Bernhard Michael Mandl
B. M. Mandl: Apostel Andreas, Marmor, Mitte 18. Jahrhundert (Andräkirche, Salzburg)
B. M. Mandl: Pferdebändiger (Marstallschwemme, Salzburg)

Bernhard Michael Mandl (* um 1660 in Böhmen; † 23. März 1711 in Salzburg) war der wohl bekannteste Barockbildhauer der Stadt Salzburg.

Ab etwa 1690 lebte Mandl in Salzburg. Er heiratete eine Tochter der dort ansässigen Bildhauerfamilie Götzinger und arbeitete auch einige Jahre in der Bildhauerwerkstätte dieser Familie.

Werke

  • Der Rossebändiger der Marstallschwemme war Mandls erstes großes Werk. Das Motiv des Pferdebändigers ist ein an sich häufig dargestelltes barockes Thema, das den Wettstreit der Leidenschaft mit der (siegreichen aristokratischen) Ordnung charakterisiert. Hier sind deutliche Anklänge des dargestellten Leibrosses des Erzbischofes Johann Ernst von Thun mit dem Leibpferd Alexanders des Großen in Bezwingung des Leibrosses Bukephalos deutlich. Durch die herabgleitende Decke verschmilzt der Rossführer mit dem wilden Pferd zur vollendeten kraftvollen Einheit. Auch die Mähne des kühn gebogenen Pferdekopfes macht die kraftvolle Bewegung deutlich. Angeblich wollte Prinz Eugen später diese Statue erwerben, nach einem abschlägigen Bescheid wurde angeblich eine nachgearbeitete Kopie dieses Werkes verfertigt.
  • Petrus und Paulus an der Fassade des Salzburger Doms: Die beiden Apostel sind hier in einem neuen persönlich-individuellen Ausdruck und erstmals ohne jedes barocke Pathos dargestellt.
  • Zwei Athletenfiguren im Mirabellgarten, Salzburg
  • Figuren auf der Markuskirche, Salzburg
  • Figuren auf der Dreifaltigkeitskirche, Salzburg
  • Figuren auf der Kollegienkirche, Salzburg
  • Hl. Andreas, Andreaskapelle in der Andräkirche, Salzburg
  • Figuren der hl. Maria und des Verkündigungsengels auf der Dreifaltigkeitssäule in Straubing

Literatur

Weblinks

 Commons: Bernhard Michael Mandl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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