Berkner-Insel
Berkner-Insel (Hubley Island)
LIMA-Satellitenbild
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Gewässer Weddell-Meer
Geographische Lage 79° 28′ S, 47° 14′ W-79.472777777778-47.235833333333869Koordinaten: 79° 28′ S, 47° 14′ W
Berkner-Insel (Hubley Island) (Antarktis)
Berkner-Insel (Hubley Island)
Länge 372 km
Breite 145 km
Fläche 43.873,1 km²
Höchste Erhebung Thyssenhöhe
869 m
Einwohner (unbewohnt)

Die Berkner-Insel ist eine komplett mit Eis bedeckte Insel, die über 320 km lang und 135 Kilometer breit ist. Mit einer Fläche von 43.873,1 km² belegt sie Platz 30 auf der Liste der größten Inseln der Erde. Sie ist nach der Alexander-I.-Insel die zweitgrößte Insel der Antarktis und hat eine Höhe von 869 Metern (nach anderen Quellen 975 Meter). Sie trennt das Filchner-Schelfeis vom Ronne-Schelfeis. Die Berkner-Insel ist die südlichste Insel der Erde. Sie reicht weiter nach Süden als die Ross-Insel, die manchmal inkorrekt als südlichste Insel bezeichnet wird. Sie ist jedoch – anders als die Ross-Insel – nicht vom Meer aus erreichbar, da sie vollständig von Schelfeis umgeben ist. Der nördlichste Punkt der Insel ist noch rund 17 km vom offenen Meer entfernt.

Die Oberflächenform ist charakterisiert durch zwei Kuppen, die Reinwarthhöhe im Norden (698 m, 78° 19′ S, 46° 20′ W-78.316666666667-46.333333333333698), und die Thyssenhöhe im Süden (869 m, 79° 34′ S, 45° 42′ W-79.566666666667-45.7869). An der Ostseite befinden sich drei Einbuchtungen, von Norden nach Süden: McCarthy Inlet, Roberts Inlet, and Spilhouse Inlet. Gould Bay liegt im Norden.

Die BerknerInsel ist etwa 150 km westlich der Luitpoldküste (Coats Land), das nächstgelegene Festland von Ostantarktika. 17 km vor der Nordwestecke liegt das Hemmen Ice Rise. Die Insel ist unbewohnt. Vom Februar 1995 bis Januar 2006 bestand auf der Thyssenhöhe eine automatische Wetterstation.[1] Die nächstgelegene ständig besetzte Station ist die argentinische Station General Belgrano II, die 210 km östlich des Nordostens der Berkner-Insel an der Nordwestküste des Coats Land liegt.

Entdeckt wurde die Insel im Sommer 1957/58 von Wissenschaftlern der US-amerikanischen Ellsworth Station unter der Leitung von Finn Ronne, der sie nach dem amerikanischen Physiker Lloyd Viel Berkner benannte.

Seit 1990 war die Berkner-Insel Ausgangspunkt für mehrere größere Polarexpeditionen.

1994/1995 führten die British Antarctic Survey, das Alfred-Wegener-Institut und die Forschungsstelle für Physikalische Glaziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gemeinsam Eiskernbohrungen durch.

Einzelnachweise

  1. http://www.phys.uu.nl/~wwwimau/research/ice_climate/aws/antarctica_stations.html#awsbi

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