Berndt-Elbing

Karl-Heinz Berndt-Elbing, mit bürgerlichem Namen Karl Heinz Berndt, (* 22. Januar 1934 in Elbing, Westpreußen; † 1999 in Winnipeg, Kanada) war ein deutscher Kunstmaler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Kind verschlug es Berndt mit seinen Eltern als Kriegsflüchtling nach Schleswig-Holstein. Die Familie fand eine neue Heimat in Nordfriesland. Früh begann er, sich mit der Malerei zu beschäftigen. In den 1960er Jahren wurden erste Werke von ihm in Galerien auf Sylt gezeigt. In dieser Zeit lebte Berndt, der nun seine Werke mit dem Künstlernamen Berndt-Elbing - in Anlehnung an seinen Geburtsort - signierte, auf der Insel Sylt. Dort wurden auch in den Jahren 1963 und 1966 seine Kinder geboren. Angeleitet und inspiriert durch ihren Vater trat die Tochter Suliko Berndt in die Fußstapfen ihres Vaters. Die promovierte Medizinierin arbeitet inzwischen in Stil und Motivwahl ganz ähnlich wie ihre Vater.

Mitte der 1970er Jahre erwarb er einen Resthof auf dem nordfriesischen Festland, wo er fortan lebte und arbeitete. Dauerausstellungen - teilweise in einen eigenen Galerien - wurden weiterhin auf Sylt gezeigt. In den 1980er Jahren zog es Berndt-Elbing zu mehreren ausgedehnten Reisen nach Kanada. Daneben blieb er seiner Heimat Nordfriesland weiterhin eng verbunden. Elbing starb im Jahr 1999 bei einem Aufenthalt in Winnipeg in Kanada.

Stil und Motive

Elbing arbeitete nahezu ausschließlich mit Wasserfarben auf so genanntem Japan-Papier. Diese Verbindung aus Aquarell-Technik und diesem Papier wurden über seine gesamte Schaffensperiode neben den Motiven zu seinem Markenzeichen. Bei den Motiven wählte er neben gelegentlichen, Blumenmotiven, Stillleben und vereinzelten Portraits vor allem Landschaftsmotive aus seiner Umgebung. Insbesondere die weiten Landschaften Nordfrieslands und der Insel Sylt fanden sich in seinen Werken wieder. Dabei war die Darstellung des Himmels, der zumeist rund zwei Drittel des Bildes einnahm, zusammen mit expressiven Wetterstimmungen, ein stets wiederkehrendes Thema. Bei seinen Reisen nach Kanada entstanden ebenfalls, teilweise sehr melancholische Landschaftsbilder in der für Elbing typischen Technik.

Literatur

  • Lothar Hyss und Jutta Fethke: Karl-Heinz Berndt-Elbing: Ausstellung anlässlich des 65. Geburtstages (Ausstellungsführer) Verlag: Westpreussisches Landesmuseum (1999) ISBN 3927111376.

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