Bernhard Hemmerle

Bernhard Hemmerle (* 25. Dezember 1949 in Herschbach/Unterwesterwald) ist ein deutscher Kirchenmusiker und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Erste musikalische Ausbildung und Studium

Bernhard Hemmerle stammt aus Herschbach, wo er am 25. Dezember 1949 geboren wurde. Ab dem fünften Lebensjahr erhielt er Klavier- und ab dem neunten Lebensjahr Orgelunterricht. 1961 wurde Kirchenmusikdirektor Arnold Freistühler in Wirges sein Lehrer. Zusätzliche Studien betrieb Hemmerle bei der Pianistin Anneliese Hasselmann in Dierdorf.

Von 1968 bis 1972 studierte Hemmerle an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main Kath. Kirchenmusik und Privatmusik (Lehrer für Klavier- und Orgelspiel). Während des Studiums war er Organist an St. Johannes in Frankfurt-Unterliederbach, und zudem als Lehrer (Musikalische Grundausbildung, Klavier, Blockflöte) an der Jugendmusikschule Frankfurt, als Musiklehrer und Leiter des Schulchores an der Albrecht-Dürer-Schule in Frankfurt-Sossenheim, sowie als Chorleiter tätig.

Erfahrungen im Orgelbau sammelte er durch regelmäßige Praktika bei dem Orgelbauer Heinrich Wilhelm Voigt, Inhaber der Orgelbau-Firma Heinrich Voigt in Frankfurt-Unterliederbach.

Wirken als Kirchenmusiker im Bistum Limburg

Nach einjähriger Tätigkeit als Organist und Chorleiter an St. Ignatius in Frankfurt (1974) trat er am 15. Januar 1975 die hauptamtliche Kirchenmusikerstelle an St. Peter und Paul in Villmar an, die er bis Oktober 1994 innehatte. Von 1975 bis 1988 war Bernhard Hemmerle Bezirkskantor im Kirchenbezirk Limburg des Bistums Limburg (u.a. Ausbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker), sowie Mitglied der Fachkommission Chorleitung im Bistum Limburg, des Arbeitskreises Kirchenmusik und Jugendseelsorge im Bistum Limburg (NGL).

Als Assistent des Glockensachverständigen im Bistum Limburg wirkte er von 1985 bis Mitte 1988, ehe er Mitarbeiter im Referat Kirchenmusik (RKM) des Bistums Limburg wurde. Mit der Ernennung zum Kirchenmusikdirektor wurde er am 1. Januar 1989 zum Stellvertretenden Leiter des Referates Kirchenmusik im Bistum Limburg berufen. Mit Termin 1. September 1991 wurde KMD Bernhard Hemmerle die Leitung des Referates Kirchenmusik im Bistum Limburg übertragen, das er bis Ende Juni 2007 leitete.

Überdiözesane Aufgaben

Von den verschiedenen überdiözesanen Aufgabenstellungen Hemmerles, der 1978 vom Fachverband Deutscher Berufschorleiter zum „Musikdirektor“ ernannt wurde, seien folgende genannt:

1988-2007 Mitglied der "Konferenz der Leiter/-innen kath. kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten Deutschlands" (KdL) - von 1989 bis 1992 war er Vorstandsmitglied der KdL und zugleich Leiter des Arbeitskreises „C-Ausbildung“. 1991-2007 Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft der Leiter/innen der kath. Ämter / Referate für Kirchenmusik der Deutschen Diözesen" (AGÄR). Die Vertretung des Diözesan-Cäcilien-Verbandes Limburg (DCV Limburg) im Allgemeinen Cäcilienverband für Deutschland (ACV) nahm er von 2000 bis 2007 wahr.

Komponist und Autor

Kompositionen

Etliche Kompositionen wurden von verschiedenen Musikverlagen in Deutschland und den USA veröffentlicht und sind teilweise auch auf CD eingespielt worden. Als Komponist fand Bernhard Hemmerle Aufnahme in folgenden Lexika: Beckmann, Klaus, Repertorium Orgelmusik 1150 - 2000 / A Bio - bibliographical Index of Organ Music / Catalogue bio - biographique de Musique d´ Orgue Band / Volume I, Orgel- Solo, Organ solo, Organ suel, , Mainz 2003, S. 374;- Dohr, Walter J., Kompendium deutscher Lied und Chorkomponisten /-innen des 20. / 21. Jahrhunderts, 1. Auflage 2003, 5. erweiterte Auflage 2005;- Kürschners Musiker Handbuch 2006, 5. Auflage, München 2006;- Klassika, Die deutschsprachigen Klassikseiten, Komponisten (www.klassika.de);- Katalog ausgewählter Choralbearbeitungen zu den Melodien des Gotteslob, Stammteil und Limburger Diözesanteil, Dr. J. Butz MV, 1989;- A Directory of Composers for Organ, by Dr. John Henderson, Ausgabe 2007.

Publikationen

Hemmerles Beiträge zur Kirchenmusik im Bistum Limburg, den Bereichen Glockenwesen und Orgelbau erschienen in verschiedenen Fachbüchern und Fachzeitschriften, Periodika und Lexika. Besonders zu erwähnen sind seine zahlreichen Beiträge für das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon (BBKL) und das von ihm herausgegebene Lexikon >Im Dienste der Musica sacra<, das Personen-Porträts von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern im und aus dem Bistum Limburg enthält.

Weblinks


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