Bennstedt
Bennstedt
Gemeinde Salzatal
Koordinaten: 51° 29′ N, 11° 50′ O51.48166666666711.825833333333114Koordinaten: 51° 28′ 54″ N, 11° 49′ 33″ O
Höhe: 114 m ü. NN
Fläche: 9,34 km²
Einwohner: 1.558 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 2010
Postleitzahl: 06179
Vorwahl: 034601
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Über dieses Bild

Lage von Bennstedt in Salzatal

Blick von Norden auf Bennstedt

Bennstedt ist eine Ortschaft der Einheitsgemeinde Salzatal im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bennstedt liegt etwa zehn Kilometer westlich von Halle (Saale) und etwa neun Kilometer östlich von Seeburg.

Geschichte

Bereits um das Jahr 800 siedelten Menschen im Gebiet Bennstedts. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Bennstedt als zehntpflichtiger Ort Bannungestät im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.[1]

Ab 1829 begann man untertage mit der Förderung von Braunkohle (Grube Sophie). Im 20. Jahrhundert wurde die Kohle dann im Tagebau abgebaut, wovon Restlöcher zeugen. Gegenwärtig ist man mit der Sicherung der vorhandenen Schächte beschäftigt, um das bestehende Gefährdungspotential einzuschränken.

Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Salzatal am 1. Januar 2010[2] war Bennstedt eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis.

Bürgermeister

  • 1994 bis 1996: Hans-Jürgen Bensing
  • 1996 bis 2009: Werner Uhlmann

Wappen

Ortswappen

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Blau, darin ein nach rechts gesenkter schwarzer Anker.“

Dorfkirche

Dorfkirche

Die Kirche des Ortes wurde 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist ein einschiffiger, überwiegend aus Feldsteinen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert errichteter Sakralbau mit einem quadratischen Chorturm. Der Chor ist im 14. Jahrhundert angefügt worden. Im Turm befinden sich Schallarkaden aus dem 13. Jahrhundert, an der Südseite des Schiffes ein spätgotisches Portal. [3] Die Nordseite des Turmes ist durch einen Anbau mit der Patronatsloge gekennzeichnet. Nach Westen hin schließt sich an das Kirchenschiff der Gruftanbau an. Dieser ist begehbar, er beinhaltet zwei prunkvolle Steinsarkophage und fünf Grabplatten der Familie von Bieberstein sowie sechs Grabplatten der Bennstedter Gutsbesitzerfamilie Koch.

Das Kirchenschiff wurde nach einem Brand im Jahre 1681 im darauffolgenden Jahr im barocken Stil erneuert.

Der Innenraum wird beherrscht von einem mächtigen Altaraufsatz im Chor, der übereinander Bilder vom Abendmahl, der Kreuzigung und der Auferstehung Christi zeigt. Auf der hufeisenförmigen Empore befindet sich eine 1775 vom Orgelbauer Johann Christoph Zuberbier erbaute Orgel.

Im Jahre 2003 wurde ein Förderverein mit dem Ziel der Sanierung der Kirche gegründet.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bennstedt wird von der 4-spurigen Bundesstraße 80 tangiert, die von Halle über Eisleben nach Sangerhausen führt. Der Ort wurde Ende 2004 an die im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit neu gebaute A 143 (auch Westumfahrung Halle genannt) angeschlossen.

Bildung

In Bennstedt gibt es eine Grundschule und eine Kindertagesstätte.

Einzelnachweise

  1. Reg. Thur. Nr. 287
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt, Deutscher Kunstverlag München/Berlin
  4. Mitteldeutsche Zeitung - Saalekreis, Die Zuberbier-Orgel ächzt nicht mehr, 3. Dez. 2008, S. 15

Weblinks


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