Bergkamen-Weddinghofen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bergkamen
Bergkamen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bergkamen hervorgehoben
51.6166666666677.633333333333365Koordinaten: 51° 37′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Höhe: 65 m ü. NN
Fläche: 44,8 km²
Einwohner: 51.661 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59192
Vorwahlen: 02307,
02389 (Stadtteil Rünthe),
02306 (Stadtteil Oberaden)
Kfz-Kennzeichen: UN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 004
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
59192 Bergkamen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Roland Schäfer (SPD)
Lage der Stadt Bergkamen im Kreis Unna
Kreis Unna Nordrhein-Westfalen Ennepe-Ruhr-Kreis Hagen Dortmund Kreis Recklinghausen Kreis Coesfeld Kreis Warendorf Hamm Kreis Soest Hochsauerlandkreis Märkischer Kreis Schwerte Holzwickede Fröndenberg Unna Lünen Bergkamen Kamen Bönen Werne SelmKarte
Über dieses Bild
Bergkamen Rathaus

Bergkamen ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Verwaltungsmäßig gehört die Stadt zum Kreis Unna im Regierungsbezirk Arnsberg sowie zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe und zum Regionalverband Ruhr. Landesplanerisch ist Bergkamen ein Mittelzentrum in der Ballungsrandzone des Oberzentrums Dortmund. Die erst am 1. Januar 1966 durch den Zusammenschluss von fünf kleineren Gemeinden entstandene neue Gemeinde Bergkamen – Overberge kam erst zwei Jahre später hinzu – war früher als größte Bergbaustadt Europas ein Begriff. Heute befindet sich Bergkamen mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel und ist bekannt für seine Vielfalt an Sport- und Freizeitangeboten und sein besonderes kulturelles Angebot.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bergkamen liegt im mittleren Westen der Bundesrepublik Deutschland, in Westfalen, am Ostrand des industriell geprägten Ruhrgebiets, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Großstädten Hamm und Dortmund.

Südlich der Stadt verläuft der Hellweg mit dem sich anschließenden Mittelgebirge des Sauerlandes, unmittelbar nördlich grenzt das Münsterland an Bergkamen. Im Osten liegt die fruchtbare Soester Börde.

Die Nordgrenze der Stadt wird von der Lippe, die Ostgrenze von der Bundesautobahn 1 gebildet. Die Südgrenze verläuft ungefähr im Bereich der A 2. Entlang der Westgrenze fließt die Seseke, ein Zufluss zur Lippe.

Der Datteln-Hamm-Kanal bindet Bergkamen an das europäische Wasserstraßennetz an.

Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist mit 148,5 m ü. NN die „Adener Höhe“ auf der künstlich aufgeschütteten Bergehalde Großes Holz, einer Landmarke im Ruhrgebiet.

Geografische Lage der Nachbarstädte

Nachbarstädte

In direkter Nachbarschaft befinden sich Kamen, Lünen und Werne (alle im Kreis Unna) und die kreisfreie Großstadt Hamm.

Geografische Lage der Stadtteile Bergkamens

Stadtgliederung

Die Stadt Bergkamen besteht seit dem 1. Januar 1966 (Overberge seit dem 1. Januar 1968) aus folgenden Ortsteilen (mit Angabe der Einwohnerzahl zum 31. Dezember 2007 in Klammern):

  • Heil (477 Ew.)
  • Mitte (17.969 Ew.)
  • Oberaden (12.323 Ew.)
  • Overberge (3813 Ew.)
  • Rünthe (6991 Ew.)
  • Weddinghofen (10.182 Ew.)


Wappen

Tafel zum Gedenken an die Stadtgründung
Brunnen mit den Wappen der Stadtteile am Nordberg

Das Wappen der Stadt Bergkamen zeigt sechs im Wechsel von Rot und Weiß kranzförmig angeordnete Sechsecke auf gelbem Grund.

Die Zahl 6 weist darauf hin, dass die Stadt Bergkamen durch den Zusammenschluss von sechs Gemeinden (den heutigen Stadtteilen) entstanden ist. Die Anordnungsform der Sechsecke soll die chemische Strukturformel für Benzol (C6H6)= versinnbildlichen und damit auf die damalige industrielle Grundlage der Stadt (Steinkohle, Kokerei, Kohlechemie) hinweisen.

Die verwendeten Farben gelb, rot und weiß erinnern an die ehemalige Territorialzugehörigkeit des heutigen Bergkamener Stadtgebietes zur Grafschaft Mark.

Die Wappen der vormals selbständigen Gemeinden Weddinghofen, Rünthe und Oberaden sind auf einer Gedenktafel am Rathauseingang abgebildet. Auf der Außenseite eines sechseckigen Brunnens in der Fußgängerzone in Stadtzentrum Ost sind zusätzlich die Wappen der Gemeinden Overberge und Heil abgebildet.

Geschichte

Die Geschichte des Raumes der Stadt Bergkamen reicht zurück bis zu den Römern. Im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. wurde im Zuge der geplanten Expansion des Römischen Reiches vom Rhein bis zur Elbe von römischen Legionen unter dem Oberbefehl des Feldherrn Drusus, einem Stiefsohn des Kaisers Augustus, bei ihrem Vorstoß entlang der Lippe auf einem Hügel im heutigen Stadtteil Bergkamen-Oberaden das Römerlager Oberaden, ein Legionslager für zwei Legionen und Hilfstruppen errichtet. Im Jahre 8 v. Chr. wurde das Lager nach Unterwerfung der germanischen Stämme der Sugambrer und der Brukterer planmäßig wieder aufgegeben.

Seit der Entdeckung des Römerlagers im Jahre 1905 durch den Pfarrer Otto Prein wurden in mehreren Grabungskampagnen Teile der Anlage erforscht. Das 56 ha große Lager gehört zu den wichtigsten frühgeschichtlichen Bodendenkmälern Westfalens. Es ist das größte römische Militärlager nördlich der Alpen und das älteste bekannte Lager in Westfalen. Einige Funde und Rekonstruktionen finden sich im Stadtmuseum Bergkamen.

Aus sächsisch-fränkischer Zeit stammt eine noch gut erkennbare Doppelwall-Ringanlage im Nordosten des Stadtgebietes, die sogenannte Bummannsburg, die als Bodendenkmal unter Schutz steht.

Stadtmuseum

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestanden im Raum der heutigen Stadt Bergkamen nur kleinere Dörfer und Einzelgehöfte. Zu nennen ist das Gut Haus Velmede, das seit dem Jahre 1636 Sitz eines Teils der Familie von Bodelschwingh ist, der im 19. Jahrhundert zwei preußische Minister und auch Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh, der Gründer der Krankeneinrichtungen in Bethel bei Bielefeld, entstammten. Unmittelbar östlich der Stadtgrenze, auf dem Gebiet der Stadt Hamm, liegt das Haus Reck, ein alter Adelssitz aus dem 15. Jahrhundert.

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Ruhrbergbau den hiesigen Raum. 1890 wurde der erste Schacht für das spätere Bergwerk Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2 abgeteuft. Damit begann durch den Arbeitskräftebedarf des Bergbaus der starke Bevölkerungsanstieg in den Gemeinden des heutigen Stadtgebietes. So verneunfachte sich die Bevölkerung der Altgemeinde Bergkamen zwischen 1890 und 1912.

1946 ereignete sich Deutschlands schwerstes Grubenunglück auf der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 in 939 Metern Tiefe. 405 Bergleute kamen um.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1966 schlossen sich die Gemeinden Bergkamen, Rünthe, Weddinghofen, Oberaden und Heil zur Großgemeinde Bergkamen zusammen, der am 14. Juni 1966 von der Landesregierung NRW die Stadtrechte verliehen wurden. Die Gemeinde Niederaden, die sich ursprünglich ebenfalls Bergkamen anschließen wollte, entschied sich jedoch für die Eingemeindung in die Stadt Lünen. Durch das sogenannte Unna-Gesetz kam schließlich zum 1. Januar 1968 als sechster Ortsteil die Gemeinde Overberge hinzu.

Politik

Wahl zum Rat der Stadt

Das Rathaus Ende der 1970er Jahre

Die Kommunalwahl in NRW vom 26. September 2004 brachte für die 44 Sitze des Rates der Stadt Bergkamen folgendes Ergebnis:

  • SPD: 51,7 % = 23 Sitze
  • CDU: 32,0 % = 14 Sitze
  • Grüne/GAL: 8,4 % = 4 Sitze
  • FDP: 3,7 % = 1 Sitz
  • BergAUF Bergkamen: 4,3 % = 2 Sitze

Das Personenwahlbündnis BergAUF Bergkamen wird vom Verfassungsschutz als der MLPD nahe stehend zugeordnet.

Unter den 396 Kommunen Nordrhein-Westfalens gab es bei der letzten Kommunalwahl lediglich drei Kommunen mit einer absoluten Ratsmehrheit der SPD (ohne Stimme des Bürgermeisters): Rödinghausen, Bönen und Bergkamen.

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[2] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:

Jahr SPD CDU FDP Grüne GAL Grüne GAL Berg AUF
1975 64,5 28,1 5,7
1979 64,5 29,3 4,9
1984 57,8 29,1 7,1 3,6
1989 62,4 24,6 3,6 9,4
1994 63,6 24,9 9,7
1999 48,5 39,4 4,2 7,9
2004 51,7 32,0 3,7 8,4 4,3

Bürgermeisterwahl

Die Bürgermeisterwahl vom 26. September 2004 brachte im ersten Wahlgang folgendes Ergebnis:

  • Roland Schäfer (SPD) 57,2 %
  • Elke Middendorf (CDU) 35,6 %
  • Thomas Grziwotz (Grüne/GAL) 7,3 %

Damit ist Roland Schäfer zum zweiten Mal nach 1999 direkt zum hauptamtlichen Bürgermeister Bergkamens gewählt worden.

Stadtdirektoren

Bürgermeister

  • Edgar Pech (SPD) 1966–1975
  • Heinrich Kook (SPD) 1975–1989
  • Wolfgang Kerak (SPD) 1989–1998
  • Roland Schäfer (SPD) 1998–heute

Abgeordnete für Bergkamen


Städtepartnerschaften

Bergkamen unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Bergkamen
Platz der Partnerstädte am Rathaus

Durch das Städtische Gymnasium Bergkamen und sein Jugendsinfonieorchester „Bachkreis Bergkamen“ entstand eine Partnerschaft mit

Der Kreis Unna unterhält eine langjährige Partnerschaft mit

In diesem Rahmen führt die Bergkamener Volkshochschule seit vielen Jahren entsprechende Sprachreisen durch.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Bergkamens Wirtschaft wurde bis vor wenigen Jahrzehnten vom Bergbau (Steinkohle) geprägt. Die Zechenschließungen haben jedoch die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellen lassen. Zur Zeit stehen im Stadtgebiet mehr als 110.000 m² Gewerbe- beziehungsweise Mischgebietsflächen für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zur Verfügung. Mittel- bis langfristig werden über 340.000 m² verfügbar sein.

Gewerbebetriebe

(Stand 10/2007)

  • 34 Industrieunternehmen
  • 29 Großhandelsbetriebe
  • 162 Einzelhandelsbetriebe
  • 52 Gastronomiebetriebe
  • 56 Landwirtschaftsbetriebe
  • 220 Meister-Handwerksbetriebe
  • 91 Betriebe handwerksähnlichen Gewerbes
  • 108 sonstige Betriebe und Dienstleistungsunternehmen

Ansässige Großunternehmen

Bergkamen
Bayer Schering Pharma AG
  • Bayer Schering Pharma AG
    die frühere Schering AG, ein ehemaliger großer, deutscher Pharmakonzern, dessen Hauptsitz in Berlin, dessen Hauptproduktionsstandort der Wirkstoffe aber in Bergkamen war, wurde 2006 von der Bayer AG mit Hauptsitz in Leverkusen übernommen.
  • Chemtura Corp.
    Ehem. Crompton Corp., nach Zusammenschluss der beiden US-amerikanischen Chemieunternehmen Crompton Corp. und Great Lakes Manufacturing im Bereich Industriechemikalien
  • Huntsman GmbH & Co.KG
    Herstellung von Basismaterial für Lack, Bautenschutzmittel, Klebstoffe und Druckfarben für die weiterverarbeitende Industrie
  • Steag Kraftwerk
    Ein größerer Arbeitgeber ist auch das Kraftwerk Bergkamen.
  • Poco Einrichtungsmärkte
    1989 von Peter Pohlmann gegründet, betreibt dieses in Bergkamen ansässige Unternehmen eine Vielzahl von Filialen in ganz Deutschland

Verkehr

Straßenverkehr

Verkehrsanbindung

Die Stadt Bergkamen liegt am Kamener Kreuz und ist über zwei Autobahnen sowie zwei Bundesstraßen an das deutsche Fernstraßennetz angebunden:

PuttgardenHamburgBremenDortmundWuppertalKölnSaarbrücken (Hansalinie)
OberhausenDortmundBielefeldHannoverMagdeburgBerlin

Der Verlauf der Bundes- (B) und Landesstraßen (L) durch das Bergkamener Stadtgebiet:

  • B 61
    Diese Bundesstraße verläuft von Westen aus Lünen kommend durch den Stadtteil Oberaden und führt in Richtung Kamen durch den ländlichen Süden des Stadtteils Weddinghofen. Nahe der Stadtgrenze zu Kamen ist die B 61 über die Anschlussstelle Kamen-Bergkamen mit der Autobahn A 2 verbunden. Die Straße führt durch Kamen, erreicht noch einmal im Süden des Stadtteils Overberge das Bergkamener Stadtgebiet und verlässt es Richtung Hamm.
  • B 233
    Diese Bundesstraße bildet von Süden kommend aus Richtung Kamen zum großen Teil die Grenze zwischen den Stadtteilen Bergkamen-Mitte und Overberge. Weiter nördlich führt sie durch den Stadtteil Rünthe und verlässt das Stadtgebiet in Richtung Werne.
  • L 664
    Diese Landesstraße beginnt östlich des Ortskerns von Bergkamen-Oberaden an der B 61. Sie führt durch Weddinghofen, Bergkamen-Mitte und Overberge und verlässt Bergkamen in Richtung des Hammer Stadtteils Pelkum
  • L 736
    Diese Landesstraße führt aus Lünen kommend durch die Stadtteile Heil und Rünthe und verlässt Bergkamen in Richtung Hamm. Direkt an der Grenze des Stadtteils Rünthe zu Hamm ist die L 736 über die Anschlussstelle Bergkamen-Hamm mit Autobahn A 1 verbunden.
  • L 821
    Diese Landesstraße beginnt in Stadtteil Heil. Sie verläuft hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung durch Oberaden und verlässt Bergkamen in Richtung des Kamener Stadtteils Methler
    Eine neue Streckenführung innerhalb der Stadt Bergkamen ist schon seit über zwanzig Jahren im Gespräch, aber höchst umstritten.

Schienenverkehr

Die DB-Güterverkehrslinie Hamm – Recklinghausen (Hamm-Osterfelder Bahn) durchquert das Stadtgebiet von Westen nach Osten. Bis 1983 wurde die zweigleisig ausgebaute Strecke auch für den Personennahverkehr genutzt. Der Bergkamener Bahnhof befand sich zwischen den Stadtteilen Mitte und Rünthe im dünn besiedelten Gebiet nahe dem heutigen Naturschutzgebiet „Beversee“. Ein zweiter Bahnhof befand sich im Stadtteil Oberaden an der Lünener Straße (B61).

Die nächsten Bahnhöfe für Schienen-Personenverkehr liegen in den Nachbarstädten Kamen, Lünen und Werne. Die nächstgelegenen Bahnknotenpunkte sind Hamm und Dortmund.

Busverbindungen

Bergkamen
Busbahnhof
Das Westfälische Sportbootzentrum – Marina Rünthe
Hotel Restaurant Nautilus in der Marina Rünthe

Der öffentliche Personennahverkehr in Bergkamen wird von der VKU durchgeführt. Ein zentraler Omnibusbahnhof befindet sich direkt am Bergkamener Rathaus.

Folgende Schnellbuslinen der VKU verbinden Bergkamen mit größeren Nachbarstädten:

  • S20 Lünen – Bergkamen
  • S30 Hamm-Herringen – Bergkamen – Dortmund
  • S80 Werne – Bergkamen – Kamen – Unna

Seit 2005 verfügt Bergkamen mit der Schnellbuslinie S30 über eine attraktive Verbindung nach Dortmund. Die Streckenführung (Hamm-Herringen – Bergkamen-Rünthe – Bergkamen Busbahnhof – Bergkamen-Weddinghofen – Dortmund-Eving – Dortmund Reinoldikirche – Dortmund ZOB am Hauptbahnhof) und kurze Fahrzeiten sorgen für eine hohe Akzeptanz für die in der Regel mit einem Doppeldeckerbus bediente Schnellbusline.

In und durch Bergkamen verkehren drei Regiobus-Linien der VKU:

  • R11 Lünen – Bergkamen-Oberaden – Bergkamen-Weddinghofen – Bergkamen
  • R12 Lünen – Bergkamen-Oberaden – Bergkamen-Weddinghofen – Bergkamen – Bergkamen-Overberge – Kamen
  • R81 Werne – Bergkamen-Rünthe – Bergkamen – Bergkamen-Weddinghofen – KamenUnna

Stadtbahn

Eine Stadtbahnlinie, die Bergkamen mit Dortmund verbinden soll, ist in Planung (Regionalstadtbahn). Sie könnte später weiter bis Hamm führen.

Wasserstraßennetz

Der Datteln-Hamm-Kanal bindet Bergkamen an das europäische Wasserstraßennetz an. Bergkamen besitzt zwei industriegewerbliche Häfen am Datteln-Hamm-Kanal. Außerdem befindet sich an diesem Kanal in Bergkamen ein Sportboothafen, die Marina Rünthe. Sie zählt zu den größten Freizeithäfen in Nordrhein-Westfalen.

Flughäfen

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Dortmund, der Flughafen Düsseldorf International und der Flughafen Münster/Osnabrück.

Bildung

In Bergkamen sind fast alle Schulformen vertreten. Weiterhin verfügt Bergkamen über eine Jugendkunstschule, eine Musikschule und eine Volkshochschule. Die Stadtbücherei ist erst vor wenigen Jahren in das Gebäude am Stadtmarkt eingezogen.

Förderschulen

Bergkamen-Heil

  • Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung

Bergkamen-Oberaden

  • Albert-Schweitzer-Schule, Kompetenzzentrum
  • Nebenstelle der Schule im Heithof, Westfälische Schule für Kranke beim Westfälischen Institut Hamm

Bergkamen-Weddinghofen

  • Regenbogenschule, Förderschwerpunkt: Emotionale und soziale Entwicklung

Grundschulen

Bei dem Anmeldeverfahren der Lernanfänger sind mittlerweile die Schulbezirksgrenzen entfallen.

Bergkamen-Mitte

  • Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Pestalozzischule
  • Schillerschule

Bergkamen-Oberaden

  • Alisoschule
  • Jahnschule
  • Preinschule

Bergkamen-Overberge

  • Overberger Grundschule

Bergkamen-Rünthe

  • Freiherr-von-Ketteler-Schule

Bergkamen-Weddinghofen

  • Pfalzschule

Weiterführende Schulen

  • Städtisches Gymnasium Bergkamen (im Stadtteil Weddinghofen)
  • Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen
  • Freiherr-vom-Stein-Realschule
  • Realschule Oberaden
  • Heidehauptschule (im Stadtteil Weddinghofen mit einer Nebenstelle im Stadtteil Oberaden)
  • Hellweghauptschule (im Stadtteil Rünthe)
  • RAG-Bildung, Bildungszentrum Bergkamen (im Stadtteil Weddinghofen, Kleiweg)

Kultur und Freizeit

Historische Stätten

Bergkamen
Erdwall der Bummannsburg
  • Römerlager Oberaden
    Das Römerlager Oberaden im Ortsteil Oberaden ist als Zwei-Legionen-Lager mit 54 ha Grundfläche das größte römische Militärlager nördlich der Alpen und zugleich das älteste Legionslager in Westfalen. Am 30. April 2006 wurde der Archäologische Lehrpfad Römerlager Oberaden des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen der interessierten Öffentlichkeit übergeben.
  • Bodendenkmal Bummannsburg
    Die Bummannsburg befindet sich in einem Wald nahe der Autobahn A1 im Stadtteil Rünthe. Trotz des starken Baumbewuchses sind die Wälle der sächsisch-fränkischen Doppelwall-Ringanlage noch gut zu erkennen. Die Anlage diente den Bauern aus der Umgebung als Fluchtburg. Heute ist innerhalb der Anlage ein Waldlehrpfad angelegt.

Denkmalgeschützte Gebäude

Die nachfolgend aufgeführten Bergkamener Gebäude stehen unter Denkmalschutz:

Bergkamen
Gedenkstätte „NS-Sammellager Schönhausen“
Bergkamen
„Schacht 3“ in Rünthe
  • Gedenkstätte NS-Sammellager im Ortsteil Mitte
    Von April 1933 bis Oktober 1933 wurde das Sozialgebäude der in den 1920er Jahren entstandenen Bergarbeitersiedlung „Kolonie Schönhausen“ als Sammellager für Regimegegner genutzt. Etwa 900 Menschen wurden während dieser Zeit von hier aus in größere Lager (z.B. Brauweiler) oder Vernichtungslager weitergeleitet.
  • Kulturzentrum „Schacht 3“ im Ortsteil Rünthe
    Im Schacht 3 der Zeche Werne in Rünthe begannen im Winter 1915 die Bergleute mit der Kohleförderung. Wegen der durch die Weltwirtschaftskrise bedingten Absatzflaute wurde der Schacht 3 wie viele andere Schachtanlagen im Jahr 1930 stillgelegt. Da nach Kriegsende die Verkehrswege stark beschädigt waren, nutzte man den Schacht ab 1946, um die Rünther Bergleute schnell vor Ort zu bringen. Erst 1960 wurde der Schacht endgültig stillgelegt. Die ehemalige Waschkaue der Zeche wird als Kulturzentrum genutzt und steht unter Denkmalschutz.
  • Gutshof „Schulze-Heil“ – Ökologiestation
Bergkamen
Ökologiestation
  • Im Gutshof „Schulze-Heil“ von 1864 ist die Ökologiestation des Kreises Unna untergebracht. In der Ökologiestation befinden sich mehrere regionale Institutionen und Verbände des Umwelt- und Naturschutzes. Folgende Anlagen sind während der Öffnungszeiten zu besichtigen:
    • Wildbienenlehrpfad
    • Bauerngarten
    • Umweltpädagogikteich
    • Pflanzenkläranlage
    Führungen durch den Musterschweinestall und den Fleischzerlegebetrieb sind nach Voranmeldung möglich. In der Verkaufsstelle der Ökologiestation können regionale Produkte wie Apfelsaft, Gelees, Honig, etc. erworben werden. In der Ökologiestation können zudem regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen besichtigt werden.

Sport und Freizeit

Marina Rünthe
Liegewiesen am Wellenbad
Eingangsbereich zum Naturfreibad in Heil
Hallenbad
Wasserpark im Stadtzentrum West
Hauptfriedhof
Naturschutzgebiet Beversee
  • Westfälisches Sportbootzentrum
    Am Datteln-Hamm-Kanal liegt das Westfälische Sportbootzentrum mit der Marina Rünthe, einem der modernsten und größten Freizeithäfen Nordrhein-Westfalens mit etwa 250 Liegeplätzen und kompletter Bootsinfrastruktur. Im Hafen gibt es ein Hotel sowie mehrere Restaurants, Bistros, Biergärten und Fitnessangebote. Mit dem Fahrgastschiff „Santa Monika“ ist die Fahrt nach Hamm und zum Schiffshebewerk Henrichenburg möglich.
  • Wellenbad
    Im Ortsteil Weddinghofen befindet sich das Wellenbad Bergkamen. Mit über 2.000 m2 Wasserfläche, einer 50-m-Rutsche und 24.000 m2 Liegefläche ist dieses Anlage auch für Besucher aus den Nachbarstädten ein attraktives Freizeitangebot.
  • Naturfreibad Heil
    Ein „Geheimtipp“ ist das im Stadtteil Heil gelegene Naturfreibad. Eingebettet zwischen Wiesen und Feldern mit teilweise durch alten Baumbestand abgeschatteten gepflegten Liegewiesen bietet dieses in einem Seitenarm der Lippe angelegte Freibad Entspannung pur.
  • Hallenbad Bergkamen
    Das Hallenbad im Stadtteil Mitte verfügt über ein 312 m2 großes Mehrzweckbecken mit Hubboden (Wassertiefe: 0,90 – 3,80 m). Die Wassertemperatur beträgt 27 °C. Zusätzlich ist ein 100 m2 Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertiefe von bis zu 45 cm vorhanden. Die Sprunganlage verfügt über ein 1-m- und ein 3-m-Brett.
  • Eissporthalle
    Die Eissporthalle im Stadtteil Weddinghofen mit 1.800 m2 Eisfläche lockt pro Saison über 50.000 Besucher aus Bergkamen und den Nachbarstädten an.
  • Radwanderwege
    • Durch Bergkamen führt der Fernradweg Römerroute.
    • Bergkamener Rad-KulTour
      Der ADFC und die Stadt Bergkamen haben eine 25-km-Radtour zu den wichtigsten Kunstobjekten im Stadtgebiet ausgearbeitet.
    • Route Industriekultur per Rad
      Die Bergehalde „Großes Holz“ in Bergkamen liegt als Aussichtspunkt auf dieser Route.
    • Zechenbahntrasse von Kamen nach Werne
      Die als Radweg ausgebaute stillgelegte Bahntrasse ermöglicht es, ungestört vom Autoverkehr durch die Stadtteile Overberge und Rünthe von Kamen nach Werne zu fahren.

Parkanlagen und Naherholungsgebiete

  • Wasserpark
    Im Jahr 2001 wurde im Stadtzentrum West der „Wasserpark“ fertiggestellt. Die Fläche des Parks beträgt ca. 22.000 m². Das Regenwasser aus der nördlich des Parks gelegenen „City“ dient zur Versorgung des künstlich angelegten 4.500 m² großen Wasserbereiches. Am Nordufer des Wasserbereichs verläuft eine Promenade, am Südufer eine Schilfzone. Gerne nutzen Anwohner und Mitarbeiter der nahe gelegenen Verwaltung und Handelsbetriebe diesen Park um sich bei einem Spaziergang vom Alltag zu erholen.
  • Zechenpark
    Zwischen Nordberg und Gewerbegebiet Grimberg 1/2 liegt im Stadtteil Mitte der Zechenpark. In den letzten Jahren wurde der vormals verwilderte Park gründlich saniert. Unter hohen Bäumen finden hier alle Altersgruppen Möglichkeiten ungestört die Natur zu genießen. Wegen des schönen Spielplatzes eignet sich dieser Park für Familien mit Kindern als Ziel für einen Spaziergang
  • Römerbergwald
    Dieser im Stadtteil Oberaden gelegene Wald verfügt über viele Spazierwege. Der auf einer Waldlichtung gelegene Spielplatz ist sehr schön angelegt.
  • Bergehalde „Großes Holz“
    Seit den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Halde Großes Holz als künstlicher Hügel aus Bergbau-Abraum angelegt. Durch die besondere Systematik der angelegte Wege besteht hier die Möglichkeit die körperliche Belastung bei der Wanderung auf den Gipfel selbst zu wählen. Entweder man wählt die als Serpentinen angelegten langen Wege, oder die zwischen den Serpentinen angelegten direkten steilen Wege. Vom Gipfel der Halde hat man einen fantastischen Ausblick. Jeweils in der Silvesternacht wird die Halde von vielen Bürgern als Aussichtspunkt auf das Feuerwerk der umliegenden Städte benutzt.
  • Hauptfriedhof
    Der als Waldfriedhof angelegte 22 Hektar große Hauptfriedhof der Stadt Bergkamen liegt im Ortsteil Weddinghofen. Das großzügig angelegte Gelände wurde am 2. Februar 1980 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Wegen der breiten, sehr gut befestigten Wege und der moderaten Steigungen ist das Gelände auch für Menschen, die auf Gehilfen oder den Rollstuhl angewiesen sind, sehr gut für einen ruhigen Spaziergang geeignet. Die Aufteilung des Friedhofes und die hohen Bäume vermitteln das Gefühl, sich in einem gepflegten Wald zu befinden.
  • Naturschutzgebiet „Beversee“
    Der Beversee bildete sich durch die bergbaubedingte Absenkung der Geländeoberfläche. Das Gebiet gehört mit einer Gesamtfläche von circa 100 Hektar zu den größten Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfalen und bietet auch selten gewordenen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Von einer Aussichtsplattform am Seeufer kann man die vielfältige Vogelwelt beobachten. Schön angelegte und gut ausgeschilderte Rundwanderwege ermöglichen erholsame Spaziergänge, ausgehend vom Parkplatz an der Werner Straße. Innerhalb des Gebietes befinden sich viele Einschlagstellen von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese sogenannten Bombentrichter sind überwiegend mit Wasser gefüllt und haben sich als kleine Tümpel in die Landschaft integriert.
  • Naturschutzgebiet „Mühlenbruch“
    Südwestlich der Bundesstraße 61 an der Stadtgrenze zu Kamen befindet sich das Naturschutzgebiet Mühlenbruch. Ein Parkplatz ermöglicht Spaziergängern bis an das Gebiet heranzufahren. Gepflegte Wanderwege ermöglichen eine Rundwanderung durch das Gebiet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Bergkamen
während des Lichtermarktes 2004
  • Wochenmarkt
    Jeweils donnerstags findet in Bergkamen-Mitte der größte Wochenmarkt der Region mit vielen Besuchern auch aus den angrenzenden Gemeinden statt.
  • Gesundheitstag
    An jedem ersten Septemberwochenende findet der Bergkamener Gesundheitstag auf dem Zentrumplatz im Stadtteil Mitte statt. Mit über 3000 Besuchern ist er eine der größten Veranstaltungen dieser Art im östlichen Ruhrgebiet.
  • Lichtermarkt
    An Halloween lockt der Lichtermarkt im Stadtteil Mitte viele Besucher in die Stadt. In buntes Licht getaucht bilden Akteure und Besucher ein einzigartiges Lichtkunstwerk.
  • Hafenfest
    Am ersten Wochenende im Juni lädt die Marina Rünthe zum Hafenfest ein.
  • Trödelmärkte
    Regelmäßig finden im Gewerbegebiet Rünthe und im Gerwerbegebiet Werner Straße/Landwehrstraße kommerzielle Trödelmarkte statt.

Moderne Stadtkunst

Betonfigur
von Prof. Lothar Kampmann
„Das Glück“
von HA Schult
„Das blaue Band“ im Stadtzentrum Ost
  • Betonfiguren von Prof. Lothar Kampmann
    Im Bergkamener Stadtgebiet befinden finden sich viele Betonfiguren von Prof. Lothar Kampmann: im Stadtteil Oberaden am Museumsplatz sechs Figuren, im Bereich des Hallenbades im Ortsteil Mitte acht Figuren und eine Figur (Pferd) am Hauptfriedhof in Bergkamen-Weddinghofen.
  • Objektkunstwerk „Das Glück“ von HA Schult
    Im Juli 2005 begann der weltbekannte Kölner Aktionskünstler HA Schult die triste Fassade des ungenutzten „City-Turms“ mit bunten auf Holzplatten gemalten Gartenhäuschen zu verschönern. Gerne möchte HA Schult mit Hilfe von Sponsoren die Anzahl von derzeit 10 an der Ostseite befestigten Häuschen auf später 70 Häuschen an der gesamten Fassade erhöhen.
  • Das Blaue Band
    Das „Blaue Band“ verbindet das Stadtzentrum Ost (Präsidentenstraße/Nordberg) und das Stadtzentrum West (Rathausviertel) als zum Teil wasserführender Bachlauf und zum Teil als blauer Mosaikstreifen. Die Plastiken an den Endpunkten des blauen Bandes sind von Bolette Holm und Ole Hempel.
Windplastik
von Günter Tollmann
Plastik
von Andrzej Irzykowski
Wasserkunstwerk
an der Präsidentenstr. von Bolette Holm u. Ole Hempel
  • Windplastik
    Auf dem Platz von Wieliczka an der Ecke Präsidentenstr./Pestalozzistr. befindet sich eine Edelstahlplastik von Günter Tollmann.
  • Plastik von Andrzej Irzykowski
    An Ende der Fußgängerzone (Ecke Präsidentenstr./Fritz-Husemann-Str.) befindet sich eine Plastik des polnischen Künstlers Andrzej Irzykowski
  • Erdpyramide
    Vor dem Rathaus am Busbahnhof befindet sich die „Erdpyramide“ von Timm Ulrichs. Die Spitze der umgedrehten Pyramide zeigt exakt zum Erdmittelpunkt. Von dem Kunstwerk ist nur die Metallabdeckung der „Unterseite“ sichtbar. Die Inschrift der Abdeckung enthält neben der Bezeichnung des Kunstwerks den Namen des Künstlers die Maße der (imaginären) Pyramide (1 m × 1 m × 6.364.416 m) und Koordinaten des Standortes.
Abdeckung (Unterseite) der „Erdpyramide“
von Timm Ulrichs
Skulptur
auf dem Nordberg
Entwurf:
Lothar Kampmann Realisierung:
Heinz Schäpers
Kunstobjekt „Integrationsplatz“ (Ausschnitt)
von Lothar Kampmann
  • Integrationsplatz
    Das Kunstobjekt „Internationaler-Integrations-Skulpturenplatz“ von Prof. Lothar Kampmann befindet sich im Stadtteil Rünthe an der Ecke Rünther Str./Schlägelstr. Es bestehent aus drei Mauern mit einer Reliefgestaltung, Figuren und einem Tisch mit Sonnenuhr. Lothar Kampmann hat das Projekt 1968 gemeinsam mit Mehmet Uyanik und Andrzej Pollo realisiert.


  • Lichtkunst und Illumination
Bergkamen besitzt eine Vielzahl von Werken der Lichtkunst, Lichtplastiken und Illuminationen.
„Das blaue Licht“ von Horst Rellecke
Mit den folgenden Werken ist es im Kulturprojekt Hellweg – ein Lichtweg vertreten.
  • Die Medienskulptur mit dem Titel „no agreement today, no agreement tomorrow“ von Andreas M. Kaufmann zeigt zur Nachtzeit 24 Schwarz-Weiß-Fotos bekannter und unbekannter Personen im Kreisverkehr vor dem Rathaus.
  • Der „subport bergkamen“ von Rochus Aust erstreckt sich als weltweit erster und einziger unterirdischer Flughafen mit insgesamt 14 Licht- und Klanginstallationen in den Kanalschächten über den Nordberg.
  • Die Brunnenanlage „Inzenierbare Wasserwand“ der Künstlerin Birgit Hölmer vor dem Rathaus zeigt auf ihren stehenden Wasserfontänen am Wochenende Ansichten von Brunnenanlagen in Europa (Projektion).
  • Vier in Kreisverkehren um das Bergkamener Stadtzentrum herum installierte Lichtstelen der Gebrüder Maik und Dirk Löbbert bilden - als "Bergkamener Maßstäbe" - ein imaginäres Dach über der Stadt Bergkamen.
  • Acht Meter hohe „Lampen“ bilden die Grundelemente der künstlerischen Intervention mit dem Titel 'Pulslicht' von Mischa Kuball im Hafen Marina Rünthe.
Lichtkunstwerk „Maßstab“ von Maik und Dirk Löbbert
Lichtkunstwerk „no agreement today, no agreement tomorrow“ von Andreas M. Kaufmann

Natur

Berghalde Großes Holz
Lippeauen in Rünthe
Lippe bei Bergkamen
  • Die begrünte Bergehalde „Großes Holz“ ist mit 148,5 m ü. NN der höchste Geländepunkt im Nordkreis Unna und zugleich eine Landmarke auf der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.
  • Auf Bergkamener Stadtgebiet gibt es drei Naturschutzgebiete, darunter die europäisch bedeutsamen Naturschutzgebiete Beversee und Flussauen der Lippe. In den Lippeauen liegt auch die Ökologie-Station, die vom Kreis Unna und dem Regionalverband Ruhr betrieben wird.

Museen und Galerien

  • Stadtmuseum Bergkamen
    Schwerpunkte des Stadtmuseums im Stadtteil Oberaden sind neben der Ausstellung von Funden, Modellen und Nachbildungen aus der Römerzeit die Industrie-, Siedlungs- und Stadtgeschichte, sowie folgende Themenbereiche:
    • Kleinbäuerliches Wohnen
    • Bergmännisches Wohnen
    • Wohnkultur der 1950er Jahre
    • Friseurgeschäft
    • Tante-Emma-Laden
    • Historisches Klassenzimmer
  • Kunstgalerie „sohle 1“
    Die städtische Kunstgalerie „sohle 1“ ist die älteste kommunale Kunstgalerie der Bundesrepublik. In der Kunstszene genießt diese Galerie seit Ihrem Bestehen eine große Anerkennung. Zusätzlich zu den Ausstellungen informiert eine Druckwerkstatt über verschiedene Drucktechniken.

Theater

  • Das Bergkamener Studiotheater ist eine Mittelbühne mit 420 Sitzplätzen. Schwerpunkt des Gastspielangebotes ist die Reihe „Cabaret/Kabarett“.
  • Die Kleinkunstbühne in der Galerie „sohle 1“ bietet regelmäßig Aufführungen bekannter und noch unbekannter Kabarettistinnen und Künstlerinnen. Ebenfalls ein kulturelles Highlight: die „Kaffeehausnachmittage“.
  • Die Gaststätte Schmülling ist der Ort für die regelmäßigen Jazz-Frühschoppen mit bekannten Jazz- und Bluesbands.

Bauwerke

  • Zechensiedlungen
Förderturm „Neu Monopol“
Cityturm
Busbahnhof und Rathaus
  • Lichterkunst am Kreisel im Stadtzentrum
  • IBA-Projekte:
    • Marktbebauung mit Marktdach
    • Wohnprojekte
      • „Frauen planen Wohnungen“
      • „Einfach und selber Bauen“
  • Busbahnhof
    Platz der Partnerstädte
  • Cityturm
    Ein 1966 erbautes und zur Zeit nicht genutztes Hochhaus mit 15 Stockwerken
  • Förderturm der früheren Zechenanlage Grimberg 1/2

Panoramabild

Bergkamen 2001 Blick von Süden (Autobahn A2) auf die Stadtteile Weddinghofen und Mitte (City, Kolonie Schönhausen und Nordberg). Im Hintergrund das Bergwerk „Haus Aden“ in Oberaden, die Bergehalde „Großes Holz“, das Kohlekraftwerk in Heil und der Förderturm der Schachtanlage „Neu Monopol“

Persönlichkeiten der Stadt

In Bergkamen geboren und aufgewachsen:
Eugen Drewermann

Literatur

  • Martin Litzinger: Region im Wandel – Geschichte des Raumes Bergkamen 1890–1991. Stadt Bergkamen, 1991.
  • Günter Stahlhut: Wenn ein Bergwerk erzählen könnte … Regio, Werne 1997, ISBN 3-929158-07-8.
  • Johann-Sebastian Kühlborn: Das Römerlager in Oberaden III. Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-05140-0 (Bodenaltertümer Westfalens, 27).
  • Rudolf Asskamp, Stephan Berke (Redaktion): Die römische Okkupation nördlich der Alpen zur Zeit des Augustus. Kolloquium Bergkamen 1989. Vorträge. Aschendorff, Münster 1991, ISBN 3-402-05139-7 (Bodenaltertümer Westfalens, 26).
  • Friedhelm Schwemin: Die Römer in Oberaden. Regio, Werne 1998, ISBN 3-929158-09-4.
  • Monika Lichtenhof: Bergkamen. Stadt-Bild, Leipzig 2003, ISBN 3-934572-57-X (Bildband).
  • Martin Litzinger: Bergkamen – Vom Bauerndorf zum Industrieort. Stadt Bergkamen, 2003, ISBN 3-929675-05-6.
  • Martin Litzinger: Bergkamen. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3 (Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 2).
  • Martin Litzinger: Bergkamen. In: Manfred Groten, Peter Johanek, Wilfried Reininghaus, Magret Wensky (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. 3. Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-27303-9.

Quellen

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2004

Weblinks


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