Bernd Runge

Bernd Runge ist ein ehemaliger deutscher Medienmanager und Herausgeber.

Leben

Der gebürtige Rostocker studierte in der DDR sowie in der UdSSR „internationale Beziehungen“ und Journalismus. Seinen Berufseinstieg fand er als ADN-Korrespondent in Ungarn. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten absolvierte er eine Trainee-Ausbildung beim Axel Springer Verlag. Danach war er Chefredakteur der französischen Ausgabe der Zeitschrift Gala (Verlag Gruner & Jahr). Danach war er kurzzeitig als Geschäftsführer des Jahreszeiten Verlages tätig. Dessen Verleger Thomas Ganske entließ Bernd Runge fristlos aufgrund eines gestörten Vertrauensverhältnisses.

Er leitete elf Jahre lang den Verlag Condé Nast, den deutschen Ableger des US-amerikanischen Verlages Advance Publications. Er war zudem als Vize-Präsident verantwortlich für das internationale Geschäft, speziell in Osteuropa. Er führte in Deutschland unter anderem die Zeitschriften Vanity Fair und Glamour ein. Im Dezember 2008 trat er von allen Funktionen zurück.

Nach Recherchen der Nachrichtenmagazine Focus[1] und Spiegel[2] hatte Runge in der DDR jahrelang als Inoffizieller Mitarbeiter mit dem Decknamen „Olden“ für das Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet. Der US-Verlag Advance Publications sprach Runge trotzdem sein Vertrauen aus.[3]

Runge war 2003 von der Fachzeitschrift Horizont zum „Medienmann des Jahres“ gekürt worden.

Im Dezember 2008 kehrte er aus persönlichen Gründen dem Condé Nast Verlag den Rücken. Ab März 2009 wird er als neuer Vorstandsvorsitzender (CEO) beim internationalen Auktionshaus Phillips de Pury & Company in London tätig sein.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Äußerst eifrig und initiativreich, in: Focus, 12. Mai 2004
  2. Genosse Glamour. In: Der Spiegel. Nr. 20, 2004 (online).
  3. „Pressemitteilung Verlag Condé Nast: Chairman spricht Bernd Runge Vertrauen aus“, ots Originaltext, 10. Mai 2004

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