Bergpark

In einem Bergpark wird das natürliche Gefälle eines Hügels oder eben eines Berges ausgenutzt, um eine Gartenanlage zu gestalten. Das häufigste Architekturmotiv ist hierbei eine lange Sichtachse die vom Tal zur Bergspitze führt und meist mit einer dominanten Kaskade geschmückt ist.

Geschichte

Caserta, Blick zum Schloss
Kassel, Wilhelmshöhe, Blick zum Herkules

Bei einem Bergpark handelt es sich um eine Sonderform der Gartenkunst. Bereits in der Renaissance wurden die Hänge der italienischen Villen in die Gliederung der Parks und Gärten mit einbezogen und mit Terrassen, Freitreppen und Wasserfällen geschmückt.

Die größten Bergparks entstanden jedoch zur Barockzeit: obwohl die ersten französischen Barockgärten noch rein auf Fernsicht und Tiefe berechnet waren, widersprach das Konzept von Höhe und Weite eines solchen Bergparks durchaus nicht dem Selbstverständnis der absoluten Fürsten und die Berge wurden dann, sofern vorhanden, bewusst integriert.

Die Bergparks bildeten sich als Sonderform der Schlossparks heraus und den oftmals monumentalen Gärten stand in der Regel ein ebenso mächtiges Schloss entgegen.

Auch die Landschaftsgärten des Klassizismus integrierten Hügel und Berge in ihre natürlich erscheinenden Gelände.

Berühmte Bergparks


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