Bernhard Heinzmann

Bernhard Heinzmann (* 20. August 1903 in Böhmenkirch; † 10. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim in Oberösterreich) war ein katholischer Priester und Gegner des NS-Regimes. Er wurde von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bernhard Heinzmann war Priester der Diözese Augsburg. Bereits als Kaplan in Starnberg wehrte er sich 1930 gegen anti-französische Polemik mit der Begründung, auch Franzosen seien „Geschöpfe Gottes“. Obwohl er immer wieder körperlich bedroht wurde, predigte er gegen die „Vergötterung Hitlers“ und gegen den „Rassenwahn“.

Nachdem er einen Streit bei einer Gesellenvereinsversammlung wegen des Singens eines anti-italienischen Lieds unter Verweis auf die Internationalität der katholischen Kirche [1] versucht hatte zu schlichten und es daraufhin zu starken Anfeindungen gegen ihn kam, wurde er von seinen Vorgesetzten mehrmals versetzt, da diese meinten, so die Situation beruhigen zu können. Am Dreikönigstag 1941 war er Pfarrvikar in Kronburg-Illerbeuren, als er im dortigen Pfarrhaus verhaftet wurde, um in das Untersuchungsgefängnis in Augsburg eingeliefert zu werden. Von dort kam er im November 1941 ins KZ Dachau und am 10. August 1942 im Rahmen der sogenannten „Aktion 14f13“ in die NS-Tötungsanstalt Hartheim im Schloss Hartheim bei Alkoven in der Nähe von Linz in Oberösterreich, wo er vergast wurde.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elke Fröhlich (Hrsg.), Martin Broszat (Hrsg.): Bayern in der NS-Zeit. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1983, ISBN 3-486-42411-4, S. 130 (online)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Heinzmann — ist der Familienname folgender Personen: Bernhard Heinzmann (1903–1942), katholischer Priester Gerhard Heinzmann, Gründer und Ehrenvorsitzender der Partei Bibeltreuer Christen Gustav Heinzmann (1920–2006), deutscher Physiker und Erfinder Richard… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Hei — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste deutscher Widerstandskämpfer — Diese Liste umfasst die Beteiligten am Widerstand gegen den Nationalsozialismus, soweit sie nicht hauptsächlich am Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt waren. Die Beteiligten daran sowie am Kreisauer Kreis sind in der Liste Persönlichkeiten des… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus — Diese Liste umfasst die Beteiligten am Widerstand gegen den Nationalsozialismus, soweit sie nicht hauptsächlich am Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt waren. Die Beteiligten daran sowie am Kreisauer Kreis sind in der Liste Persönlichkeiten des… …   Deutsch Wikipedia

  • Geistliche im KZ Dachau — Pfarrerblock wurden zur Zeit des Nationalsozialismus in reichsdeutschen Konzentrationslagern jene Wohnblocks genannt, in denen Geistliche verschiedener Konfessionen und verschiedener aber größtenteils polnischer Nationalität inhaftiert waren. Im… …   Deutsch Wikipedia

  • Pfarrerblock — wurden zur Zeit des Nationalsozialismus in reichsdeutschen Konzentrationslagern jene Wohnblocks genannt, in denen Geistliche verschiedener Konfessionen und verschiedener aber größtenteils polnischer Nationalität inhaftiert waren. Im Lager Dachau… …   Deutsch Wikipedia

  • Schnittlingen — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Steinenkirch — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Liste De Résistants Allemands Au Nazisme — Liste de résistants allemands contre le nazisme (non compris les participants au complot du 20 juillet 1944 contre Adolf Hitler) Sommaire : Haut A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z …   Wikipédia en Français

  • Liste de resistants allemands au nazisme — Liste de résistants allemands au nazisme Liste de résistants allemands contre le nazisme (non compris les participants au complot du 20 juillet 1944 contre Adolf Hitler) Sommaire : Haut A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z …   Wikipédia en Français

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”