Bergöschingen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohentengen am Hochrhein
Hohentengen am Hochrhein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohentengen am Hochrhein hervorgehoben
47.578.4338888888889368Koordinaten: 47° 34′ N, 8° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 368 m ü. NN
Fläche: 27,55 km²
Einwohner: 3748 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79801
Vorwahl: 07742
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 053
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kirchstraße 4
79801 Hohentengen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Martin Benz

Hohentengen am Hochrhein ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut im Bundesland Baden-Württemberg, Bundesrepublik Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Das Dorf Hohentengen liegt auf dem nördlichen Rheinbord mit Blick auf die Schweiz. Bei entsprechender Wetterlage bietet sich vom Stettener "Kalten Wangen" ein grandioser Ausblick auf die Schweizer Bergwelt. Hohentengen am Hochrhein besteht aus sechs Ortsteilen: Hohentengen, Lienheim, Herdern, Bergöschingen, Günzgen und Stetten.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Klettgau, im Osten an die Schweizer Gemeinden Wasterkingen und Hüntwangen, im Süden an Glattfelden und Weiach, alle im Kanton Zürich, sowie Kaiserstuhl, Fisibach und Rümikon im Kanton Aargau, im Westen wieder an die deutsche Gemeinde Küssaberg.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Hohentengen am Hochrhein besteht aus den sechs Ortsteilen Bergöschingen, Günzgen, Herdern, Hohentengen, Lienheim und Stetten. Die räumlichen Grenzen der Ortsteile Bergöschingen, Herdern, Hohentengen und Lienheim entsprechen denen der früheren Gemeinden gleichen Namens, die räumlichen Grenzen der Ortsteile Günzgen und Stetten entsprechen denen der früheren Wohnbezirke der Gemeinde Stetten. Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch vorangestellten Namen der Gemeinde und durch Bindestrich verbunden nachgestellt der Name des jeweiligen Ortsteils. Die Ortsteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[2]

Zum Ortsteil Bergöschingen gehören das Dorf Bergöschingen und die Höfe Becherhof, Dachshof, Heiterhof, Krummhof, Schrennenhof und Weilerhof. Zum Ortsteil Hohentengen gehören die Dörfer Hohentengen und Herdern, der Zinken Guggenmühle, die Höfe Engelhof, Neuhof und Unter Juckenhof und die Wohnplätze Klausen und Schloß Rötteln. Zu Lienheim das Dorf Lienheim und die Höfe Eichbühlerhof, Gatterhof, Gfällhof, Sandhof, Schloßhof, Steinlebachhof, Turmhof (bisher Türnenhof) und Vorderer Rohrhof (bisher Wüstrüttehof). Zur ehemaligen Gemeinde Stetten gehören die Dörfer Stetten und Günzgen und das Gehöft Lenkhof.
In Bergöschingen aufgegangen ist die Ortschaft Oberhofen. In Hohentengen aufgegangen ist die Ortschaft Klausen, des Weiteren liegt die Wüstung Weißwasserstelz im Ortsteil Hohentengen. In Lienheim aufgegangen ist die Ortschaft Kohlerhof.[3]

Ortsteile

Wappen Der Ortsteil Hohentengen ist das Zentrum der Gemeinde und Sitz der Gemeindeverwaltung.
Bergöschingen Bergöschingen, der kleinste Ortsteil wird geprägt von landwirtschaftlichen Gebäuden. Idyllisch gelegen ist Bergöschingen ein Ort der Ruhe und Naturverbundenheit.
Lienheim Lienheim ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Hohentengen a.H.
Günzgen Der Ortsteil Günzgen liegt unmittelbar an der Grenze zur Schweizer Gemeinde Wasterkingen. Das Bild des kleinen malerischen Ortes erhielt in langer Planung sein heutiges reizvolles Gesicht.
Herdern Herdern ist der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Hohentengen, gelegen am Rheinufer auf halbem Weg zum Flusskraftwerk von Rheinsfelden/Schweiz.
Stetten

Der Ortsteil Stetten gehört mit seinen knapp 300 Einwohnern zu den kleinsten Ortschaften der Gemeinde. Stetten liegt am Fuße des Kalten Wangen und liegt wunderschön inmitten von Feldern und Wiesen. Bei entsprechendem Wetter bietet sich den Wanderern vom Kalten Wangen ein grandioser Ausblick auf die Schweizer Alpen.

Geschichte

Der ursprünglich Thengen bei der hohen Chilchen genannte Ort Hohentengen war seit der Karolingerzeit Standort der Urkirche von über 14 Dörfern beidseits des Rheins. Die 1519 erbaute neue Pfarrkirche fasste 400 Personen, obwohl damals in Hohentengen selber nur 187 Menschen wohnten.

Durch die Grenzlage zur Schweiz ist die Geschichte Hohentengens und seiner Ortsteile eng mit der Schweiz verbunden. Es gab Anfang des 19. Jahrhunderts sogar von Hohentengener Bürgern vorangetriebene Anschlussversuche, die aber fehlschlugen. Seit 1824 verbindet eine Rheinbrücke Hohentengen fast ununterbrochen mit Kaiserstuhl.

Die Ortsteile Stetten und Günzgen gehörten bis zur Neuordnung durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 zur Landgrafschaft Klettgau, die im Besitz der Grafen von Sulz, später derer von Schwarzenberg war.

Dagegen waren Hohentengen und Lienheim vom Mittelalter bis 1802 in bestimmten Bereichen ein Kondominium zwischen der Grafschaft Baden und dem Fürstbistum Konstanz.[4]

Wirtschaft

Der Engelhof westlich des Dorfes Hohentengen wird als der südlichste Weinberg Deutschlands bezeichnet.

Hohentengen ist wirtschaftlich sehr eng mit der Schweiz verbunden. Der überwiegende Teil der Bevölkerung arbeitet als Grenzgänger in der Schweiz.

Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe werden durch die Schweizer Kundschaft geprägt.

Der starke Euro wirkt sich negativ auf die Kundenfrequenz, als auch auf das Einkommen der Grenzgänger aus.

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich auch der Sender Wannenberg des SWR.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Schloss Rötteln
  • Pfarrkirche mit Wappen von Kaiserstuhler Geschlechtern
  • St. Bernhard in Stetten
  • Schloss Rötteln, direkt gegenüber Kaiserstuhl

Kunst

  • Skulpturen-Weg entlang beider Rhein-Ufer zwischen Kaiserstuhl, Hohentengen, Weiach und Glattfelden

Sport

Der FC Eintracht Stetten machte der Gemeinde durch seinen historischen Landesligaaufstieg 2007 einen überregionalen Namen.

Literatur

  • Fuchs, H.: Hohentengen und die Dörfer des Bohnenviertels: Lienheim, Herdern, Stetten, Günzgen und Bergöschingen: Geschichte und Geschichten, unter Berücksichtigung der historischen Verbindungen zu Kaiserstuhl/Schweiz. Horb am Neckar, 1992. ISBN 3-89264-716-X
  • Fuchs, Herbert: Die Geschichte von Kirche und Pfarrei St.Maria Hohentengen a.H., 2006
  • Fuchs, Herbert: Die Flur- und Wegkreuze auf dem Gebiet der Gemeinde Hohentengen a.H., 2006
  • Fuchs, Herbert: Ein Dorf in der Kriegs- und Nachkriegszeit 1940-1950, 1999
  • Sigg, Eugen Edwin: Lienheimer Geschichtsblätter - Hohentengen-Lienheim (später: Kandel), 1990- /
  • Fuchs. Herbert sen.: Hohentengen a.H., Die alten Höfe auf dem Südranden 2008 / ISBN 978-3-00-025746-9

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Hohentengen am Rhein vom 12. Dezember 2000
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 992–994
  4. Herbert Fuchs: Hohentengen und die Dörfer des Bohnenviertels. Horb am Neckar 1992, ISBN 3-89264-716-X. 

Weblinks


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