Bergname

Als Oronym (vom Griechischen: ορός oros „Berg“ und όνομα onoma „Name“) bezeichnet man in der Namenforschung die Bergnamen und Gebirgsnamen als Untergruppe der Toponymika. Bei den Gebirgsnamen ist die Grenze zu den Raumnamen (Choronyme) fließend.

Die Oronymie beschäftigt sich mit der Erforschung der Oronyme. Forschungsschwerpunkte sind die Herkunft, Bedeutung, Geschichte und regionale Verbreitung der Oronyme und die Erstellung entsprechender Systematiken.

Oronyme als linguistische Einheit waren meist dauerhaft; nachrückende Völker behielten den ursprünglichen Namen eines Hügels, eines Berges, eines Gebirges oft bei. In den Alpen etwa sind römische und keltische Wurzeln verbreitet, vielleicht sogar vorkeltische.

Im Zeitalter des Kolonialismus geriet das Oronym teilweise zum Politikum. Der tibetische religiöse Name Tschomolungma („Himmelsgöttin“) wurde 1852 mit der Nummer „Gipfel XV“ für den Gebrauch unter den kolonialen Vermessungsbeamten in Unkenntnis schon bestehender örtlicher Namensgebung profanisiert, 1865 nach Sir George Everest von dessen Nachfolger zunächst provisorisch Mount Everest benannt und später international nicht mehr abgeändert.

Siehe auch

Toponym, Toponomastik, Flurname, Etymologie, Hydronym

Weblinks


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