Berliner Abendblätter
Titelseite der Berliner Abendblätter vom 18. Dezember 1810, mit dem Anfang des Artikels Weihnachtsausstellung von Heinrich von Kleist

Die Berliner Abendblätter waren eine Berliner Tageszeitung, die vom 1. Oktober 1810 bis 30. März 1811 existierte. Sie wurde von Julius Eduard Hitzig verlegt und von Heinrich von Kleist herausgegeben.

Die Zeitung erschien ab dem 1. Oktober 1810 täglich außer sonntags und enthielt jeweils vier Seiten. Der Inhalt bestand neben lokalen Meldungen und Erzählungen aus Rezensionen, Diskussionsbeiträgen und 1810 auch aus Auszügen aus täglichen Berichten des Polizeipräsidenten von Berlin. In den Ausgaben 25 und 26 finden sich u. a. auch Diskussionen unter dem Titel Aeronautik. Als Autoren fungierten Heinrich von Kleist und einige Mitarbeiter, deren Beiträge jedoch durch Kleist bearbeitet wurden.

Noch 1810 legte Hitzig aus finanziellen und politischen Gründen seine Verlegertätigkeit nieder. Kleist gelang es nicht, seine Zeitung wie geplant als quasi-offizielles Organ zu etablieren. Hinzu kamen Streitigkeiten mit Mitarbeitern sowie erhöhte staatliche Zensur.

Am 30. März 1811 war in der letzten Ausgabe eine kurze Bemerkung Kleists zu lesen, die über das Ende der Zeitung handelte.

Mehrere literarische Texte Kleists erschienen erstmals in den Berliner Abendblättern, so die Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege oder der Aufsatz Über das Marionettentheater.

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Einzelnachweise

  1. FAZ vom 29. September 2010, Seite N3

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