Bergmannfigur
Bergmann und Engel als Lichterträger

Eine Bergmannsfigur ist ein traditioneller Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge. Bergmänner werden aus Holz gedrechselt oder geschnitzt, und tragen oft zwei Kerzen. Sie werden meistens zusammen mit einer ebenfalls Lichter tragenden Engelsfigur aufgestellt. Als Paar symbolisieren sie duale Prinzipien wie Mann und Frau sowie den weltlichen und den geistlichen Aspekt des Lebens.

Im Erzgebirge gehören Bergmann und Engel neben Schwibbogen, Räuchermann und Nussknacker zum weihnachtlichen Brauchtum.

Geschichte

Es gehörte zur traditionellen "Pflicht" eines jeden Erzgebirgers, dass er, war er Vater geworden, für sein Kind einen Bergmann oder einen Engel schnitzte. Den Bergmann für den Sohn und den Engel für die Tochter. Und in der Weihnachtszeit, der so genannten fünften Jahreszeit im Erzgebirge, wurden diese Figuren an die Fenster gestellt und so konnte man sehen, wie viele Kinder im Haus waren. Diese Figuren hatten aber noch eine andere Bewandtnis und sollten damit Symbol für diese Region sein und werden. Wenn die Bergleute früh in den Schacht zogen, war es noch finstere Nacht, vor allem in der dunklen Jahreszeit, im Berg selbst war es ebenfalls finster und nur ein Licht erhellte spärlich den Arbeitsplatz unter Tage und wenn die lange Schicht zu Ende war, stand der Mond schon am Himmel. Um Ihren Männern den Weg durch die dunkle Winternacht zu zeigen, stellten die Frauen den Lichterbergmann und den Lichterengel, wie die Figuren auch genannt werden, ans Fenster. Und das gerade der Engel zur Symbolfigur der frommen Bergleute des Erzgebirges wurde, ist damit auch klar geworden. Der Engel diente als Beschützer und Lichtträger auf dem dunklen und beschwerlichen Weg in den Berg.


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