Benno Adolf Sturm

Bruno Adolph Sturm (auch Benno Adolf Sturm; * 1815 in Naumburg am Bober; † 4. Dezember 1885 in Weißenburg im Elsass) war ein Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Leben

1830 bis 1833 studierte er in Breslau und anschließend bis 1838 in Halle (Saale) und Berlin. Danach war er als Auskultator und ab 1840 als Referendar am Oberlandesgericht in Frankfurt (Oder) tätig. Ab 1844/1855[1] war er dort dann Assessor. 1846 wurde er dann zugleich Assessor am Land- und Stadtgericht Sorau. Am 18. Mai 1848 wurde Sturm Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Sein Wahlbezirk war der 26. Wahlbezirk Sorau mit 78.157 Einwohnern. Von 145 Wahlmännern wählten ihn 105. Er gehörte zum rechten Zentrum, der Fraktion Landsberg. Am 6. Februar 1849 wurde er in den Zentralausschuß für die Prüfung der Wahlen gewählt. Er war Mitglied der Versammlung bis zum 20. Mai 1849. 1851 wurde er Kreisgerichtsrat in Sorau, sechs Jahre darauf in Königsberg (Neumark). 1873 ging er als Gerichtsdirektor[2] nach Cottbus. 1975 bis 1879 war er Vizepräsident des Appellationsgerichts. 1897 wurde er Präsident des Landesgerichts in Magdeburg. In dieser Position bis er 1884 in Magdeburg in den Ruhestand versetzt wurde.

Literatur

  • Heinrich Best; Wilhelm Weege; Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, 1996, S. 332, ISBN 3-7700-5193-9
  • Joachim Winkler; Sturm, Benno Adolf in Mitteilungen Frankfurt (Oder), Heft 1/1998, Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e.V., S. 31

Fußnoten

  1. laut Beest/Weege S. 332 ab 1844, nach Winkler ab 1845
  2. nach Winkler als Kreisgerichtsrat

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Adolf Galland — Pour les articles homonymes, voir Galland. Adolf Galland …   Wikipédia en Français

  • Bruno Adolph Sturm — (auch Benno Adolf Sturm; * 1815 in Naumburg am Bober; † 4. Dezember 1885 in Weißenburg im Elsass) war ein Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Leben 1830 bis 1833 studierte er in Breslau und anschließend bis 1838 in Halle… …   Deutsch Wikipedia

  • Grävell — Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell (auch Carl; * 28. April 1781 in Belgard; † 29. September 1860 in Dresden) war Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Gottlieb August Naumann — (* 19. Februar 1799 in Berlin; † 30. September 1870 in Bromberg) war Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Leben Naumann wurde als Sohne des geheimen Post und Kammergerichtsrates Christian Naumann und dessen Frau Henriette… …   Deutsch Wikipedia

  • Maximilian Carl Friedrich Wilhelm Grävell — Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell (auch Carl; * 28. April 1781 in Belgard; † 29. September 1860 in Dresden) war Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Maximilian Grävell — Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell (auch Carl; * 28. April 1781 in Belgard; † 29. September 1860 in Dresden) war Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell — (auch Carl; * 28. August 1781 in Belgard; † 29. September 1860 in Dresden) war Jurist und Mitglied der …   Deutsch Wikipedia

  • Hörspiel des Jahres — Das Hörspiel des Monats ist ein Hörspielpreis, der seit 1977 von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim vergeben wird. Die Auswahl trifft eine jährlich wechselnde Jury. Sie wählt aus monatlich etwa zehn bis zwölf Hörspiel… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Kriegsfilmen — Es ist teilweise umstritten, welche Spielfilme als „Kriegsfilme“ gelten können. Wie im Hauptartikel Kriegsfilm dargelegt, gibt es die Auffassung, nur die Thematisierung moderner Kriege rechtfertige das Etikett „Kriegsfilm“. Hiervon abweichend… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg — Diese Liste zählt die Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden Württemberg und − seit deren Umbenennung am 26. Juni 2009 − die Träger des Verdienstordens des Landes Baden Württemberg auf. Die Zahl der lebenden Träger des Ordens ist auf 1.000 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”