Berliner Schloßplatz
Schloßplatz mit Neptunbrunnen um 1905
Der Marx-Engels-Platz 1951
Palast der Republik, im Hintergrund der Berliner Fernsehturm (1977)
Der Schloßplatz (2009) nach Abbruch des Palastes der Republik – Blick von der Rathausstraße zur Karl-Liebknecht-Straße

Der Schloßplatz ist ein Platz auf der Spreeinsel in Berlin-Mitte. Er liegt unmittelbar bei der Museumsinsel und wird auf der nordwestlichen Seite von der Schlossbrücke und weiterführend von der Straße Unter den Linden begrenzt.

Er ist nach dem Berliner Schloss benannt, das bis 1950 auf dem heutigen Schloßplatz stand. Der Schloßplatz befand sich damals südöstlich des Schlosses, am Rande des heutigen Platzes. Der Schloßplatz erhielt 1891 den von Reinhold Begas entworfenen Neptunbrunnen. Der direkt an der Spree liegende westliche Teil des heutigen Schloßplatzes wurde früher als „Schlossfreiheit“ bezeichnet.

Nach der Sprengung des Schlosses wurde der nun deutlich größere Platz 1951 in Marx-Engels-Platz umbenannt. Er diente zur Zeit der DDR zeitweise als Aufmarschplatz für Großdemonstrationen, ansonsten als Parkplatz. Seit 1976 stand auf der Hälfte des Platzes der Palast der Republik, der von 2006 bis 2008 abgerissen wurde und nun vorläufig durch eine Grünfläche ersetzt werden soll. Nach der Wende wurden auf dem Schloßplatz Ausgrabungen durchgeführt; ein Teil der Schlossfundamente sind dort heute zu sehen. 1994 erhielt der Platz seinen alten Namen zurück. Bei Grabungen seit 2008 wurden auch Fundamente des Dominikanerklosters Cölln freigelegt.

Es ist geplant, ab 2010 bis 2013 einen Neubau in der Größe und mit drei Fassaden des Schlosses zu errichten, das Humboldtforum.

Südöstlich des Platzes steht das frühere Gebäude des Staatsrates der DDR, ein DDR-Neubau, in dessen Fassade das ehemalige Portal 4 des Stadtschlosses integriert ist, von dessen Balkon aus Karl Liebknecht am 9. November 1918 die „Sozialistische Republik“ proklamiert hat.

Weblinks

52.517513.4027777777787Koordinaten: 52° 31′ 3″ N, 13° 24′ 10″ O


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