Bergmarathon "Rund um den Traunsee"

Der Bergmarathon "Rund um den Traunsee" ist ein Ultramarathon in Gmunden, der seit 1989 ausgetragen wird, zunächst im Juni, heute Anfang Juli. Veranstalter sind die Bergsteigergruppe “TRAUNSTOANA“ und die Naturfreunde OG Ohlsdorf – OG Gmunden. Die 70 km lange Laufstrecke mit insgesamt 4.500 zu bewältigenden Höhenmetern führt von Gmunden rund um den Traunsee über sieben Gipfel, von denen die höchsten der Traunstein und der Feuerkogel sind. Zum Programm gehören auch zwei Halbmarathons von Gmunden nach Ebensee bzw. von Ebensee nach Gmunden. Der Start für die Ultramarathonläufer erfolgt zwischen 3 und 5 Uhr morgens, Zielschluss ist um 22 Uhr. Die Zeitnahme erfolgt inoffiziell.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vom inzwischen verstorbenen Willi Buchinger, einem Pinsdorfer Ausdauersportler und Expeditionsbergsteiger, stammte die Idee, die Besteigung aller Berggipfel rund um den Traunsee im Rahmen eines 24-Stunden-Ultralaufs zu bewältigen.

Am 3. Juni 1989 war es soweit – zumindest fast, denn schlechtes Wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Bei damals 42 Teilnehmern war es aber noch kein Problem, den Marathon zu verschieben. So fand die Premiere dann tatsächlich am 10. Juni statt.

Auf den Traunstein ging es damals noch vorzugsweise über den Hernlersteig, einige Teilnehmer wagten sich sogar über die nicht markierten Routen über das Hochkamp bzw. den Zierlersteig. Auch der Feuerkogel stand im Premierenjahr noch nicht am Programm, es ging stattdessen über den Großen Sonnstein. Exakt die Hälfte der Starter erreichte nicht das Ziel. Die Spitzenzeit von Wolfgang Kölblinger aus Traunkirchen und Alois Leithner aus Weyregg von 8 Stunden und 55 Minuten überraschte damals die Organisatoren, die mit einer Bestleistung von rund 16 Stunden gerechnet hatten.

In den folgenden Jahren war die Entwicklung des Bergmarathons durch eine ständig steigende Anzahl von Teilnehmern bestimmt. Auch die Anzahl der Bewerbe nahm zu: 1999 stand erstmals ein Halbmarathon von Gmunden nach Ebensee auf dem Programm, 2001 dann auch auf der Teilstrecke Ebensee – Gmunden.

Abgesagt werden musste der Bewerb (auf Grund heftiger Regenfälle) bisher nur einmal: trotzdem nahmen aber bei der 4. Auflage 1992 32 Teilnehmer die Route inoffiziell in Angriff.

Beim 16. Bergmarathon 2004 erfolgte dann eine weitere Änderung im Streckenverlauf. Der Start-Ziel-Bereich wurde ins Zentrum von Gmunden auf den Rathausplatz verlegt, was zu einer Steigerung der Publikumsteilnahme führte. Im selben Jahr gingen erstmals mehr als 300 Teilnehmer an den Start, exakt 330, von denen 284 auch das Ziel sahen.

Den 18. Bergmarathon am 1. Juli 2006 nahmen 290 Teilnehmer in Angriff, 238 beendeten den Lauf. Da es sich ja um keinen Wettbewerb handelt, gibt es nach wie vor keine offiziellen Siegerzeiten und Sieger. Es ist aber kein Geheimnis, dass Benedikt Rabberger aus Pinsdorf in diesem Jahr mit 7 Stunden und 30 Minuten die bisher beste Leistung beim Bergmarathon „Rund um den Traunsee“ vorlegte…

Strecke

Der Traunsee wird beim Bergmarathon im Uhrzeigersinn umlaufen. Vom Start am Rathausplatz in Gmunden (428 m) läuft man als zunächst über die Traunbrücke an das Ostufer, um dann über den Ortnersteig auf den ersten Berg, den Grünberg (984 m), zu kommen.

Weiter geht es über Wanderwege und Forststraßen hinunter, bis fast wieder das Ufer des Traunsees auf 423 m erreicht wird, und dann zum Einstieg des Naturfreundesteiges. Über diesen alpinen Steig führt der Weg hinauf zum Naturfreundehaus auf dem Traunstein (1.576 m) und anschließend über den Mair-Alm-Steig wieder abwärts zum Kaisertisch (770 m).

Die nächsten 7 km auf Forststraßen nach Karbach sind relativ flach. Auf der ersten Hälfte sind nur etwas mehr als 100 Höhenmeter im Aufstieg zurückzulegen, dann geht es wieder hinunter auf Seehöhe.

Entlang des Traunsee-Ostufers geht es von dort weiter bis zum Daxnersteig, der auf die Spitzlsteinalm (1.070 m) führt. Über einen Wanderweg steigt man in die Ortschaft Rindbach und weiter zur Kontrollstelle Ebensee am Rathausplatz hinab, wo man zum dritten Mal das Seeniveau erreicht.

Hier endet nach drei Gipfeln, 32 Kilometern und 2.650 Höhenmetern der Halbmarathon Gmunden – Ebensee.

Für die Teilnehmer am ganzen Marathon und die des Halbmarathons Ebensee – Gmunden führt die Strecke nun über den Kalvarienberg auf einem Wanderweg zum Naturfreundehaus Feuerkogel (1.530 m). Vom Plateau des Feuerkogels steigt man nordwärts ab zur Kontrollstelle Kreh (647 m) und gleich wieder hinauf auf den nächsten Berg, zur Hochsteinalm (920 m).

Wieder geht es ins Tal zu einer Kontrollstelle, dieses Mal in Mühlbach (580 m). Es folgt ein 3 km langer flacherer Teil auf asphaltierten Straßen, bevor der Marathon auf den vorletzten und niedrigsten Gipfel am Grasberg (746 m) führt.

Dann läuft man nur kurz bergab bis auf 630 m und nach ca. 60 Kilometern nimmt man den siebenten und letzten Anstieg zum Naturfreundehaus auf dem Gmundnerberg (830 m) in Angriff.

Die letzten siebeneinhalb Kilometer verlaufen dann bergab über Schotter- und Asphaltstraßen. Bei der Orther Kreuzung biegt man dann in die Esplanade ein und läuft den letzten Kilometer flach ins Ziel.

Streckenrekorde

Marathon

  • Männer: 7:26, Benedikt Rabberger,2008
  • Männer: 7:30, Benedikt Raberger, 2006
  • Frauen: 9:59, Karola Schustereder, 2004

Halbmarathon Gmunden - Ebensee

  • Männer: 3:52, Rene Steinpatzer, 2001
  • Frauen: 5:14, Maria Ortner, 2003

Halbmarathon Ebensee - Gmunden

  • Männer: 2:48, Hubert Preiner, 2004
  • Frauen: 3:58, Karola Schustereder, 2003

Siehe auch

Weblinks

47.9213.79916666677Koordinaten: 47° 55′ N, 13° 48′ O


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