Bensem
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bensheim
Bensheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bensheim hervorgehoben
49.6666666666678.6166666666667115Koordinaten: 49° 40′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Bergstraße
Höhe: 115 m ü. NN
Fläche: 57,83 km²
Einwohner: 39.580 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 684 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 64601–64625
Vorwahl: 06251
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 002
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Kirchbergstraße 18
64625 Bensheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thorsten Herrmann (CDU)

Bensheim ist eine Stadt im Süden von Hessen (Deutschland) im Kreis Bergstraße. Bensheim liegt an der Bergstraße und ist mit fast 40.000 Einwohnern die größte Stadt des Kreises.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

180° Panoramabild von Bensheim (Bildmitte ist Westen)
180° Panoramabild von Bensheim (Bildmitte ist Westen)
Bensheim und seine Stadtteile
Bensheim von Norden
Der Winkelbach an der Mittelbrücke

Die Stadt liegt am östlichen Rande der Oberrheinebene an den Hängen des westlichen Odenwaldes an der Bergstraße. Die nächstgrößeren Städte sind Darmstadt (etwa 22 km nördlich), Heidelberg (etwa 35 km südlich), Worms (etwa 18 km westlich) und Mannheim (etwa 32 km südwestlich). Die Kreisstadt Heppenheim liegt etwa 5 km südlich.

Durch Bensheim fließt die aus dem Lautertal aus östlicher Richtung kommende Lauter, die ab Bensheim „Winkelbach“ heißt. Im Süden der Stadt fließt der ebenfalls aus dem Odenwald (Zeller Tal) kommende „Meerbach“. Weitgehend nur unterirdisch kanalisiert und erst ab dem westlichen Stadtrand an der Oberfläche verläuft der von der Lauter abgezweigte Neue Graben.

Nachbargemeinden

Bensheim grenzt im Norden an die Stadt Zwingenberg sowie die Gemeinden Alsbach-Hähnlein und Seeheim-Jugenheim, (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg), im Osten an die Gemeinde Lautertal, im Süden an die Stadt Heppenheim sowie im Westen an die Stadt Lorsch und die Gemeinde Einhausen.

Stadtgliederung

Bensheim lässt sich grob gliedern in

  • die östlich der Eisenbahnlinie gelegene Kernstadt (Alt- und Vorstadt) mit zahlreichen neuzeitlichen Stadterweiterungen (beispielsweise Brunnenweg- oder Metzendorfviertel, „Griesel“, Meerbach- und Hemsbergviertel)
  • die westlich der Eisenbahnlinie gelegene „Weststadt“ beispielsweise mit den Stadtvierteln „Port Arthur“, „Marokko“, „Leibwehviertel“ oder den „Kappesgärten“,
  • den nördlich von Bensheim an der Bergstraße gelegenen Stadtteil Auerbach,
  • die in den vorderen Odenwaldtälern gelegenen Stadtteile Hochstädten, Schönberg, Wilmshausen, Gronau und Zell sowie
  • die im Hessischen Ried gelegenen Stadtteile Langwaden, Fehlheim und Schwanheim.

Klima

Blühende Zierkirschen (Vordergrund) und Mandelbäume in der Wormser Straße am 16. März 2007

Bensheim zeichnet sich – wie die anderen Orte an der Bergstraße – durch ein besonders mildes und sonniges Klima mit etwa 2000 Sonnenstunden jährlich und dem frühesten Frühlingsbeginn Deutschlands aus. Geschützt durch den Odenwald gedeihen im milden Klima hier Kiwis, Mandeln, Feigen und Pfirsiche. Die Bergstraße wird deshalb oft als „Riviera Deutschlands“ bezeichnet.

Die Stadt Bensheim fördert die Kultivierung, beispielsweise von Mandelbäumen, in den Vorgärten der Anwohner. Jedes Jahr gibt es in Bensheim eine Blütenkönigin. Sie wird alljährlich vom Automobil-Club Bensheim gestellt und ist seit Jahrzehnten Aushängeschild der Stadt Bensheim im In- und Ausland.

Geschichte

siehe Hauptartikel Geschichte der Stadt Bensheim

Politik

Das alte, von Heinrich Metzendorf erbaute und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Rathaus von Bensheim im Jahr 1905
Rathaus Bensheim (ehemaliges Bischöfliches Konvikt)
Bürgermeister Thorsten Herrmann (rechts) mit Dominik Klein, der sich in das Goldene Buch der Stadt Bensheim einträgt, am 10. März 2007

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,2 20 43,1 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,5 13 32,7 15
FDP Freie Demokratische Partei 7,1 3 5,3 2
GLB Grüne Liste Bensheim 13,6 6 13,7 6
FWG Freie Wählergemeinschaft Bensheim 6,6 3 5,2 2
gesamt 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 43,0 50,5

Der Magistrat besteht aus neun Stadträten und dem Bürgermeister Thorsten Herrmann (CDU). Die zwei hauptamtlichen Stadträte sind Helmut Sachwitz (CDU) und Matthias Schimpf (Grüne Liste Bensheim). Die weiteren Sitze verteilen sich auf die CDU (drei Sitze), SPD (zwei Sitze), Grüne Liste Bensheim (ein Sitz) und die FDP (ein Sitz).

Bürgermeister

Mit dem Inkrafttreten der neuen Gemeindeordnung des Großherzogtums Hessen am 30. Juni 1821 konnten die Bensheimer Bürger ihren Bürgermeister wählen.

  • 1822–1825: Philipp Meißel
  • 1825–1837: Philipp Werle
  • 1837–1840: Adam Fertig
  • 1840–1857: Johannes Traupel
  • 1857–1859: Joseph August Hainz
  • 1860–1870: Franz Heinz
  • 1871–1902: Aloys van Gries
  • 1902–1912: Ignaz Frenay
  • 1913–1922: Karl Löslein
  • 1922–1933: Rudolf Angermeier
  • 1933–1934: Heinrich Nachtigall
  • 1934–1938: Georg Brückmann
  • 1938–1945: Ernst Missler
  • 1945–1945: Theodor Kräge
  • 1945–1946: Willy Klapproth
  • 1946–1954: Joseph Treffert, CDU
  • 1954–1972: Wilhelm Kilian, CDU
  • 1972–2002: Georg Stolle, CDU
  • seit 2002: Thorsten Herrmann, CDU

Der Bürgermeister Thorsten Herrmann (CDU) wurde am 30. Juni 2002 mit einem Stimmenanteil von 52,8 Prozent gewählt. Am 15. Juni 2008 wurde er mit 60,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Wappen

Das Wappen zeigt in Rot einen Ritter mit goldener zweihändig gehaltener Lanze („Contus“) und in goldener Rüstung auf einem silbernen Pferd. Darunter im Schildfuß sitzt ein grüner Drache, der von der Lanze durchbohrt wird.

Der rote Wappenhintergrund nimmt Bezug auf das Wappen von Mainz, da die Stadt bis 1802 im Besitz des Bistums Mainz war. Der den Drachen tötende Reiter stellt den Heiligen Georg dar, der in früheren Zeiten als Schutzpatron der Stadt Bensheim galt.

Städtepartnerschaften und Patenschaft

Zudem haben einige Stadtteile gesonderte Sädtepartnerschaften. Am 29. April 1956 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Arnau (tschechisch Hostinné) an der Elbe im Kreis Hohenelbe übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Marktplatz ist seit alters her der Mittelpunkt der Stadt Bensheim. Er liegt knapp 100 Meter westlich der St. Georgskirche. Um den Marktplatz herum befindet sich eine Reihe von Fachwerkhäusern.

Theater

  • Parktheater:Das Parktheater wurde 1968 gebaut und bietet als Dreh-und Angelpunkt verschiedene kulturelle Aktivitäten an. Neben dem städtischen Spieleplan bringen freie Veranstalter, Vereine und Schulen ein vielfälltiges Programm aus den Sparten Sprech-, Musik-und Tanztheater. Von Oktober 1998 bis Dezember 1999 wurde das Parktheater optisch, technisch und gestalterisch von Grund auf neu saniert.
  • PiPaPo Theater: bietet Kleinkunst Daneben hat Bensheim noch das „PiPaPo Theater“ (Kleinkunst), das
  • Vornerum Theater:
  • Varieté Pegasus:
  • Autorenkollektiv Laufkundschaft:
  • Museum der Stadt Bensheim: mit der Arnauerstube
  • Synagoge: in der Synagoge befindet sich auch ein Museum
  • Musikschule Bensheim: wurde 1979 gegründet. Durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben gehören die Schüler der städtischen Musikschule Bensheim regelmäßig zum Kreis der Preisträger auf Landes- und Bundesebene. Zahlreiche Ensembles fördern die Gemeinschaft der Musikschule. Die Musikschule Bensheim bietet ein breites Angebot an. So hat man die Auswahl von 17 verschiedenen Instrumentfächern.

Bauwerke

Bensheim hat zusammen mit allen Stadtteilen insgesamt 557Kulturdenkmäler.[1] Eine Auswahl der bedeutendsten Bauwerke der Stadt:

Sakralbauten

Alle 557 Kulturdenkmäler sind in der Liste der Kulturdenkmäler in Bensheim aufgeführt.

Fürstenlager bei Bensheim

Jugendkultur

Bensheim bietet eine Vielzahl an Angeboten für Kinder bis zum 14. Lebensjahr. So wurde beispielsweise am 26. Januar 2006 ein neues Jugendzentrum eröffnet, das Kindern bis 14 Jahren reichlich Möglichkeiten bietet, sich zu beschäftigen. Das alte, größere Jugendzentrum in der Wilhelmstraße wurde dafür geschlossen. Für Jugendliche, speziell für die subkulturellen Strömungen, wie die Skater, Biker oder die Nachwuchsmusikerszene, gibt es relativ wenig Angebote. Jedoch wurde am 30. August 2008 ein neuer BMX/Skatepark eingeweiht, wo sich nun die Skater und BMXer regelmäßig treffen. Dieser steht genau dort, wo der alte stand. Gefordert und auch geplant wurde der Park von den Jugendlichen selbst.

Für die Nachwuchsmusikerszene ist mit www.Bandsheim.de mittlerweile ein Internet-Portal entstanden, das regelmäßig Newcomer-Konzerte in Bensheim veranstaltet.[2] Neben Bandsheim existiert mit Party-Bensheim noch ein Portal, das Jugendlichen eine Plattform zum Kennenlernen, Diskutieren und Verabreden bietet.[3] Beide Portale wurden von Jugendlichen selbst gegründet.

Bensheim beherbergt jedoch einen „inoffiziellen“ Jugendtreff. Seit den frühen 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gibt es das „Mc Slobos“, eine Gaststätte, die ihren Ursprung im heute abgerissenen „Germania-Hof“ hat. Aufgrund vieler Live-Konzerte von renommierten, lokalen Bands und der aktiven Haltung der Gäste in politischen Fragen wurde aus dieser Gaststätte ein Anziehungspunkt für viele Jugendliche.

Seit geraumer Zeit ist geplant, ein selbstverwaltendes Jugendzentrum zu schaffen. Zu diesem Zweck haben sich in der Vergangenheit diverse Aktionen und Kampagnen gegründet, wie zum Beispiel das SKJuz,[4] ein „Förderverein für ein selbstverwaltetes Kultur- und Jugendzentrum in Bensheim“, oder die Aktion BürgerMaiStar[5].

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Bergsträßer Winzerfest: Das auch überregional bekannte Bergsträßer Winzerfest findet jedes Jahr in der ersten Septemberwoche in der gesamten Innenstadt statt. Das Samstags beginnende Fest dauert neun Tage. Am ersten Sonntag gibt es einen großen Festumzug und am zweiten Winzerfestsamstag wird ein Feuerwerk auf dem Kirchberg gezündet. Das erste Winzerfest wurde vom 19. bis 22. Oktober 1929 gefeiert. Bereits bei diesem Winzerfest gab es einen Festumzug und abends ein Feuerwerk auf dem Kirchberg.
  • Bürgerfest:Das anlässlich der Einweihung der Fußgängerzone 1975 eingeführte Bürgerfest wird seit 1977 regelmäßig im Frühsommer gefeiert.
  • Auerbacher Bachgassenfest: das 1987 erstmals begangene Auerbacher Bachgassenfest erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Gertrud-Eysoldt-Ring: seit 1986 wird in Gedenken an Gertrud Eysoldt jährlich in Bensheim der „Gertrud-Eysoldt-Ring“, einer der bedeutendsten Theaterpreise in Deutschland, verliehen.
  • Maiway: der Maiway wird seit 2003 jährlich veranstaltet. Dies ist ein Gastronomiefest, bei dem viele Kneipen in Bensheim Musikgruppen auftreten lassen.
  • Bergsträßer Jazzfestival: Unter der künstlerischen Leitung von Bruno Weis findet seit 2008 das Bergsträßer Jazzfestival[6] statt. Die Veranstaltungsreihe mit vier Konzerten an vier verschiedenen Orten erstreckt sich über das gesamte Kalenderjahr.

Sport

Überregional bekannt ist die in der 2. Handball-Bundesliga (Süd) spielende Damen-Mannschaft der HSG Bensheim/Auerbach. Außerdem ist der FC 07 Bensheim in der Verbandsliga vertreten.

Kulinarische Spezialitäten

Zwewwelkuche à la Fraa vun Bensem (Zwiebelkuchen nach Art der Frau von Bensheim)

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Bensheim zählt zum wirtschaftlich starken Rhein-Neckar-Dreieck und ist zusammen mit verschiedenen Nachbarstädten und -gemeinden (wie Heppenheim, Lorsch und Lautertal) im südhessischen Regionalplan als Mittelzentrum ausgewiesen.

Die Stadt verfügt über günstige Wirtschaftsdaten, auch im Verhältnis zu den ohnehin günstigen Daten des Rhein-Neckar-Raumes und der überdurchschnittliche Erwerbstätigenquote und besonders hoher Akademikeranteil bei überdurchschnittlich hoher Kaufkraft der Wohnbevölkerung.

Die Sirona Dental Systems GmbH hat ihren Sitz in Bensheim. Das Unternehmen ist der größte Arbeitgeber des Landkreises Bergstraße und produziert Waren und Dienstleistungen für Zahnärzte. Die Kern GmbH, ein Hersteller von Kuvertiersystemen für Banken, Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen und IT-Dienstleister, ist in Bensheim ansässig. Ihren Hauptsitz hat hier die deutsche Tochtergesellschaft von Cegedim Dendrite, die Cegedim Deutschland GmbH, die Dienstleistungen für pharmazeutische Unternehmen anbietet. Weiterhin befinden sich hier die Elektronikfirma Tyco Electronics AMP GmbH, die im IT-Bereich tätige SAP AG, die IFOK GmbH und die HTV GmbH, die für Hersteller aus fast allen Bereichen der Elektronik, Halbleiter testet und programmiert. Des Weiteren hat das Fahrzeugunternehmen Suzuki International Europe GmbH in Bensheim seinen Sitz. Die Fahrzeuge in der nationalen TV-Werbung des Unternehmens tragen aus diesem Grund das Kfz-Kennzeichen „HP“ (Heppenheim/Kreis Bergstraße), das sonst in diesem Zusammenhang eher selten zu finden ist. Die zu PaperlinX gehörende Deutsche Papier Vertriebs GmbH betreibt als überregional tätiger Papiergroßhändler eines der modernsten deutschen Hochregallager in Bensheim. Das GGEW, ein Dienstleistungsunternehmen für Strom, Gas und Wasser, hat seinen Sitz in Bensheim.

Medien

Über das Lokalgeschehen in Bensheim und Umgebung berichtet der zur Verlagsgruppe Mannheimer Morgen gehörende Bergsträßer Anzeiger, der seinen Sitz in der Rodensteinstraße 6 hat. Der Bergsträßer Anzeiger erscheint von Montag bis Samstag.

Verkehr

Der Bensheimer Bahnhof
Der Flugplatz Bensheim

Bensheim liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 3 und B 47. Im Westen der Stadt verläuft die A 5. Über zwei Ausfahrten ist Bensheim zu erreichen: im Norden über die Ausfahrt Zwingenberg–Bensheim-Auerbach und im Süden über die Ausfahrt Bensheim. Wenige Kilometer weiter westlich verläuft parallel zur A 5 die A 67. Hier ist Bensheim über die Anschlussstelle Lorsch zu erreichen.

Mit dem Bahnhof Bensheim ist der Ort über die Strecke Frankfurt am MainHeidelberg an das deutsche InterCity-Netz angeschlossen. Der Bahnhof ist außerdem Endpunkt der von Worms nach Bensheim führenden Nibelungenbahn. Der Ortsteil Auerbach hat einen eigenen, an der Linie Frankfurt am Main - Heidelberg gelegenen, Bahnhof. An ihm halten allerdings nur Regionalbahnen.

Der Frankfurter Flughafen befindet sich in knapp 50 Straßenkilometer nördlich von Bensheim. Das Segelfluggelände Bensheim ist Segelflugzeugen, Motorseglern oder kleineren Motorflugzeugen vorbehalten.

Bildung

Bensheim ist eine Stadt der Schulen, so gibt es hier fünf Gymnasien: das Alte Kurfürstliche Gymnasium, die Geschwister-Scholl-Schule (Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe), das Goethe-Gymnasium (Gymnasium ab Klasse 5 mit gymnasialer Oberstufe), die Karl-Kübel-Schule (kaufmännische Schulen mit Gymnasium für Wirtschaft, Technik und Gesundheit) und die Liebfrauenschule (LFS, privates katholisches Mädchengymnasium). Neben einem Berufsbildungszentrum ist mit der Heinrich-Metzendorf-Schule eine weitere Berufsschule angesiedelt.

Im Stadtgebiet existieren sechs Grundschulen. Dies sind die Hemsbergschule, die Grundschule Kappesgärten, die Joseph-Heckler-Schule, die Schloßbergschule, die Kirchbergschule und die Carl-Orff-Schule. Daneben gibt es die Schillerschule als Grund-, Haupt- und Realschule.

Drei Beratungs- und Förderzentren haben ihren Sitz in Bensheim. Dies sind die Schule für Lernhilfe, die Seebergschule für praktisch Bildbare und die Behindertenhilfe Bergstraße GmbH.

Anbieter von Erwachsenenbildung sind die Volkshochschule Bensheim[7] sowie das Frauen- und Familienzentrum Bensheim[8]; mit etwa 2000 Teilnehmenden im Jahr ist es die größte Familienbegegnungsstätte im Kreis Bergstraße.

Wissenschaft

In Bensheim ist seit 1947 mit dem Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes das größte europäische Ökumene-Institut ansässig. Von 1947 bis 1967 und seit November 2007 befindet es sich im Wolfgang-Sucker-Haus.

Persönlichkeiten

  • Jakob Adam (1568–1618), reformierter Prediger und Pfarrer (in Bensheim 1598 bis 1603)
  • Gerhard Beetz (1918–2005), Generalsekretär des Evangelischen Bundes
  • Hermann von Beisler (1790–1859), bayerischer Militär und Politiker
  • Moritz Edelmann (1891–1973), nationalsozialistischer Geschichtsdidaktiker
  • Friedrich Wilhelm Euler (1908–1995), Archivar, Genealoge und Stiftungsgründer
  • Eugen Flegler (1897–1981), deutscher Hochschullehrer für Elektrotechnik und Rektor der RWTH Aachen
  • Steffen Gebhardt (*1981), deutscher Pentathlet
  • Leo Grewenig (1898–1991), Maler, Schüler von Kandinsky und Klee[9]
  • Willi Harwerth (1894–1982), Grafiker und Illustrator
  • Eduard Haßloch (1887–1944), Kaufmann, Journalist und Bensheimer Heimatdichter
  • Joseph Heckler (1786–1857), Großherzoglich Hessischer Obereinnehmer, Heimatforscher
  • Heinz Jost (1904–1964), SS-Brigadeführer, Generalmajor der Polizei, Amtschef im SD-Hauptamt Amt III (Abwehr), Chef des RSHA-Amtes VI
  • Paul Kleinschmidt (1883–1949), deutscher Maler
  • Michael Klemm (* 1953), deutscher Autor, Regisseur und Schauspieler
  • Karl Ernst Knodt (1856–1917), deutscher Dichter
  • Bernd Koberstein (* 1952), Bezirksapostel und Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
  • Karl Kunkel (* 1913), katholischer Theologe
  • Klaus Kübler (1936–2007) Bundestagsabgeordneter (SPD)
  • Hugo Lindemann (1867–1949), deutscher Hochschullehrer und sozialdemokratischer Politiker
  • Michael Meister (* 1961), Bundestagsabgeordneter (CDU)
  • Georg Metzendorf (1874–1934), Architekt
  • Franz Heinrich Metzendorf (1866–1923), Architekt, „Baumeister der Bergstraße“
  • Marcus Morlinghaus (* 1965), deutscher Schauspieler, Autor und Regisseur
  • Norbert Müller-Everling (* 1953), Bildhauer
  • Arthur von Oettingen (1836–1920), deutsch-baltischer Physiker, Musiktheoretiker und Biograf
  • Wilhelm Ringelband (1921–1981), Theaterkritiker, Stifter des Gertrud-Eysoldt-Rings
  • Joseph Stoll (1879–1956), Heimatdichter, Heimatforscher, Mitbegründer des Bensheimer Winzerfestes, NSDAP-Lokalpolitiker
  • Wolfgang Sucker (1905–1968), Gründer des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim
  • Bernhard Trares (* 1965), ehemaliger deutscher Fußball-Bundesligaspieler und Fußballtrainer
  • Otto Werner-Mueller (* 1926), Dirigent und Musikpädagoge
  • Wilhelm Weyrauch (1914–2003), Regionalgeschichtsforscher und Kommunalpolitiker

Einzelnachweise

  1. Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Stand vom 23. April 2008
  2. Webseite von Bandsheim
  3. Webseite von Party-Bensheim, einem Forum für Jugendliche in Bensheim und Umgebung.
  4. Webseite des SKJuz.
  5. Webseite der Bürgermaistars, eine Bürgerinitiative für die Bensheimer Jugend.
  6. Webpräsenz des Bergsträßer Jazzfestival
  7. Webpräsenz der Volkshochschule Bensheim
  8. Webpräsenz des Frauen- und Familienzentrums Bensheim
  9. Leo Grewenig (1898–1991) – Leben und Werk : mit einem kritischen Katalog sämtlicher Arbeite, abgerufen am 27. August 2007

Literatur

  • Joseph Stoll: Bensheimer Idiotikon, Eine Sammlung von Wörtern und Ausdrücken der Bensheimer Mundart mit Nachweisungen ihres Ursprungs und lokalgeschichtlichen Anmerkungen. Museumsverein Bensheim 1984, ISBN 3-931960-04-8.
  • Diether Blüm: Bensheimer Schulhäuser im Wandel der Jahrhunderte. Verlag Bergsträßer Anzeiger, Bensheim 1992.
  • Diether Blüm: Adelsfamilien im alten Bensheim. K+G Verlag GmbH, Bensheim 1995.
  • Rudolf Köster und Wilhelm Weyrauch: Ältere Flurnamen von Bensheim und seinen Stadtteilen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Hrsg. v. Museumsverein Bensheim in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstraße, Sonderband 17 in der Reihe der Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Verlag Laurissa Lorsch [1995], ISBN 3-922781-82-9
  • Rudolf Köster: Die Namen der Bensheimer Straßen, Wege, Plätze und Passagen von A–Z erläutert. Museumsverein Bensheim, 1996, ISBN 3-931960-05-6.
  • Manfred Berg: Bensheim – Die Reihe Archivbilder. Sutton-Verlag GmbH, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-090-4.
  • Dorothea Schües: Der korrupte Kommerzienrat [Johann Maria Schlinck, Bürger und Stadtrat in Bensheim] Ein Zeitbild um 1800. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8301-0390-5.
  • Manfred Berg: Bensheim erleben – Ein Führer zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Edition Diesbach, Weinheim 2002, ISBN 3-936468-02-8.
  • Wilhelm Weyrauch: Das frühe Bensheim - Vorträge und Aufsätze zur Entwicklungsgeschichte der Stadt - mit zahlreichen historischen Abbildungen. VVB Laufersweiler Verlag, Gießen 2004.
  • Rudolf Köster: Bensheimer Familiennamen. Hrsg. v. Museumsverein Bensheim in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstraße, Sonderband 23 in der Reihe der Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Verlag Laurissa Lorsch 2004, ISBN 3-922781-25-X.
  • Manfred Berg: Bensheim entdecken - Ein Malbuch für Schulkinder. Eigenverlag Berg, Bensheim 2005, ISBN 3-00-017780-9.
  • Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl (Hrsg.) unter Leitung v. Schäfer, Franz Josef und Lotz, Peter: Jakob Kindinger - Ein politisches Leben. Druckhaus Diesbach GmbH, Weinheim 2006, ISBN 3-00-018379-5.
  • Reiner Maaß und Manfred Berg (Hrsg.): Bensheim – Spuren der Geschichte. EditionDiesbach, Weinheim 2006, ISBN 3-936468-31-1, ISBN 978-3-936468-31-1

Weblinks


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