Berlinale 1966

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin 1966 fanden vom 24. Juni bis zum 5. Juli 1966 statt.

Der deutsche Film stand 1966 vor einem Neuaufbau. Der deutsche Film in den Kinos wurde von Karl May- und Edgar-Wallace-Verfilmungen geprägt, während die jungen Filmemacher des deutschen Autorenfilms noch am Beginn ihrer Karriere standen. Im September 1966 startet die erste deutsche Filmhochschule in Berlin. Ihre ersten Direktoren Erwin Leiser und Heinz Rathsack nutzen die Gelegenheit auf der Berlinale für ihr Projekt zu werben. Künftige Absolventen werden auch das Gesicht des deutschen Films auf der Berlinale verändern.

Inhaltsverzeichnis

Wettbewerb

Folgende Film wurde im offiziellen Wettbewerb gezeigt:

Filmtitel Regisseur Produktionsland Darsteller (Auswahl)
Angst Kostas Manoussakis Griechenland
Die Clique Sidney Lumet USA Candice Bergen
Les coeurs verts Édouard Luntz Frankreich
Dorf der Verfolgten Joaquim Pedro de Andrade Brasilien
Georgy Girl Silvio Narizzano Großbritannien James Mason, Alan Bates, Lynn Redgrave, Charlotte Rampling
Der Held Satyajit Ray Indien Uttam Kumar, Sharmila Tagore
Die Jagd Carlos Saura Spanien
Jahreszeiten unserer Liebe Florestano Vancini Italien Anouk Aimée
Masculin - Feminin oder: Die Kinder von Coca Cola Jean-Luc Godard Frankreich, Schweden Jean-Pierre Léaud
Mollymauk, der Wunderknabe George Axelrod USA Roddy McDowall, Tuesday Weld
Sardische Blutrache Luigi Zampa Italien, Frankreich Ugo Tognazzi, Bernard Blier
Schonzeit für Füchse Peter Schamoni Deutschland Helmut Förnbacher, Christian Doermer, Andrea Jonasson, Monika Peitsch
Die Verfolgung Yngve Gamlin Schweden
Der Weibsteufel Georg Tressler Österreich Maria Emo, Sieghardt Rupp
Wenn Katelbach kommt... Roman Polański Großbritannien Donald Pleasence, Françoise Dorléac, Jack MacGowran, Lionel Stander

Internationale Jury

In diesem Jahr war der französische Filmproduzent Pierre Braunberger Präsident folgender Jury: Khwaja Ahmad Abbas (Indien), Hollies Alpert (USA), Lars Forssell (Schweden), Helmuth de Haas (Deutschland), Kurt Heinz (Deutschland), Pier Paolo Pasolini (Italien), Franz Seitz (Deutschland) und Emilio Villalba Welsh (Argentinien).

Preisträger

  • Goldener Bär: Wenn Katelbach kommt...
  • Silberne Bären:
    • Carlos Saura (Beste Regie)
    • Lola Albright in Mollymauk, der Wunderknabe (Beste Darstellerin)
    • Jean-Pierre Léaud in Masculin-Feminin... (Bester Darsteller)
    • Schonzeit für Füchse (Sonderpreis der Jury)
    • Lars Passgard Darsteller in Die Verfolgung (Sonderpreis der Jury)

Eine besondere Anerkennung erhielt Satyajit Ray für sein Gesamtwerk.

Weitere Preise

  • FIPRESCI-Preis: Jahreszeiten unserer Liebe
  • FIPRESCI-Ehrenpreis für postum für sein Lebenswerk: Max Ophüls
  • INTERFILM Award: Les coeurs verts

Quellen und Weblinks



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