Bergkümmel
Berg-Laserkraut
Berg-Laserkraut (Laserpitium siler)

Berg-Laserkraut (Laserpitium siler)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Laserkräuter (Laserpitium)
Art: Berg-Laserkraut
Wissenschaftlicher Name
Laserpitium siler
L.

Das Berg-Laserkraut (Laserpitium siler), auch Bergkümmel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in den Gebirgen Europas heimisch und wurde früher als Würz- und Heilpflanze verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 cm und 100 cm erreicht. Der meist kahle Stängel ist fein gerillt, aber im Querschnitt rundlich. Die vegetativen Pflanzenteile sind blaugrün.

Die Grundblätter sind bis 1 m, meist 30 cm bis 50 cm groß, die Stängelblätter werden nach oben schnell kleiner. Im Umriss sind die Laubblätter dreieckig. Sie sind zwei- bis vierfach gefiedert, wobei die Fiederabschnitte lineal-lanzettlich und ganzrandig sind. Oft haben sie einen etwas heller gefärbten, leicht knorpeligen Rand.

Die Blüten stehen in einer 20- bis 50-strahligen Doppeldolde. Sowohl Hüllblätter als auch Hüllchenblätter gibt es mehrere. Sie sind lanzettlich und besitzen einen breiten, helleren, häutigen Rand.

Die Frucht ist 6 bis 12 mm lang und besitzt breit geflügelte Rippen.

Vorkommen

Das Berg-Laserkraut kommt in den Gebirgen Zentral- und Südeuropas vor. Es handelt sich um eine wärmeliebende Art, die gerne an sonnigen Hängen, Waldrändern oder Gebüschrändern wächst. Kalkböden werden dabei bevorzugt.

In Deutschland kommt die Art nur in den Alpen und an einigen Stellen auf der Schwäbischen Alb vor.

Sonstiges

Die Früchte des Berg-Laserkrautes riechen ähnlich wie Kümmel oder Fenchel, schmecken allerdings deutlich bitterer und schärfer. Sie wurden früher als Gewürz und als Heilpflanze verwendet. Wegen ihres intensiven Geschmacks sowie ihrer schwierigeren Kultivierung als letztere Arten und weil sie wildwachsend von jeher seltener ist, wird sie heute nicht mehr verwendet.

Quellen und weiterführende Informationen

Literatur

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz Deutschland. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.

Weblinks


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