Benisch
Horní Benešov
Wappen von Horní Benešov
Horní Benešov (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Bruntál
Fläche: 2040 ha
Geographische Lage: 49° 58′ N, 17° 36′ O49.96388888888917.601944444444568Koordinaten: 49° 57′ 50″ N, 17° 36′ 7″ O
Höhe: 568 m n.m.
Einwohner: 2.460 (2004)
Postleitzahl: 793 12
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 2
Verwaltung (Stand: 2006)
Bürgermeister: Josef Klech
Adresse: Masarykova 32
793 12 Horní Benešov
Website: www.hbenesov.cz
Katharinenkirche in Horní Benešov

Horní Benešov (bis 1926 Benešov, deutsch Bennisch oder Benisch) ist eine Stadt in Tschechien im Okres Bruntál. Sie liegt in Mährisch-Schlesien an der Hauptstraße Opava (20,5 km) - Bruntál (13 km) nahe der Grenze zu Polen. In Horní Benešov leben 2.440 Einwohner. Im gespaltenen Stadtwappen befindet sich rechts die Hälfte des schlesischen Adlers und links zwei Rodehauen. Die Partnerstadt ist Pszów in Polen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die „Perle Schlesiens“ ist 1253 an der Stelle einer älteren Bergmannsiedlung gegründet worden und verfügt über eine lange Bergbau-Tradition. In der Stadt wurden Gold, Silber, Kupfer und Eisenerze gefördert. In der Umgebung wird noch Dachschiefer abgebaut. Einen großen Aufschwung erfuhr in der Vergangenheit auch die Textilindustrie (Bennischer Leinen). Die ursprünglich gotische Katharinenkirche stammt aus dem Jahr 1253. Sie wurde mehrfach zerstört. In den Jahren 1474, 1717, 1740, 1767 und 1820 wurde die Stadt vom Feuer heimgesucht.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 lebten in Bennisch fast ausschließlich Deutsche. Die deutschen Bewohner wurden 1945 enteignet und vertrieben. Die Stadt Bennisch hatte am 1. Dezember 1930 3.409 Einwohner, am 17. Mai 1939 3.414, am 22. Mai 1947 nur noch 1.530 Bewohner. Der Eisenbahnbetrieb nach Opava musste wegen Bodensenkung infolge des Bergbaus im Jahr 1970 stillgelegt werden, heute befindet sich der nächste Bahnhof in Svobodné Heřmanice. Die Arbeitslosenrate in Horní Benešov ist hoch, da das Bergwerk 1992 stillgelegt und auch die Textilproduktion stark reduziert wurde.

Bürgermeister

  • 1885 bis 1891 Wilhelm Machold
  • 1891 bis 1897 Friedrich Philipp, Webereifabrikant
  • 1897 bis 1900 Josef Reichel, Grossbauer
  • 1900 bis 1904 Karl Massl
  • 1904 bis 1912 Friedrich Philipp, Webereifabrikant
  • 1912 bis 1919 Adolf Schmeidel, Webereifabrikant
  • 1919 bis 1923 Hogo Schindler, Färbermeister
  • 1923 bis 1931 Adolf Rieger, Baumeister
  • 1931 bis 1936 Heinrich Bernt, Konsumdirektor
  • 1936 bis 1938 Richard Gerlich, Orthop. Schuhmachermeister
  • 1938 bis 1945 Eduard Preuß, Buchhalter
  • Mai/Juni 1945 Anton Wiener

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks



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