Berndt Seite

Berndt Seite (* 22. April 1940 in Hahnswalde bei Trebnitz, Provinz Schlesien), ist ein deutscher Politiker (CDU), der 1990 in die CDU eintrat und von 1992 bis 1998 Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern war.

Von 1990 bis 1992 war er Generalsekretär der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach dem von der CDU-Landtagsfraktion per Misstrauensvotum erzwungenen Rücktritt von Alfred Gomolka als Ministerpräsident wurde Seite zu dessen Nachfolger gewählt und führte die Schwarz-Gelbe Koalition fort. Gleichzeitig übernahm er Gomolkas Amt als Bundesratspräsident, welches er bis zum 31. Oktober 1992 ausübte.

Bei der Landtagswahl 1994, welche parallel zur Bundestagswahl stattfand, konnte die CDU ihre Position behaupten (37,7 %, -0,5 Prozentpunkte), während die SPD leicht zulegte (29,5 %, + 2,5 Prozentpunkte). Da die FDP aus dem Landtag ausschied (3,8 %) und ansonsten nur noch die PDS im Landtag vertreten war, wurde eine Große Koalition gebildet, der Seite als Ministerpräsident vorstand.

Bei der Landtagswahl 1998, welche wiederum parallel zur Bundestagswahl stattfand, erlitt die CDU herbe Verluste (30,2 %, -7,5 Prozentpunkte), während die SPD unter Harald Ringstorff stärkste Kraft wurde (34,3 %) und zusammen mit der PDS die erste Rot-Rote Koalition bundesweit bildete.

Seite erklärte noch in der Wahlnacht seinen Rückzug aus der Landespolitik. Am 3. November 1998 wurde Harald Ringstorff zu Seites Nachfolger gewählt.

Siehe auch

Schriften

  • Schneeengel frieren nicht. Eine Biographie. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2009, ISBN 978-3-940737-59-5 (Autobiographie).

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