Berlinmarathon

Der Berlin-Marathon (offizieller Name real,- BERLIN-MARATHON nach dem Sponsor Real) ist ein deutscher Straßen- und Volkslauf, der jährlich, in der Regel am letzten Septemberwochenende (2009 am 19./20. September), in Berlin stattfindet. Er wird vom Sportverein SCC Berlin veranstaltet und von der SCC-RUNNING Events GmbH unter der Leitung von Geschäftsführer Rüdiger Otto organisiert.

Er besteht aus einem Rennen für Inlineskater und einem Mini-Marathon (4,2195 km) für Kinder und Schüler am Sonnabend, sowie dem Marathonlauf für Rollstuhlfahrer, Power-Walker und natürlich Läufer am Sonntag.

Der Lauf gehört neben den Veranstaltungen in New York, Chicago und London zu den größten und neben London und Chicago zu den schnellsten Marathonläufen der Welt. Hier wurde im Jahr 2008 auch der aktuelle Weltrekord der Männer von Haile Gebrselassie in 2:03:59 Stunden aufgestellt.

Im Startblock E beim Berlin-Marathon 2004 kurz vor dem Startschuss

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Berlin-Marathon 25. September 2005, 14 Uhr am Ziel

Die Geburtsstunde der großen Laufveranstaltungen in West-Berlin war der 8. November 1964. An diesem Tag fand der erste „Berliner Crosslauf am Teufelsberg“ mit über 700 Teilnehmern statt. Horst Milde und andere organisierten diesen Lauf, nachdem sie von einem Rennen in Le Mans inspiriert worden waren. In den folgenden Jahren entwickelte sich der SCC-Cross zu einer festen Institution in der Berliner Sportszene.

Zehn Jahre später, 1974, fand der „1. Berliner Volksmarathon“ erstmals statt. Gestartet wurde vor dem Mommsenstadion auf der Waldschulallee und gelaufen wurde eine Pendelstrecke im Grunewald, entlang der AVUS, fast bis zum Strandbad Wannsee.

Ab 1975 wurde dann die Strecke ein wenig geändert, so dass nun im Mommsenstadion gestartet wurde. Das Ziel befand sich ebenfalls im Stadion.

1977 wurde die deutsche Meisterschaft in den Berlin-Marathon integriert, sie startete eine Stunde später. Im Rahmen dieser Meisterschaften stellte Christa Vahlensieck mit 2:34:47,5 einen inoffiziellen Weltrekord auf. Als die französische Besatzungsmacht im Mai 1981 die 25 km de Berlin als ersten Stadtlauf Berlins durchführten, reifte der Plan, auch den Marathon in die Innenstadt zu verlegen. Dabei stieß Horst Milde zunächst auf behördliches Unverständnis. So soll er z. B. Klaus Hübner, dem damaligen Polizeipräsidenten von Berlin, mit dem Satz vorgestellt worden sein: „Dort drüben sitzt ein Verrückter – der will durch die Stadt rennen“ und Seitens der Polizei wurde dem Veranstalter zunächst mitgeteilt: „Die Straßen sind für die Autos da“. Obwohl es beim Berliner Senat keine Einwände gegen das Rennen gab, ergaben sich dennoch einige politische Hürden, die aber mit Hilfe der westlichen Alliierten – Horst Milde hatte sich an John Kornblum, den Chef der US-Mission, gewandt – überwunden werden konnten. 1981 verließ der Lauf also den Grunewald und wurde zum Stadtmarathon. Start war auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude, die Strecke führte unter anderem am Checkpoint Charlie vorbei und das Ziel befand sich auf dem Kurfürstendamm. Auf der Asphaltstrecke war es nun auch möglich, Rollstuhlfahrer an dem Rennen zu beteiligen. Mit 3486 gemeldeten Teilnehmern war der Berlin-Marathon 1981 bereits der größte deutsche Stadtlauf. Aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen wurde der Start 1987 auf die Straße des 17. Juni verlegt. Außerdem engagierte der Veranstalter erstmals über 30 Musikgruppen, die an der Strecke für Stimmung sorgten.

Premiere hatte 1989 der Mini-Marathon der Schüler. Dabei laufen Mannschaften je zehn Schüler die letzten 4,2195 km. Zusammenaddiert ergibt das die gesamte Marathondistanz.

Am 30. September 1990, drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung führte der Lauf durch das Brandenburger Tor. Der Start verblieb auf der Straße des 17. Juni, allerdings wurde nun in die entgegengesetzte Richtung gestartet. Das Interesse an diesem Rennen war so groß, dass die Veranstalter erstmals Anmeldungen ablehnen mussten: das Teilnehmerlimit war erreicht. Erstmals wurde ein Marathonlauf live im deutschen Fernsehen übertragen, auch in Japan gab es eine Live-Übertragung.

1994 wurde die elektronische Zeitnahme mit Hilfe des ChampionChips eingeführt. Im selben Jahr wurde in Berlin das Rollstuhl-Marathonrennen der Behinderten-Weltmeisterschaften ausgetragen, das Heinz Frei mit einer Weltbestzeit von 1:22:12 gewann.

Sammy Lelei lief 1995 mit 2:07:02 die damals zweitschnellste je gelaufene Zeit und verfehlte die Weltbestzeit um nur zwölf Sekunden.

1997 stellten die Kenianer Elijah Lagat, Eric Kimaiyo und Sammy Lelei mit 6:23:24 einen inoffiziellen Mannschaftsweltrekord auf. Erstmals gingen Inlineskater auf die Strecke.

Zum 25. Berlin-Marathon 1998 wurde erstmals wieder der Teilnehmerrekord des historischen Laufs von 1990 erreicht. Sieger wurde Ronaldo da Costa, der mit 2:06:05 die zehn Jahre alte Weltbestleistung von Belayneh Dinsamo (2:06:50) brach. Ronaldo da Costa war der erste Läufer, der einen Marathon mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h lief.

Im Folgejahr 1999 fiel die Weltbestleistung der Frauen: Tegla Loroupe siegte mit 2:20:43. Im Männerrennen wurden erstmals zwei Zeiten unter 2:07 gelaufen, Berlin stand in der Liste der schnellsten Marathonläufe auf Platz eins. Erstmals nahmen Power-Walker an dem Lauf teil.

2001 gab es wieder eine Weltbestleistung: Die japanische Olympiasiegerin Naoko Takahashi lief mit 2:19:46 als erste Frau unter 2:20. Der Lauf wurde in Japan live übertragen und erreichte Einschaltquoten von über 50 %.

2002 kam es durch eine unzureichend befestigte Matte zu einem Massensturz der Skater. Die Abdeckung, der quer über die Straße verlegten Kameraverkabelung, wurde durch eine Windböe unmittelbar vor einer Skatergruppe angehoben und führte zu einem schweren Sturz von bis zu 20 Inline-Speedskatern. Nachdem der „Berlin-Marathon der Skater" mit über 7.000 Finishern [1] der größte seiner Art geworden war, wurde die Durchführung ab 2003 auf den Vorabend des Hauptlaufes verlegt.

2003 wurde die Streckenführung geändert. Das Ziel war nun nicht mehr am Kurfürstendamm, sondern am Brandenburger Tor. Der Start wurde ebenfalls vor das Tor verlegt.

Damit entfiel der heikle Transport der „Klamotten für hinterher“, die die Sportler schon immer am Start abgeben konnten. Die Strecke führte im Ganzen länger durch den ehemaligen Ostteil der Stadt und die Straße Unter den Linden wurde zur Zielgeraden. Der 30. Berlin-Marathon wurde wieder mit einer Weltbestleistung gekrönt, die später als erster offizieller Marathon-Weltrekord anerkannt wurde: Paul Tergat aus Kenia lief mit 2:04:55 als erster Mann unter 2:05, sein Landsmann und Tempomacher Sammy Korir benötigte nur eine Sekunde mehr. Mit dem kenianischen Drittplatzierten Titus Munji (2:06:15), ebenfalls Tempomacher Tergats, stellten sie einen neuen inoffiziellen Mannschaftsweltrekord auf.

2004 löste Mark Milde seinen Vater Horst Milde als Race-Director ab. Mark hatte sich seit 1999 um die Verpflichtung der Topläufer gekümmert und regte 1997 die Integration der Inline-Skater an.

Seit 2004 beinhaltet der Berlin-Marathon auch einen Wettkampf für Handbiker.

2006 gründeten die fünf weltgrößten Marathonveranstaltungen die Laufserie World Marathon Majors. Sie umfasst den Berlin-Marathon, den Boston-Marathon, den London-Marathon, den Chicago-Marathon und den New-York-City-Marathon. Die jeweils über zwei Jahre laufende Serie ist mit je 500.000 US-Dollar für den besten Mann und die beste Frau dotiert.

Statistik Marathonlauf

Berlin-Marathon 2008 - auf der Strecke

Streckenrekorde

Schnellste Läufer 2008

Finisher 2007

  • 32.486 Marathonläufer im Ziel (25.994 Männer und 6.492 Frauen), 2.304 mehr als im Vorjahr

Siegerliste

Quellen: Website des Veranstalters[2] und arrs.net[3]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
2008-09-2828. September 2008 7Gebrselassie Haile Gebrselassie -3- 2:03:59 9Mikitenko Irina Mikitenko (GER) 2:19:19
2007-09-3030. September 2007 7Gebrselassie Haile Gebrselassie -2- 2:04:26 8Wami Gete Wami -2- 2:23:17
2006-09-2424. September 2006 7Gebrselassie Haile Gebrselassie (ETH) 2:05:56 8Wami Gete Wami (ETH) 2:21:34
2005-09-2525. September 2005 9Manyim Philip Manyim (KEN) 2:07:41 9Noguchi Mizuki Noguchi (JPN) 2:19:12
2004-09-2626. September 2004 9Limo Felix Limo (KEN) 2:06:44 9Shibui Yōko Shibui (JPN) 2:19:41
2003-09-2828. September 2003 9Tergat Paul Tergat (KEN) 2:04:55 9Hashimoto Yasuko Hashimoto (JPN) 2:26:32
2002-09-2929. September 2002 9Chemwelo Raymond Kipkoech Chemwelo (KEN) 2:06:47 8Takahashi Naoko Takahashi -2- 2:21:49
2001-09-3030. September 2001 9Ngolepus Joseph Ngolepus (KEN) 2:08:47 8Takahashi Naoko Takahashi (JPN) 2:19:46
2000-09-1010. September 2000 9Biwott Simon Biwott (KEN) 2:07:42 9Matsuo Kazumi Matsuo (JPN) 2:26:15
1999-09-2626. September 1999 9Kiprono Josephat Kiprono (KEN) 2:06:44 9Loroupe Tegla Loroupe (KEN) 2:20:43
1998-09-2020. September 1998 9daCosta Ronaldo da Costa (BRA) 2:06:05 9Renders Marleen Renders (BEL) 2:25:22
1997-09-2828. September 1997 9Lagat Elijah Lagat (KEN) 2:07:41 9McKiernan Catherina McKiernan (IRL) 2:23:44
1996-09-2929. September 1996 9Anton Abel Antón (ESP) 2:09:15 9DeReuck Colleen De Reuck (RSA) 2:26:35
1995-09-2424. September 1995 9Lelei Sammy Lelei (KEN) 2:07:02 7Pippig Uta Pippig -3- 2:25:37
1994-09-2525. September 1994 9Pinto António Pinto (POR) 2:08:31 9Dörre-Heinig Katrin Dörre-Heinig (GER) 2:25:15
1993-09-2626. September 1993 9Yawa Xolile Yawa (RSA) 2:10:57 7Kokowska Renata Kokowska -3- 2:26:20
1992-09-2727. September 1992 9Tsebe David Tsebe (RSA) 2:08:07 7Pippig Uta Pippig -2- 2:30:22
1991-09-2929. September 1991 9Brace Steve Brace (GBR) 2:10:57 7Kokowska Renata Kokowska -2- 2:27:36
1990-09-3030. September 1990 9Moneghetti Steve Moneghetti (AUS) 2:08:16 7Pippig Uta Pippig (GER) 2:28:37
1989-10-011. Oktober 1989 9Shahanga Alfredo Shahanga (TAN) 2:10:11 9Tikkanen Päivi Tikkanen (FIN) 2:28:45
1988-10-099. Oktober 1988 8Nyambui Suleiman Nyambui -2- 2:11:45 7Kokowska Renata Kokowska (POL) 2:29:16
1987-10-044. Oktober 1987 8Nyambui Suleiman Nyambui (TAN) 2:11:11 9Pressler Kerstin Preßler (GER) 2:31:22
1986-09-2828. September 1986 9Psujek Bogusław Psujek (POL) 2:11:03 9Teske Charlotte Teske (GER) 2:32:10
1985-09-2929. September 1985 9Ashworth James Ashworth (GBR) 2:11:43 9Ilands Magda Ilands (BEL) 2:34:10
1984-09-3030. September 1984 9Skovbjerg John Skovbjerg (DEN) 2:13:35 9Sipka Ágnes Sipka (HUN) 2:39:32
1983-09-2525. September 1983 9Lismont Karel Lismont (BEL) 2:13:37 9Goldhawk Karen Goldhawk (GBR) 2:40:32
1982-09-2626. September 1982 9Tibaduiza Domingo Tibaduiza (COL) 2:14:47 9Lochead Jean Lochead (GBR) 2:47:05
1981-09-2727. September 1981 9Ray Ian Ray (GBR) 2:15:42 9Stephan Angelika Stephan (GER) 2:47:24
1980-09-2828. September 1980 7Sensburg Ingo Sensburg -3- 2:16:48 9Püttmann Gerlinde Püttmann (GER) 2:47:18
1979-09-3030. September 1979 7Sensburg Ingo Sensburg -2- 2:21:09 8Haase Jutta von Haase -2- 3:07:07
1978-09-033. September 1978 9Spottel Michael Spöttel (GER) 2:20:03 8Blaschke Ursula Blaschke -2- 2:57:09
1977 [4]-09-1010. September 1977 [4] 9Mielke Günter Mielke (GER) 2:15:19 9Vahlensieck Christa Vahlensieck (GER) 2:34:48
1977-09-1010. September 1977 9Wilson Norman Wilson (GBR) 2:16:21 9Brandt Angelika Brandt (GER) 3:10:27
1976-09-2626. September 1976 7Sensburg Ingo Sensburg (GER) 2:23:08 8Blaschke Ursula Blaschke (GER) 3:05:19
1975-09-2828. September 1975 9Bochroder Ralf Bochröder (GER) 2:47:08 9Bochroder Kristin Bochröder (GER) 3:59:15
1974-10-1313. Oktober 1974 9Hallas Günter Hallas (GER) 2:44:53 8Haase Jutta von Haase (GER) 3:22:01

Entwicklung der Finisher-Zahlen

Läufer im Ziel; Hervorhebungen: Rekordzahlen

Jahr Läufer im Ziel Anteil
Gesamtzahl Männer Frauen Männer Frauen
2008* 35.786 28.357 7.429 79% 21%
2007 32.486 25.994 6.492 80% 20%
2006 30.182 24.094 6.088 80% 20%
2005 30.373 24.501 5.872 81% 19%
2004 28.022 22.800 5.222 81% 19%
2003 30.709 25.108 5.601 82% 18%
2002 25.286 20.880 4.406 83% 17%
2001 25.792 21.669 4.123 84% 16%
2000 22.879 19.332 3.547 84% 16%
1999 19.129 16.537 2.592 87% 13%
1998 21.004 17.795 3.209 85% 15%
1997 14.982 13.120 1.862 88% 12%
1996 16.529 14.489 2.040 88% 12%
1995 13.088 11.682 1.406 89% 11%
1994 12.263 10.980 1.283 90% 10%
1993 14.107 12.586 1.521 89% 11%
1992 13.225 11.918 1.307 90% 10%
1991 14.849 13.456 1.393 91% 9%
1990 22.806 20.415 2.391 90% 10%
1989 13.433 12.233 1.200 91% 9%
1988 13.117 11.986 1.131 91% 9%
1987 12.674 11.651 1.023 92% 8%
1986 11.450 10.574 876 92% 8%
1985 9.810 9.146 664 93% 7%
1984 7.297 6.875 422 94% 6%
1983 5.121 4.886 235 95% 5%
1982 3.448 3.318 130 96% 4%
1981 2.561 2.418 149 94% 6%
1980 294 276 18 94% 6%
1979 222 207 15 93% 7%
1978 197 187 10 95% 5%
1977 230 219 11 95% 5%
1976 311 296 15 95% 5%
1975 236 232 4 98% 2%
1974 244 234 10 96% 4%

* Vorläufiges Ergebnis

Inlineskating-Wettbewerb

Spitzengruppe bei Kilometer 24 des Skater-Marathons 2008

1997 wurde der Inlineskate-Marathon Bestandteil des Berlin-Marathons und damit zur ersten Veranstaltung die das Inlinskaten als Bestandteil eines großen City-Marathons in Deutschland anbot. Das Rennen wird seit 2003 separat am Sonnabend vor dem Laufmarathon ausgetragen. Race-Direktor und damit verantwortlich für alle Belange der Inlineskating-Wettbewerbe ist Alexander Uphues von der SCC-RUNNING Events GmbH.

1997 gingen 446 Skater an den Start und die beiden Franzosen Caroline Jean und Pascal Briand wurden die Prämiensieger. Auch im Folgejahr dominierten die Franzosen und belegten sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Plätze eins bis drei.

Im Jahr 1999 liefen bereits 4179 Inline-Skater mit. Die Streckenrekorde wurden bei den Frauen und bei den Männern um mehrere Minuten verbessert. Die Siegerin Anne Titze war erste Frau unter 1:10:00 und ist heute noch die einzige deutsche Gewinnerin des Skater-Marathon in Berlin.

Beim Rennen 2000 mit über die 6700 Teilnehmern fuhr Angèle Vaudan eine neue Weltbestzeit (1:08:29). Die Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wurde 19. Neben vielen Bestzeiten für die Teilnehmer stieg die Leistungsdichte stetig an und es kam immer öfter zu Massensprintentscheidungen, bei denen in wenigen Augenblicken das Feld die Ziellinie überquert.

2002 kam es aufgrund einer sich wölbenden Matte, welche für die Läufer gedacht war, in der Spitzengruppe des Rennens zu einem Massensturz. Mit über 7000 Finishern war das Rennen groß und attraktiv genug für eine eigene Veranstaltung. 2003 bekamen die Skater, am Vorabend des Hauptlaufes ihre Veranstaltung und mit 9612 Sportlern war dies auch der weltgrößte Skater-Marathon. Bei den Frauen gab es einen Dreifacherfolg für die USA.

Aufgrund von Beschwerden von Autofahrern und Einzelhandel startete das Rennen der Skater 2004 bereits Sonnabendmorgens. Mit nur 8191 Startern führte die frühe Startzeit aber zu einem Rückgang sowohl der Teilnehmer- als auch der Zuschauerzahl. Also wurde 2005 der Start wieder auf den Nachmittag gelegt. Bei den Herren gab es einen Dreifach-Triumph der Italiener und bei den Damen gewann eine Kolumbianerin.

Die zehnte Austragung 2007 war von der regennassen Fahrbahn geprägt, somit kam es entgegen den letzten Jahren nicht zu einer Massensprintentscheidung. Der Schweizer Nicolas Iten konnte sich rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel von seinen vier Fluchtgefährten absetzen und siegte im Alleingang. Bei den Damen konnte sich überraschend Hilde Goovaerts aus Belgien im Sprint einer kleinen Gruppe durchsetzen. Zu dieser gehörten die Deutschen Michaela Neuling (5.) und die erst siebzehnjährige Sabine Berg (2.).

Seit 2000 ist das Rennen Bestandteil des World-Inline-Cup (WIC), der ranghöchsten Rennserie weltweit und seit 2004 findet in Berlin auch das Weltcup-Finale statt.

Statistik Inline-Marathon

Juan-Carlos Betancur und Luca Saggiorato sind die einzigen Skater, die den Marathon zweimal hintereinander gewinnen konnten.

Streckenrekorde

  • Frauen: 1:08:29, Angèle Vaudan (FRA), 2000 (Weltbestzeit)
  • Männer: 1:00:33, Joey Mantia (USA), 2008

Siegerliste

Jahr Sieger Zeit Siegerin Zeit
2008 Joey Mantia (USA) 1:00:33 Cecilia Baena -2- 1:13:24
2007 Nicolas Iten (SUI) 1:12:30 Hilde Goovaerts (BEL) 1:23:20
2006 Luca Saggiorato -2- 1:02:25 Giovanna Tuchiarelli (ITA) 1:14:02
2005 Luca Saggiorato (ITA) 1:01:21 Brigytte Mendez (COL) 1:10:43
2004 Roger Schneider (SUI) 1:04:43 Cecilia Baena (COL) 1:17:08
2003 Juan-Carlos Betancur -2- 1:02:03 Julie Glass (USA) 1:11:28
2002 Juan-Carlos Betancur (COL) 1:04:44 Angèle Vaudan -2- 1:13:59
2001 Arnaud Gicquel (FRA) 1:04:17 Sheila Herrero (ESP) 1:12:57
2000 Chad Hedrick (USA) 1:01:45 Angèle Vaudan (FRA) 1:08:29
1999 Tristan Loy (FRA) 1:01:08 Anne Titze (GER) 1:09:32
1998 Johann Langenberg (FRA) 1:07:32 Caroline Lagree (FRA) 1:14:20
1997 Pascal Briand (FRA) 1:07:52 Caroline Jean (FRA) 1:15:30

Quellen: Website des Veranstalters [5] (Streckenrekorde farbig unterlegt)

Rollstuhl- und Handbiker-Marathon (Streckenrekorde)

Rollstuhlfahrer
Männer: 1:21:39, Heinz Frei (SUI), 1997
Frauen: 1:42:07, Janette Jansen (NED), 1992
Handbiker
Männer: 1:13:32, Wim Decleir (BEL), 2005
Frauen: 1:15:50, Andrea Eskau (GER), 2005

Trivia

Im Jahr 1990 führte die Strecke durch das jahrzehnte lang nicht zugängliche Brandenburger Tor. Kurz nach dem Startschuss verstarb ein Teilnehmer an einem Herzinfarkt. Er wollte wohl nur die ersten drei Kilometer bis zum symbolträchtigen Brandenburger Tor laufen, das er allerdings nie erreichte.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.scc-events.com - Finisherzahlen der Inline-Skater 2002
  2. Die Siegerinnen und Sieger des BERLIN-MARATHON im Überblick
  3. Berlin-Marathon auf arrs.net
  4. Deutsche Marathonmeisterschaft als gesondertes Rennen
  5. Die Siegerinnen und Sieger des INLINE-BERLIN-MARATHON

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  • Berlin Marathon — Infobox Athleticrace bgcolour = lightblue imagesize = 150px caption = Berlin Marathon Logo date = 27/28 September 2008 location = Berlin, Germany type = Road distance = Marathon est = 1974 record = homepage = [http://www.real berlin… …   Wikipedia

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