Berliner Volks-Zeitung

Die Berliner Volks-Zeitung war eine Berliner Tageszeitung, die von 1853 bis 1944 (bzw. bis 1945) erschien und die bis 1933 eine explizit liberal-demokratische Ausrichtung hatte.

Ab April 1853 von Franz Duncker als Nachfolge-Publikation für die von Aaron Bernstein 1849 ins Leben gerufene und kurz zuvor unterdrückte Urwähler-Zeitung verlegt, gehörte die BVZ in den 1860er-Jahren zu den auflagenstärksten Zeitungen in Deutschland. Nachdem sie bereits 1877 aus dem Verlag Dunckers herausgelöst wurden war, wurde die BVZ 1885 von dem Verleger Emil Cohn aufgekauft, der die Zeitung wiederum 1904 seinem Ex-Kompagnon Rudolf Mosse überließ.

Die letzte Ausgabe der Zeitung erschien am 30. September 1944. Von 1. Oktober 1944 bis 23. April 1945 erschien eine Nachfolge-Publikation, die aus der Zusammenlegung mit der Berliner Morgenpost hervorgegangen war.

Literatur

  • Jürgen Frölich: Die Berliner "Volks-Zeitung" 1853 bis 1867. Preußischer Linksliberalismus zwischen "Reaktion" und "Revolution von oben", Frankfurt a. M. 1990.

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