Bernd Hoelzenbein

Bernd Hölzenbein (* 9. März 1946 in Dehrn) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Leben

Nach dem Abschluss der Realschule erlernte Hölzenbein den Beruf des Kaufmanns, verlegte sich dann aber hauptberuflich aufs Fußballspielen. In der Bundesliga spielte Holz von 1967 bis 1981 420 Mal für Eintracht Frankfurt und wurde mit der Mannschaft 1974, 1975 und 1981 DFB-Pokalsieger und 1980 Gewinner des UEFA-Pokals. Seine 160 Bundesligatore sind bis heute Vereinsrekord. Bernd Hölzenbein ist Ehrenspielführer von Eintracht Frankfurt.

Unvergesslich war Bernd Hölzenbeins Tor im UEFA-Pokal-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Dinamo Bukarest, das er in der 89. Spielminute im Sitzen erzielte. Ein Tor wollte nicht fallen, der Torhüter war immer wieder Endstation. Doch dann rutschte diesem der Ball aus den Armen und Hölzenbein rutschte zum Ball und köpfte ihn ins Tor. Er erzwang damit die Verlängerung und ermöglichte so den späteren UEFA-Pokalsieg der Eintracht gegen Borussia Mönchengladbach.

Nach dem Pokalendspiel am 2. Mai 1981 wechselte er zu den Ft. Lauderdale Strikers in die USA. Mit den Memphis Americans (1983/84) sowie den Baltimore Blasts, für die er 1985 die US-Hallenrunde bestritt, war er für weitere US-Vereine aktiv. Zum Ende seiner Karriere 1986 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte vom Januar bis Juni 1985 für den FSV Salmrohr, dem er in den Relegationsspielen zum Aufstieg 1986/87 verhalf.

Nach seiner aktiven Laufbahn war er kurzzeitig Co-Trainer bei Viktoria Aschaffenburg bevor er von November 1988 bis November 1994 als Vizepräsident von Eintracht Frankfurt die sportliche Seite verantwortete. Vom 1. Dezember 1994 bis 4. November 1996 war Hölzenbein als Manager angestellt für die Eintracht tätig.

Seit 2004 ist er wieder als sportlicher Berater und Chefscout bei der Eintracht Frankfurt aktiv. Außerdem ist er offizieller FIFA WM-Botschafter und unterstützt als Schirmherr das Forschungsprojekt STOCCER zur Fußball-WM.

Bernd Hölzenbein wohnt heute in Neu-Isenburg Gravenbruch. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Nationalmannschaft

Er spielte von 1973 bis 1978 vierzig Mal in der Deutschen Nationalmannschaft und erzielte fünf Tore. 1974 wurde er in München mit der Nationalelf Fußballweltmeister. Er sorgte für eine der umstrittensten Strafstoßentscheidungen der Fußballgeschichte: Das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 beim 2:1-Sieg im Finale über die Niederlande schoss per Elfmeter Paul Breitner, nachdem Bernd Hölzenbein zuvor im Strafraum vom Niederländer Wim Jansen zu Fall gebracht wurde. Die Ansichten über die Berechtigung des Strafstoßes gingen auch nach Betrachtung der Zeitlupe auseinander. Die Bild-Zeitung behauptete einige Wochen nach dem Finale, Hölzenbein habe zugegeben, dass er sich fallen gelassen habe, musste diese Behauptung später mit dem Abdruck einer Gegendarstellung widerrufen. Hölzenbein bestreitet nachdrücklich, diese Aussage je getätigt zu haben. Er weist zudem darauf hin, dass neuere Technik (DVD) es jedem ermögliche, das Foul und damit die Berechtigung des Elfmeters nachzuvollziehen. Dennoch hat durch den Vorfall die Bezeichnung "Schwalbe" Eingang in die niederländische Sprache gefunden.

Bernd Hölzenbein gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Jürgen Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

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