Berghausen bei Speyer
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Römerberg
Römerberg (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Römerberg hervorgehoben
49.2872222222228.3977777777778115Koordinaten: 49° 17′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Pfalz-Kreis
Höhe: 115 m ü. NN
Fläche: 27,86 km²
Einwohner: 9194 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 330 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67354
Vorwahl: 06232
Kfz-Kennzeichen: RP (bis 31. Aug. 2005: LU)
Gemeindeschlüssel: 07 3 38 023
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Am Rathaus 4
67354 Römerberg-Heiligenstein
Webpräsenz:
Bürgermeister: Manfred Scharfenberger (CDU)

Römerberg ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Römerberg liegt etwa zwei Kilometer südlich von Speyer in der Rheinauenlandschaft. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim.

Geschichte

Die Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim gebildet. Da die Gemeinde an der alten Römerstraße liegt, fand der Name Römerberg als neutrale Benennung die Zustimmung aller drei Ortsteile.

Älteste Gemeinde war Mechtersheim, das erstmals 1035, als der Erzbischof von Mainz dem Benediktinerkloster zu Eußertal ein Gut schenkte, erwähnt wurde. 1148 wurde dieses von Zisterziensermönchen übernommen. Heiligenstein wurde 1190 unter Namen Heiligsten erstmals genannt, als das Domkapitel zu Speyer das Dorf als Sammelstätte für Abgaben (Zehntsteuer) nannte. 1235 ist bereits eine Kirche bezeugt. Nur zwei Jahre später als Heiligenstein wurde 1192 Berghausen als Berchhusen erwähnt. Für 1268 ist dort eine Kirche nachgewiesen.

Hymne

Der Ortsteil Mechtersheim besitzt mit "Mechtersheim am Rheine" eine eigene, dreistrophige Dorfhymne.

Politik

Gemeinderat

  1. CDU 53,3 % (+1,7) - 13 Sitze (=)
  2. GRÜNE 18,9 % (+1,8) - 5 Sitze (+1)
  3. SPD 14,5 % (-4,5) - 3 Sitze (-1)
  4. WGR 13,4 % (+1,0) - 3 Sitze (=)

Bürgermeister

Manfred Scharfenberger (CDU) wurde am 11. März 2007 mit 86,02 % gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,18 %.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: Von Gold und Blau geteilt, oben wachsend eine schaftlose rote Armbrust, unten eine bestielte goldene Weintraube mit zwei goldenen Blättern, beseitet rechts von einem schräggestellten, nach innen gekehrten goldenem Rebmesser, links von einer nach außen gestürzten schräggestellten goldenen Pflugschar.

Es wurde 1971 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und zeigt die drei Hauptelemente der historischen Wappen der drei Ortsteile.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrgemeinde St. Pankratius - Berghausen
  • Pfarrgemeinde St. Laurentius - Mechtersheim
  • Pfarrgemeinde St. Sigismund - Heiligenstein
  • Protestantisches Pfarramt Römerberg - in Mechtersheim

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Römerberg ist über die Bundesautobahn 61 und die Bundesstraße 9 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Per Schiene ist durch den Verkehrsverbund Rhein-Neckar eine gute Anbindung an die umliegenden Großstädte gewährleistet. Dazu besitzen die Ortsteile Berghausen und Heiligenstein jeweils einen Bahnhof, die im Dezember 2006 nach langen Umbauarbeiten an das S-Bahnschienennetz der S-Bahn RheinNeckar angebunden wurden. Von dort aus kann man direkt nach Mannheim oder nach Germersheim fahren.

Wirtschaft

Landwirtschaft und Weinbau spielen kaum mehr eine Rolle. Ein Großteil der Bevölkerung pendelt nach Speyer, Ludwigshafen am Rhein oder Mannheim, aber auch nach Heidelberg oder Walldorf (SAP AG) sowie Wörth am Rhein (Daimler AG).

Bildung

Neben vier Kindergärten gibt es auch drei Grundschulen, eine Regionale Schule sowie die Mediathek.

Persönlichkeiten

  • Joseph Eduard Konrad Bischoff (1828–1920) Priester und unter dem Pseudonym Conrad von Bolanden ein sehr bekannter deutscher Schriftsteller, war 1859-1869 Pfarrer in Berghausen.
  • Arnold Wühl, Künstler
  • Wilhelm Kreutz, Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus. Mitglied der Widerstandsgruppe Speyer-Kameradschaft[2]

Einzelnachweise

  1. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  2. Michael Schepua: Nationalsozialismus in der pfälzischen Provinz: Herrschaftspraxis und Alltagsleben in den Gemeinden des heutigen Landkreises Ludwigshafen 1933–1945. (Mannheimer historische Forschungen, Bd. 20), Mannheim 2000, ISBN 3-920671-40-6

Weblinks


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