Benignus Safferling

Ritter Benignus von Safferling (* 30. November 1824 in Freising; † 4. September 1899 in Partenkirchen) war ein General der bayerischen Armee und Kriegsminister.

Er begleitete achtjährig seinen Vater, welcher zu den von König Ludwig I. dem zum König der Hellenen erwählten Prinzen Otto von Bayern mitgegebenen Truppen gehörte, nach Griechenland. Dort starb der Vater 1835 zu Argos als Kommandant eines Lanciersregiments. Der junge S. kam nun in eine auf der Insel Ägina errichtete Kadettenschule und aus dieser 1841 in das 2. griechische Infanterieregiment. Als 1843 die Bayern Griechenland verlassen mussten, kehrte er in die Heimat zurück, ward im 2. Infanterieregiment angestellt und 31. Oktober 1845 zum Unterleutnant befördert. 1849 wurde er Oberleutnant, 1859 Hauptmann, machte als Generalstabsoffizier der 1. Infanteriedivision unter Generalleutnant Stephan den Krieg von 1870/71 gegen Frankreich mit, blieb nach Friedensschluss zunächst als Bevollmächtigter Bayerns beim Oberkommando der Okkupationsarmee und kehrte 1872 nach Bayern zurück, um das Kommando der zuerst beim 1., dann beim 2. Armee-Korps errichteten Lehrtruppe zu übernehmen, welche bestimmt war, das preußische Exerzierreglement bei der bayrischen Infanterie einzuführen. 1874 wurde er Oberstleutnant und Kommandeur des 1. Infanterieregiments König, 1876 Oberst, 1880 Generalmajor und Kommandeur der bayrischen Besatzungsbrigade der Festung Metz, 1886 Präsident des Generalauditoriats und Generalleutnant, 1887 Kommandeur der 2. Division und Generaladjutant, 6. Mai 1890 an Heinleths Stelle Kriegsminister und 20. Sept. d. J. General der Infanterie. 1890 wurde er zudem zum Ehrenbürger Regensburgs ernannt.

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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