Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG
Rechtsform Genossenschaft
Gründung 9. März 1892
Sitz Berlin, Deutschland
Mitarbeiter 58 (2010)
Bilanzsumme 335,5 Mio. EUR (2010)
Branche Wohnungsbaugenossenschaft
Website www.bbwo1892.de

Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG (auch 1892, BBWO) ist eine Wohnungsbaugenossenschaft in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Aktivitäten

Die BBWO 1892 wurde am 9. März 1892 als Berliner Spar- und Bauverein gegründet. Die Banktätigkeit wurde später aufgegeben und erst 1995 in Form einer Spareinrichtung wieder aufgenommen.

Heute (2011) hat die BBWO 11.150 Mitglieder und einen Bestand von 6.550 Wohnungen (3.450 Altbau- und 3.100 Neubauwohnungen) in verschiedenen Berliner Stadtteilen. Viele Häuser aus den Anfängen der Genossenschaft stehen unter Denkmalschutz. In Charlottenburg, Spandau, Tempelhof und Wedding betreibt die BBWO Concierge-Büros, die den Mitgliedern zur Seite stehen. So erledigen sie beispielsweise Einkäufe, helfen bei Internetrecherchen oder erklären Behördenpost.

Die über 50 Mitarbeiter bilden jährlich bis zu sechs Auszubildende zu Kaufmann/frau der Immobilienwirtschaft aus. Um eine praxisnahe Ausbildung bieten zu können, verwalten die Auszubildenden unter Leitung zweier Mentoren selbständig eine Wirtschaftseinheit mit 200 Wohnungen.

Wichtige Gebäude

  • Gartenstadt Falkenberg (Tuschkastensiedlung), Bruno Traut (1913-1916), UNESCO-Weltkulturerbe (Wohnsiedlungen der Berliner Moderne)
  • Siedlung Schillerpark, Bruno Traut, UNESCO-Weltkulturerbe (Wohnsiedlungen der Berliner Moderne)
  • Stargarder Straße, Paul Kolb, Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung

Literatur

  • Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft (Hg.): 80 Jahre Ansiedlung Nordufer 1905–1985, Berlin 1985.
  • Bernet, Claus: Konflikte und Lösungsversuche: Staatliche, genossenschaftliche und private Siedlungsprojekte in Berlin und Brandenburg von 1850 bis 1945, in: Nothnagle, Alan; Homberg, Carl (Hg.), ‚Auf freiem Grund mit freiem Volke!‘. Alternative Siedlungen in Deutschland und Schweden im industriellen Zeitalter, Berlin 1999, S. 11–54.
  • Bernet, Claus: Kultureinrichtungen der Bau- und Wohnungsgenossenschaften. Vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Am Beispiel des Berliner Spar- und Bauvereins, Göttingen 2008 (Marburger Schriften zum Genossenschaftswesen, 105).
  • Bernet, Claus: Nichtstaatliche Wohlfahrtseinrichtungen in der Weimarer Republik: Der Berliner Spar- und Bauverein als Betreiber von Bibliotheken, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen, in: Scripta Mercaturae, 41, 1, 2007, S. 69–94.
  • Escher, Felix: Der ‚Berliner Spar- und Bauverein‘ und ‚Vaterländischer Bauverein‘ – Zwei Wohnungsgenossenschaften, in: Berlin von der Residenzstadt zur Industriemetropole, Band 1, hg. von der TU-Berlin, Berlin 1981, S. 519–521.
  • Kromrey, Max: Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein, Berlin 1903.
  • Novy, Klaus: Die veralltäglichte Utopie – Richtungen genossenschaftlicher Wohnreform in Berlin vor 1914, in: Die Zukunft der Metropolen, Ausstellungskatalog, Band 1, Berlin 1984, S. 385–394.
  • Novy, Klaus; Neumann-Cosel, Barbara von: Zwischen Tradition und Innovation, Berlin 1992.
  • Zwischen Tradition und Innovation – 100 Jahre Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892, Edition Hentrich 1992, ISBN 978-3-89468-031-2
  • Welterbesiedlungen, Gartenstadt Falkenberg Schillerpark-Siedlung, Stadtwandel Verlag, Berlin 2011, Die Neuen Architekturführer, ISBN 978-3-86711-173-7.

Weblinks


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