Bernd Hillemeier
Bernd Hillemeier
Der höchste Kühlturm der Welt (200m) in Niederaußem
Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Bernd H. Hillemeier (* 29. Januar 1941) war Hochschulprofessor für Baustoffe und Baustoffprüfung an der TU Berlin.

Nach dem Abitur 1962 und dem Bauingenieurstudium mit anschließender Promotion an der Universität Karlsruhe (TH) war er von 1978 bis 1990 Leiter "Zentrales Qualitätswesen" in einem Baukonzern. Ab 1990 war er Universitätsprofessor für Baustoffe, Baustoffprüfung und Bauchemie an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und von 1992 bis 2009 gleichzeitig Direktor des Instituts für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken (IEMB). Er ist Ratsmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), Vorstandsmitglied der deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) und der Fachgruppe Bauchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)[1]. Er ist maßgeblich an der Entwicklung neuer Baustoffe sowie an neuen Prüfmethoden im Bauwesen beteiligt. Unter anderem wurde am Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung (TU Berlin) säurerebeständiger Beton entwickelt. Aus diesem Beton wurde der mit 200 m höchste Kühlturm der Welt in Niederaußem gebaut. Beratend war er ebenfalls an der Entwicklung der Betonrezeptur der Betonstelen für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas beteiligt. 2006 erhielten er und sein Team für das Verfahren der Spanndrahtbruchortung in Querspanngliedern von Spannbetonbrücken den Innovationspreis Berlin-Brandenburg[2]. Ende 2007 konnte er auf Grund von theoretischen Ansätzen und Berechnungen die mit 280 m weltweit längste Betonplatte ohne Fugen für das Projekt Petra III des Deutsches Elektronen-Synchrotron mitverwirklichen.

Hillemeier ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.gdch.de/strukturen/fg/bau.htm GDCh
  2. http://www.innovationspreis.de/preistraeger_2006.html Innovationspreis 2006

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