Berkersheim
Wappen von Berkersheim
Wappen von Frankfurt am Main

Berkersheim
Stadtteil von Frankfurt am Main

Karte
Koordinaten 50° 10′ 20″ N, 8° 41′ 51″ O50.1722222222228.69757Koordinaten: 50° 10′ 20″ N, 8° 41′ 51″ O
Fläche 3,21 km²
Einwohner 3145
Bevölkerungsdichte 980 Einwohner/km²
Postleitzahl 60435
Vorwahl 069
Website Website
Gliederung
Ortsbezirk 10 – Nord-Ost
Stadtbezirke
  • 500 - Berkersheim
Verkehrsanbindung
S-Bahn S6
Bus 25 39 66 n4

Berkersheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main im Nordosten der Stadt.

Berkersheim ist nach dem Flughafen und dem Bahnhofsviertel mit knapp 3000 Einwohnern Frankfurts drittkleinster Stadtteil und liegt direkt an der Nidda und im Frankfurter Grüngürtel. Der durch seine Beschaulichkeit sehr untypische Stadtteil einer Großstadt kann auf eine über 1200 Jahre alte Tradition zurückblicken.

Inbegriffen in dieser Tradition ist auch die Berkersheimer Zeltkerb, die im Jahr 2009 schon zum 243. Mal veranstaltet wird. Diese ist auch über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt und lädt durch ihr freundliches und gemütliches Charakter immer wieder viele Leute zum verbleiben ein.

Berkersheim wurde am 1. April 1910 eingemeindet und ist seitdem Stadtteil von Frankfurt.

In Berkersheim befindet sich die Azur-Quelle, deren Quellwasser als Mineralwasser abgefüllt und vertrieben wird. Der Ort wird daher auch Bad Berkersheim genannt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Ansicht vom Nidda-Uferweg

Berkersheim liegt auf dem Nordhang des Berger Rückens, dessen höchste Erhebung der Lohrberg ist, und erstreckt sich bis zum Niddatal, wo die Nidda einen Bogen macht und sich die Niddaau bis an den Berger Rücken erstreckt. Auf dem Berger Nordhang sind viele Streuobstwiesen gelegen, vor allem Apfelbäume, deren Saft vor allem zur Herstellung einer regionalen Spezialität verwendet wird; der des Apfelweins. Berkersheim grenzt an die Frankfurter Stadtteile Bonames, Frankfurter Berg, Preungesheim, Preungesheimer Bogen und Harheim und im Osten an den Bad Vilbeler Stadtteil Heilsberg.

Geschichte

Die Berkersheimer Gegend wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, im ersten Jahrhundert wurde das Gebiet von den Römern beherrscht und es gehörte zur Stadt Nida. Diese Herrschaft wurde erst durch den Alemannensturm Ende des 3. Jahrhunderts beendet.

Ende des 8. Jahrhunderts wurde der Ort das erste Mal urkundlich als Berchgisisheim im Niddagau erwähnt; Es wird vermutet, dass der Ortsgründer ein Franke namens Berthgisil war, was soviel wie prächtiger Junker bedeutet. Im Mittelalter gehörte Berkersheim den Schelmen von Bergen und dem Deutschherrenorden, und ab dem 15 Jahrhundert genossen die Einwohner Berkersheims Burgrecht in der Stadt Frankfurt am Main; sie konnten sich bei Gefahr hinter die Stadtmauern zurückziehen.

Einige Jahre später, 1434, wurde die Reichsgrafschaft Bornheimer Berg, zu der auch Berkersheim gehörte, von Kaiser Sigismund an die Grafen von Hanau verpfändet.

1736 fiel die Grafschaft Hanau an das Kurfürstentum Hessen-Kassel. Dreißig Jahre später wurde die heutige Kirche auf einem älteren Gotteshaus errichtet, die Jahreszahl ist über dem Haupteingang zu sehen.

1850 wurde der Bahnhof erbaut und Berkersheim an die Main-Weser-Bahn angeschlossen.

Als das Kurfürstentum Hessen-Kassel 1866 nach dem Deutschen Krieg an Preußen fiel, kam auch Berkersheim unter preußische Herrschaft.

1910 wurde Berkersheim in das Frankfurter Stadtgebiet eingemeindet, dafür erhielt Berkersheim von Frankfurt ein Schulgebäude, was noch heute benutzt wird.

Infrastruktur

Verkehr

S-Bahnhof
Omnibuslinie 25

Obwohl Berkersheim einer der kleinsten Stadtteile in Frankfurt ist, verfügt er dennoch über einen Bahnhof an der Strecke der Main-Weser-Bahn, die nordwestlich des Stadtteils entlang der Nidda vom Frankfurter Hauptbahnhof über Friedberg (Hessen) nach Kassel führt. Der Bahnhof wird von der S-Bahn-Linie S6 angefahren und hat noch einen der wenigen Bahnübergänge in Frankfurt, der aber zukünftig auch durch eine Unterführung ersetzt werden soll. Mehrere Omnibuslinien der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ binden Berkersheim außerdem an alle umliegenden Stadtteile an:

Die Linie 25 stellt darunter eine Besonderheit dar: Aufgrund der geringen Belastbarkeit einer Niddabrücke, die sich auf dem Linienweg nach Harheim in der Berkersheimer Bahnstraße befindet, ist sie die einzige Omnibuslinie im Stadtgebiet, auf der nur Minibusse mit einer Kapazität von maximal 27 Steh- und Sitzplätzen eingesetzt werden können.

Bis 1978 führte auch die Linie 13 der Straßenbahn Frankfurt am Main in den Stadtteil.

Berkersheim ist im Süden und Osten von der Bundesautobahn 661 und Bundesstraße 3 umgeben, hat jedoch keine eigene Anschlussstelle an diese als Stadtautobahn ausgebauten Verkehrswege.

Schule

  • Berkersheimer Schule (Grundschule)

Kultur und Freizeit

Feste und Veranstaltungen

  • Das Reitturnier findet jährlich am ersten Mai und am ersten Septemberwochenende statt. Es wird vom Reit und Fahrverein Niddatal veranstaltet.
  • Die Berkersheimer Kerb wird jährlich am letzten Wochenende im September gefeiert.
  • Der Berkehrsheimer Weihnachtsmarkt findet alle zwei Jahre rund um die Berkersheimer Kirche statt.

Vereine

  • Berkersheimer Kerbegesellschaft
  • Berkersheimer Kerbeverein
  • Bürgerverein in Berkersheim
  • Feuerwehr in Berkersheim: Freiwillige Feuerwehr Frankfurt am Main-Berkersheim
  • Jugendfeuerwehr Frankfurt am Main Berkersheim
  • Fußballverein in Berkersheim: FV-Berkersheim 1974
  • Sportverein in Berkersheim: TSV-Berkersheim 1910
  • Reitverein Berkersheim

Sehenswertes

  • Die 1766 erbaute Kirche der evangelischen Michaelisgemeinde
  • Das Denkmal zum Gedenken an die Opfer des ersten Weltkrieges
  • Die Aussicht über das gesamte Tal hinweg bis zum Taunus

Weblinks

Berkersheimer Kerb (Kerbeverein und Kerbegesellschaft)


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