Berliner Burschenschaft Arminia
Wappen
Basisdaten
Hochschulort: Berlin, Deutschland
Erstgründung: 2. Juni 1818
Verband: Deutsche Burschenschaft (DB)
Farben: schwarz-rot-gold
Adresse: Postfach 08 05 31 • 10005 Berlin
Webseite: www.arminia-berlin.de/

Die Berliner Burschenschaft Arminia ist eine am 2. Juni 1818 gegründete Studentenverbindung an den Berliner Universitäten und damit die älteste Berliner Burschenschaft in der Deutschen Burschenschaft. Mit anderen Burschenschaften war sie an der Gründung der verschiedenen burschenschaftlichen Verbänden − wie dem Eisenacher Burschenbund und dem Allgemeinen Deputierten-Convent beteiligt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Alte Berliner Burschenschaft

Nach den Befreiungskriegen und der Rückkehr der Studenten an ihre Hochschulorte griff der burschenschaftliche Gedanke von Jena ausgehend in ganz Deutschland um sich (siehe Geschichte der Studentenverbindungen, Urburschenschaft). Darauf basierend wurde am 2. Juni 1818 auch in Berlin die Berliner Burschenschaft u. a. von Adolf Lette gegründet, die schon nach kurzer Zeit über 50 Mitglieder besaß. Nach den Karlsbader Beschlüssen 1819 konnte sie nur im Verborgenen fortgeführt werden. In dieser Zeit lebte sie unter Tarnnamen wie Kränzchen, Burschenschaftlicher Kreis, Lesezirkel, Teutonia, etc. mit vielen Unterbrechungen weiter.

Brandenburgia / Arminia

Am 12. November 1859 wurde in Berlin mit der Brandenburgia eine neue Burschenschaft – unabhängig von der Alten Berliner Burschenschaft – gegründet. 1860 nannte sie sich Berliner Burschenschaft und 1864 wieder Brandenburgia. Im selben Jahr war sie an der Gründung des Eisenacher Burschenbundes beteiligt, trat jedoch 1866 wieder aus diesem aus. Am 30. Juli 1875 wurde sie in Arminia umbenannt. An der Gründung des Allgemeinen Deputiertenconventes 1881 war sie ebenfalls beteiligt. Aufgrund Mitgliedermangels musste Arminia 1883 suspendieren, wurde jedoch noch im selben Jahr durch die Freie Burschenschaft Marchia wieder errichtet. 1885 erneut suspendiert und 1893 wiedereröffnet, wurde die Arminia 1898 von den Behörden aufgelöst, aber am 18. Dezember 1898 als Palaio-Teutonia erneut gegründet. 1901 konnte sie sich wieder in Arminia zurückbenennen.

Mit der Aufnahme einiger ehemaliger Mitglieder der Alten Berliner Burschenschaft anlässlich des 50. Stiftungsfestes 1909 wurde die Tradition der Alten Berliner Burschenschaft übernommen und das Stiftungsfestdatum 2. Juni 1818 angenommen.

Mit anderen gleichgesinnten Burschenschaften gründete die Arminia am 10. Januar 1920 die Rote Richtung, ein Kartell innerhalb der Deutschen Burschenschaft.

1932 trat das Freie Corps Cimbria geschlossen in die Arminia ein, deren Altherrenverband fortan den Namen Arminia-Cimbria trug. Im Rahmen der Gleichschaltung der Studentenverbindungen durch den NSDStB musste sich auch die Arminia im Juni 1936 auflösen.

In der Folgezeit wurde die Fortführung der Verbindung als Kameradschaft Reimann – in Anlehnung an den ersten Sprecher der Urburschenschaft – versucht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Arminia als aktive Burschenschaft im Oktober 1949 wieder errichtet. 1951 erhielt die Arminia in Berlin-Lichterfelde ihr eigenes Haus, das jedoch 2007 verkauft wurde. Die Aktivitas besteht seit den späten 1960er Jahren in der Vertagung weiter.

Couleur und Haus

Die Farben der Arminia sind die Burschenschafter- und deutschen Nationalfarben schwarz-rot-gold. Die Arminia hatte bis 2007 ein Haus in der Holbeinstraße in Berlin-Lichterfelde. Zur Zeit finden Veranstaltungen der Aktivitas auf dem Haus der Berliner Burschenschaft der Märker statt.

Bekannte Mitglieder

Siehe auch

Literatur

  • Deutsche Burschenschaft: Handbuch der Deutschen Burschenschaft, diverse Jahrgänge
  • Berliner Burschenschaft Arminia: 150 Jahre Berliner Burschenschaft 2. Juni 1818 - 2. Juni 1968 – Werden, Wirken, Wollen, Festschrift der Berliner Burschenschaft Arminia, Berlin, 1968.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Horst Grimm, Leo Besser-Walzel: Die Corporationen, Frankfurt am Main, 1986.
  2. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.

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