Provinz - oder auch Deutsche Provinz - unterhält drei Häuser:

  • Das Provinzmutterhaus in Neustift bei Vilshofen. Dort führen die Schwestern eine Mädchenrealschule, einen Kindergarten und das Gästehaus "Geistliche Zelle".
  • Die Heimvolksschule St. Maria in Fürstenzell, mit einer privaten Grund- und Hauptschule und einem Kindergarten.
  • Das Alten-und Pflegeheim St. Benedikt in Passau (48.5633213.394665).

Sr. Helene Binder ist seit dem 21. März 2009 Priorin der Bayerischen Provinz und seit 26. August 2009 Generalpriorin der Kongregation.[3]

Niederlassungen der Kongregation im deutschsprachigen Raum

Literatur

  • Benediktinerinnen der Anbetung (Hrsg.): 1851-2001 Benediktinerinnen der Anbetung. Festschrift zur Hundertfünfzig-Jahrfeier der Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung. Passau, 2001
  • Benediktinerinnen der Anbetung (Hrsg.): Jahresbericht der Benediktinerinnen der Anbetung. Seit 1924 alljährlich von der Bayerischen Provinz herausgegebener, in hoher Auflagenzahl erscheinender Bericht über Ereignisse in der Provinz und Kongregation.
  • Benediktinerinnen Köln (Hg.): ...ad adorationem perpetuam. Die Ewige Anbetung in den Ordensgemeinschaften des deutschen Sprachraums, Recherchen XXII, Köln 2006
  • Friedrich Verena: Die Benediktinerinnen der Anbetung von Bellemagny /Dijon - Wien - Neustift. Kunstverlag Peda, Passau, 2001, ISBN 978-3-89643-143-1
  • Marcel Albert: Frauen mit Geschichte. Die deutschsprachigen Klöster der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament. EOS Verlag, 2003, ISBN 3-8306-7171-7

Ähnliche Gemeinschaften

Einen ähnlichen Namen tragen die aus einer französischen Gründung des 17. Jahrhunderts hervorgegangenen Benediktinerinnen vom Allerheiligsten Sakrament. Die beiden Kongregationen werden häufig verwechselt.

Einzelnachweise

  1. http://www.benediktinerinnen-der-anbetung.de/stifterleben.pdf Stifterleben: Die Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung
  2. vgl. "Jahresbericht 1975 der Benediktinerinnen der Anbetung" S.3., Passau 1975
  3. Artikel: Helene Binder zur Generalpriorin der Benediktinerinnen der Anbetung gewählt vom 29. August 2009 auf ORDEN online abgerufen am 29. August 2009

Weblinks


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