Berliner Kurier (Berlin)
Berliner Kurier
Logo der Zeitung
Beschreibung Boulevardzeitung
Verlag Berliner Verlag GmbH
Erstausgabe 15. Juni 1949
Erscheinungsweise täglich / sonntags
Auflage
(IVW Q3/2008, Mo–So)
132.326 Exemplare
Reichweite
(2004)
0,34 Mio. Leser
Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer
Weblink berliner-kurier.de

Der Berliner Kurier ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die im Berliner Verlag erscheint. Der Berliner Kurier ist vor allem in den östlichen Bezirken Berlins verbreitet. Von den Lesern des Blattes leben allein 185.000 im Osten und 37.000 im Zentrum der Stadt (Media-Analyse 2004). In Gesamtberlin betrug im IV. Quartal 2008 die verkaufte Auflage 131.415 Exemplare (Montag bis Sonnabend/Sonntag)[1].

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Zeitung

Die "BZ am Abend" im Straßenverkauf in Ost-Berlin 1959

Die erste Ausgabe erschien am 15. Juli 1949 unter dem Namen „BZ am Abend“ im Berliner Verlag GmbH. 1953 wurde die „BZ am Abend“ dem ZK der SED unterstellt. Als Herausgeber trat weiterhin der Berliner Verlag auf. Sie war jedoch dem SED-Pressemonopol zuzurechnen. Die „BZ am Abend“ war die einzige Abend- und Straßenverkaufszeitung der DDR. Bis zum Ende der DDR hatte sie eine tägliche Auflage von ca. 200.000 Stück.

Nach dem Fall der Mauer übernahm 1990 der Zeitschriftenverlag Gruner und Jahr zusammen mit dem Verleger Robert Maxwell den Berliner Verlag und damit die „BZ am Abend“ und die Berliner Zeitung. Aus der „BZ am Abend“ wurde der „Berliner Kurier“, auch um Verwechslungen mit dem Wettbewerber aus dem Westen zu vermeiden, der B.Z.

Nach der Entscheidung des Mutterkonzerns Bertelsmann, sich auf seine Kernkompetenzen zu beschränken, begann Gruner und Jahr, sich von seinen Zeitungsbeteiligungen zu trennen. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, bis dahin bereits mit dem Tagesspiegel auf dem Berliner Markt aktiv, versuchte im Juni 2002 den Berliner Verlag zu übernehmen. Diese Übernahme wurde vom Bundeskartellamt untersagt. Eine Beschwerde des Verlags vor dem OLG Düsseldorf wurde abschlägig beschieden. Holtzbrinck reichte daraufhin Klage beim Bundesgerichtshof ein. Formal gehörte der Verlag damit weiterhin der Bertelsmann-Tochter Gruner und Jahr, welche ihn 2005 an die BV Deutsche Zeitungsholding veräußerte.

Chefredakteure

  • Wieland Sandmann (1990–1996)
  • Adolf K. Schwaner (1997–2000)
  • Caroline Methner (2000–2003)
  • Hans-Peter Buschheuer (seit 2003)


Einzelnachweise

  1. http://www.tagesspiegel.de/medien-news/;art15532,2710959

Weblinks


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