Berlin-Lübars

Lübars
Ortsteil von Berlin

Berlin Heiligensee Konradshöhe Frohnau Tegel Hermsdorf Waidmannslust Lübars Märkisches Viertel Wittenau Reinickendorf BrandenburgLübars auf der Karte von Reinickendorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 37′ 0″ N, 13° 22′ 0″ O52.61666666666713.366666666667Koordinaten: 52° 37′ 0″ N, 13° 22′ 0″ O
Fläche 5 km²
Einwohner 4821 (30. Juni 2011)
Bevölkerungsdichte 964,2 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 13469
Ortsteilnummer 1208
Verwaltungsbezirk Reinickendorf

Lübars ist das älteste Dorf des Berliner Bezirks Reinickendorf. In diesem Ortsteil findet man neben viel Natur noch eine erhaltene Dorfstruktur mit einer barocken Dorfkirche vom Ende des 18. Jahrhunderts. Lübars liegt am Tegeler Fließ, das eine eiszeitliche Abflussrinne darstellt und in den Tegeler See mündet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Dorfkirche in Lübars

Die erste urkundliche Erwähnung von Lübars, das zum Benediktinerinnen-Kloster in Spandau gehörte, stammt aus dem Jahr 1247. Es entwickelte sich als typisches Rundlingsdorf [1] mit einer Dorfaue, die der Mittelpunkt des dörflichen Geschehens war. Deshalb gab es gleich neben der Dorfkirche ein Feuerwehrhaus, einen Dorfteich, ein Schulhaus und ein Wirtshaus.

Ein altes strohgedecktes Kossätenhaus in Lübars kündet von den Bewohnern früherer Jahrhunderte. Im 19. Jahrhundert, als sich auch die Städte Berlin und Cölln ins Umland ausdehnten, siedelten sich in den Dörfern ebenfalls mehr Menschen an, sie errichteten niedrige Wohngebäude, die teilweise mit Stuck geschmückt wurden. Das unter Denkmalschutz stehende historische Gasthaus Alter Dorfkrug Lübars mitsamt dem nach historischem Vorbild restauriertem Festsaal ist erhalten geblieben und erwartet noch heute seine Gäste.

1920 wurde Lübars nach Berlin eingemeindet.

Bekannt ist Lübars durch den am Dorfrand liegenden Freizeitpark Lübars, der auf einer alten Müllhalde, die es hier bis 1975 gab, im Verlaufe mehrerer Jahre angelegt wurde. Eine Jugendfarm lädt vor allem die Stadtkinder zum Kennenlernen der Großtierhaltung ein.

In West-Berlin galt Lübars bis zum Mauerfall 1989 als Kuriosum und Sehenswürdigkeit, denn es wurde als einzige Siedlung mit weitgehend dörflichem Charakter innerhalb der damals ummauerten und dicht bevölkerten Millionenstadt dargestellt. Das vergleichbar ländliche Gatow im Südwesten der Stadt war weit weniger bekannt. Großstadtbevölkerung und Touristen konnten hier den wenigen Berliner Bauern bei der Bewirtschaftung ihrer Felder zusehen.

Literatur

  • W. Ribbe, J. Schmädeke: Kleine Berlin-Geschichte. Stapp Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-877762-22-0.

Weblinks

 Commons: Berlin-Lübars – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.unsermv.de/otluebars.htm Hinweis zu Lübars als Rundlingsdorf

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