Berleburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Berleburg
Bad Berleburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Berleburg hervorgehoben
51.0497222222228.4420Koordinaten: 51° 3′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Höhe: 420 m ü. NN
Fläche: 275,33 km²
Einwohner: 20.275 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57319
Vorwahl: 02751
Kfz-Kennzeichen: SI (alt: BLB)
Gemeindeschlüssel: 05 9 70 004
Stadtgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Poststraße 42
57319 Bad Berleburg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bernd Fuhrmann (parteilos)
Lage der Stadt Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein
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Über dieses Bild

Bad Berleburg ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein. Sie ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Bad Berleburg liegt als flächenmäßig größte Stadt im Nordosten des Kreises Siegen-Wittgenstein mitten im Rothaargebirge. Nahe der Kernstadt befindet sich die Mündung der Odeborn in die Eder. Die Grenze im Westen ist gleichzeitig Kreisgrenze zum Kreis Olpe. Im Norden schließt sich der Hochsauerlandkreis an, die Ostgrenze bildet die Landesgrenze zum Land Hessen. Die Stadt Bad Laasphe grenzt im Süden und die Gemeinde Erndtebrück im Südwesten an.

Stadtgliederung

Stadtgliederung

Zur Stadt Bad Berleburg gehören seit 1975 die folgenden Ortschaften:

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998: 21.177
  • 1999: 21.190
  • 2000: 21.219
  • 2001: 21.135
  • 2002: 21.022
  • 2003: 20.884
  • 2004: 20.794
  • 2005: 20.986
  • 2006: 20.440

Geschichte

Quarzitkugeln
Bad Berleburg – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian, 1655
Denkmal für Wilhelm I.

Frühgeschichte und Mittelalter

Grabungsfunde bestätigen die Besiedelung des heutigen Stadtgebietes bereits im 7. Jahrhundert vor Chr. Auf den Burgbergen bei Aue, Dotzlar und Wemlighausen sind Spuren von Ringwallanlagen aus dieser Zeit zu finden. Für die Zeit bis zum 8. Jahrhundert fehlen allerdings Hinweise auf eine Besiedelung des Landes.

Die Stadtteile Arfeld und Raumland sind bereits 800 bzw. 802 urkundlich erwähnt. Aus dem Jahr 1059 liegen Urkunden vor, die die Siedlungen Alertshausen, Beddelhausen, Elsoff und Schwarzenau bestätigt. 1174 wird erstmals der Name „Widechinstein“ erwähnt. Die Ortschaft Berleburg wird in den Urkunden des Klosters Grafschaft erstmals 1258 als Berneborg erwähnt. Die Burg ging dann am 30. März 1258 an den Grafen Siegfried I. und dem Klostervogt Adolf I. von Grafschaft über. 1322 wurde die Doppelherrschaft in Berleburg durch Widekind von Grafschaft beendet, als er zu Gunsten Siegfried II. von Wittgenstein auf seine Rechte an der Stadt verzichtete. Als dieser als letzter in dem Geschlecht der Wittgensteiner Grafen starb, trat sein Schwiegersohn Salentin von Sayn das Erbe an. Er begründete das Haus Sayn-Wittgenstein.

Frühe Neuzeit

1488 und 1522 wüteten Großfeuer in der Stadt, die diese ganz vernichteten.

Bis zum Tode Graf Ludwigs des Älteren im Jahre 1605 entwickelt sich Berleburg zur Haupt- und Residenzstadt der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg, die im 18. Jahrhundert ein Zentrum der radikal-pietistischen Inspirationsbewegung in Deutschland war. Zwischen 1726 und 1742 wurde hier die bekannte Berleburger Bibel (umfasst acht Foliobände) gedruckt.

Der religiösen Toleranz in den beiden Wittgensteiner Grafschaften entsprach eine Duldungshaltung gegenüber mehreren Familien von in der zeitgenössischen Diktion als "Heiden" bezeichneten Sinti. Sie waren im militärischen und polizeilichen Dienst sowie als Bauarbeiter für die Wittgensteiner Landesherren tätig gewesen und hatten sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem gräflichen Hofgut bei Saßmannshausen niederlassen können. Gegen Ende des Jahrhunderts wechselten einzelne von ihnen in die Berleburger Vorstadt. Dort siedelten sich im 19. Jahrhundert und verstärkt seit der Reformierung des preußischen Niederlassungsrechts Familien von Sinti und von Jenischen in dem traditionellen Armenviertel am Bach Lause sowie am Altengraben und im benachbarten Hemschlar an. Von der Mehrheitsbevölkerung und den Behörden wurden sie unterschiedslos mit dem stigmatisierenden Etikett "Zigeuner" belegt, und die Siedlung insgesamt als "Zigeunerkolonie" bezeichnet.[2]

Neuzeit

Wittgenstein wurde 1806 dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt unterstellt. Durch die Neuordnung des Deutschen Bundes fiel Wittgenstein durch einen Vertrag zwischen Österreich, Preußen und Hessen-Darmstadt vom 30. Juni 1816 an Preußen und wurde infolge der königlichen Kabinettsorder vom 23. Februar 1817 dem Regierungsbezirk Arnsberg in der preußischen Provinz Westfalen zugeteilt.

1825 kam es zu einem verheerenden Stadtbrand, der einen Schaden von einer Viertel Million Mark verusrsachte.

Mit dem Bau der Rothaarbahn nach Berleburg 1911 setzte die Industrialisierung ein, zunächst allerdings nur auf die Holzwirtschaft beschränkt. Weitere Industriezweige kamen erst nach dem Zweiten Weltkrieg hinzu.

Neueste Zeit

Nationalsozialismus

In großer Zahl wechselten die Wittgensteiner Wähler seit den Reichstagswahlen 1930 zu den Nationalsozialisten. Mit 35,1% für die NSDAP setzten sich die Kreisstädter an die Spitze des neuen Trends (Reich: 18,3%).[3] Bei den Reichspräsidentenwahlen 1932 bekam Hindenburg 35,2% (Reich: 53%), Hitler 49,4% (Reich: 36,8%; übriges Wittgenstein: 65,0%) Die drei Reichstags- und Landtagswahlen 1932 erbrachten für die Nationalsozialisten überdurchschnittliche, absolute Mehrheiten von 53,8%, 51,9%, 52,4% (übriges Wittgenstein: 69,4%, 65,5% und 67,4%).

Die Übergabe der Regierungsgewalt an die verbündeten Rechtskräfte („Kabinett Hitler“) am 30. Januar 1933 wurde in der Region bis ins kleinste Dorf volksfestmäßig mit Fackelzügen, Freudenfeuern und Festveranstaltungen gefeiert.[4]

Ein erstrangiger Angriffspunkt von Bürgermeister und Stadtverwaltung wurden die als "Zigeuner" diffamierten und diskriminierten Berleburger aus der Vorstadt am "Berg" (An der Lause).[5] Dabei ging es wesentlich darum, Mittel für eine aktive Sozialpolitik zugunsten der Mehrheitsbevölkerung durch Vertreibung und Vernachlässigung "Minderwertiger" zu beschaffen. Bereits kurz nach der Machtübergabe strebte der Bürgermeister die Deportation der Minderheit in ein überwachtes Barackenlager „an abgelegener Stelle der Lüneburger Heide“ an. Hier wie bei zahlreichen nachfolgenden Überlegungen und Maßnahmen ging die Ortsbehörde weit über die von den Oberbehörden und zentralstaatlich gesetzten Grenzen hinaus. Zahlreiche kommunale, zentralstaatliche, privatwirtschaftliche Instanzen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen trugen in einem verzweigten Arbeitsverbund die Ausschlußpolitik. Es kam u. a. zu lokalen Zuzugs-, Einkaufs-, Schulverboten, zur zeitweisen Einschließung des "Bergs" ("Belagerung") und zu zahlreichen - meist nicht genehmigten - Sterilisierungsanträgen.

Am 16. Dezember 1942 ordnete der Auschwitz-Erlass an, „Zigeunermischlinge, Ròm-Zigeuner und nicht deutschblütige Angehörige zigeunerischer Sippen balkanischer Herkunft ... in ein Konzentrationslager einzuweisen“. Die Ausführungsbestimmungen nahmen u. a. „sozial angepasst“ Lebende, die schon vor Kriegsbeginn in „fester Arbeit“ gestanden hatten und eine „feste Wohnung“ hatten, aus, was vollständig auf die Berleburger zutraf. Die entscheidende lokale Selektionskonferenz setzte sich darüber hinweg.[6] 134 Menschen vom "Berg" und vom Altengraben, etwa die Hälfte Kinder, das jüngste drei Monate alt, wurden am 9. März 1943 deportiert. Neun überlebten.

Die verlassenen Häuser wurden zunächst durch Angehörige der Mehrheitsbevölkerung geplündert und verwüstet, bevor Stadtverwaltung und Finanzamt systematisch die verbliebene Ausstattung an sich nahmen, zu eigenen Zwecken verwendeten oder verkauften.

Wie die Atmosphäre für die kleinere jüdische Minderheit in Stadt und Amt Berleburg sich seit der Machtübergabe veränderte, geht aus einem Transparent 1935 gegenüber dem Bahnhof hervor: „Juden sind hier unerwünscht.“ Als am 9. November 1938 die Berleburger Synagoge verwüstet und das Inventar auf dem Marktplatz verbrannt wurde, beteiligten sich über Parteikader hinaus viele Berleburger, sei es zustimmend als Zuschauer, sei es aktiv. Die Ausschreitungen griffen aus. Schaufenster und Wohnhausfenster wurden eingeschlagen, Geschäfts- und Wohnungseinrichtungen demoliert. Es wurde geplündert. Im Amtsbezirk gab es Ausschreitungen zumindest noch in Schwarzenau und mutmaßlich auch in Beddelhausen. Im Anschluß wurden die jüdischen Männer in das KZ Sachsenhausen deportiert. Nun flüchteten vermehrt jüdische Berleburger ins Ausland und in die Großstädte. Das hinterlassene Eigentum ging an die Mehrheitsbevölkerung und den Staat.

Von den dann am 28. April 1942 nach Zamosc (Polen), am 27. Juli 1942 in das KZ Theresienstadt und am 27. Februar 1943 in das KZ Auschwitz-Birkenau deportierten 25 Berleburgern überlebte einer. Zehn von ihnen wurden aus ihren Fluchtorten verschleppt. Im September 1944 ging ein Transport von mit Nichtjuden Verheirateten sowie von „Mischlingen 1. Grades“ zur Zwangsarbeit in verschiedene Arbeitslager. 1942 wurden 18 Schwarzenauer, zehn davon inzwischen weggezogen, drei inzwischen verzogene Arfelder, vier Beddelhäuser und sieben Elsoffer deportiert. Keiner überlebte. 1944 wurde eine mit einem Nichtjuden verheiratete Schwarzenauerin mit ihrer Tochter zur Zwangsarbeit nach Berlin verschleppt. Sie überlebten beide. Die Deportationen hatte einen weiteren Umverteilungsschub zur Folge.

Von den zu Beginn der 1930er Jahre etwa 3.300 Einwohnern wurden etwa 8% als „Zigeuner“, Juden, „Asoziale“ oder Kommunisten – die Zuordnungen überschnitten sich - in die nationalsozialistischen Konzentrationslager verschleppt, die sie ganz überwiegend - etwa 170 von ihnen, also etwa 5% der Bevölkerung - nicht überlebten. Hinzuzunehmen wären die den Krankenmorden ("Euthanasie") zum Opfer Gefallenen. Damit dürfte Berleburg zu den am stärksten von der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik betroffenen deutschen Städten gehören.

Nach einer Phase des Schweigens, dann der Kontroverse hat sich inzwischen in der Stadt eine Kultur bewusster Wahrnehmung, der Erinnerung und der Würdigung der Opfer etablieren können. Es gibt in Bad Berleburg heute Gedenksteine für die beiden rassistisch verfolgten Minderheiten, und am 18. Juni 2007 beschloss der Rat der Stadt, "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegen zu lassen. Die Verlegung beginnt am 2. September 2008 im Rahmen der Feier zum 750-jährigen Stadtjubiläum.

Jüngste Zeitgeschichte

Bereits 1935 war die Stadt wegen des schonenden bis reizmilden Klimas als Luftkurort anerkannt worden. Nach 1949 wurde die Klinik Wittgenstein als psychosomatisches Krankenhaus errichtet, die bis heute unter der Trägerschaft des Evangelischen Johanneswerkes steht.

1951 wurde aus privater Initiative ein Kneipp-Kurverein gegründet, der der Vorläufer der Wittgensteiner Kuranstalt (WKA) war. Im ersten Jahr der Eröffnung des Kneippkur-Betriebes durch die WKA 1953 zählte man 11.000 Übernachtungen. Nach und nach wurde Berleburg zum zweitgrößten Kneipp-Kurort in Deutschland. Die heute in Bad Berleburg bestehenden Rehakliniken der Fachrichtungen Psychosomatik, Orthopädie, Neurologie und Kardiologie gehören heute zur Gruppe der Helios Kliniken GmbH.

Durch die Erlangung der staatlichen Anerkennung als Kneipp-Kurort wurde 1971 der Namenszusatz Bad verliehen und seitdem lautet der Name Bad Berleburg. Die staatliche Anerkennung als Heilbad erfolgte 1974.

1975 wurde durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz das umliegende Amt Berleburg aufgelöst und kam größtenteils zur Stadt Bad Berleburg. Es entstand die zu diesem Zeitpunkt flächenmäßig zweitgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die Ortschaften Hoheleye, Langewiese, Mollseifen und Neuastenberg wurden dem neu gegründeten Hochsauerlandkreis zugeteilt. Sie sind heute Stadtteile von Winterberg. Die Ortschaften Balde, Birkelbach, Birkefehl, Leimstruth und Womelsdorf gingen zur Gemeinde Erndtebrück über. Gleichzeitig wurde der Kreis Wittgenstein mit dem bisherigen Kreis Siegen zum neuen Kreis Siegen zusammengefasst. 1984 erfolgte die Umbenennung des Kreises Siegen in Kreis Siegen-Wittgenstein.

Politik

Stadtrat

Die 38 Sitze des Stadtrates verteilten sich bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 wie folgt:

SPD CDU UWG FDP GRÜNE Gesamt
2004 17 16 3 1 1 38
Brunnenfigur mit Wappen

Wappen

Blasonierung: Geteilt und oben gespalten; vorne in Rot ein linksgewendeter, doppelschwänziger, herschauender, blau bewehrter, goldener Löwe, hinten in Silber zwei schwarze Pfähle; unten in Silber ein nach links laufender, rot bewehrter, schwarzer Bär.

Der Löwe ist das Wappentier des Hauses Sayn. Der Bär steht für die Jagd. Die schwarzen Pfähle in Silber sind dem Wappen des Hauses Wittgenstein entnommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stadtmuseum

Museen

Das Stadtmuseum zeigt eine historischer Ladeneinrichtung, Öfen und wechselnde Ausstellungen. Hervorzuheben sind einige Exponate aus der Zeit des Pietismus in Wittgenstein (18. Jahrhundert).

Schloss

Bauwerke

  • Schloss Berleburg – eine Anlage mit barockem Haupthaus von 1733 mit Schlossmuseum zur Geschichte des Fürstenhauses zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg
  • Schulkapelle Sassenhausen – das 1703 von Mannus Riedesel erbaute Fachwerkhaus wurde gleichermaßen als Kapelle und als Schulgebäude genutzt
  • Ludwigsburg – das ebenfalls von Mannus Riedesel gebaute einstige Wohngebäude einer Seitenlinie der Wittgensteiner Grafen besitzt reichhaltige Verzierungen an den Gesimsen und Eckbalken

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Wollmarkt – erster Sonntag im Mai
  • Stünzelfest, Kreistierschau mit Jahrmarkt – zweiter Samstag im Juni
  • Schützenfest des Schützenverein Berleburg 1838 e.V – erstes Wochenende im Juli
  • Schützenfest des Schützenverein Berghausen 1905 e.V. – drittes Wochenende im Juli
  • Schützenfest des Schieß- und Schützenverein Müsse 1925 e.V. – zweites Wochenende im August
  • Schützenfest des Schützenverein 1928 Girkhausen e.V. – zweites Wochenende im August
  • Schützenfest des Schützenverein Schüllar Wemlighausen 1921 e.V. – erstes Wochenende im Juni
  • Schützenfest des Schieß- und Schützenverein Wingeshausen 1928 e.V. – Wochenende des vierten Sonntags im Juli
  • Schützenfest des Schieß- und Schützenverein Wunderthausen 1928 e.V. – letztes Wochenende im Juni
  • Holzmarkt - zweiter Sonntag im September
  • Weihnachtsmarkt Diedenshausen - 1. Adventssamstag
  • Weihnachtsmarkt Arfeld – 1. Samstag im Dezember
  • Weihnachtsmarkt Bad Berleburg – 3. Adventwochenende (Bad Berleburger WeihnachtsZeitreise)

Sportvereine

  • Deportivo Arfeld
  • TV 1926 Arfeld
  • Reitverein Aue-Wingeshausen
  • TSV Aue-Wingeshausen
  • VfL Bad Berleburg 1863
  • Taekwon-Do-Verein Bad Berleburg
  • TuS Beddelhausen 1965
  • TuS Diedenshausen
  • TuS Dotzlar
  • Tennisclub Dotzlar
  • Spfr. Edertal
  • TuS Elsoff 1924
  • Skiclub Girkhausen 1952
  • VfL Girkhausen
  • TV Rinthe
  • Spfr. Sassenhausen
  • TuS Schwarzenau 1931
  • FC Weidenhausen
  • LG Wittgenstein (Leichtathletik)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Das Stadtgebiet wird von Norden nach Süden von der Bundesstraße 480 durchquert und verbindet Bad Berleburg mit Winterberg im Norden und Erndtebrück im Südwesten.

Aus südlicher Richtung erreicht die Rothaarbahn die Stadt und endet dort. Bis zum 29. Mai 1981 bestand von Bad Berleburg eine Verbindung nach Allendorf und Frankenberg durch die Obere Edertalbahn und die Ruhr-Eder-Bahn. Geplant war auch eine Bahnverbindung nach Winterberg, welche aber aufgrund zu hohen Kostenaufwands nicht realisiert werden konnte.

Industrie und Gewerbe

Industrie- und Gewerbeflächen stehen im interkommunalen Industriepark Wittgenstein in Erndtebrück-Schameder zur Verfügung.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)

Bauprojekte

Das Modehaus Krug ließ bis 2005 ein neues Gebäude bauen, in dem neben dem Sporthaus Intersport Begro eine Rossmann-Filiale, Kik sowie Deichmann untergebracht sind. Im Jahr 2006 wurde das Rothaarbad in Bad Berleburg nach 4-jähriger Renovierung wiedereröffnet. Im selben Jahr eröffnete der neue Supermarkt HIT. McDonald’s betreibt seit Juli 2008 eine Filiale in der Stadtmitte, anschließend an das Bahnhofsgelände. Ein Investor, der das Gelände der bereits abgerissenen Druckerei und Papierhandlung Schlabach in der Stadtmitte erworben hat, errichtet einen neuen ALDI-Markt. Am Sengelsberg entsteht ein neues Wohngebiet. Der zentrale Busbahnhof in Bad Berleburg soll 2008 für rund 417 000 Euro umgestaltet werden. In der ehemaligen Jugendherberge am Goetheplatz eröffnete, namentlich an die ursprüngliche Nutzung angelehnt, im August 2008 das Hotel "Alte Schule".

Medien

Die Westfalenpost und die Siegener Zeitung erscheinen in Bad Berleburg mit Lokalausgaben für die Wittgensteiner Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe sowie die Gemeinde Erndtebrück. Auflagenstärkste Zeitung in Wittgenstein ist die Westfalenpost. Bis zum 14. März 2009 erschien auch die Westfälische Rundschau mit einer eigenen Lokalausgabe für Wittgenstein, die mit dem laufenden Umbau der WAZ-Mediengruppe in Essen eingestellt wurde. Abonnenten und Leser der Westfälischen Rundschau werden seit der Redaktionsschließung mit dem Wittgensteiner Lokalteil der Westfalenpost beliefert.

Öffentliche Einrichtungen

Mit dem Amtsgericht Bad Berleburg ist die Stadt Sitz des auch für Bad Laasphe und Erndtebrück zuständigen Amtsgerichts.

Bildung

  • Grundschulen
    • Burgfeldschule Bad Berleburg
    • Grundschule Schüllar-Wemlighausen
    • Grundschule Berghausen
    • Grundschule Dotzlar
    • Grundschule Aue-Wingeshausen
    • Grundschule Elsoff
    • Grundschule Wunderthausen
  • Hauptschulen
    • Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule Bad Berleburg
  • Realschulen
    • Städtische Realschule Bad Berleburg
  • Gymnasien
    • Johannes-Althusius-Gymnasium Bad Berleburg (gegründet ca. 1925)

Bekannte Berleburgerinnen und Berleburger

Sportlerinnen und Sportler

Anmerkungen

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Ulrich Friedrich Opfermann, „Daß sie den Zigeuner-Habit ablegen“. Die Geschichte der „Zigeuner-Kolonien“ zwischen Wittgenstein und Westerwald, Frankfurt/M u. a. 1997, 2., ergänzte Aufl.; ders., „Seye kein Ziegeuner, sondern kayserlicher Cornet“. Sinti im 17. und 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen, Berlin 2007.
  3. Ulrich Friedrich Opfermann, Siegerland und Wittgenstein im Nationalsozialismus. Personen, Daten, Literatur. Ein Handbuch zur regionalen Zeitgeschichte (Siegener Beiträge, Sonderband 2001), Siegen 2001, 2. Aufl., S. 173ff.
  4. Siehe z. B.: Ernst Geier (Hrsg.), Sassenhausen, o. O. 2001, S. 144f.; Heimatverein Puderbach (Hrsg., Puderbach. Häuser, Menschen, Schicksale, Puderbach 2003, S. 60.
  5. Zum Folgenden: Michael Zimmermann, Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische "Lösung der Zigeunerfrage", Hamburg, 1996, passim; Ulrich Friedrich Opfermann, Zigeunerverfolgung, Enteignung, Umverteilung. Das Beispiel der Wittgensteiner Kreisstadt Berleburg, in: Kenkmann, Alfons/Bernd-A. Rusinek (Hrsg.), Verfolgung und Verwaltung. Die wirtschaftliche Ausplünderung der Juden und die westfälischen Finanzbehörden, Münster 1999, S. 67-86; ders., The registration of Gypsies in National Socialism: Responsibility in a German region [Berleburg, Morsbach, Siegen], in: Romani Studies (continuing Journal of the Gypsy Lore Society), 5th Series, Vol. 11, No. 1 (2001), S. 25-52.
  6. Michael Zimmermann, Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“, Hamburg 1996, S. 306.

Literatur

  • Johann Georg Hinsberg, Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Bd. I, IV und V, Berleburg 1920-1925.
  • Johann Georg Hinsberg, Geschichte der Kirchengemeinde Berleburg bis zur Regierungszeit des Grafen Casimir (18. Jh.). Eingeleitet, herausgegeben und kommentiert von Johannes Burkardt und Ulf Lückel, Bad Berleburg 1999.
  • Ulf Lückel, Streifzug durch die Stadtgeschichte.750 Jahre Berleburg, in: Siegerländer Heimatkalender 84 (2009), S. 99-112.
  • Ulrich Friedrich Opfermann, "Mit Scheibenklirren und Johlen". Juden und Volksgemeinschaft im Siegerland und in Wittgenstein im 19. und 20. Jahrhundert, Siegen 2009.
  • Heinz Strickhausen, Berleburg. Eine Kleinstadt am Rande des Krieges, Bad Berleburg 1999, 2. Aufl.
  • Ders., Berleburg. Eine Kleinstadt in der Nachkriegszeit. Wittgenstein nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 - 1949, Bad Berleburg 2002.

Weblinks


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