Bergmännchen

Die Bergmännchen sind Sagengestalten, insbesondere Erdgeister bzw. Berggeister oder Zwerge.

Das Gajemänndl - ein guter Geist - lebte einst in der „Weißen Hohle“, einem tiefem Löss-Hohlweg in den Wäldern bei Heidelberg.

Im ganzen nördlichen Europa glaubten Bergleute lange an die Existenz von Bergmännchen. Als altes graues Zwerglein neckt es die Bergleute, die ihm seine Schätze rauben, auf verschiedenste Weise. Doch gibt es auch gute Berggeister, die einzelne zu Lieblingen erwählen und ihnen Goldadern zeigen, ihre Arbeit fördern etc.

Auch eine Art Opfer, wie bei der Abundia, kommt in den Überlieferungen vor. Es ist ein Überrest des alten Glaubens an Zwerge (Unterirdische) überhaupt, der sich an derartigen Lokalitäten erhalten hat (siehe Zwerg, Naturgeist).

Still und friedlich wohnt das Zwergvolk in den innersten Felsklüften und arbeitet emsig fort, selten erscheinen sie den Menschen, oder ihre Erscheinung bedeutet ein Leid und ein Unglück; außer wenn man sie auf den Matten tanzen sieht, welches ein gesegnetes Jahr anzeigt. Verirrte Lämmer führen sie oft den Leuten nach Haus, und arme Kinder, die nach Holz gehen, finden zuweilen Näpfe mit Milch im Walde stehen, auch Körbchen mit Beeren, die ihnen die Zwerge hinstellen. (aus: Brüder Grimm: Das Bergmännchen)

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  • Bergmännchen, das — Das Bêrgmännchen, im Oberdeutschen Bergmännlein, des s, plur. ut nom. sing. 1) Eine Art Gespenster, welche nach dem Aberglauben der Bergleute gewisse Berge bewohnen, wirklich einen Leib haben, klein von Statur seyn, und ungereitzt niemanden… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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