Berg-Vielfraßschnecke
Berg-Vielfraßschnecken
Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana)

Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana)

Systematik
Unterordnung: Landlungenschnecken (Stylommatophora)
Überfamilie: Enoidea
Familie: Vielfraßschnecken (Enidae)
Unterfamilie: Eninae
Gattung: Ena
Art: Berg-Vielfraßschnecken
Wissenschaftlicher Name
Ena montana
(Draparnaud, 1801)

Die Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana), von manchen Autoren auch als Berg-Turmschnecke bezeichnet, ist eine Schneckenart der Familie Vielfraßschnecken (Enidae) aus der Unterordnung der Landlungenschnecken (Stylommatophora).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Das Gehäuse ist spitzkonisch und weist 7 bis 8 Windungen auf, die ziemlich flach sind. Adult erreichen sie eine Höhe von 14 bis 17 Millimeter und eine Dicke von 6 bis 7 Millimeter. Der Mündungsrand ist umgebogen, aber nur wenig verdickt. An der Oberseite der Mündung ist statt einer Lippe ein Kallus entwickelt. Der Mundsaum ist blassrosa bis weiß. Die Oberfläche des Gehäuses ist mit kräftigen, teils gekörnten, etwas unregelmäßigen Anwachsstreifen bedeckt und nur schwach glänzend. Die Farbe variiert von hell- bis dunkelbraun, der Apex kann auch durch Ausbleichung fast weiß sein. Der Weichkörper des Tieres ist dunkelbraun bis violettbraun mit dunkleren Flecken auf der Oberseite und dem Kopf des Tieres.

Vorkommen, Lebensweise und Verbreitung

Die Berg-Vielfraßschnecke kommt in alten Wäldern und Bodenstreu und Laub vor, zwischen Steinen und Felsen, weniger häufig auch in alten Heckenreihen und Gebüsch. Bei feuchtem Wetter steigt sie häufig an Bäumen und Steinen hoch. Sie lebt bevorzugt in den Mittel- und Hochgebirgen, gelegentlich auch im Flachland. In den Alpen kommt sie bis in eine Höhe von 2000 m vor. Sie ist generell eher selten und die Vorkommen sind sehr isoliert. Über die Ernährung ist wenig bekannt. Sie scheint sich von welken Pflanzen und sich zersetzendem organischen Material zu ernähren[1]. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis Mittelrussland und in die Karpaten, im Westen bis Ostfrankreich und die Westalpen. Aus Westeuropa sind nur isolierte Vorkommen in Westfrankreich und Südengland sowie den Pyrenäen bekannt.

Systematik

Die Art wurde von Jacques Philippe Raymond Draparnaud als Bulimus montanus bereits im Jahre 1801 erstmals wissenschaftlich beschrieben. Es existieren mindestens zwei Synonyme[2]. Ena montana (Draparnaud, 1801) ist die typische Art der Gattung Ena Turton, 1831.

Einzelnachweise

  1. Frömming, S.53
  2. Fauna Europaea

Literatur

  • Rosina Fechter und Gerhard Falkner: Weichtiere. 287 S., Mosaik-Verlag, München 1990 (Steinbachs Naturführer 10). ISBN 3-570-03414-3
  • Ewald Frömming: Biologie der mitteleuropäischen Landgastropoden. 404 S.- Duncker & Humblot, Berlin 1954.
  • Jürgen H. Jungbluth und Dietrich von Knorre: Trivialnamen der Land- und Süßwassermollusken Deutschlands (Gastropoda et Bivalvia). Mollusca, 26(1): 105-156, Dresden 2008. ISSN 1864-5127 PDF
  • Michael P. Kerney, R. A. D. Cameron & Jürgen H. Jungbluth: Die Landschnecken Nord- und Mitteleuropas. 384 S., Paul Parey, Hamburg & Berlin 1983. ISBN 3-490-17918-8

Weblinks

 Commons: Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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